Festplatten einteilen und verwalten
Einleitung
Die Beschreibungen bis einschliesslich Punkt 6.3 betreffen vorwiegend "ältere" Systeme, da gerade in den Jahren ab 2007 die Festplatten rasante Grössenzuwächse zu verzeichnen hatten.
Große Festplatten und wenig Platz mit FAT 16
Nun hat man eine große Festplatte und schon beginnt ein neuer Ärger, die 1,2 Gigabyte große Platte ist schon mit 800 Megabyte voll. Nur zwei Drittel des Platzes wurden ausgenutzt. Das liegt daran, dass das FAT Dateiverwaltungssystem zur wenig Sektoren verwalten kann.. Wollte man mit der kleinsten ansprechbaren Einheit arbeiten, so dürfte die Partition nur 512 Byte mal 65536 also 32MByte groß gewählt werden. Bei einer 32MByte bis zu 64MByte großen Partition werden folglich zwei Sektoren zu einem Cluster zusammengefasst usw.
Das Fat Dateisystem
Da ein Cluster nicht mehr als 64 Sektoren enthalten kann, ist im FAT 16 Dateiverwaltungssystem die größte verwaltbare Platte (in einer Partition) 2,1 Gigabyte groß.
Das FAT 32 Dateisystem
Enthält 8 bis 64 Sektoren per Cluster und kann daher Festplatten bis über32 GigaByte verwalten.
Angemerkt werden muss das andere Betriebssystem, wie UNIX , OS/2 und Windows NT mit anderen Dateiverwaltungssystemen arbeiten und diese Beschränkungen daher nicht kennen.
Mit der FAT32, die bei neuen Systemen mit Windows 95B geliefert wird und bei Windows 98 sind diese Cluster - Probleme ebenfalls nicht mehr vorhanden.Eine detaillierte Tabelle finden Sie hier. Festplatten installieren.
Es gibt auch ein Programme wie "Partition Magic" von Symantec oder den "Diskdirektor" von Acronis und Andere die Partition sichern, erstellen, ändern und verschieben. Alle diese Programme sind nicht kostenlos Damit ist das Erhalten vorhandener Daten möglich. Immer ist jedoch vor Veränderungs-Operationen eine Datensicherung angesagt. Auch das sicherste Programm führt bei Stromausfall oder Rechnerabsturz während der Verarbeitung zu einem vollständigen Datenverlust.
Die Version ab 4.0 enthält Lizenzausgaben des Os/2 Bootmanager und den Applikationen Manager von Microhelp. Es kann auch NT, OS/2 und FAT32 Partition bearbeiten und Applikation von einer Partition auf eine andere schieben. Es wandelt auch FAT32 in FAT Partition um. Ein weiteres Programm, das Partition verändert ist Fix-id von Quarterdeck.
Eine gute Ersatzlösung für Windows 95/98
Das Plus- Pack von Windows 95 und Win98 enthält DriveSpace 3 . Dieses erlaubt mit, aber auch ohne, Datenkompression (und damit Geschwindigkeitsverlust) Platz zu sparen indem bis zu 512 MB große virtuelle Speichereinheiten erstellt werden.
Das Dateisystem arbeitet dabei mit virtuellen 32 KB Clustern von denen nur dem tatsächlich belegten Teil auch Sektoren zugewiesen werden.. Damit ist nicht nur eine effektive Platzverwaltung sondern auch eine nachträgliche Partitionierung und Aufteilung möglich. Da dann eine Festplatte einer Datei entspricht, ist aber auch das Verlustrisiko größer und eine Datensicherung unbedingt zu empfehlen.
Eine Ersatzlösung für alle anderen Windows.
Bei Platzmangel sollte man von einer allgemeinen Komprimierung absehen, die Komprimierung von wenig benutzten Verzeichnissen kann jedoch sehr hilfreich sein.
Performance Überlegungen bei der Partitionierung
Partition werden meist von außen nach innen eingerichtet. Da sich der äußere Teil der Festplatte schneller dreht als der innere, ist die erste die leistungsstärkste Partition. Dies sollte man bei der Planung der Belegung berücksichtigen.
Partition einrichten
Das DOS Programm FDISK richtet die Partition ein. Besser und einfacher zu bedienen ist jedoch der Diskmanager (DM.EXE) von Ontrack, der vielen Festplatten beiliegt, oder die vorher genannten Diskmanager-Programme.
Berücksichtigen muss man , dass jede Veränderung der Aufteilung mit einen dieser Programme den Verlust aller Daten bedeutet. Die Programm Diskmanger-Programme können jedoch dies ohne Datenverlust.
Der Arbeitsablauf mit FDISK ist der folgende (Beispiel 2 GB Festplatte mit 4 Partition mit 500MB):
Rechner mit Boot- Diskette auf der FDISK enthalten ist booten. FDISK aufrufen und "Lösche alle Partition" wählen. Alle Löschmöglichkeiten, die das Programm bietet, durchgehen. Bei Fehleingaben und nicht vorhandenen Löschmöglichkeiten erfolgt ein Hinweis durch FDISK.
Danach neu booten.
Primäre DOS Partition erstellen, Größe 500 MB eingeben. Wird Laufwerk C:
als aktive Partition markieren,
Erweiterte Partition für die volle Restmenge (1.500MB) erstellen.
Logisches Laufwerk D: 500 MB erstellen
Logisches Laufwerk E: 500 MB erstellen
Logisches Laufwerk F: 500 MB erstellen
Fdisk mit Escape verlassen.
Rechner neu booten, Einteilung mit CHKDSK überprüfen.
Festplatten mit Windows XP und Vista und S-ATA einrichten und verwalten
Auf mehreren Festplatten eine Partition einrichten
Eigentlich wird für mehrere Festplatten nur eine Primäre Partition benötigt, die weiteren Festplatten nur mit Erweiterten Partition einzurichten, könnte den Vorteil bieten, dass die Laufwerk- Buchstaben hintereinander liegen, führt aber oft zu Problemen. Zur Sicherheit empfiehlt sich die erste und zweite Festplatte mit je einer Primären Partition einzurichten und die Primäre Partition auf C: zu aktivieren. In diesem Fall wird die Primäre Partition auf Festplatte 1 (0) zu C:, die Primäre Partition auf Festplatte 2 (1) zu D:, dann folgt die Erweiterte Partition mit E: usw. Das hat den Vorteil, dass das Booten von beiden Festplatte erleichtert wird.
Die Festplatten- Transferrate (Pio- Modi für EIDE)
Der Pio- Modus; DMA Modus oder ATA legent die Transferrate zwischen Festplatte und Controller fest. Dieser wird im Setup des Rechners eingestellt, daher bestimmt die Platte mit dem niedrigsten Pio-Modus, weitgehend, die Festplattengeschwindigkeit, da der höchstmögliche Modus unter Berücksichtigung alle Festplatten eingestellt werden sollte.
Besser ist es, wenn das Bios es erlaubt, DMA Modus einzustellen.
Grundsätzlich sollten an einem Strang möglichst gleich schnelle Festplatten und andere Laufwerke verwendet werden, ist nur eine Festplatte und zum Beispiel eine CD-ROM vorhanden so ist es sinnvoll beide an je einem Strang als Master anzuschiessen.
| Pio -0 Standard IDE. DMA 0 | 4,1 MB /Sekunde |
| PIO-2 | 8,3 MB /Sekunde |
| PIO-3 (fast ATA) DMA 1 | 13,3 MB/Sekunde |
| Pio 4 (fast ATA-2) DMA 2 | 16,6 MB/Sekunde |
| Ultra DMA 2 | 33,33 MB/Sekunde |
| Ultra ATA/66 | 66,66 MB/Sekunde |
| Ultra ATA/100 ATA 133 | 100/133 MB/Sekunde |
| Serial ATA | 150 MB/Sekunde / 300 MB/Sekunde |
Beim Festplattenkauf sollte neben dem Modus auch die Umdrehungsgeschwindigkeit und die interne Datentransferrate eine Rolle spielen. Beachten Sie aber auch, dass Festplatten- Adapter nicht aufwärts kompatibel sind und neue Festplatten oft nicht abwärts kompatibel, insbesondere, wenn sie mit einem Cache ausgerüstet sind.
Die LOW-LEVEL Formatierung
sollte nur mit Vorsicht angewandt werden, ältere Festplatten unter 504 MB können durch sie zerstört worden. Als Ersatz sollte vor einer Low Level Formatierung, das formatieren mit format /u getestet werden.
Hinweise für große Festplatten ab 60 GB
Obwohl es generell vorteilhaft ist Festplatten durch mehrere, nicht zu kleine Partition, einzuteilen ist dies Einteilung bei Festplatten über 100 GB ein Muss, weil Partition über 100 GB meist nicht verarbeitet werden können. Die Erste und schnellte Partition sollte immer eine primäre Partition von etwa 20 GB für das Betriebssystem sein, die weiteren Partition dann erweiterte mit Zuweisung eines Laufwerksbuchstabens.
Mehrerer Betriebssysteme auf einem Rechner
Bei mehreren Betriebssystemen ist zu empfehlen die erste primäre Partition mit 500MB bis 1GB recht klein zu halten und jedes Betriebssystem in eine gesonderte Partition von mindestens 10 GB zu installieren. Die Installations- Reihenfolge wir durch das Alter der Betriebssysteme bestimmt. Das älteste zu erst. Also zu Beispiel zuerst Windows98 und Windows XP installieren.
Mehrere Festplatten und Linux
Soll Linux als weiteres Betriebssystem installiert werden, so ist dafür eine extra Festplatte ab 10GB zu empfehlen. Dabei ist darauf zu achten dass die erste Partition der zweiten Festplatte immer D wird usw.
Nach diesen Primären Partition der einzelnen Festplatten folgen in der Reihenfolge der Festplatten die erweiterten Partition. Drei Festplatten mit einer ersten Primären Partition und 2 erweiterten Partition sehen daher wie folgt aus:
C, F,G
D, H,I
E, J,K.
Daran sollte man bei der Laufwerkbuchstaben -Zuweisung achten.
Moderne Systeme
Wie in der Einleitung bereits erwähnt, hat sich die Kapazität der Festplatten innerhalb kurzer Zeit enorm gesteigert. Aktuell (09/2009) liegt das Maximum bei 3,5 Zoll Platten bei 2500 GB (2,5TB), bei 2,5 Zoll Platten (Notebooks) bei 500GB.
Im gleichen maße ist der Preis in den Keller gegangen. Waren z.B. Notebook festplatten mit Kapazitäten von 60GB oder 80GB nahezu unerschwinglich, bekommt man diese z.Z. zu Preisen zwischen ca. 70,00 EUR und 80,00 EUR
Ähnlich sieht es bei Desktop Festplatten (3,5 Zoll) aus: 1000GB und 1500GB Platten liegen zwischen 70,00 – 100,00 EUR, 2000GB Platten bei ca. 170,00 EUR – 180,00 EUR.
Im ersten Moment sind dies gewaltige Werte, die für den normalen Anwender bei weitem ausreichen. Im Zeitalter von Filmmaterial in HD Qualität und ausufernden Musiksammlungen relativiert sich dies allerdings wieder.
Wie teilt man solch eine Festplatte ein?
Nun, für das Betriebssystem sind ca. 50GB -70GB ausreichend. Natürlich kann man die Partition auch größer wählen. Es gibt aber einen handfesten Grund dies nicht zu tun: Die Datensicherung.
Sog. Imaging Programme wie z.B. Acronis True Image und Norton Ghost sind sehr Preisgünstig zu haben und Ideal zur Sicherung u.a. des Betriebssystems.
Bei der Image Erstellung komprimieren die Programme zwar die Daten, aber je größer die Partition ist, desto größer wird (auch Datenabhängig) das Image. D. h., ein Image kann mehrere Gigabyte groß werden. Spätestens beim Brennen auf DVD wird der Nachteil ersichtlich: Es werden mehr Datenträger benötigt.
Deshalb sollte die Betriebssystempartition nicht größer sein als nötig. Eine Vergrößerung dieser, und anderer Partitionen, ist später bei Bedarf mit den entsprechenden Tools problemlos möglich.
Generell fährt man mit der Philosophie, dass auf „c“ nur das Betriebssystem etwas verloren hat am besten. Gerade wenn durch einen Unfall das Betriebssystem nicht mehr startet und somit evtl. eine Neuinstallation fällig wird, braucht man sich um selbst erstellte wichtige Daten nicht zu kümmern. Sind diese aber auf „c“ ist es mehr oder weniger aufwändig diese zu noch sichern.
Den Rest der Platte kann man nach den eigenen Bedürfnissen aufteilen. Bewährt hat sich das Benennen der Partitionen nach Verwendungszweck, z.B. Programme, Daten, Multimedia, Spiele etc. Unter diesen Namen tauchen die Partitionen dann auch im Arbeitsplatz auf.
--Acer5683 14:43, 29. Sep. 2009 (UTC)