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Eine weitere IDE/EIDE Festplatte einbauen


Eine weitere IDE/EIDE Festplatte einbauen

Obwohl es sich um eine Ablaufschilderung für den Einbau einer zweiten oder weiteren Festplatte handelt, kann dieser Ablauf sinngemäß auch für den Einbau der ersten Festplatte verwendet werde.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Voraussetzungen

Drei Dinge sollten Sie beachten

  1. Auch eine Festplatte ist empfindlich gegen statische Aufladungen. Also schützen Sie sich und die Festplatte davor.
  2. Die Befestigung der Festplatte im Rechner darf nur mit kurzen Schrauben erfolgen. Verwenden sie keinesfalls die normalen, längeren Schrauben.
  3. Bei dem Einbau können die Daten der vorhandenen Festplatte verloren gehen. Eine Datensicherung ist unbedingt notwendig.

Neue Festplatten

Während es bisher keine Kompatibilitätsprobleme gab, sollte bei den neuen schnelleren Festplatten beachtet werden, dass Adapter nicht aufwärts kompatibel sind und Festplatten nicht immer abwärts kompatibel . Alte Adapter oder auch altes Hauptplatinen Bios und neue, schnelle Festplatten können leicht zu Problemen, wie Datenverlust und auch Festplattenbeschädigungen führen.

Unverträglichkeit von Festplatten

Obwohl auch Festplatten unterschiedlicher Hersteller zusammen funktionieren sollten, ist dies leider nicht immer der Fall. In der Praxis sind manches Mal Festplatten unterschiedlicher Hersteller nicht zum laufen zu bringen. Es ist daher risikoloser Festplatten des gleichen Herstellers zu verwenden.

Moderne Betriebssysteme

ab Windows 2000 kennen kein DOS mehr. Trotzdem werde ich immer die Festplattenvorbereitung im DOS vorziehen. Denn wie schnell ist ein Fehler unter Windows gemacht, die falsche Festplatte formatiert usw. Die beim Start von der CD-ROM zur Verfügung stehenden DOS/LINUX Befehle sind zwar ausreichend, aber abgesehen vom zeitlichen Aufwand, einfach weniger durchsichtig. Eine Sammlung von Start Disketten und auch eine DOS CD-ROM bleiben bei meiner Grundausstattung. Daher beziehen sich alle Ausführen auf die Vorbereitung und Einrichtung mit einer DOS-Diskette.
Da bei ist nicht zu Übersehen dass unter DOS eine Formatierung im neuen NTFS Format nicht möglich ist. Beachten Sie daher bei Windows Vista und XP die Informationen auf den Windows Seiten unter "Info:Windows". Eine einfache Formatierung und Partitionierung ist sowohl mit der Computerverwaltung in der Systemsteuerung möglich als auch mit Kostenpflichtigen Programmen, die auch von CD-ROM gestartet werden können.

Nun eine Vorbemerkung

Eine zweite Festplatte zu befestigen und zu formatieren kann leicht zu Verwechslungen und Problemen führen, wenn diese einfach hinzugefügt wird. Es hat sich herausgestellt, dass die folgende, etwas umständlichere, Prozedur meist fehlerfrei erfolgt.

Windows XP, Vista, Windows 7 und S-ATA

Zur Beachtung: Windows XP in der Grundversion kann keine grösseren Partitionen als 128GB ansprechen. Diese Beschränkung wurde erst mit dem Servicepack 1 aufgehoben.


IDE Festplatten werden gerade von S-ATA Platten abgelöst und wohl bald ganz vom Markt verschwinden. Für den Betrieb einer IDE Festplatte an einem S-ATA Controller gibt es im Handel entsprechende Adapter zu kaufen, so daß IDE Platten die noch fehlerfrei arbeiten weiter verwendet werden können.

Gegenüber IDE Festplatten haben S-ATA Platten einige Vorteile. Sie sind schneller (mehr oder weniger) müssen nicht mehr gejumpert werden (rumärgern mit Master und Slave Konfiguration entfällt, da jede Platte einen eigenen Controlleranschluss hat), die Kabel sind kleiner und platzsparender, Unterstützung neuer Features wie z.B. das NCQ (Native Command Queuing) und Hot Plug.


Es gibt aber auch einige neue Punkte zu beachten. Das Bios moderner Motherboards mit S-ATA Controllern bietet zum Betrieb der Platten i.d.Regel zwei Modi an: IDE und AHCI (ggf. noch RAID). Im IDE Modus wird die Festplatte wie eine „alte“ IDE Platte angesprochen. Windows XP lässt sich somit wie gewohnt installieren. Neuere Features wie NCQ sind dann allerdings nicht verfügbar. Die Einstellung AHCI ist daher der geeignetere Betriebsmodus für S-ATA Festplatten.

Im AHCI Modus wird die Festplatte zwar vom Board erkannt, aber nicht vom Windows XP Setup. Dort müssen gleich zu Beginn (Taste F6) die Treiber installiert werden. Per Diskette! Andere Quellen erkennt das Setup nicht. Alternativ gibt es die Möglichkeit, sich eine Windows Installations CD mit dem Tool nlite selbst zu erstellen, und alle benötigten Treiber vorab darin einzubinden. Es ist auch möglich, eine Windows XP Installation nachträglich auf AHCI umzustellen. Dies ist aber nicht so einfach und überfordert den normalen Anwender sicherlich.


Bei Windows Vista und Windows 7 sieht die Sache schon etwas anders aus. Diese beiden Betriebssysteme unterstützen nativ per AHCI angesprochene Festplatten. Zumindest mit den am weitesten verbreiteten S-ATA Controllern von Intel, Nvidia und AMD. So kann es durchaus vorkommen, dass zur Installation bei exotischen Controllern der Treiber, wie bei Windows XP, während des Setups eingebunden werden muss. Glücklicherweise werden von den beiden Betriebssystemen auch USB Sticks unterstützt.


Als Besonderheit tauchen extern per E-SATA angeschlossene Festplatten auch bei „Hardware sicher entfernen“ im Tray auf, dort wo bisher nur USB Geräte zu sehen waren. Sie lassen sich theoretisch auch dort entfernen. Das sollte man aber nicht tun, da ein Datenverlust nicht auszuschließen ist.


Das Hot Plug Feature ist allerdings Treiber abhängig. So werden im laufenden Betrieb angeschlossenen S-ATA und E-SATA Platten i.d.Regel nicht erkannt. Das Betriebssystem muss hierzu erst neu (mit den angeschlossenen Platten) gestartet werden. Dieses Feature ist hauptsächlich für den Serverbetrieb interessant, weniger aber für den Privatanwender.


Begriffserklärung

NCQ - Native Command Queuing

NCQ, oder auch Native Command Queuing bedeutet, dass gleichzeitig mehrere Anfragen an die Festplatte geschickt werden können. IDE Platten arbeiten diese Anfragen nach Eingangsreihenfolge ab. S-ATA Festplatten mit NCQ verhalten sich hier „intelligenter“.

Die ankommenden Anfragen werden von der S-ATA Festplatte in eine optimale Reihenfolge gebracht (sortiert). D.h. die Anfragen werden nicht so abgearbeitet wie sie von der Platte empfangen werden, sondern so, wie die Platte am schnellsten und effektivsten auf die angeforderten Daten zugreifen kann. Somit werden unnötige Bewegungen der Schreib- Leseköpfe vermieden.

In den meisten Fällen bedeutet dies eine Performancesteigerung. Allerdings kann es beim sequentiellen (aufeinander Folgend) Lesen, oder bei Spielen und anderen Anwendungen durchaus zu Verzögerungen und schlechteren Zugriffszeiten kommen.


Hot Plug

Hot Plug bedeutet, dass geeignete Datenträger im laufenden Betrieb angeschlossen und ausgesteckt werden können. Typisches Beispiel ist der USB Stick oder eine Speicherkarte.

Auch bei Festplatten ist dies möglich (Treiberabhängig)

Generell sollte darauf geachtet werden, dass beim Ausstecken keinerlei Zugriffe durch das Betriebssystem mehr erfolgen. Nicht nur, dass Daten verloren gehen können, im schlimmsten Fall kann das Dateisystem des Datenträgers beschädigt werden. Die Daten sind dann zwar noch vorhanden, können aber nicht mehr gelesen werden. Erst mit Hilfe spezieller Tools ist ein Zugriff darauf wieder möglich.

Im Gerätemanger bietet Windows die Möglichkeit die Datenträger für „hohe Geschwindigkeit“ oder „schnelles Entfernen“ zu optimieren. Nur mit letzterer Option lässt sich ein Datenträger nahezu gefahrlos Ausstecken, ohne ihn vorher „abzumelden“.


--Acer5683 13:42, 29. Sep. 2009 (UTC)

Die Vorbereitungen

Lesen Sie im Setup des Rechners die Daten für die vorhandene Festplatte und schreiben Sie diese auf:
Fertigen Sie mit FORMAT A: /S eine Boot - Diskette an, die wenigstens zusätzlich die Dateien FORMAT.COM SYS.COM und FDISK.EXE enthält. ( C:\DOS Copy FORMAT.COM A:) Unter WIN95/98 sollten Sie eine Notfalldiskette aus der Systemsteuerung >>Software anfertigen.
Bei gebrauchten schon bespielten Festplatten, sollten Sie zunächst mit FDISK die Einteilung überprüfen und am besten Entfernen, falls Ihre Rechner die gesamte Festplatte verarbeiten kann. Dann die gesamte Festplatte oder aber alle Partition mit: FORMAT /u formatieren, was allerdings auch erheblich länger dauert. Danach die Festplatte einrichten.

Anschlüsse, Jumper und Kabel

Jumper und Anschlüsse


IDE/EIDE Platten

Die Festplatte hat neben dem Strom- und Festplattenkabel-Anschluss auch eine mehrpoliges Stiftfeld, das sich neben den anderen Anschlüssen oder auf der Elektronikplatte auf der Unterseite der Festplatte befinden kann.


Von den meist 4 Doppelpins, die mit Jumpern verschlossen werden können, ist ein Paar oder zwei Paare für die Slave / Master Festlegung vorgesehen. Es gibt folgende Einstellungen: Master, Cable-Select (CSEL) und Slave. Relevant sind aber nur Master (Device 0) und Slave (Device 1) Für Cable-Select wird ein spezielles Kabel benötigt. In den ATA-Spezifikationen ist ein eigenes CSEL-Signal an Pin 28 definiert. Das erforderliche spezielle Kabel führt das Signal von Pin 28 nur bis zum ersten Stecker, am zweiten Stecker ist Pin 28 offen. Die angeschlossenen Laufwerke stellen sich abhängig vom Signal am Pin 28 selbstständig als Master und Slave ein. Aufgrund mangelnder Verfügbarkeit dieser Kabel hat sich Cable-Select nie durchgesetzt.


Aus dieser komplizierten Beschreibung sehen Sie bereits, dass es ohne eine Beschreibung fast unmöglich ist die Jumper richtig zu setzen. Aber auch mit Beschreibung, die sich oft auf der Plattenoberseite befindet sollte man die Jumper mit Sorgfalt und Überlegung stecken. Festplatten ohne Beschreibung sollte man unter keinen Umständen akzeptieren.


IDE Festplatten sind nur noch wenige erhältlich, da diese von den moderneren S-ATA Festplatten verdrängt werden.


S-ATA Platten

Bei modernen S-ATA Festplatten braucht man sich um das richtige Jumpern nicht mehr zu kümmern. Jede Festplatte hat ihren eigenen Anschluss auf dem Motherboard. Evtl. vorhandene Jumper dienen nur zur Einstellung der Geschwindigkeit und brauchen im Normalfall nicht berücksichtigt zu werden. Der erste S-ATA Modus - S-ATA 150 (1,5 Gbit/s) - ist zum aktuellen Modus S-ATA 300 (3,0 Gbit/s) zwar kompatibel, dennoch gibt es mitunter Probleme im Betrieb. Deshalb lassen sich manche S-ATA 300 Platten per Jumper auf S-ATA 150 drosseln. Bios Einstellungen müssen nicht vorgenommen werden, da die Platten automatisch erkannt werden.


Seagate hat heute (21.09.2009) eine Festplatte nach dem neuen Standard (6,0 Gbit/s) vorgestellt. Erste Motherboards, die diese Geschwindigkeit unterstützen, wird es voraussichtlich erst ab Anfang 2010 geben


Ergänzung S-ATA Platten --Acer5683 10:47, 21. Sep. 2009 (UTC)

Jumper und Anschlüsse festlegen

An einem IDE Kabel können zwei Festplatten oder Laufwerke angeschlossen werden. Die Stecker an den Kabeln werden als "Abgriff" bezeichnet

Ein IDE Kabel hat drei Abgriffe, wovon zwei näher beieinander liegen. Der entfernteste Abgriff wird in den Anschluss auf das Board gesteckt. Bei manchen Boardherstellern ist der Anschluss für den ersten IDE Kontroller farbig. Der boardseitige Abgriff des dem Board beiliegenden IDE Kabels ist meist in der gleichen Farbe gehalten um Verwechselungen auszuschliessen.


Gemäss ATA Standard ist es nicht relevant, in welcher Reihenfolge Festplatten angeschlossen werden. In der Praxis hat sich aber bewährt, die Master (Device 0) Festplatte an den letzten Abgriff und die Slave (Device 1) Festplatte an den mittleren Abgriff anzuschliessen. Umgekehrt funktioniert es mitunter nicht.


Wird nur eine Festplatte angeschlossen, muss diese als Master an den letzten Abgriff. Man kann die Platte zwar auch am mittleren Abgriff anschliessen, aber aufgrund von evtl. auftretentend Reflexionen am Kabelende ist dies nicht ratsam.

Kabellänge

Die Länge des verwendeten IDE Kabels sollte, bis Pio-Mode 3, 45 cm. nicht überschreiten und bei Pio-Mode 4 sollte sie nicht größer als 30 cm. sein. Werden beide Kanäle benutzt (bis 4 EIDE-Platten) so sollte die Gesamtlänge diese Maße nicht überschreiten.

Ein S-ATA Kabel kann bis zu einem Meter lang sein, eSATA-Kabel bis zu zwei Meter und xSATA bis zu 8 Meter.

Kabelart

Es gibt das "ursprüngliche" IDE-Kabel (40 adrig) und das 8o-adrige ähnlich aussehende UDMA ATA-100 Kabel, das für die schnelleren und größeren IDE Festplatte unbedingt notwendig und abwärts kompatibel ist. Für ATA-100 Festplatten, das alte 40 adrige Kabel zu verwenden führt unweigerlich zu Problemen.

Mit aufkommen des Case Moddings sind auch "runde" IDE Kabel erhältlich. Der Vorteil: Luftströmungen im PC werden nicht so stark behindert, wie bei den flachen IDE Kabeln und sie sehen gefälliger aus.

Mit dem Aussterben der IDE Platten werden auch diese Kabel vom Markt verschwinden.

Aktuell sind somit S-ATA Kabel. Die "neueren" Kabel für S-ATA II (offizielle Bezeichnung: Serial ATA 3.0 Gbit/s) haben zusätzliche Clips, die einen festeren Halt in der Anschlussbuchse gewährleisten. Die erste S-ATA Kabel Generation war sehr anfällig für "herausrutschen". Bei Problemen mit der Festplattenerkennung sollte somit als erstes der korrekte Sitz der Kabel geprüft werden.

Die IDE Konfiguration

Der "normale Rechner" besitzt 2 IDE Anschlüsse mit der Möglichkeit über 40polige oder 80polige Kabel mit 3 Anschlüssen, je 2 Datenträger,also insgesamt 4, anzuschließen.

Geschwindigkeit

Bei EIDE und IDE. bestimmt stets das langsamste Gerät die Geschwindigkeit, benutzt eine Festplatte Pio-Mode 1, so verwenden alle Festplatten diesen. Daher sollten langsame Geräte und CD-ROM-Laufwerke immer an den 2 Anschluss angeschlossen werden.

Die Aufteilung auf IDE-Port 1 und IDE-Port 2 könnte etwa so aussehen

Geräte IDE Port 1 IDE Port 2
1 schnelle Festplatte und 1 langsame Festplatte Schnelle Festplatte als Master Langsame Festplatte als Master
2 schnelle Festplatten Beide als Master und Slave
1 Festplatte + CD-ROM Festplatte als Master CD-ROM als Master
1 Festplatte + CD-ROM und Brenner oder DVD Festplatte als Master, CD-ROM als Slave Brenner oder DVD als Master
1 schnelle Festplatte, 1 langsame Festplatte, 1 CD-ROM , 1 Brenner Schnelle Festplatte als Master, CD-ROM als Slave CD-Brennen als Master, langsame Festplatte als Slave

Festplatten- und Partitions-Größe,Dateisysteme

Große Festplatten

Diese Information gilt für ältere Rechner:

Wenn Sie eine Festplatte über 512 MB einbauen wollen, so sollten Sie prüfen ob Ihr Bios große Festplatten unterstützt. Sie erkennen es daran, dass das Bios einen Menüpunkt "Festplattenerkennung (IDE. HD Auto Detection)" enthält. Wählen Sie bei der Erkennung in diesem Menü LBA. Ist der Menüpunkt nicht vorhanden, so brauchen Sie für große Festplatten einen EIDE-Adapter mit eigenem Bios oder EZ - Treiber, die aber viel Grundspeicher benötigen.

Werden große Festplatten nicht richtig erkannt, so ist meist ein Bios Update erforderlich. Bios vor August 1994 erkennen nur 528 MB, Bios vor Februar 1996 nur 2.1 GB und Bios vor Anfang 1998 nur 8.3 GB. Bei Festplatten von 32 GB und größer und Avard-Bios kann durch eine Bios-Fehler die Festplatte nicht erkannt werden und und der Rechner nicht starten. Bei viele Festplatten ist eine Formatbegrenzung möglich, bei IBM gibt es ein Tool, das auch andere Festplatten in der Größe begrenzt. Endgültig hilft nur ein Bios Update.

Die nächste Hürde liegt bei 128 GB die durch die Festplattenkontroller mit 28 Bit Adressierung entsteht, während bei neueren System die Adressierung mit 32 Bit erfolgt und bei Festplatten mit 128 GB und größer keine Probleme macht. Windows 2000 benötigt Service Pack 3, bei Windows XP Service Pack 1.

Sie sollten auch berücksichtigen, dass bei FAT 16 und FAT 32, die Größe der Festplatte, auch die Größe des Platzes beeinflusst, den eine Datei mindestens belegt (Cluster).

Partition Größe Clustergröße FAT 16 Clustergröße FAT 32 Clustergröße NTFS
bis 28 MB 2 KB (2048 Bytes) nicht möglich
bis 256 MB 4 KB (4096Bytes) nicht möglich
bis 512 MB 8 KB (8192 Bytes) nicht möglich 512 Bytes
bis 1 GB 16 KB (16384 Bytes) 4 KB (4096 Bytes) 1024 Bytes
bis 2 GB 32 KB (32768 Bytes) 4 KB (4096 Bytes) 1024 Bytes
bis 4 GB nicht möglich 4 KB (4096 Bytes) 4096 Bytes
bis 8 GB nicht möglich 4 KB (4096 Bytes) 4096 Bytes
bis 16 GB nicht möglich 8 KB (8192 Bytes) 4096 Bytes
über 16 GB nicht möglich nicht möglich 4096 Bytes

Das heißt, dass bei einer 1 GB Platte in einer Partition eine Datei mindestens 16 KB / 4KB belegt, einer Festplatte viele kleine Dateien, wie zum Beispiel bei WinCim, so kann es leicht sein, dass die Festplatte nur 600 MB statt 1 GB fasst. Daher sollten große Festplatten immer in mehrere Partition unterteilt sein. Einzelheiten hierzu in "Festplatten einteilen und verwalten".

Die MS Dateisysteme

FAT 16 FAT 32 NTFS
Betriebssystem DOS,Win9X, ME,NT,2000, XP Win95B, 98,ME,2000,XP Win NT, 2000, XP, Vista
Dateinamen 8 + 3 255 Zeichen 255 Unicode-Zeichen
Maximale Dateigröße 2 GB 4 GB 16 EB*
Max Partition-Größe 2 GB, NT 4 GB 2 TB* 16 EB
  • EB = Exabyte = etwa 1 Trillion Byte 1.152.921.504.606.846.976 Byte, TB = Terabyte = etwa 1 Billion Byte 1.099.411.627.776 Byte


Anmerkung: Zum aktuellen Zeitpunkt (22.09.2009) sind Festplatten unter 40GB Kapazität vom Markt verschwunden. Standard in neuen Rechnern sind mittlerweile 250Gb - 500GB. Die größten aktuell erhältlichen (S-ATA) Platten haben eine unformatierte Kapazität von 2TB (2000GB). Da die IDE Schnittstelle am aussterben ist, haben die größten noch dafür erhältlichen Platten nur 500GB.

Die Praxis: Der Festplatten-Einbau

Diese Anleitung gilt nur für IDE Platten. Bei der unten genannten Methode sind jedoch einige Einschränkungen zu beachten:


FAT16 unterstützt nur Partitionen bis 2.1 GB, FAT32 bis 32 GB


DOS 6.2 arbeitet nur mit FAT16. Die maximal unterstützte Festplattengrösse bei dieser Version ist 8 GB. Mit Windows 98 wurde DOS 7.1 eingeführt. Die letzte Version war DOS 8.00. Theoretisch ist DOS 7.1 (8.0) in der Lage Festplatten bis zu einer Grösse von 2048 GB (ca. 2TB) zu unterstützen. Aufgrund von Fehlern in den Programmen dieser MS-DOS-Versionen war die nutzbare Festplattengröße aber häufig auf etwa 127 GB beschränkt.


Schalten Sie den Rechner aus. Öffnen Sie den Rechner und lösen Sie das Kabel vom Adapter (Controller) zur Festplatte an der Festplatte ab und führen Sie es so, dass Sie außerhalb des Rechners die neue Festplatte anschließen können. Sie brauchen dazu auch ein Stromkabel aus dem Rechner. Prüfen Sie, wo Sie die zweite Festplatte einbauen können, fehlt eventuell ein Einbaurahmen? Prüfen Sie ob das Kabel für zwei Anschlüsse vorgesehen ist und ob so eine Verbindung der beiden Festplatten möglich ist: Die Reihenfolge spielt keine Rolle.
Schließen Sie nun die neue Festplatte an das Kabel und Netz an. Die Festplatte bleibt so, wie sie geliefert wurde als Master, alleine. Die farbig markierte Kante des Kabels gehört auf PIN 1. (Meist ist PIN 1 neben dem Netzanschluss.). Die vorhandene Festplatte bleibt ohne Kabel an ihrer Stelle.


Legen Sie nun die vorbereitete Diskette ein und starten Sie den Rechner, Rufen Sie das SETUP auf und tragen Sie die Daten der neuen Festplatte im SETUP als Laufwerk C: (1) ein und speichern Sie das SETUP oder lassen Sie die Festplatte automatisch erkennen aber überprüfen Sie die durch das Programm eingesetzten Daten. Von einem automatischen einsetzen der Festplattendaten wird aus 2 Gründen abgeraten. 1. verlängert es den Bootvorgang und 2.kann es dazu führen, dass Sie Festplattenfehler nicht oder zu spät bemerken.
Beim weiteren starten erscheint eine Fehlermeldung, die Sie meist mit F1 übergehen können, der Rechner bootet von A: und fragt nach Uhrzeit und Datum.


Die folgenden Angaben gelten für FDISK. Wesentlich einfacher ist das Arbeiten mit dem Ontrack Diskmanager (DM.EXE) , der in einer spezielle Version vielen Festplatten beiliegt, oder sich auf der Festplatte in einem kleinen formatierten Abschnitt befindet und noch einfacher mit der Acronis Disk Director Suite 10, diese Software kostet 39,95 EUR. Mitunter finden sich ältere Vollversionen auf Zeitschriften CD-Roms.


Geben Sie nun von A: FDISK + Enter ein. Folgendes Menü erscheint:
1 Eine DOS Partition erstellen
2 Die aktive Partition auswählen
3 Partition löschen
4 Partition anzeigen

Wählen Sie 1 eine DOS Partition erstellen. Das folgende Menü erscheint:
1 Primäre DOS Partition erstellen
2 Erweiterte DOS Partition erstellen
3 Logisches DOS Laufwerk erstellen

Wählen Sie wieder 1 Primäre DOS Partition erstellen.


Das Programm fragt nun:
Wollen Sie den maximal verfügbaren Platz auf der Festplatte verwenden üblicherweise sagen Sie JA oder YES. (Bei großen Festplatten, kann es zur besseren Ausnutzung der Kapazität empfehlenswert sein mehrere Partition mit je ca. 500 MB bis zu 2 GB zu erstellen. In diesem Falle sagen Sie nein und geben die gewünschte Größe ein, danach als aktive Partition markieren, erweiterte Partition für die volle Restmenge und logische Laufwerke erstellen. (Siehe auch Festplatten -Organisieren)

Danach starten Sie den Rechner erneut. Es wird wieder die Fehlermeldung erscheinen, die Sie meist mit F1 übergehen können.

Geben Sie nun von A: FORMAT C: /s + Enter ein.
Der Rechner sagt " Alle Daten auf der Festplatte gehen verloren, wollen Sie fortsetzen?, was Sie mit Ja (YES) bestätigen.
Wenn Sie eine sichere Formatierung wollen, bei der alle Daten gelöscht werden, die aber auch länger dauert, so geben Sie ein: FORMAT C: /u /s

Wenn dies abgeschlossen ist, können Sie die Diskette entfernen und der Computer wird dieses Mal ohne Fehlermeldung booten. Sie haben nun zwei betriebsbereite Festplatten und es ist Zeit die erste Festplatte auszubauen. Legen Sie nun beide Festplatte (isoliert durch Pappen ) nebeneinander neben den Rechner.

Nun überlegen Sie welche Festplatte C: und welche Festplatte D: werden soll und setzen Sie die Jumper auf beiden Festplatten entsprechend (Master mit Slave und Slave.)

Wird die bisherige Festplatte zu D: so müssen Sie, nach dem nachfolgende Eintragen ins Setup, FDISK erneut aufrufen und mit Option 3 die aktive Partition neu festlegen.

Sie können nun erneut Booten und tragen beide Festplatten nun in der richtigen Reihenfolge in das SETUP ein. Prüfen Sie mit den beiden nebeneinander liegenden, angeschlossenen Festplatte ob beide Platten richtig angesprochen werden. So vermeiden Sie bei Fehlern mehrmaliges Aus- und Einbauen.

Aber denken Sie auch daran, vor jeder Veränderung den Rechner auszuschalten. Niemals bei laufendem Rechner die Anschlüsse verändern.

Bauen Sie dann, wenn alles einwandfrei läuft, die beiden Festplatten ein, und verbinden Sie beide mit den Kabeln, die Reihenfolge spielt keine Rolle.

Nach Beendigung des Bootvorganges können Sie nun auf beide Festplatten zugreifen.

Moderne S-ATA Plattten lassen sich allenfalls ansprechen, wenn im Bios der IDE Modus eingestellt ist. Da man somit unter Windows Performance verschenkt, ist diese Einstellung nicht empfehlenswert. Ein Umstellen nach der Windows Installation kann zu Problemen führen.

Betriebssystem auf größere Festplatte übertragen

Es wird öfter vorkommen, dass zu einer vorhandenen Festplatte eine weitere größere und schnellere Festplatte hinzukommt. Es kann dann der Wunsch entstehen das Betriebssystem (Windows oder ein Anderes) auf die schnellere Festlatte zu übertragen. Dazu sollte auf der neuen Festplatte einen kleine Primäre Partition (500 MB) und eine zweite Primäre Partition (10-20 GB) eingerichtet werden und die Platte sollte als Master gejumpert werden, die alte Festplatte Slave. Oder die Alte wird Master am am 2. Slot und CD-ROM und DVD werden Slave. Das Übertragen erfolgt dann mit diesem Tool:

HDClone Free Edition - deutsch. Die Free Edition von HDClone ist das ideale Werkzeug zum Verschieben des Inhaltes kompletter Festplatten auf neue und größere Festplatten. Die Free Edition passt auf eine Diskette und bringt ihr eigenes Betriebssystem - Sphere SP - mit und ist so nicht von einem evtl. installierten System abhängig. Wenn man auf eine neue größere Festplatte wechselt, kopiert HDClone die Daten der alten Platte auf die neue, lediglich der gewonnene Platz muss mit einer Partitionierungssoftware noch zugeteilt werden. Man hat dieselbe Umgebung wie vorher, aber jetzt auf einer größeren (und meist schnelleren) Festplatte. http://www.winload.de/beschreibung.php?programm_id=28527

Als kommerzielles Werkzeug empfiehlt sich auch hier Acronis True Image Home, welches aktuell in der Version 2010 vorliegt.

Das Maunukript wurde 2002 erstellt. letztmalig geprüftt, erweitert und ergänzt --Walterscheffel 14:29, 12. Okt. 2010 (UTC)

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