Computer-Notfall
Diese Ratschläge sind nicht für Anwender gedacht, die einen fertigen Computer kaufen, ihn nie erweitern oder verändern. Diese sind am besten beraten, wenn sie ihren Computer nur benutzen und bei einem Problem, welches hoffentlich nie auftritt, in den Foren der PC Hilfe fragen oder einen Fachmann zu Rate ziehen.
Erfahrene Anwender finden auf den folgenden Seiten nützliche Tipps und Informationen zur Selbsthilfe. Da die Seite 1997 Begonnen wurde sind - deutlich gekennzeichnet - auch Vorschläge für "alte" Rechner enthalten.
Bevor sie beginnen
Schaffen Sie sich für jeden Computer einen Ordner oder Hefter an. Dort hinein gehören alle Rechnungen (Garantie) und alle Bedienungsanleitungen. Nicht ist frustrierender, als wenn Sie nach einem Jahr eine Karte umkonfigurieren müssen und die Anleitung mit den Jumper-Einstellungen nicht finden.
Ganz wichtig! In diesen Hefter gehört eine Liste über Einstellungen: Jedes Mal, wenn Sie etwas Neues in den Computer einbauen notieren Sie dort die Interrupt - und Adressenbelegung. Zum Beispiel: 4.2.93 ADAPTEK SCSI ADAPTER AHA 1520 Interrupt: 11, Adresse: 340h DMA: 0 SCSI-Adresse: 7 diese Adressen finden Sie in der Bedienungsanleitung oder der Windows Systemsteuerung. Sie können oft über Jumper oder Software verändert werden. Durch das Aufschreiben und Vergleichen können Sie Adressenkonflikte, eine beliebte Fehlerursache, vermeiden. Bei Windows 2000 / XP / Vista, sind Interrupt Belegungen nicht direkt möglich. Trotzdem sollte man daran denken, dass 2 ständig aktive Verbraucher die auf den gleichen Kanal arbeiten zu Fehlern und Verzögerungen führen können, was nicht nur für Interrupts sondern auch für USB gilt. Die Adressbelegungen werden im Gerätemanager angezeigt.
Einen weitere wichtige Notiz in diesem Hefter sind die Festplattendaten. Alle (E)Ide. Festplatten müssen in das Computer Setup eingetragen werden, oder sind, wenn Sie den Computer bekommen dort eingetragen. Durch einen Batteriefehler können nach Jahren die Einstellungen verloren gehen. Sagen Sie auch nicht mit der automatischen Festplatten-Erkennung ist dies nicht notwendig. Tragen Sie die von Ihnen oder der automatischen Erkennung eingetragenen Daten ein. Durch andere Daten bei der erneuten Erkennung können Probleme entstehen. Nun ist guter Rat teuer, wenn Sie nicht auf Ihre Notiz zurückgreifen können. (SCSI-Festplatten werden jedoch nicht im SETUP eingetragen.) (Siehe Setup).
Neue Rechner haben die Automatik-Einstellung für die Festplatten Daten. Sie sind gut beraten, wenn Sie die Festplatten über die automatische Erkennung festlegen und eintragen lassen. Das Booten geht wesentlich schneller und bei eventuellen Festplattenfehlern ist das rechtzeitige Erkennen gewährleistet.
Plug and Play früher
Diese Eigenschaften, die es ab Windows95 und neueren Hauptplatinen mit PCI-Bus gibt, dürfen für ältere Karten nicht überschätzt werden, sie bringen jedoch einen Vorteil, weil die freien Ressourcen angezeigt werden. Sie müssen aber meist manuell an den Einbauteilen eingestellt werden, weshalb die vorstehenden Grundsätze auch hierfür gelten. Mit "Einstellungen >> Systemsteuerung >> System >> Gerätemanager >> Asicht" erhalten Sie eine Zusammenstellung aller Ressourcen und Einstellungen. Die Liste kann bei der Neuinstallation eine gute Hilfe sein. Weitere Einzelheiten in dem Kapitel PlugPlay.
Plug and Play und PCI heute
Bei neueren Rechnern muss man etwas Umlernen. Die alte Regel nur ein Gerät pro IRQ gilt für die PCI-Slots nicht mehr. Die PCI-Steuerung installiert für den IRQ einen "IRQ-Holder für PCI-Steuerung" und damit sind mehrere Geräte, die in einem PCI Slot stecken auf einen IRQ ohne Probleme möglich was auch für PCI Kompatible ISA Karten gilt. Man sollte jedoch über das Rechner Setup (Einzelheiten im Kapitel "Das Bios Setup") dafür sorgen, das IRQ´s nicht durch Festlegung für ISA blockiert sind. Die IRQ-Holder sind jedoch keine Universallösung Allerdings sind die Korrekturmöglichkeiten sehr begrenzt, meist ist an den Karten und Geräten kein Einstellen des IRQ und der DMA möglich und erlaubt auch der Gerätemanager dies nicht, so hilft nur das Entfernen der Karte im Gerätemanager und das Einsetzen in einen anderen PCI-Slot. Dieses Einsetzen in einen anderen Slot ist, wenn noch einer vorhanden ist, ist das Patenrezept für Karten die nicht gleich oder richtig erkannt werden. Werden Treiber mit geliefert so sollten diese nach entfernen der Karte und Neustart zuerst installiert werden und nach dem erneuten herunterfahren des Rechner und abschalten die Karte eingesetzt werden. Oftmals hilft auch der Tausch der Karten untereinander (Slotwechsel).
Die Boot-Disketten
Zu jedem Computer gehören 2 Boot-Disketten, die Sie sich gleich anfertigen sollten. Neuere Rechner verwenden anstelle von Disketten USB-Sticks und auch CD-ROM und DVD. Werden RW (Lesen und Schreiben)-Medien verwendet, sind diese wie Festplatten zu verwenden. Es ist jedoch bei der Anfertigung der Datenträger und bei den Bios-Einstellungen darauf zu achten dass von diesen das Booten möglich ist.
- Für Festplatten- Fehler:
Legen Sie eine Diskette in A: und geben Sie (vom DOS oder DOS-Fenster) von C: ein FORMAT /SA:
Kopieren Sie dann Autoexec.Bat und Config.Sys von C: nach A: und editieren Sie dann diese Dateien. Ändern Sie alle Angaben wie DEVICE=C:\DOS\ANSI.SYS in DEVICE=A:\ANSI.SYS und kopieren Sie alle Dateien die in Config.Sys und Autoexec.Bat erwähnt werden auf die Diskette. Kopieren Sie zusätzlich die Dateien: FORMAT.COM, FDISK.EXE , UNFORMAT.EXE, SYS.COM und UNDELETE.EXE auf diese Diskette. Sie können aber auch die Programme PCTOOLS oder Norton verwenden, die für Sie eine Boot-Diskette erstellen oder die Diskette vollständig unter Win95 oder noch besser WIN98 erstellen. Falls Win95 verwenden kann eine Win98 Bootdiskette von Vorteil sein, weil diese eine DC-ROM Erkennung beinhaltet. Erkennt Ihr Betriebssystem bootbare. CD-ROMs, so brauchen Sie für Windows2000/XP keine Bootdiskette. Trotzdem kann diese für Notfälle nützlich sein.
Für Windows 2000 / XP / Vista kann ein Bootbarer USB-Stick die Disketten voll ersetzen Sie Können alles was Disketten konnten, und wegen der mehrfachen Größe auch erheblich mehr.
- Für sonstige Probleme:
Stellen Sie wie vorher beschrieben eine Boot-Diskette her und kopieren Sie Autoexec.Bat und Config.Sys auf diese Diskette. Sie können so mit Ihren Standard-Konfiguration von A: Booten, wenn z. Bsp. durch einen Fehler bei einer Änderung der Config.Sys ein Booten von Festplatte nicht möglich ist.
Ab Windows 2000 / XP / Vista sollte man eine bootfähige CD-ROM, DVD oder einen bootfähigen USB-Stick mit Windows oder einer Linux-Start-Version (BartPE/Knoppix) besitzen.
- Die Viren-Prüfdiskette
Eine dritte Diskette ist ebenfalls unbedingt notwendig. Eine Diskette wir Diskette 1 aber anstelle der genannten Programme ein Virenprüfprogramm wie SCAN von McAfee. Die Prüfdaten sollten von Zeit zu Zeit erneuert werden und die Diskette muss schreibgeschützt sein. Bootdisketten die von Virenschutzprogrammen erstellt werden können in gleicher Weise verwendet werden. ( Weiter Infos unter Viren).
Ab Windows 2000 / XP / Vista ist eine schreibgeschützte CD-ROM, DVD oder USB-Stick mit Antiviren-Programm, auf jeden Fall zu empfehlen. Die Prüfdaten können über Internet bezogen werden und können, wenn die bereite beim ersten Aufruf des Programmen einmal erfolgt, auf einer Festplatte gespeichert werden..Ein extra Datenträger für ein zweites Antiviren-Programm ist auch eine gute allgemein Lösung.
- Die Notfall-Diskette von Windows 95/98 und NT
Die Betriebssysteme Windows 95 und Windows NT bieten das Erstellen einer Notfall-Diskette an. Dies sollten sie unbedingt ausnutzen, die Disketten 1-3 werden jedoch nicht hinfällig. Diese Disketten ermöglichen Ihnen eine Neustart des Betriebssystem von Diskette aus. Da aber weder Windows 95 noch NT starten, wenn diese einen Virus feststellen, hilft Ihnen diese Diskette in solchen Fällen nicht.
Win98 erstellt eine wesentlich verbesserte Notfall-Diskette her. Die wichtigsten Hilfsprogramme sind in einer CAB-Datei gespeichert. Es wird eine Ram Disk erstellt und die CAB-Datei dorthin entpackt, die wichtigsten CD-ROM-Treiber sind ebenfalls enthalten und es wird nach dem Start gefragt welche (SCSI oder ATAPI ) CD-ROM vorhanden ist.
Wichtig ist auch diese Notfall-Disketten nach wesentlichen Systemänderungen neu zu erstellen.
- Sonstige Notfall-Disketten
Notfall-Disketten von Utilities, wie z. B. von Norton, ergänzen diese, ebenso sollte Ihr Backup-Programm auf Diskette dazugehören.
Mit diesen Notfall-Medien sind Sie bestens für alle unerwarteten Ereignisse vorbereitet. Sie können natürlich, wenn Ihr Bios das Booten von CD unterstützt, eine oder zwei identische Notfall-CD´s herstellen, auf denen sich alle Hilfsprogramme befinden.
Inzwischen (2007) werden Disketten immer mehr von CD-ROM und USB-Sticks abgelöst. Sie übernehmen auch die Funktionen der Notfall- Disketten. Zu Beachten ist, dass zum Starten von CD-ROM oder USB-Stick Änderungen bei den Bios-Einstellungen notwendig sind. Viele Boards bieten unmittelbar nach dem Start das Aufrufen eines Bootmenüs über eine bestimmte Taste (z.B. ESC, F2, F12 etc.) an. Eine Änderung der Bioseinstellungen ist somit nicht notwendig.
- Die Notfall CD-ROM
Es ist heute möglich eine im DOS bootbare CD-ROM zu erstellen und auf ihr alle Utilities bereit zu halten. Hat man diese, so gehört aber (wenn ein Diskettenlaufwerk vorhanden ist) eine Diskette, die die CD-ROM Treiber enthält (Win98) ebenfalls zu dieser Grundausstattung, wenn man auf die anderen Diskette verzichtet
- Neue Betriebssysteme Windows 2000/XP/Vista
Diese Systeme die nicht mehr auf DOS basieren, ermöglichen ein Starten von CD-ROM und bieten nach Laden des Betriebssystems über CD-ROM umfangreiche Reparatur-Möglichkeiten, die Disketten fast unnötig machen. Ich empfehle, dass Sie sich mit den so gebotenen Möglichkeiten vertraut machen, damit Sie sich im Notfall auskennen. Trotzdem sind die Notfalldisketten auch hier noch eine gute zusätzliche und schnelle Hilfe. 4 Notfalldisketten können über die CD-ROM erstellt werden., wenn einem Verzeichnis "BOOTDISK" vorhanden ist. Mit der dort befindliche MAKEBOOT.EXE (Dos) und MAKEBT32.EXE (Windows) können Bootdisketten erstellt werden.
Das COMPUTER SETUP
Das Setup des Computers, dessen Informationen in einem CMOS-Baustein auf der Hauptplatine gespeichert sind, ist eine Voraussetzung für die einwandfrei Funktion des Computers.
Die folgenden Informationen beziehen sich auf das AMI- und AWARD-Bios. Sie sind aber sinngemäß auch für alle Anderen zu verwenden.
Zum Bios gelangt man in dem man während des Boot-Vorganges die Del (Entf) Taste drückt (auch gebräuchlich ist CTRL-ALt-DEl) oder F2 Es wird dann das Booten unterbrochen und das Bios aufgerufen. Im Allgemeinen wird am Bootbeginn angezeigt, welche Taste zu drücken ist um das Bios aufzurufen, was nur solange möglich ist wie diese Meldung auf dem Bildschirm steht. Mit der PAUSE-Taste ist der Ablauf des Booten jederzeit abzubrechen und wieder fortzusetzen.
Wenn man nicht ins Setup kommt
So hilft oft das Simulieren eines Fehlers beim Computer Start. Mehrfaches, schnelles drücken einer Taste führt zu Fehlermeldungen wie etwa "Tastaturfehler, weiter F1 zum Setup mit F2". Den gleichen Erfolg hat das Abziehen des Tastatursteckers (nicht USB). Aber das wieder einstecken bei laufendem Rechner, kann zu Beschädigungen der Hauptplatine führen (nur PS/2). Ist jedoch im Setup die Fehlererkennung abgeschaltet, so helfen diese Stimulationen nicht.
Eine wichtige Vorbemerkung
Das SETUP hat zwei wichtige Notausgänge 1x das Wiedereinstellen der Ausgangskonfiguration und das Verlassen des Menü ohne Speichern. Ändern Sie nie etwas, wenn Sie nicht genau wissen was Sie tun. Während die erste Menüseite (Standard CMOS Setup) weit gehend unkritisch ist, können Änderungen im zweiten Menü (Advanced CMOS Setup) und drittem Menü (Advanced Chipset Setup) zur erheblichen Problemen führen.
Wichtig ist die richtige Einstellung der Diskettenlaufwerke, Festplatten, und des Bildschirms. Die ermittelte Speicherkonfiguration wird automatisch eingetragen. Daher meldet sich das Setup automatisch bei Speicherveränderungen und sie müssen diese nur durch Speichern der Änderung bestätigen. (Übrigens das amerikanische Bios erwartet von der deutschen Tastatur ein Z wenn es Yes verlangt.)
Bei einen neuen Computer sollten Sie das Setup laden, sich die im ersten Menü gespeicherten Werte anschauen und notieren. Aber auch das zweite Menü sollten Sie sich anschauen und notieren in welchem Speicherbereich RAM Shadow und Video-Shadow eingerichtet (enabled) sind. Verlassen Sie die Menü mit Esc. Und das Setup mit Esc , Z und Enter.
Neue Bios Eigenschaften und Möglichkeiten
Neuere Biose haben eine automatische EIDE Festplatten Erkennung. Damit können Sie Festplatten vom Bios erkennen lassen. Dies gilt jedoch nicht unbedingt für bereits verwendete Festplatten, bei diesen sollten die angezeigten Parameter mit den vorher verwendeten Daten verglichen und gegebenenfalls abgeändert werden.
Wichtig ist bei großen Festplatten, dass Sie LBA wählen
Die Interrupt (IRQ) Zuordnung zu PCI- und ISA Slot, die auch in neueren Bios möglich ist, kann auch zu Fehlern führen, wenn zum Beispiel ein IRQ einem PCI Slot zugeordnet ist und von einer ISA Karte verwendet werden soll. Dies im Einzelnem zu behandeln ist jedoch hier nicht vorgesehen. Einzelheiten finden Sie in im Kapitel "Das Bios Setup".
Schließlich kann auch das Power Management Setup zu Problemen führen. Bei der Fehlersuche wird empfohlen es auf jeden Fall zunächst abzuschalten.
Es gibt aber auch eine einfache Hilfe
Unter: http://mbockelkamp.dyndns.org/mbockelkamp/disconti.htm gibt es ein Windows Programm "wbios12" und ein Dos Programm "bios1.35.1" http://mbockelkamp.dyndns.org/mbockelkampBeide Programme brauchen nicht installiert werden, sie können durch anklicken der in der ZIP-Datei enthaltene WBios.exe bzw. Bios.exe ausgeführt werden.
Die Windows Version zeigt Bios-Informationen und das gespeicherte Passwort an. Die nach Rechner Start mit einer DOS Bootdiskette oder Bootbaren USB-Stick oder CD-ROM auszuführende BIOS.EXE kann folgendes:
- Saving and restoring the BIOS settings ( Die Bios-Daten speichern und zurück wieder herstellen)
- Validating actual settings to saved settings (Die aktuellen Daten mit den gespeicherten vergleichen)
- Deleting the BIOS settings (there are some strange cases...) (Die Bios-Daten löschen)
- Displaying information about the BIOS, BIOS Extensions and BIOS beepcodes (Bios Informationen zeigen)
- Finding BIOS passwords for Award, Ami, Phoenix and AST BIOS (Das Bios Passwort zeigen)
- Finding BIOS universal passwords for Award BIOS (Das universale Passwort des Award Bios zeigen)
- Dumping the whole BIOS segment to disk (Das Bios auf einer Diskette speichern)
- Switching the 1st and 2nd level caches on/off (Den 1.und 2. Level Cache umschalten)
- Turning the PC into Standby or Suspend mode (requires APM 1.1+) (Den PC in Standby schalten)
- Turning off the PC (requires APM 1.2+) (Den PC ausschalten)
- Rebooting the PC (cold/warm/int19) (Den PC neu starten)
- Returning DOSERROR codes for batch processing
(Ich habe die wichtigsten Zeilen übersetzt, da ich es nicht gut finde, dass ein deutscher Programmautor nur englische Hilfstexte schreibt.)
Viren
Obwohl bei über 90% aller Computerprobleme Viren nicht beteiligt sind und bei vernünftigem Umgehen mit neuen Disketten auch ganz selten auftreten, sollte man sie nie von vornherein ausschließen. Ein aktuelles Virensuchprogramm zur Grundausstattung jedes Computers. Bei einem nicht von vornherein klarem Fehler sollte man immer zunächst eine Virenprüfung durchführen um dies als Ursachen auszuschließen. Gehen Sie auf jeden Fall so vor, dass Sie von einer Virendiskette oder CD-ROM aus booten und auf Viren prüfen, da nur so Boot-Viren sicher erkannt und beseitigt werden könne. Siehe die: Sicherheits-,Viren- und Firewall-Seiten:
Nach dieser generellen Betrachtung wenden wir uns nun den einzelnen Fehlern zu.
Der Rechner startet - bootet nicht
Der erste Blick sollte in diesem Fall zur Netzkontrolllampe gehen, brennt diese, so ist anzunehmen, dass das Netzteil arbeitet. Übrigens erwartet das Netzteil mindestens eine Hauptplatine und ein Diskettenlaufwerk mit Controller um zu arbeiten.
Der Ausfall des Netzteiles ist ein nicht seltener Fehler. Eine Reparatur lohnt meist nicht. Das Auswechseln ist einfach. Allerdings ist etwas Umsicht und Vorsicht geboten, damit das relativ schwere Teil nicht irgendetwas beschädigt. Bei AT Hauptplatinen dürfen die beiden Stecker von Netzteil zur Hauptplatine keinesfalls verkehrt aufgesteckt werden, weil sonst die Hauptplatine zerstört wird. Bei ATX Hauptplatinen wird nur ein Stecker verwendet.
Wenn sie in Elektronik bewandert sind: Sie können das Netzteil einfach öffnen - Achtung geladene Kondensatoren !!! - und zumindest Prüfen ob die Sicherung defekt ist - Achtung nur mit Sicherung mit gleichem Wert ersetzen -. Moderne Netzteile haben oft keine auswechselbare Sicherung. Verbindung vom Netzteil zur Hauptplatine prüfen.
Bitte merken: Die schwarzen Leitungen von beiden Steckern müssen in der Mitte sein ( Gilt nicht für ATX-Gehäuse ) .
Wenn das Netzteil funktioniert kommt es darauf an, ob der Computer piept.Tut er dies, so kann an der Anzahl und Dauer der Töne die Fehlerursache ermittelt werden, tut er dies nicht, so hat er gar nicht mit der internen Überprüfung angefangen.
- Wahrscheinlich sind dann die Speicherbausteine verkehrt herum aufgesteckt, nicht richtig eingesteckt, beginnen nicht in Bank 0 oder sind unterschiedlich. Der Prozessor könnte den Hitzetod gestorben sein, weil der Kühler aus gefallen ist oder die Wärmeleit-Paste wurde falsch aufgetragen. Sind diese Fehler auszuschließen, so ist zu befürchten, dass die Hauptplatine defekt ist.
- Bei modernen Rechnern wird der kleine Lautsprecher schon mal eingespart und es gibt auch Anwender, die ihn entfernen, weil sie eine Soundkarte haben,dann gibt es halt keine Möglichkeit der Fehlerkontrolle, oder man hat in seinem Reparatur-Set einen PC-Lausprecher mit Anschlusskabel und schließt ihn im Bedarfsfall an.
- Bei machen Hauptplatinen gib es als Zubehör ein Slot-Blech mit Fehler-Diagnose-LEDs, das mit der Hauptplatine verbunden werden kann, da diese nicht genormt sind muss auf die Bedienungs-Anweisung verweisen. Ich empfehle, da der Stromverbrauch minimal ist, diese Slotblech zu installieren und die Funktion zu überprüfen um sicher zu sein dass es funktioniert, wenn es gebraucht wird.
Er piept: Allgemein
Andauernder PIEP-Ton oder ständig wiederholte kurze Piep-Töne: Fehler bei der Stromversorgung.
Langer PIEP: DMA Refresch-Fehler (Speicher)
Ein langer PIEP gefolgt von einem kurzen Piep: Fehler der Hauptplatine und /oder den Karten.
Ein Langer PIEP gefolgt von zwei kurzen Piep: Videoadapter-Fehler (Jumper Hauptplatine, Karten Einstellung.)
Er piept: AMI BIOS
2 kurze PIEP:Parity-Fehler
3 kurze PIEP: Speicherfehler bei den ersten 640 KB.*
4 kurze PIEP Timer defekt oder Speicherfehler,
5 kurze PIEP: Timer/CPU Fehler
6 kurze PIEP: Tastatur-Fehler
7 kurze PIEP: Virtual Mode Fehler
8 kurze PIEP: Fehler bei dem Video-Speicher-Test
9 kurze PIEP: Parity Fehler im ROM-Bios*
10 kurze PIEP: Fehler beim Zugriff auf CMOS Bausteine
11 kurze PIEP Fehler beim externen Coprozessor
Er piept: Award BIOS
1 kurzer, 2 lange PIEP Fehlender Bildschirm oder Graphikkarte.
1langer, 2 kurze PIEP " " "
2 kurze PIEP Fehler beim Selbsttest
Er piept: Phönix BIOS
Das Phönix Bios sendet gleich lange Tonsequenzen in der Folge:
Töne - Pause - Töne - Pause -Töne
1 1 3 CMOS Fehler
1 1 4 Bios Prüfsummenfehler
1 2 1 Timer Fehler
1 2 2 DMA Controller Kanal 0 Fehler
1 2 3 DMA Seitenregister Fehler
1 3 1 Arbeitsspeicher Refresh Fehler
1 3 3 unter 64KB Speicher Problem
1 4 2 Parität der ersten 64KB
2 1 1 Bis
2 4 4 Bit 1 bis 15 defekt
3 1 2 DMA Controller Master Fehler
3 1 3 Register Interrupt Controller Fehler
3 1 4 Register Interrupt Controller Fehler
3 2 4 Tastatur Fehler
3 3 1 DMA Register Fehler Slave
3 3 4 Bildschirmspeicher Fehler
3 4 1 Bildschirm Initialisierungsfehler
3 4 2 Zeilenrücklauf Störung
4 2 1 Timer Fehler
4 2 2 Restart Testfehler
4 2 3 Gate Testfehler
4 2 4 unerwarteter Interrupt Protected Mode
4 3 1 Speichertestfehler oberhalb 64KB
4 3 2 Timer-Baustein Fehler Kanal 2
4 3 4 Fehler der Echtzeit Uhr
4 4 1 Serielle Schnittstellenfehler
4 4 2 Parallele Schnittstellenfehler
4 4 3 Coprozessor Fehler
Ein kurzer PIEP: die Testprozedur ist erfolgreich ohne Fehler abgeschlossen.
Erscheint dann kein Bild auf dem Monitor, so liegt der Fehler an dem Kabel zum Monitor oder am Monitor und ev. auch an der Karte im Verhalten zum Monitor.
Leuchten dann LED-Lämpchen an Disketten- oder anderen Laufwerken ständig, so liegt ein Fehler an diesem Laufwerk vor Achtung: meist verkehrt angeschlossenes Rechner sofort abschalten, Kabel entfernen und richtig anschließen.
Es kann aber auch ein lockeres oder nicht richtig angeschlossenes Kabel sein, aber auch ein defektes Laufwerk. Wenn sich der Fehler nicht beheben lässt und der Computer nicht zu Ende bootet, sollte das entsprechende Laufwerk durch abziehen der Kabel abgetrennt werden. Das Setup ist dann auch entsprechend zu ändern.
Vor Entfernen und Einstecken von Kabeln sollte der Rechner immer abgeschaltet, besser vom Netz getrennt sein, durch verkannten bein entfernen oder einstecken kann leicht ein Kurzschluss erzeugt werden, der Bauteile zerstören kann.
Um Fehler zu finden, kann es nützlich sein alle Komponenten außer Grafikkarte und Diskettenlaufwerk oder einer Festplatte auszubauen und die Geräte einzeln wieder einzubauen, den Rechner wieder zu starten, so zu testen und weiter einzubauen.
Plug and Play und PCI
Bei neueren Rechnern muss man etwas Umlernen. Die alte Regel nur ein Gerät pro IRQ gilt für die PCI-Slots nicht mehr. Die PCI-Steuerung installiert für den IRQ einen "IRQ-Holder für PCI-Steuerung" und damit sind mehrere Geräte, die in einem PCI Slot stecken auf einen IRQ ohne Probleme möglich. Man sollte jedoch über das Rechner Setup (Einzelheiten hier) dafür sorgen, das IRQ´s nicht durch Festlegung dort blockiert sind, Da die Eingriffsmöglichkeit begrenzt sind, sollte man bei Karten die stark aktiv sind wie Grafik-, Netzwerk-, TV-Karten, darauf achten, dass nicht zwei davon auf dem gleichen IRQ liegen, was allerdings nur durch entfernen und wieder einstecken möglich ist, wenn die Möglichkeit besteht.
Das Passwort vergessen
Wurde im Bios ein Passwort festgelegt und ist dieses nicht mehr bekannt, so muss die Eintragung im CMOS-RAM gelöscht werden. Je nach Hauptplatine, kann dazu ein Schalter (Jumper) verstellt werden, der Akku abgeklemmt werden und ca. 10 Minuten gewartet werden bis sich das CMOS-RAM entladen hat, ist allerdings ein Uhrenbaustein mit eingebauter Lithiumbatterie auf der Hauptplatine, so hilft, wenn kein Jumper zur Gedächtnislöschung vorhanden ist, nur ein Eingriff, den nur der Fachmann vornehmen sollte. ( 1287A PIN 21 RCLR auf Masse, 1287 CMOS Löschen.) Bei einem gesockelten Baustein kann auch das Einsetzen eines neuen Bausteins helfen. Ist versehentlich das Passwort aktiviert worden, so hilft das Standardpasswort "ami" beim AMI-Bios und AWARD_SW (Großschreibung und amerikanische Tastaturbelegung, die im Setup aktiv ist) beim AWARD Bios.
Alle Arten von Passwörtern auf dem PC sichtbar machen
Eine englische Webseite bieten eine große Anzahl von Freeware Programmen mit denen praktisch alle auf dem eigenen PC gespeicherten Passworte sichtbar gemacht werden können. Sie kann eine große Hilfe seinen, wenn ein Passwort vergessen wurde. Der englische Text der beschreibt welches Programm in einem bestimmt Fall zu laden ist, dürfte auch bei nur ganz geringen Sprachkenntnissen kein Hindernis sein. Alle Dateien sind als *.zip Datei gepackt. Programme zum Entpacken werden ebenfalls angeboten. Eine in Notfällen sehr empfehlenswerte Webseite.
Asterisk Logger v1.04
0,1 MB; Englisch; Freeware (privat;) Win98/(NT)/2k/XP
http://www.nirsoft.net/utils/astlog.html
Dieses Tool entschlüsselt Sternchen-Passwörter (****) von Standard-Passwort-Feldern.
Dialupass v2.45
0,1 MB; Englisch; Freeware (privat); Win98/NT/2k/XP/Vista http://www.nirsoft.net/utils/dialupass2.html
Dieses Tool entschlüsselt DFÜ-Passwörter.
Mail PassView v1.50
0,1 MB Englisch Freeware (privat) Win98/NT/2k/XP/Vista http://www.nirsoft.net/utils/mailpv.html
Dieses Tool entschlüsselt Passwörter folgender E-Mail-Programme: Outlook Express, Microsoft Outlook 2000 (nur POP3- und SMTP-Kontos), Microsoft Outlook 2002/2003/-2007 (POP3-, IMAP-, HTTP- and SMTP-Kontos), IncrediMail. Eudora, Netscape 6.x/7.x, Mozilla Thunderbird, Group Mail Free, Yahoo! Mail (Yahoo! Messenger), Hotmail/MSN Mail (MSN Messenger), Gmail (Gmail Notifier).
MessenPass v1.24
0,1 MB; Englisch; Freeware (privat); Win98/NT/2k/XP/Vsta http://www.nirsoft.net/utils/mspass.html
Dieses Tool entschlüsselt Passwörter folgender Messenger: MSN Messenger. Windows Messenger (WinXP), Yahoo Messenger 5.x/6.x, ICQ Lite 4.x/2003, AOL Instant Messenger (nur ältere Versionen). AOL Instant Messenger/Netscape 7. Trillian. Miranda. GAIM,
Network Password Recovery v1.20, 0,1 MB Englisch Freeware (privat) Win98/XP/Vista , http://www.nirsoft.net/utils/network_password_recovery.html Dieses Tool entschlüsselt Netzwerk-Passwörter (Administrator-Rechte erforderlich)
Protected Storage PassView v1.63, 0,1 MB Englisch Freeware (privat) Win98/NT/2k/XP, http://www.nirsoft.net/utils/pspv.html Dieses Tool entschlüsselt Passwörter folgender Programme: Outlook Express, Outlook (POP3), Internet Explorer (AutoVervollständigung). Internet Explorer (passwortgeschützte Seiten) bis iIE 6 MSN Explorer
IE PassVier 1.16 , 01 Mb englisch, Freeware(privat) Win XP und Vista. Dieses Tool entschlüsselt Passwörter des Internet Explorer 4.0 bis 8.0 Beta (mit Spach-Dateien für viele Sprachen auch Deutsch) target="_blank" href="http://www.nirsoft.net/utils/internet_explorer_password.html"> http://www.nirsoft.net/utils/internet_explorer_password.html
Speicherbelegung
0000:0h bis A000:0h 640KB Grundspeicher
A000:0h bis AFFF.0h Bildspeicher Grafikbereich
B800:0h bis BFFF.0h Monochrom Herkules
C000.0h bis C7FF.0h VGA Grafik Bios
DC00.0h bis DFFF.0h SCSI Adapter Bios
E800.0h bis FFFF.0h PnP Bios,
Ein recht häufiges Problem ist bei Speichermanagern ein Konflikt mit von Grafikkarten belegten Speicherteilen, durch Reservieren der Speicherbereiche mit z. Bsp.: X=C000 - C800, kann man diese Probleme meist vermeiden. Ein Programm wie MSD.EXE, das von Microsoft mit DOS und WINDOWS (Jedoch nicht mehr ab Windows XP/Vista) mitgeliefert wird und das die Speicherbelegung anzeigt ist dabei sehr hilfreich.
Speicher- und Interrupt- Belegung für Vista bei einzelnen Geräten anzeigen: Systemsteuerung >> Gerätemanager >> Ansicht >> Geräte nach Verbindung anklicken >> Ansicht >> Ausgeblendete Geräte anzeigen >R> Gerät >> Eigensaften.
Das Umbauen und Aufrüsten des Computers
Bei Veränderungen am Computer muss man berücksichtigen, dass der Rechner sein Innenleben nicht real sieht, sondern sein Wissen aus einer gespeicherten Datei entnimmt. Die in einem CMOS-Baustein gespeicherten Daten, werden durch das SETUP festgelegt.
Bei einer Speicherveränderung prüft der Computer beim Booten den Speicher, vergleicht die Dateien mit den gespeicherten und lädt das Setup, wenn die Daten nicht übereinstimmen. Viele andere Eintragungen werden jedoch nicht kontrolliert und es kommt zu ganz unerwarteten Fehlern, wenn die Daten nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen.
Wichtig ist daher nach jeder physikalischen Änderung des Computers das Setup aufzurufen und die Daten abzuspeichern.
Die Standard Interrupts
| IRQ | Gerät | Adresse | Verfügbar |
|---|---|---|---|
| 0 | Timer | Nie | |
| 1 | Tastatur | Nie | |
| 2 | Verbindung zum 2.Interrupt-Controller nach 9 | 16Bit nie | |
| 3 | COM2 und COM4 (können nicht gleichzeitig benutzt werden) | 2F8-2FF | Selten |
| 4 | COM1 und COM3 (Können nicht gleichzeitig benutzt werden) | 3F8-3FF | Selten |
| 5 | LTP2 (Standard-Einstellung f. Future Domain SCSI-Contr.) | 378-37F | Oft |
| 6 | Diskettenkontroller | 3F0 | Fast nie |
| 7 | LPT1 (Fabrik-Einstellung von Sounsblaster-Karten) | 178-27f | Sehr selten |
| 8 | Echtzeituhr | Nie | |
| 9 | Verbundung zum ersten Interrupt-Kontoller nach 2(1) | Oft | |
| 10 | Frei | Fast immer | |
| 11 | Frei (Standard-Einstellung von Adaptec-Controllern) | Fast immer | |
| 12 | Frei (PS2 Maus) | Fast immer | |
| 13 | Mathematischer Coprozessor | Nie | |
| 14 | 1.IDE-Festplattencontroller | Sehr selten | |
| 15 | 2.EIDE Festplattencontroller bei IDE frei | Oft |
Die DMA (Direkt Memory Access) Kanäle
| DMA | Verwendet für | Verfügbar |
|---|---|---|
| 0 | Speicherrefrech | Nie |
| 1 | meist nicht belegt | Fast immer |
| 2 | Diskettenlaufwerkskontroller | Fast nie |
| 3 | Frei | Immer |
| 4 | handelt Kanäle 0-3 | Nie |
| 5 | Standard für SCSI- Adapter | Fast immer |
| 6 | Frei | Immer |
| 7 | Frei | Immer |
Adressen
Das für Interrupts Gesagte gilt auch für die Adressen. Sie müssen sicherstellen, dass sich die Adressen (meist mit Jumpern einstellbar) nicht überschneiden. Für Plug-and Play ist es wichtig, dass die Geräte mit ihren typischen Adressen (siehe Tabelle) versehen sind.
| Adressen | Belegt von |
|---|---|
| 000-01F | erster DMA Controller |
| 020-03F | Interrupt Controller Master |
| 040-05F | Timer Baustein |
| 060-06F | Tastaturcontroller |
| 070-07F | Echtzeituhr |
| 080-09F | DMA Seitenregister |
| 0A0-OBF | zweiter Interrupt Controller |
| 0C0-0cf | Zweiter DMA Controller |
| 0F0-0FF | Coprozessor |
| 100-16F | FREI |
| 170-178 | zweiter IDE-Controller |
| 179-!CD | Graphikkarte |
| 1F0-1F8 | Erster IDE-Controller |
| 1F9-1FF | FREI |
| 200-207 | FREI (Standard für Gameport) |
| 210-217 | Erweiterungseinheit |
| 220-23B | FREI (Standard für Soundblaster) |
| 23C-23F | FREI (Standard für Busmaus) |
| 250-277 | FREI |
| 278-27F | LPT2 zweite Druckerschnittstelle |
| 2A0-2E7 | FREI |
| 2E8-2EF | Graphikkarte |
| 300-31F | FREI (Standard für Netzwerk-Karten) |
| 330-337 | FREI (Standard für MIDI) |
| 340-35F | FREI (Standard für SCSI-Karten) |
| 378-37F | LPT 1 |
| 380-38F | monochrom Graphikkarte (FREI) |
| 390-39F | FREI |
| 3C0-3cf | VGA Graphikkarte |
| 3D0-3DF | CGA Graphikkarte |
| 3E0-3E7 | FREI |
| 3E8-3EF | COM 3 |
| 3F0-3F7 | Diskettenlaufwerks Controller |
| 3F8-3FF | COM1 |
Speichererweiterung
Bei einer Speichererweiterung sollten sie darauf achten, dass die Speicherbausteine, die gleiche Geschwindigkeit besitzen (ns (Nanosekunden))bzw. PC 100, PC133, usw. bis PC400 und höher. Auch sollten Sie von gleichen Typ sein. Bei den meisten Rechnern ab 386 kann die Erweiterung in Viererschritten erfolgen. Bei PS/2 72 PIN in 2er Schritten. SDRAM Speicher kann auch einzeln verwendet werden. Bei Pentium Prozessoren 100, 133, 166, 200, MMX und PRO ist RAM mit 60ns erforderlich. Ab Pentium II mit 50 ns. Bei SDRAM die bei Pentium und Athlon Mainbords verwendet werden, sollte Marken-Speichermodule des gleichen Herstellers verwendet werden und auf die Bezeichnungen wie PC100 und PC133 (siehe Tabelle) geachtet werden.
Alles über Hauptspeicher RAM finden sie hier: http://www.dch-faq.de/kap08.html (sehr gut und ausführlich)
Karten- Probleme beim Umbau
Wird eine schnellere Hauptplatine beim Umbau verwendet so kann es sein, dass der über 8 MHz liegende Bustakt für Zusatzkarten zu schnell ist. Eine Verlangsamung ist über Jumper oder BIOS möglich, aber nicht sehr sinnvoll. Besser ist es diese Karten auszuwechseln. Derartige Probleme können auch beim Lokalbus in 486DX-50 Systemen auftreten. Oft laufen auf derartigen Rechnern alte DOS Spiele nicht mehr. Bei alten Karten und modernen Pentium /Athlon Systemen sind derartige Probleme häufig.
Das Advanced Setup
Das Advanced Chipset Setup (AMI-Bios) kann beim Umbau des Rechner die Fehlerursache ergeben. Nur mit äußerster Vor- und Umsicht vorgehen und die vorhanden Einstellungen zunächst notieren.
Busgeschwindigkeit: sollte bei ISA 8,33 MHz betragen. Bei PCI Rechnern 10 MHZ und mehr.
Fall das nichts hilft im Advanced CEMOS Setup Alle VIDEO- , CONTROLLER- und SHADOW RAM Bereiche (notieren !) ausschalten und später einzeln nacheinander wieder einschalten.
DRAM- und Cache Zugriff auf den langsamsten Wert stellen, wenn das nicht hilft auf den höchsten Wert und dann von einem der beiden Werte den idealen Wert ermitteln. Das heißt immer wieder das Setup speichern, neu booten, Testen.
Hidden Refresh und Page Mode- fast Page nacheinander versuchsweise ausschalten.
Das Award Bios hat die nützliche Eigenschaft, dass alle Einstellungen oder jede Einstellung einzeln auf Standard und Setup zurückgestellt werden können. Die Standard Einstellung ist die unkritische Grundeinstellung, Setup die Individuelle Anfangseinstellung. Nach notieren der Werte, stellt man alles in Standard um. Sind die Probleme dann verschwunden , werden die Werte einzeln im Setup und die evtl. letzte Einstellung zurückgestellt. So kann man die durch Bios-Einstellungen verursachten Fehler gut finden. Die einzelnen Standard und Setup-Einstellungen werden mit F1 angezeigt.
Hilfe alphabetisch
Bitte befolgen Sie die Angaben in einzelnen Kurztipps in der Reihenfolge, wie sie aufgeschrieben sind,
B
Bildschirm bleibt schwarz
Stromzufuhr und Verbindungskabel zum Monitor? Evtl. Monitor mit anderem Kabel direkt ans Netz anschließen., Bildschirmkarte auswechseln, alle anderen Steckkarten prüfen.
Bildschirm: Zeichen fehlen
Die Fehler können bei der Busübertragung durch Interrupt und /oder Adressenkonflikte entstehen. Ursache kann auch ein zu hoher Bustakt sein. Bei Flachbildschirmen sind dies meist Pixelfehler. Es gibt Tricks die besagen, dass einzelne Pixelfehler durch leichten Fingerdruck und aus- anschalten zu beseitigen sind. Wir haben dies nicht überprüft und empfehlen Fachbildschirme vor dem Kauf eingeschaltet sorgfältig zu betrachten. Eine Reklamation nach dem Kauf ist meist ohne Erfolg. Pixelfehler werden in sog. Pixelfehlerklassen definiert. Die in Deutschland verkauften Monitore gehören zur Pixelfehlerklasse 2. Nur in Ausnahmefällen (Projekte, Grossabnehmer) sind Monitore der Klasse 1 (Pixelfehlerfrei) erhältlich.
Bildschirm zittern oder Streifen
Es kommen Störstrahlungen zum Monitor zum Monitorkabel oder zur Grafikkarte. Monitor möglichst frei in den Raum stellen. Ist der Fehler so beseitigt, Störungsquelle suchen. Ist die Grafikkarte die Ursache, diese in einen anderen Slot setzen oder Abstand zu daneben liegenden Karten herstellen. Sind TFT Monitore nahezu unempfindlich gegen Störstrahlungen, reagieren CRT Monitore oft empfindlich wenn Sie in der Nähe starker elektrischer Quellen (z.B. Oberleitungen der Bahn) betrieben werden.
Bios Baustein zerstört oder beschädigt
Durch Viren oder ein missglücktes Bios-Update kann das Bios gelöscht oder der Baustein beschädigt sein, die dann oft erteilte Auskunft, eine neue Hauptplatine oder gar ein neuer Rechner müsse her, ist falsch. Hier ist der Link zu einer Firma, die ihnen einen richtig programmierten Baustein zum Auswechseln schickt: http://www.segor.de/L1Dienste/L2Brennservice/bios.shtml
Boot Probleme
Bei schnellen (Pentium) Rechnern kann es leicht passieren, dass beim Booten die Festplatten noch nicht voll angelaufen sind. Das führt dann zu Bootfehlern und nicht vorhandenen Festplatten nach dem Booten. Abhilfe durch verlängern des Bootens im Setup (Speicherzählen).
C
Coprozessor nicht erkannt
Der Coprozessor muss im Setup eingetragen sein, auch im Overdrive integrierte müssen dort eingetragen werden. Oft muss auf der Hauptplatine ein Jumper umgesteckt werden (Handbuch.) Moderne Rechner haben keinen Coprozessor.
E
Einfrieren, Hängen des Rechners
Auf dem Bildschirm bewegt sich nichts. Eingaben der Tastatur oder Maus bewirken nichts. Der Rechner hängt, auch ein RESET löst die Starre nicht, nur Hardware Reset oder Aus- und Anschalten des Rechners hilft. Tritt dies öfters auf, ist ein Verlust nicht gespeicherter Systemdaten mit Sicherheit zu erwarten.
Die Ursachen können vielfältig sein:
Zunächst sind alle Bildschirmschoner abzuschalten, dann im Setup und im Windows Bildschirmmanager (Anzeige) alle "Green" Funktionen.
Tritt das Einfrieren weiter auf, könnte ein Wärmeproblem, Verschmutzung oder Ausfall der Lüfter im Rechner und auf dem Prozessor, bei der Grafikkarte die Ursache ebenso sein wie der im Setup eingeschaltete Virenschutz.
Aber auch ein empfangener Virus kann die Ursache sein. Es können aber auch ein von Windows geladener Treiber oder ein Programm die Ursache sein. Alle unter Windows/Startmenü /Autostart befindlichen Verknüpfungen in einen anderen Ordner, zum Beispiel AutoAlt verschieben, Autostart muss dann leer sein.
Alle in Win.INI unter [Windows] mit Load = und Run = beginnenden Zeilen mit einem ; Semikolon vor der Zeile, deaktivieren.
Bestimmte Treiber wie für Grafikkarten durch neuere ersetzen, es kann aber auch bei älteren Karten notwendig sein einen älteren Treiber zu installieren.
Es gehört detektivische Kleinarbeit und Geduld dazu, um diesen nicht reproduzierbaren Fehler zu beheben. Die Überlegung, was habe ich vor dem ersten Auftreten des Fehlers geändert?, hilft oft.
Erweiterungskarten Probleme
Wenn Erweiterungskarten, auch unregelmäßig und erst nach einiger Zeit, nicht funktionieren, kann es an mangelnder Verbindung zur Hauptplatine liegen und dies an einem "Durchhängen der Platine" durch ungenügende Befestigung. Evtl. mit Isoliermaterial, das unter die Hauptplatine "gestopft" wird , leicht anheben. So sollte aber höchstens bei alten Rechnern verfahren werden. Aktuelle Rechner entwickeln aufgrund ihrer Leistung eine weit höhere Temperatur, welche durchaus in der Lage ist, entsprechendes Material zu entzünden!
F
Falsche Geschwindigkeitsanzeige
Das Display, das die Geschwindigkeit anzeigt ist über Jumper konfigurierbar und wird durch Umschalten der Turbotaste umgeschaltet, die meist bei neueren Rechner ohne Funktion ist. Da die Anzeige in keinem Zusammenhang mit dem Rechner steht, kann auf eine 286-12 66 kHz und auf einem 486 DX-50 12 kHz stehen, weil irgendjemand das so eingestellt hat. Dies hat keinerlei Einfluss auf die Funktion. Neue Rechner haben diese Anzeige nicht mehr.
Festplatten Fehler
Informationen finden Sie hier: IDE Festplatten installieren, Festplatten verwalten, SCSI-Festplatten und -Geräte
G
Geräusche ungewohnte, stärker werdend
Das liegt meist entweder an Lüftern , Festplatte oder auch an einer schlechten Gehäusebefestigung. Stärkere Lüftergeräusche können von Wärmeproblemen bei geregelten Lüftern und von verschmutzen (verstaubten) Lüftern herrühren, auch der Lüfter auf dem Prozessor kann die Ursache sein. Bei Festplatten könnte es ein Jaulen durch Lagerschaden sein. Datensicherung und baldige Reparatur oder Erneuerung. Lüfter sollten je nach Umgebung alle 3 bis 6 Monate bei abgeschaltetem Rechner gereinigt werden, da zu verwendet man eine spezielle kleine Staubsaugerdüse, Luftdruck in Sprühdosen oder einen weichen Pinsel. Jedoch dürfen die Luftströme nicht zu stark sein, weil sonst die Ventilator -Flügel verbogen werden.
P
Parity Error
siehe Speichertest.
Pentium Prozessor
Für diese Prozessoren sind folgende Taktraten gültig:
System-Clock CPU-Takt
50 MHz 75 MHz
60 MHz 90, 120 ,150, (180) MHz
66,6 MHz 100, 133,166, 200 MHz
100 MHz Pentium ab 200 und PentiumII,
133 MHz ab Pentium III.
Die Boards haben einen PCI-Bustakt, der sich aus der System-Clock geteilt durch 2 ergibt. Also 25, 30 und 33,3 MHz.
Für den ISA-Bus gilt meist ein PCI-Bustakt /3 25 MHZ => 8,33 MHz oder PCI-Bustakt/4 bei 30/33MHz => 7,5/8,32 Hz.
Daher erklären sich Leistungsunterschiede nicht nur durch die Prozessorgeschwindigkeit sondern auch den Bustakt. Ab System-Clock 66,6 MHz ist RAM mit mindestens 60 ns erforderlich, wenn nicht Leistungsabstriche in Kauf genommen werden.
Plug-and-Play
Wird in einen anderen Informationsblatt behandelt. Siehe Kapitel PLUGPLAY.
R
Rechner bricht Speichertest (ohne Parity Error) ab
Alle Steckkarten durch Entfernen oder Auswechseln testen, Speicherbelegung (RAM) prüfen.
Rechner gibt seltsame Meldungen nach dem Einschalten
Fehler: Meist ein "Bios Checksum Error" oder "CMOS Checksum Error - Default loaded"
Ursache: Die CMOS-Batterie des Mainboards ist leer, oder das CMOS wurde gelöscht. Damit hat das Bios des Mainboard seine Konfiguration vergessen . Es kann aber auch sein dass ein neues BIOS upge-datet wurde und der Inhalt des CMOS ist nicht kompatibel zum neuen BIOS.
Fehler-Beseitigung:
Wenn das CMOS gelöscht oder es sich um einen neue erstellten PC handelt:
Das BIOS-Setup aufrufen, und die Setup Defaults / Optimal Settings, laden und speichern. Danach ist das CMOS neu programmiert. Die Einstellungen sollten jedoch vor dem Beenden geprüft werden.
Wenn die CMOS-Batterie leer ist:
Mainboards ab ca. 1997 sind mit einer Standard-Knopfzelle vom Typ CR-2032 (Panasonic, Duracell und andere Hersteller) ausgestattet. Diese gibt es in Elektronik- / Photo- / Computer-Fachgeschäften. Vorsichtig auswechseln, der Haltebügel bricht leicht ab. Danach das BIOS-Setup aufrufen und wie oben gesagt vorgehen.
Mainboards von ca. 1995 bis ca. 1998 waren mit Dallas/Odin/Benchmarq Chips 12C887 (CMOS-RAM und Batterie integriert) ausgestattet. Wenn der Chip auf einem Sockel sitzt und nicht eingelötet ist , kann man diesen einfach austauschen. Eine neuen bekommt man in Elektronikfachgeschäften erhalten. Danach das BIOS-Setup aufrufen und wie oben gesagt vorgehen. Falls Das Mainbord (siehe Handbuch) einen 4-poligen Battery-Connector hat kann man sich auch eine Batteriehalterung für 4 x 1.5 Volt Mignon-Batterien und 4 Mignon-Batterien oder voll aufgeladene Mignon-Akkus beschaffen. Ist kein Anschluss vorhanden besorgt man einen 4-poligen Stecker mit Anschlusskabeln und verbindet diese mit dem Batteriehalter und stecke dieses (ev. vorher Jumpers entfernen) auf den Battery-Connector. Der Minus-Pol der 4 in Reihe geschalteten Batterien muss mit dem Massekontakt, das ist einer der beiden äußeren Pins des Steckers verbunden werden, und der Pluspol der Batterien dem anderen äußeren Pin des Steckers. Danach das BIOS-Setup aufrufen und wie oben gesagt vorgehen.
Rechner läuft langsam
Ist die Turbo-Einstellung verändert? Bestehen Interrupt Konflikte? Ist die Festplatte zu sehr fragmentiert ? Tastaturumschaltung möglich ? Mit STR+ALT und - oder + (minus oder Plus) oder auch mit # kann dann die Geschwindigkeit versehentlich umgeschaltet worden sein. Wenn er während des Betriebes langsamer wird können Wärmeprobleme und ein herunterschalten des Prozessors die Ursache sein.
Rechner piept
siehe dort im Text
Rechner schaltet sich aus - nach dem Einschalten
in diesem Fall ist das Netzteil überlastet. Zu viele Steckkarten können durch Kombinationskarten IDE. + Diskette + Schnittstellen, Bildschirm + Soundkarte usw. reduziert werden. Ev. beschädigte Zuleitungen, aber auch eine herum rollende lose Schraube können die Ursache sein. Auch USB kann eine Ursache sein siehe dort.
Rechner startet nicht
Stromanschluss ? (siehe dort) sonst, wenn sich etwas rührt, siehe die anderen Punkte.
Rechner tot
siehe startet nicht.
Rechner versteht Tastatur nicht
Tastatur -Anschluss prüfen, Tastatur auswechseln. Tastatur im Setup? Treiber in config.sys, autoexec.bat?
Auch eine defekte Steckkarte kann zu Busproblemen führen, einzeln entfernen oder auswechseln. Sprachen-Einstellung unter Windows prüfen.
Auch falsche BIOS-Einstellungen können die Ursachen sein, wenn die Tastatur gewechselt wurde. USB für die Tastatur muss stets entsprechen an- oder ausgeschaltet werden. Auch PS/2 muss bei älteren Rechnern stets an oder aus geschaltet sein.
Rechner verursacht undefinierbare Fehler
Wenn das Standard Setup in Ordnung ist, liegt es wahrscheinlich am Advanced Chipset Setup. Siehe dort im Text.
S
Selbsttest unvollständig
Der Rechner hängt oder zeigt die Meldung "No ROM Basic -System halted."
Es ist eine Diskette ohne Bootsektor- Eintrag in A:, der Computer versucht den Bootsektor zu lesen und hängt. Diskette entfernen, neu Start.
Es ist keine Diskette in A: und der Bootsektor der Festplatte ist defekt oder es ist keine aktive Partition festgelegt. Bei Festplattenfehlern können unter Umständen Programme wie Diskfix oder NDD helfen. Bei defekten Bootsektor hilft von Diskette oder CD-ROM des Betriebssystems: FDISK /MBR bzw. die entsprechende Befehle unter XP und Vista, die nach Booten von der System-CD auszuführen sind.
Speicherprobleme
Probleme mit den Speicherbausteinen machen sich auf vielfältige Weise bemerkbar. Liegt ein Fehler in der ersten Bank (0) vor, so startet der Rechner überhaupt nicht. Sind die Speicherbausteinen dort in Ordnung, so kann sich ein Fehler beim Hochzählen des Speichers ergeben, es wird weniger angegeben als vorhanden ist. Diese Angabe deutet zugleich darauf hin wo der Fehler liegt. Als dritte Möglichkeit kann eine Fehlermeldung von Himem.sys und/ oder von Prüfprogrammen erfolgen, die ebenfalls einen Hinweis auf den Fehlerort gibt. In allen diesen Fällen kann folgendes helfen:
Prüfen ob die Speicherbausteine wirklich gut und richtig in den Halterungen sitzen. Ein leichtes vorwärts- rückwärts schieben gibt darüber Auskunft.
Da auch ganz geringe Fertigungstoleranzen die Ursache sein können, hilft auch ein vertauschen der Speicherbausteine.
Ein Ausblasen der Halterungen mit Druckluft (es gibt Sprühdosen mit Druckluft) kann Verunreinigungen beseitigen, die auch die Ursache sein können.
Eine Verunreinigung der Kontakte der Speicherbausteine, kann auch die Ursache sein, zum Reinigen auf antistatische Unterlage legen und mit weichem Radiergummi oder mit Feuerzeugbenzin angefeuchteten Wattestäbchen reinigen. Die Kontaktflächen niemals mit den Fingern berühren.
Hilft dies alles nicht, so sollte man die Speicherbaustein bei einem Händler mit Prüfgerät prüfen lassen, oder den Speicher mit einem DOS Programm wie Checkit oder mit dem kostenlosen Speichertest prüfen und den fehlerhaften Baustein ersetzen.
Speicherbausteine mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (70ns / 60ns, PC100, PC133 usw.) oder verschiedener Art arbeiten meist nicht oder nicht korrekt zusammen.
Es sollte geprüft werden, ob die Speicherart für diesen Rechner geeignet ist, (Handbuch der Hauptplatine)
Speichertest Paritätsfehler
Parity Error at xxxxx bedeutet einen defekten oder unverträglichen RAM-Chip. Eine einmalige Meldung kann übersehen werden, mehrmaliger Fehler sollte zu einem Auswechseln des defekten oder nicht geeigneten RAM führen. Fehler unterhalb 9FFFh bedeutet Fehler in den ersten 640KB, über 1000h Erweiterungsspeicher.
Ab Aooh liegt keine Speicher- sondern ein Bus Fehler vor.
Parity Error ohne Adresse bedeutet das Speicher von Erweiterungskarten nicht in Ordnung ist. Ein derartiger Fehler während der Programmausführung liegt meist an einem zu hohen Bustakt oder an der Grafikkarte.
Startprobleme bei ATX-Gehäusen
ATX-Gehäuse haben im Allgemeinen keinen Netz Ein- Ausschalter, Sie befinden sich nach den Windows- oder Programm- Beenden in einer Bereitschaftsstellung aus der sie durch Betätigung des am Gehäuse befindlichen Einschaltknopfes starten. Da diese Einstellung, wenn auch wenig, doch Strom braucht, ist es umweltfreundlich den Rechner durch einen externen Schalter oder Schaltpult ganz abzuschalten. Startet man den Rechner so neu, kann es leicht zu Problemen kommen, wenn der Einschaltknopf des Rechners direkt danach gedrückt wird. Der Rechner führt vor der Bereitschaftsstellung die POST Tests durch, für die er einige Sekunden benötigt, wird der Einschaltknopf zu früh gedrückt, werden beim Start Geräte wie zum Beispiel Drucker nicht erkannt.
Bei neueren Mainbords bzw. Rechnern erfolgt der Start durch das Einschalten das Stroms. Der kleine Schalter am Netzteil ist oft nicht für den dauernden Betrieb geeignet es wird daher dringend empfohlen in diesem Fall eine Steckdosenleiste mit Ausschalter zu verwenden.
Stromanschluss
Achtung! Vor jeder der nachfolgenden Äderung den Computer abschalten und vom Netzt trennen.
Wenn der Rechner nicht startet, kann es am Netzteil liegen. Um das festzustellen entfernen Sie den Anschluss zur Hauptplatine. Läuft nach einer Weile der Ventilator wieder, so ist es nicht das Netzteil sondern ein Kurzschluss im Rechner oder einem der Laufwerke. .(Achtung viele Netzteile starten nur mit Belastung, es müssen daher die Laufwerke angeschlossen bleiben). Hauptplatine wieder verbinden, Alle Geräte einzeln, nacheinander, bei ausgeschaltetem Computer vom Netz trennen und den Computer einschalten. Wird so der Fehler nicht gefunden, die Steckkarten einzeln entfernen bzw., auswechseln. Daran denken , dass das Netzteil eine Mindestbelastung braucht, ohne angeschlossene Verbraucher startet es meist nicht , den Sicherheitsschalter am Netzteil für 2-3 Minuten abschalten und daran denken dass alle Komponenten zusammen auch eine Überlastung des Netzteiles verursachen können. (Alle USB-Anschlüsse entfernen, die oft für die Überlastung die Ursache sind.)
Für den Profi: im inneren des Netzteiles befindet sich eine Sicherung, wird sie ersetzt, so muss zunächst die Ursache für den Kurzschluss ermittelt werden.
Mit der zunehmenden USB-Anwendung kann es sein, dass das Netzteil älterer Rechner zu schwach ist, ein 300 Watt Netzteil ist heute normal. Eine Abhilfe, kann über einen USB-Hub mit eigener Stromversorgung oder Auswechseln des Netzteiles geschaffen werden.( Darauf achten ob AT oder ATX ).
Fehlerhafte Stromversorgung kann auch eine Ursache für nicht definierbare Fehler sein. Die einfachste (unter Belastung) Messung erfolgt mit einem guten Voltmeter an den schwarz, rot, gelben Stromzuleitungen für Festplatten und Andere. Zwischen Gelb und Schwarz sollen 12 Volt, zwischen Rot und Schwarz 5 Volt gemessen werden. Die maximale Abweichung sollte nicht größer sein als +- 07 Volt. Viele Biose oder PC-Prüf-Programmme zeigen die Strombelastungswerte an.
U, V, W
USB Probleme
Insbesondere an älteren Rechnern aber auch bei schwach ausgestatteten Rechnern mit einem Netzteil unter 300 Watt-Leistung können durch den Anschluss mehrere Geräte Probleme mit der Stromversorgung auftreten, die sich durch Abschalten einzelner Geräte oder des Rechners bemerkbar machen. Eine Abhilfe ist durch Verwendung eines Hub mit eigener Stromversorgung möglich, letztlich wird jedoch nur das Einsetzen eines genügend starken Netzteiles, die Probleme endgültig beheben.
Wärmeprobleme
Sie können sich durch den Ausfall einzelner Funktionen oder einem Totalausfall bemerkbar machen und durch stärkere Lüftergeräusche ankündigen.
Die möglichen Ursachen : Luftstrom von der Lüfterrückseite wird durch zu nahes Stehen des Computers zur Wand, durch nicht zugängliche Öffnung oder Verstauben behindert. Auch kann die Aufstellung des Computers ungünstig sein.
Kartenanordnung ändern. Karten mit viel Bauteilen erzeugen viel Wärme und sollten nicht in Prozessor Nähe eingesteckt sein, auch sollten niemals 2 derartige Karten eng neben einander stehen.
Ein zweiter Lüfter der von unten ansaugt kann oft Abhilfe schaffen.
Neue Festplatten, die schnell drehen werden recht warm, sie sollten mit genügend Abstand eingebaut werden oder es sollte einer der speziellen Festplatten-Lüfter verwendet werden. Auch ein Prozessor- Lüfter bringt oft Abhilfe.
Daten von beschädigten Datenträgern retten oder gelöschte Daten wiederherstellen
Es ist zunächst wichtig, dass keine unnötigen Rettungsversuche unternommen werden und auf dieser Festplatte nichts gespeichert wird, befindet sich auf dieser Festplatte das Betriebssystem (Windows) so ist auch ein Beenden von Windows möglichst zu vermeiden. Mit jeder Aktion und mit jeder Datenspeicherung verringert sich die die Möglichkeit Daten wieder herzustellen.
Die Wiederherstellung von Daten kann mit Programmen erfolgen, die nachfolgend genannt werden:
Gelöschte Dateien wieder herstellen mit Undelete; http://www.heise.de/software/download/undelete_plus/44874 . Die kostenlosen Programme zeigen meist die gelöschte Dateien mit einem ? am Ende also zum Beispiel muster.tx? durch Eingabe eines "T " kann die Datei als mustr.txt wiederhergestellt werden.
Ontrack Easy Recovery. Ein Programm zur Datenrettung auf FAT- und NTFS-Dateisystemen:http://www.ontrack.de/datenrettung-software/ oder Convair PC Inspector File Recovery (Freeware) http://www.pcinspector.de/Sites/file_recovery/info.htm?language=2
Roadkil's Unstoppable Copier 1.3 ( engl. Windows, 63K.) Dieses Programm ermöglicht Dateien von beschädigten CDs, Disketten oder Festplatten zu kopieren, währen beim "normalen" Kopieren das Kopieren abgebrochen wird, wenn die beschädigte Datenträger-Stelle erreicht wird. Diese Programm jedoch setzt das Kopieren fort und ersetzt die Stellen die nicht kopiert werden können mit Leerstellen. Das ermöglicht alles zu retten, was auf den Datenträger noch vorhanden ist. Das Programm erlaubt sowohl eine einzelne Datei zu kopieren als auch eine Gruppe von Dateien durch ? und *, oder Verzeichnisse mit allen Unterverzeichnissen. Es kann natürlich auch für normales Kopieren verwendet werden. http://software-portal.faz.net/ie/43503
Informationen zur Datenrettung
Alle Daten futsch - was nun? c't 6/2000, S. 106: Datenrettung http://www.heise.de/ct/00/06/106/default.shtml Weitere Informationen auch unter Datensicherung bei "Datenrettung".
Rettung für defekte Office-Dateien
Bei Problemen mit einer defekten Excel-Arbeitsmappe, einem Word-Dokument, einer Access-Datenbank oder einer Outlook-Datendatei? Wenn Ihnen dann eine aktuelle Sicherungskopie fehlt, haben Sie häufig viele Stunden oder sogar Tage mühevoller Rekonstruktionsarbeiten vor sich. Einige Daten sind vielleicht unrettbar verloren.
SmartTools Publishing bietet für diese Notfälle einen Reparaturservice für defekte Dateien aus Excel, Word,Outlook oder Access an:
Die Datenrettung erfolgt schnell (innerhalb von 48 Stunden), kostengünstig und ausschließlich auf Erfolgsbasis. Sie bezahlen also nur, wenn sich tatsächlich Daten aus Ihren Dateien retten lassen. Die Vorgehensweise ist einfach:
- Senden Sie uns Ihre defekte Datei (bis 2 MB) per Mail an: office-datenrettung@smarttools.de Bei größeren Dateien kontaktieren Sie uns bitte zunächst ohne Anhang.
- Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden einen Bericht, ob und welche Daten gerettet werden können, zusammen mit einem Kostenvoranschlag. Diese Analyse ist kostenlos.
- Nur wenn Sie das vorbereitete Auftragsformular zurück schicken, werden die Daten zu dem vereinbarten Festpreis wieder hergestellt, die gerettete Datei erhalten sie weitere 24 Stunden nach Auftragseingang zurück.
Probleme finden und beseitigen
Wenn ein PC funktioniert, macht man sich gemeinhin keine Gedanken warum das so ist. Funktioniert er aber nicht, fängt man an fieberhaft über mögliche Ursachen nachzudenken.
Zuerst einmal sollte man tief durchatmen, Ruhe bewahren und nichts Unüberlegtes tun. Den Rechner Treten, Schlagen, und Schütteln ist auf jeden Fall die falsche Maßnahme.
Grob unterscheiden kann man zwischen Software - und Hardwarefehlern.
’’Softwarefehler’’
Bei Softwarefehlern hat man noch die größten Chancen selbst etwas zu tun.
Die erste Maßnahme sollte sein, den Rechner auf Viren zu prüfen. Wenn möglich mit 2 oder mehreren Scannern nacheinander. Da manche Schadprogramme die unangenehme Eigenschaft haben, Anti Virensoftware unter einem laufenden Windows zu täuschen, oder gar auszuschalten, sollte man das System zusätzlich von einer Boot CD mit Virenscanner prüfen. Hierbei ist Geduld gefragt. Je nach Anzahl der Platten, Plattengröße und Datendichte kann ein Scanvorgang mehrere Stunden dauern. Das lässt man den PC am besten in einer Nachtschicht erledigen.
Ist der PC Virenfrei, kommt die Zeit der Diagnosetools. Oft gelingt es schon damit den Fehler zu finden.
Ist dies nicht der Fall wird es schon schwieriger.
Zuerst muss man versuchen, den Fehler einzugrenzen:
- 1.) Tritt der Fehler regelmäßig, und/oder an bestimmten Stellen auf?
- 2.) Tritt der Fehler nur sporadisch auf?
- 3.) Tritt der Fehler in Zusammenhang mit einer anderen Software auf?
- 4.) Welche Änderungen (Neue Software installiert, alte Software entfernt, PC „aufgeräumt“, Einstellungen geändert etc.) wurden innerhalb der letzten Tage vorgenommen?
- 3.) Tritt der Fehler in Zusammenhang mit einer anderen Software auf?
- 2.) Tritt der Fehler nur sporadisch auf?
Mitunter gibt es auch Wechselwirkungen zwischen Programmen, die sich dem Anwender nicht erschließen.
Hat man den Fehler bis zu diesem Zeitpunkt nicht gefunden, sollte man fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Idealerweise hat man im Bekanntenkreis einen „PC Freak“, oder zumindest einen erfahrenen Anwender. Des Weiteren ist das Internet ungemein Hilfreich. Foren, wie die PC Hilfe, sind dabei eine der ersten Anlaufstellen.
Wichtig ist es, alle selbst getroffenen Maßnahmen penibel zu Dokumentieren, um einem potentiellen Helfer möglichst präzise Angaben zu machen. Selbst vermeintlich unwichtige Details können entscheidend sein.
’’Hardwarefehler’’
Hardwarefehler sind eine Angelegenheit für Kenner. Grundsätzlich lässt sich an dieser Stelle sagen: Hat ein Anwender noch nie einen PC geöffnet, fehlen diesem mit Sicherheit auch die nötigen Basiskentnisse um Hardwaredefekte zu diagnostizieren und Komponenten selbst zu wechseln. Daher, bei allem Stolz und Ehrgeiz: Finger weg! Wer es sich dennoch zutraut, dem sei dringend angeraten, sich die nötigen Kenntnisse „anzulesen“, oder sich von einem „Profi“ unterweisen zu lassen.
Nur wer selbst schon einen PC zusammengebaut hat, oder wirklich weiß was er tut, ist in der Lage „darin“ zu Arbeiten ohne einen evtl. vorhandenen Schaden zu vergrößern, oder einen neuen zu verursachen.
Um Hardwareschäden zu ermitteln, benötigt man in vielen Fällen entsprechende Hilfsmittel, wie z.B. POST (Power On Self Test) Diagnosekarten, Netzteiltester, oder Komponenten zum Tauschen. Diese Teile finden sich i.d.Regel nicht im Fundus normaler Anwender.
Hier geht kein Weg an einem entsprechend ausgestatten Bekannten, oder einer PC Werkstatt vorbei.
Hier noch einige Hilfreiche Links zum Thema:
Boot CDs/DVDs
Notfall-Windows auf CD oder Stick
Mit Knoppicillin auf Virenjagd
c't-Helper - Notbesteck für unterwegs
Notfall-Windows von CD starten
Hersteller Festplattentools
Seagate/Maxtor – SeaTools Diagnostic Suite
Western Digital - Software & Drivers
Samsung - Support Disk Manager download
Fujitsu – diverse Tools
Hitachi - Drive Fitness Test 4.15
Datenrettung
Allgemeine Tools
CPU-Z - Hardware Diagnose
GPU-Z - Grafikkarten Diagnose
BurnIn Test - Belastungstest für den PC
Root Kit Erkennung/Entfernung
Freie Virenscanner
Online Virenscanner
Virus Total - Scannt einzelnen Dateien (Upload)
Jottis Malwarescanner - Scannt einzelnen Dateien (Upload)
Safety Scanner von Windows Live - Online Systemscan
Symantec - Online Systemscan
--Acer5683 11:52, 21. Sep. 2009 (UTC)