Mein Leben mit Fridolin
Vorwort
Es ist gar nicht einfach die komplexen Zusammenhänge in einem PC so zu beschreiben, dass der technisch interessierte Laie einen Überblick bekommt und der Fachmann sich nicht wundert. So will ich versuchen mit Ihnen zusammen meinen neuen Rechner Fridolin zu erkunden. Da dies nicht so ganz trocken geschehen soll, muss das Kennen lernen nach und nach erfolgen: Daher muss es am Anfang lückenhaft sein. Trotzdem ist es zu Beginn erforderlich viele Einzelheiten so zu erklären, damit später die Zusammenhänge erkannt werden. Der Leser möge daher bitte nicht gleich ob der vielen technischen Einzelheiten verzweifeln. Als Lohn für die erstentrockenen Abschnitte wird es späterhin kurzweiliger. Das verspreche ich. Beachten Sie auch die Fußnoten, die Ihnen zusätzliche Informationen geben oder auf weiterführende Texte verweisen. Die Fußnoten sind in dieser Internet-Version durch "Kästen" ersetzt.
Um viele Fragen zu beantworte, diese Buch ist als Mischung von Roman und Sachbuch eine Mischung von Fakten und Fantasie, denn die eingestreute Geschichte ist frei erfunden, enthält aber trotzdem Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Leben, die in einen anderen Zusammenhang gestellt wurden also Dichtung und Wahrheit.
Über ein halbes Jahr habe ich versucht einen Verlag zu finden und über 15 Verlage angeschrieben. Die Antworten ,die nach 4 bis 12 Wochen eintrafen, kann ich in drei Gruppen einteilen:
Das Buch haben wir mir Schmunzeln gelesen und finden es interessant. Leider verlegen wir nur Computer Fachbücher. -----
Das Buch ist gut und interessant. Leider veröffentlichen wir keine Fachbücher. Wir empfehlen Ihnen den XY Verlag. -----
Bei den vielen uns vorliegenden Angeboten unsere Fachautoren können wir leider keine neuen Autoren betreuen.
Obwohl ich immer noch versuche ein Verlag zu finden und das Buch weiter entwickle, stelle ich es jetzt mit dieser Version in das Internet und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Dankbar wäre ich, wenn Sie mit eine Postkarte (Walter Scheffel, Schillerstr.95, 10625 Berlin) schreiben würden, wie Ihnen dieses Buch mit Internet Update gefällt. (Einzelheiten im Anhang.)
Die Personen
Die Hauptperson
Ein neuer PC namens Fridolin. Falls Sie ihn genau kennen lernen wollen, hier sein Steckbrief: Ein preisgünstiges Sonderangebot: Pentium 120 mit 8 MB Speicher, Grafikkarte mit 1MB, Festplatte IDE. 750 MB, Diskette 3.5", 1,44. Towergehäuse und Farbmonitor 15".
Ich selbst
noch ohne jede Computer Erfahrung. 26 Jahre alt, Single in Berlin. Übrigens bin ich inzwischen viele Jahre älter geworden.
Stefan mein Freund
Computererfahrener EDV-Leiter in Düsseldorf. Ein netter, richtiger Freund.
Caroline
die ich noch nicht kenne.
Viele andere
die ich noch in den Datennetzen kennen lernen werde.
Kein Produkt wird schneller weiterentwickelt wir der PC. Damit die Informationen nicht veralten wurden die detaillierten Geräte- und Anwendungstechnischen Informationen , die eigentlich in den Anhang des Buches gehören in das Internet verlegt und dort stets aktualisiert. Meine Homepage: http://www.pchilfe.org
Fridolin kommt an
Fridolin war ganz neu. Er wurde in einer Computerwerkstatt geboren und mit einem Lastauto geliefert. Der freundliche Kundendiensttechniker, der mit ihm gekommen war, stellte ihn auf und stöpselte alles zusammen. Bei der Aufstellung bemühte ich mich, Kontakt zu dem Techniker aufzubauen, bewirtet ihn auch, weil ich gerne von ihm etwas mehr über Fridolin erfahren hätte. Es war am späten Nachmittag als er Fridolin neben dem Schreibtisch aufstellte: Er sagte zu mir: "Hier ist der Hauptschalter."
Wenn sie etwas über die ATX-Gehäuse erfahren wollen, die keinen Hauptschalter haben, so müssen Sie warten bis Fridolin umgebaut wird und dann auch USB und ISDN erhält.
Ich war neugierig, Klacks machte der Hauptschalter. Ich fragte: "Was passiert jetzt?" der Techniker sagte:
"Der Strom geht nun in das Netzteil und zu einem Nebenanschluss, der den Monitor mit Strom versorgt. Im Netzteil wird der Strom auf 15 Volt und 5 Volt herunter transformiert, dann werden in einen Gleichrichter seine Wellen glättet. Er geht als nächstes durch eine Sicherung und einen Lastschalter, der prüft ob im Rechner irgendein Abnehmer auf Strom wartet. Er gibt, wenn das zutrifft, den Weg frei. Gleichzeitig wird der Ventilator eingeschaltet, dessen Drehzahl von dem Temperaturfühler bestimmt wird.
Die 15 und 5 Volt gehen dann über gelb, rot schwarze Kabel zur Hauptplatine, mit anderen Kabeln zu den angeschlossenen Laufwerken sowie den anderen Geräten."
Das Computer Skelett, die Hauptplatine
"Von der Hauptplatine aus werden am Gehäuse die kleinen Lämpchen (Dioden) mit Strom versorgt. Die Power Diode zeigt damit an, dass der Rechner eingeschaltet ist. Die Hauptplatine wird nun mit Strom versorgt". Gleichzeitig leuchtete daneben grün eine 120 auf. Erfreut dachte ich, dass mir nun Fridolin mitteilen will, wie schnell er ist. Aber der Kundendiensttechniker zeigte mir, dass sich hinter dem Fenster eine kleine Elektronik befindet, die eingestellt werden kann. Er sagte zu mir: "Falls sie Ihre Freunde beeindrucken wollen, stelle ich es Ihnen auf 250". Also hatte Fridolin nicht mehr getan als auch dieses Bauteil mit Strom zu versorgen. "Sie hören nun auch, dass die Festplatte angelaufen ist", sagte der Kundendiensttechniker, "sie muss zunächst auf 4000 Umdrehungen pro Minute gebracht werden, sie läuft dann konstant mit dieser Geschwindigkeit weiter. Alle Karten im Rechner und alle Geräte sind nun mit Strom versorgt".
Inzwischen war natürlich Fridolin mit dem Start lange fertig bunte Bildchen waren zu sehen, neben einen Windows Tipp stand eine Einladung zur Windows-Tour. "Das sehen Sie sich bitte nachher in Ruhe an", sagte der Kundendiensttechniker. Er erzählte dann weiter:
Das Herzstück, der Prozessor und der Datenverkehr
"Während die Hauptplatine oder das Motherboard der Träger für alles ist, was den Computer ausmacht, ist der Prozessor das eigentliche Herzstück, über den alle Funktionen angeregt oder ausgeführt und überwacht werden. Alles was er tut, ist so vielfältig, so viele Dinge geschehen fast gleichzeitig, dass alles zu beschreiben einfach zu viel ist. Ich beschränke mich einfach darauf, ihnen zu sagen, welche Informationen in ihn hineingehen und welche herauskommen.
Damit der Prozessor seine schnelle, vielfältige Arbeit verrichten kann, genügt aber der einfache Strom nicht. Daher wird dieser über einen Quarz geleitet, der mit seinen Schwingungen den Takt für die Arbeit des Prozessors angibt. Dabei sind mehrere hundert Millionen Herz (Schwingungen pro Sekunde) eine normale Geschwindigkeit. Die Leistung der Prozessoren wird daher unter anderem mit der Anzahl der Schwingungen in Megahertz pro Sekunde beschrieben. Wobei wir wieder bei den angezeigten 120 oder 250 sind, über die wir vorher gesprochen haben. Neue Prozessoren, wie Ihr Pentium, brauchen anstatt der 5 Volt nun nur etwa 3.5 Volt, also befindet sich auf der Hauptplatine ein weiterer kleiner Transformator."
Nun war es aber schon weit über den Feierabend hinaus der Kundendiensttechniker verabschiedete sich. Er lies mich mit Fridolin alleine, der darauf wartetet, dass ich mich mit ihm befasse. Ich wusste aber noch so wenig von ihm, vor allem konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das alles, was ich sah, zustande kam. Aber zum Glück habe ich einen Freund Stefan, der in Düsseldorf die EDV Abteilung eines größeren Betriebes leitete, Stefan musste zu einer Schulung nach Berlin und würde natürlich bei mir wohnen.
Ich sah mir noch die Windows-Tour an, bei der ich eine Menge zur Bedienung von Windows 95 lernte. Ich führte die ganzen Bedienungsbeispiele interaktiv durch, nach fast zwei Stunden beendete ich Windows und schaltet Fridolin ab. Wichtig war, was ich über die Hilfebedienung gelernt hatte. Das ganze Handbuch war offensichtlich als Hilfedatei vorhanden. Über Index konnte ich zu fast jedem Stichwort Hilfe bekommen, so nahm mir vor darin öfter mal zu "blättern". Ich fing an zu begreifen, dass Lesen im Computer etwas ganz anderes ist als das Lesen in einem Buch.
Als Stefan am folgenden Tag kam, wollte ich ihn nun richtig ausfragen. Als wir am Abend bei einer Flasche Rotwein zusammen saßen, berichtete ich, was ich von dem Kundendiensttechniker erfahren hatte, fragte ihn ob er weiter erklären könne. "Na klar" sagte Stefan und fing an zu erzählen:
Die Adern, das Kurzzeitgedächtnis, der Bus und der Speicher
"Damit der Prozessor mit den einzelnen Bestandteilen des Rechners verkehren kann, braucht er zwei Hilfsmittel. Zunächst den Speicher, der ebenfalls auf der Hauptplatine befestigt ist. Der Prozessor ist mit dem Speicher über den Datenbus mit 8, 16, 32 oder 64 Bahnen verbunden. Im Speicher kann der Prozessor Informationen und Programme während der Bearbeitung ablegen.
Zum anderen ist der Datenbus zugleich eine Kommunikationslinie zu den anderen Komponenten, die durch einen Adressbus ergänzt wird, über den der Prozessor die augenblicklich aktiven Geräte auswählt.
Schauen wir uns den Datenverkehr etwas genauer an. Eine Information muss immer in eine Kombination von Einsern und Nullen verwandelt werden, dabei bedeutet 0 kein Strom und 1 = 3 bis 5 Volt. In einer Leitung kann immer nur ein Bit transportiert werden, das entweder eine 1 oder Null darstellt.
Verwendet man nun 8 Bahnen zur gleichzeitigen Übertragung, so ergeben sich 256 verschiedene Möglichkeiten Einsen und Nullen miteinander zu kombinieren. Diese gleichzeitig übertragenen 8 Bit werden meist zu einem Byte zusammengefasst. Es lassen sich so, Zahlen von 0-255 darstellen oder auch 256 Speicherzellen adressieren oder ansprechen. Werden 32 Leiterbahnen verwendet so steigen die Darstellungsmöglichkeiten gewaltig an auf 4.294.969.206 Kodierungs- oder Ansprechmöglichkeiten.
Ein Beispiel: 0100 0001=8 Bit =1 Byte= A
0100 0010 = B
Um dies wirklich zu verstehen, wollen wir uns klar machen, was die Einsen und Nullen wirklich bedeuten. Die Grundlage von allem sind Schalter die Ein oder Aus, Ja oder Nein, 1 oder 0 und Strom oder kein Strom sagen können. So müssen wir uns alles als eine Kombination von 1 oder 0 oder Strom, kein Strom vorstellen, mit denen der Rechner alles ausdrücken kann."
Was passiert nun weiter, wenn der Rechner eingeschaltet wird? "Lass uns mal Fridolin anschalten", sagte Stefan, und erzählte weiter: "Die erste Aktivität, während alle anderen sich in Wartestellung befinden, geht nun von den auf der Hauptplatine befindlichen CMOS-RAM aus. Das sind Kleine Bausteine die, solange ein schwacher Strom vorhanden ist, ihre Informationen für ewig behalten, sie aber ohne Strom ganz schnell vergessen. Darum befindet sich auf der Hauptplatine oder daneben eine Batterie, die diese Bausteine mit Strom versorgt, wenn der Rechner abgeschaltet ist. In diesen Bausteinen sind die Bootinformationen oder Startinformation und das Setup des Rechners enthalten. Das Setup enthält alle Informationen darüber was an Grundelementen an den Rechner angeschossen ist, so wie wichtige Einstellungen dieser Komponenten.
Es fängt an, der Start
Die Startfunktionen oder POST (Power On Self Test) überprüft die verschiedenen Komponenten des Rechners zunächst auf der Hauptplatine und dann die angeschlossenen Komponenten wie Diskettenlaufwerk und Festplatten. Sind alle Komponenten korrekt vorhanden so piepst Fridolin einmal kurz, das Setup wird gestartet, ist dies nicht der Fall piepst der Rechner lange oder mehrmals und es passiert nichts. Das Setup des Rechners aktiviert die Grafikkarte und diese den Monitor, dann wird der Speicher geprüft und dies angezeigt. Danach werden die Diskettenlaufwerke und Festplatten über ihren Adapter initialisiert und geprüft". Fridolin zeigte dies durch kurzes Aufblinken der Lämpchen an den Laufwerken an, meist auch mit einem kurzen Schnarren.
Mehr über "Piepsen" und was man tut, wenn der Rechner nicht bootet finden Sie in der "Notfall" Im pchhile Wiki unter http://www.pchilfe.org.
Das Aktivieren der Grafikkarte hatte Fridolin mir auf dem Bildschirm gezeigt, und damit, dass er zum Leben erwachte. Zunächst stellte sich die Grafikkarte auf dem Bildschirm vor, dann sah ich das Hochzählen des Speichers. "Nachdem nun das Setup Programm seine Arbeit getan hat", sagte Stefan, "tritt der Prozessor in Aktion, er befiehlt über den Festplattenadapter die Spur 0 auf der Festplatte zu lesen und in den Speicher zu stellen. Dort findet er die Angabe, wo das Betriebssystem gespeichert ist. Er befiehlt dann das Betriebssystem in den Speicher zu laden. Das Betriebssystem stellte die grundlegenden Eigenschaften, um Zeichen zu erkennen und Geräte zu konfigurieren, zur Verfügung.
Je nachdem welches Betriebssystem von der Festplatte angeboten wird, werden viele Dateien geladen, die gleich wieder den Prozessor veranlassen aktiv zu werden. Aber schauen wir uns erst einmal an, was beim Laden der Dateien passiert. Eine Festplatte besteht aus einer oder mehreren übereinander angeordneten Magnetscheiben über die sich, von Motoren gesteuert oben und unten Lese-Schreibköpfe, etwa im Abstand einer 1/10 Haaresdicke, bewegen. Man muss sich das etwa so vorstellen, als ob ein Jumbo-Jet in 100m Höhe über die Landschaft flöge. Ein Staubkorn wäre in unserem Vergleich ein Berg und brächte den Jumbo zum Absturz. Daher sind die Festplatten luftdicht verkapselt.
Auf den Magnetscheiben der Festplatte sind ringförmige Spuren parallel zueinander angeordnet, die zusätzlich in Sektoren eingeteilt werden. Diese Einteilung wird mit der Low Level Formatierung erzeugt, bei der zugleich fehlerhafte Sektoren gekennzeichnet werden.
Bei der normalen Formatierung wird unter anderem ein Dateiverzeichnis, die FAT, erstellt in der für jede Datei, Anfangsadresse, Sektor, Spur und der Name verzeichnet ist. Bei sehr großen Festplatten werden, weil die Anzahl der Einträge in die FAT beschränkt sind, mehrere Sektoren zu Clustern zusammengefasst.
Während die Platte rotiert, bewegt sich der Lesekopf in die Position des Sektors oder Clusters, wartet dort bis die Datei vorbeikommt und lädt den Inhalt des Sektors. Ist die Datei größer als ein Sektor so liest der Adapter am Ende, wo der zweite Teil sich befindet, bekommt den Befehl zu dieser Position zu gehen, lädt diesen Teil liest die Information am Ende und so weiter, bis schließlich die Information am Ende des Sektors besagt, dass die Datei komplett geladen wurde.
So, wie die Datei geladen wird, wird sie über den Bus in den Speicher gestellt, wo ihr Platz vom Prozessor verwaltet wird. Der Prozessor veranlasst ihre Verarbeitung, wenn diese gebraucht wird. Während des Ladens des Betriebssystems wird von diesen Dateien oft eine Initialisierung der im Rechner angeordnete Geräte und Schnittstellen vorgenommen. Schon wieder müssen wir uns zwei Einzelheiten ansehen.
Die Adressen und die Wächter
Der Prozessor braucht um mit den Karten und Geräten zu verkehren eine Adresse mit der er diese Bauteile ohne Zweifel findet. Diese Adressen sind Zahlen wie 0340, die dem Prozessor und dem Geräte bekannt sind. Ganz große Komplikationen kann es geben, wenn Adressen zweimal vorhanden sind, da ja dann das verkehrte Bauteil angesprochen wird. Man kann diese Adresse mit unseren Adressen im Telefonbuch vergleichen. Auch uns findet man nicht, wenn auch nur eine Zahl verkehrt ist, aber welcher Ärger entstünde dann, wenn zwei Teilnehmer die gleiche Adresse (Rufnummer) hätten.
Die Geräte, die mit dem Prozessor verkehren, brauchen eine Möglichkeit dem Prozessor mitzuteilen, dass sie etwas wollen, dafür gibt es Interrupts oder Unterbrechungsschalter, die von diesen Geräten betätigt werden können. Auch hier braucht jedes Gerät, das Mitteilungen an den Prozessor senden will einen bestimmten Interrupt, damit der Prozessor weiß, wer etwas von ihm will. Auch hier kann große Verwirrung entstehen, wenn ein Interrupt von 2 Geräten, vor allem gleichzeitig, belegt wird.
Mehr über Interrupts und Adressen finden Sie in der Notfall-Datei im Pchilfe Wiki unter http://www.pchilfe.org,
Also, nun zurück zum Betriebssystem, dessen einzelne Dateien jetzt geladen werden. Über die Adresse bitten diese den Prozessor, ein Gerät anzusprechen und über den Interrupt seine Bestätigung abzuwarten. So erfolgt während des Ladens der Betriebssystemdateien ein dauerndes hin und her fragen. Verständlich, dass wenn eine Adresse nicht stimmt oder für die Antwort der Interrupt nicht frei ist, das befürchte Hängen passiert. Nichts regt. sich, der Bildschirm scheint eingefroren, währen der Prozessor eine Adresse sucht und nicht findet oder auf eine Antwort wartet. Das wollen wir aber nicht annehmen, und so erfolgt das Laden der Betriebssystemdateien ohne Zwischenfälle. Nach einer Weile zeigt Fridolin über den Monitor ein schönes Bild oder auch nur ein C: um anzuzeigen, dass er nun bereit ist." Stefan hatte, nur unterbrochen von kurzen Zwischenfragen, fast ohne Pause erzählt. Da ich ihn kannte, hatte ich das erwartet und eine kalte Platte vorbereitet. Also sagte ich: "Stefan damit du eine Pause bekommst, lass uns erst einmal eine Kleinigkeit essen. Da es sicher spät wird und wir es nicht weit ins Bett haben, hole ich sicherheitshalber noch eine Flasche Wein aus dem Keller". Nach der Essenspause und der fast leeren ersten Flache Wein erzählte Stefan weiter:
"Der Alltag für Fridolin und dich könnte nun beginnen, aber du willst ja Fridolin Befehle erteilen, Fridolin muss diese ausführen, aber bisher hast du nur das Innenleben von Fridolin kennen gelernt.
Die Ein- und Ausgänge: Schnittstellen
Alles, was Fridolin befähigt Befehle zu empfangen und nach außen Aktivitäten auszuführen, nennt man Schnittstellen. Damit Fridolin weiß, wo er diese Schnittstellen findet, braucht er eine Adresse. Damit Fridolin darüber informiert wird, dass dort etwas eingeht, benötigt er einen Interrupt. Da ist der Tastaturanschluss für die Tastatur mit der Befehle geschrieben werden, er ist rund, benutzt Interrupt 1 und belegt die Adresse 0060h. Nun kommen die seriellen Schnittstellen. Sie heißen seriell, weil dort ein Bit nach dem anderen rein oder raus gehen kann. Fridolin hat 2 serielle Schnittstellen, die er COM1 und COM2 nennt. An COM1 hängt die Maus. Die Maus an COM1 sendet jede Menge Impulse an Fridolin, der diese an eine Treibersoftware leitet, die einen Mauszeiger, einen kleinen Pfeil, über den Bildschirm bewegt.
Neben den seriellen Schnittstellen gibt es eine oder mehrere parallele Schnittstellen, die so heißen, weil Informationen nebeneinander, parallel, hinein oder heraus gehen und zwar ein Byte also 8 Bit, ein Zeichen gleichzeitig. Fridolin hat eine parallele Schnittstelle, die er LPT1 nennt, und daran hängt der Drucker.
Ja, da fällt mir ein, dass wir uns noch gar nicht angesehen haben, was im Bildschirm passiert.
Das Fenster: Der Bildschirm (Monitor)
Die Bilddarstellung beruht ähnlich, wie wir das vom Fernsehempfänger kennen, auf einem Elektronenstrahl. Dieser von einer Kathode kommende Strahl überstreicht die Innenfläche des Monitors, die mit einer fluoreszierenden Leuchtschicht versehen ist und aus zahlreichen Punkten besteht. Das galt für den einfarbigen Monitor. Bei den heutigen Farbmonitoren sind es 3 Elektronenstrahlen für die Farben rot, grün und blau. Durch die Intensität der einzelnen Strahlen können sämtliche Farben und Farbtöne aus diesen 3 Grundfarben hergestellt werden.
Damit das Bild scharf erscheint ist vor der Phosphorschicht eine Lochmaske angebracht, der Abstand der Löcher voneinander (meist ab 0,28 mm Dot-Pitch) bestimmt die Schärfe der Abbildung.
Bei einem 14" Monitor muss so der Elektronenstrahl maximal 786.432 Punkte bestreichen um den Bildschirm zu füllen, was mehrmals innerhalb einer Sekunde geschieht. Der Elektronenstrahl, beziehungsweise 3 Strahlen des Farbmonitors wandern dabei zeilenweise über den Bildschirm. Es sind bei unserem Beispiel 14" Monitor, 768 Zeilen, die abgetastet werden müssen und bei einem größeren Monitor noch entsprechend mehr.
Das alles muss so schnell geschehen damit, auch durch den Nachglüheffekt des Phosphors, mit der schnellen Wiederholung ein ruhiges Bild entsteht. Die untere Grenze für gute Darstellung, wieder für unser Beispiel, liegt bei 70 Hz (Bildwiederholrate), was heißt, dass 70 mal in der Sekunde die 768 Zeilen oder 786.432 Punkte abgetastet werden. Eine ganz schöne Geschwindigkeit.
Um das Bild zu vervollständigen, wird bei dieser Geschwindigkeit die Intensität der drei Strahlen für jeden Bildpunkt so festgelegt, dass die Abbildung in der festgelegten Farbe entsteht, wofür der Prozessor zusammen mit der Grafikkarte zuständig ist, beide brauchen zusätzlich zur Umsetzung der Befehle Treibersoftware.
So, nun weißt Du so etwa, was in deinem Fridolin vorgeht, aber denke nun nicht, Du wüsstest nun alles", sagte Stefan, "der Teufel sitzt immer im Detail. Aber lass es für heute genug sein, es gibt auch noch anderes als Computer. Ich habe morgen einen langen Tag, weil ich auch am Abend zurückfahren muss."
Also saßen wir noch eine Weile zusammen, hörten Musik, plauderten und genossen den Rotwein. Schön, dass keiner von uns rauchte, weil jedes Zimmer auch Schlafzimmer war, das wir auch bald benutzten.
An diesen zwei Tagen hatte ich außer über Fridolin auch für mich etwas Wichtiges gelernt. Neugierde lohnt sich. Fast jeder erzählt gerne von seinen Erfahrungen, wenn man freundlich fragt, aufgeschlossen ist und interessiert zuhört. Überhaupt dachte ich, so freundlich wie möglich zu allen sein, zahlt sich bestimmt aus.
Am nächsten Tag sollte für Fridolin und mich der Alltag beginnen.
Fridolins erster Tag, WinWord Installation
Fridolin war so, wie ich ihn gekauft hatte, mit Windows 95 ausgerüstet, so saß ich vor ihm und schaute auf den Bildschirm. Dort waren einige kleine Bildchen, Symbole. Eine graue Leiste war am unteren Bildrand mit einem Feld "START" am linken Rand. Ein kleiner Pfeil winkte mir zu, hier klicken. Also nahm ich die Maus, sofort wurde Fridolin aufmerksam.
Aber was ist eine Maus? In ihrem Inneren befindet sich eine Kugel, die nach unten etwas herausschaut und sich so bei jeder Mausbewegung dreht. Über zwei kleine Rädchen, die von der Kugel gedreht wurden und zwei darauf schauende Fotozellen gingen Daten darüber, dass ich die Maus bewegt hatte, an die Schnittstelle. Der Interrupt Nr. 4 hatte "geklingelt", sofort ging der Prozessor auf Empfang, sah nach welches Programm diese Befehle benötigt und leitete sie dorthin. Das Programm sagt dem Grafiktreiber "Achtung jetzt kommen Mausbefehle, zeichne den kleine Pfeil dorthin, wo ich es sage," rasend schnell zeichnete dieser lauter kleine Pfeile, die für mich so aussahen, als würde der Pfeil zügig über den Bildschirm bewegt.
So lenkte ich die Maus auf die Startposition und klickte mit der linken Maustaste darauf. Der Prozessor erkannte den Klick und leitete ihn an das Windows 95 Programm. Dort wurde in einem Verzeichnis nachgesehen, wo war die Mausposition? Aha, dort also, "Startknopf gerückt", da muss Verzeichnis Nr.1 eingeblendet werden, also Bildnummer aus der Datei geholt und bereitgestellt, über den Prozessor Befehl an Graphikkarte Bild 1 darstellen, das alles war in einer 1/100 Sekunde geschehen, kaum hatte ich mit der Maus geklickt, war das Menü zu sehen. Währen sich bei Fridolin alles wiederholte, führte ich die Maus auf den Menüpunkt Programme. Nach dem ersten Klick hatte der Prozessor den Befehl erhalten, alle Mausveränderungen an das Programm XY zu melden, als dort Position VZ ankam sagte es "Bild Nr. 2 einblenden" und kaum war ich mit der Maus auf Programme, da erschien das nächste Menü. So ließ ich mit dem Verändern des Mauspfeils immer neu Menüteile auf meinem Bildschirm entstehen. Ich war erstaunt, was sich alles auf meinem Computer befand.
Irgendwo hatte ich gelesen, Windows95 sei Ereignis orientiert. Jetzt mit der Maus über die Menüs wandernd, begriff ich was damit gemeint war. Kaum war die Maus auf einer bestimmten Position, so passierte etwas ohne, dass ich eine Taste berührte. Natürlich, um eines der Programme aufzurufen, musste ich dieses anklicken. So spielte ich herum und wollte nun beginnen und mit dem Programm WinWord einen Brief schreiben. Wie man mit diesem Programm umgeht, wusste ich schon, da ich in der Firma damit gearbeitet hatte. Aber so viele Menüsich mir anschaute, das Programm fand ich nicht.
Inzwischen gibt es auch optische und Mäuse mit Fotozellen, die auf fast jedem Untergrund funktionieren sowie Laser-Mäuse und mit Scrollrad, das das Durchsuchen langer Dateien ermöglicht und mit zusätzlichen Funktionstasten.. Sie können an USB angeschlossen und über Funk und Infrarot (drahtlos) gesteuert werden
Schnell den Händler angerufen, der sich entschuldigte und zusagte, das Programm schnell zu liefern. Aber wer beschreibt mein Erstaunen, als ich am nächsten Tag das Windows Word Paket öffnete und darin eine silberne Scheibe, eine CD-ROM fand. So ein Laufwerk hatte ich doch gar nicht. Aber dieser Vorfall bestärkte mich in der Absicht, bald eines zu kaufen. Also erneut den Händler angerufen, der sich erneut entschuldigte. Er bot mir eine Diskettenversion des Programms an, die er mir lieferte. Nach dem Auspacken zählte ich 18 Disketten.
Ein dickes Handbuch schien mir nach kurzem Durchblättern nicht lesenswert. Aber die kurze Installationsanleitung las ich doch zunächst aufmerksam durch und wusste so, dass ich mit Diskette 1 beginnen sollte. Nach Drücken des Startknopfes hatte ich eine Rubrik Ausführen gesehen. Also, dort geklickt, ein neues Fenster tat sich auf.
Gelesen hatte ich, ich solle Setup.Exe ausführen, also schrieb ich mit der Tastatur in das Fenster "Setup.Exe" und war sehr erstaunt, dass sich nun ein Setup Programm mit seinem Fester bei mir meldete, das überhaupt nichts mit WinWord zu tun hatte. Leichte Panik ergriff mich. Als ich den Knopf "Abbrechen" entdeckte, atmete ich auf, führte schnell die Maus dorthin, klickte, nun verschwand dieses Bild wieder. Es war nichts passiert. Noch mal Ausführen und das Bild genau angesehen, da stand nun wieder "Setup.Exe" aber ich entdeckte auch den Schaltknopf "Durchsuchen".
Ich sagte mir: Erst mal nachdenken. Was willst du tun? Auf Diskette, im Laufwerk? Welches Laufwerk? Wie war das? Alle Laufwerke werden mit den Buchstaben A bis Z und einem Doppelpunkt bezeichnet, die Diskettenlaufwerke mit A: und B:, die Festplatten ab C: Also, da Fridolin nur ein Diskettenlaufwerk hatte, musste es A: sein. Im Fenster stand aber "C:\ Setup.Exe C:\" Also, die Festplatte. Darum ging es nicht.
Nun "Durchsuchen" drücken. Oben im Fester stand "Desktop" daneben ein Pfeil, diesen gedrückt, nun sah ich im Fenster auch "Disketten Laufwerk A:", schnell die Maus darauf und gedrückt, Fridolin knurrte etwas, im oberen Fester stand nun "Diskette Laufwerk A:", darunter las ich nun "Setup.Exe". Das musste die richtige sein. Die Maus dorthin und Doppelklick. Das Fenster Ausführen erschien wieder, darin stand "A:\ Setup.Exe." Auf den "o.k." Knopf mit der Maus gedrückt. Nun ging es los.
Das WinWord Setup Programm wurde geladen, schon wieder ein Problem. Das Setup-Programm fragte mich, wo ich installieren wolle und wie, da aber immer auch eine Alternative vorgeschlagen wurde, akzeptierte ich diese und machte es mir einfach.
Nur bei der Registriernummern-Eingabe musste ich eine Pause machen und lernen, dass es beim Computer ganz genau sein muss. Erst einen Bindestrich vergessen, dann einen Abstand. Im dritten Versuch klappte es endlich. Inzwischen war ich schon bei Diskette 3 angelangt. Da ich was zu tun hatte, war die Zeit schnell vergangen, aber nun wurde es langweilig. Ab und zu erschien zwar ein neues Bild, das mir sagte, was das Programm alles kann. Überwiegend musste ich jedoch gelangweilt warten bis wieder das Bild erschien: "Bitte Diskette X Y einlegen". Fridolin knurrte und nudelte vor sich hin, ich wartete. Endlich nach der letzten Diskette sagte mir Fridolin er beende die Installation, ich hatte es geschafft. Aber er meinte, er wolle neu gestartet werden, also tat ich ihm den Gefallen. Start, Beenden, dann Windows neu starten. Dunkel wurde der Bildschirm, Fridolin startete erneut. Nun fand ich unter Start, Programme, MS Word und nach dem Anklicken das mir vertraute Programm. Neugierig, wie ich war, schaute ich mir nun meine Festplatte an und musste feststellen, dass irgend etwas nicht stimmen konnte. Ich hatte 16 Disketten mit 1.4 MB also rund 20MB bei der Installation kopiert, aber der belegte Platz auf der Festplatte war um fast 30 MB angewachsen? Was war da passiert?
Mein kluger Freund Stefan, den Sie schon kennen gelernt haben, klärte mich auf. Die Dateien auf den Disketten waren gepackt und wurden nach dem Kopieren entpakt, sagte er Aber ich wollte es genau wissen, was ist Packen? Natürlich erklärte mit Stefan alles.
Allerlei Arten von Packern
Man ist geneigt, an Möbelpacker zu denken, die bei einem Umzug alles einpacken. So etwas sind die Computer Packer auch, sie machen jedoch vor allem etwas, was bei einem Umzug ungeheuer praktisch wäre, sie schrumpfen alles etwa bis mehr als die Hälfte zusammen. Wie das geht, ist leicht erklärt, am besten an einem Bild, das sich aus zahllosen Punkten oder Bit zusammensetzt, von denen jeder einzelne seine Bedeutung hat. Sehen wir uns einmal eine kleine Ecke des Bildes an, so könnte diese etwa so aussehen: weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, hellgrau, hellgrau, hellgrau, dunkelgrau, dunkelgrau..... usw. Wenn wir dafür sagen: 5x w, 3x hg, 2x dg so haben wir schon mindestens die Hälfte des Platzes gespart. Nach diesem Prinzip gehen Packer vor. Sie suchen die Information (Datei) nach gleichen Mustern ab, um diese durch Kurzbezeichnungen zu ersetzen.
Werden die Informationen wieder gebraucht, so werden an die Stelle der Kurzbezeichnungen die Originalbezeichnungen eingesetzt. Diesen Packern begegnen wir bei Installationsdisketten, bei Programmen für das Packen und Entpacken sowie bei der Komprimierung von Laufwerken. Ich sollte bald lernen, dass es gut ist, 3 oder 4 der bekanntesten Packer auf der Festplatte zu haben. Mein Freund Stefan hatte am nächsten Tag mir eine Diskette geschickt mit dem Aufdruck README.TXT lesen, was ich auch tat.
Hallo Walter, auf dieser Diskette findest du WinZip für WIN95, der meiner Meinung nach beste Packer. Installiere mit Setup.Exe. WinZip ist Shareware, bitte denke an die Registrierung.
Ich installierte natürlich WinZip, was ohne Probleme ging. Die Bedienung war so einfach, dass ich zunächst die Hilfe gar nicht brauchte. Nun konnte ich Dateien packen, auch ganze Verzeichnisse und fast die Hälfte Platz sparen. Wenn ich so eine *.Zip Datei mit Öffnen aufrief, konnte ich sogar die darin enthaltenen Dateien, ohne entpacken, ausführen. Ein tolles Programm, das ich auch registrierte und noch oft brauchte.
Fridolin wird erweitert: Mehr Speicher
Nun wollte ich aber meinen ersten Computertag auch mit einem Erfolgserlebnis abschließen und einen Brief schreiben. Fridolin war noch an, die Symbole von dem Hintergrund schienen mir zuzuwinken, also die Maus gegriffen und das W von WinWord angeklickt. Eine Sanduhr erschien, Fridolin nudelte vor sich hin, das kleine rote Lämpchen, das Festplattenaktivitäten anzeigt, blinkte und blinkte, ganz langsam baute sich das Programm auf. Das war mir vorher gar nicht so aufgefallen, aber nun schien mir das doch ganz schön lange zu dauern.
Ich fing an zu schreiben, voll Stolz auf meine WinWord-Kenntnisse beschloss ich eine Grafik einzufügen. Mit Einfügen Grafik und einfügen Positionsrahmen kein Problem. Aber als ich weiter schrieb, schien es mir als ob WinWord richtig langsam sei. Ich war im Schreiben schon viel weiter als WinWord erst nach und nach die Buchstaben abbildete. Als ich dies noch nicht begriff, hatte ich manches doppelt geschrieben, nach und nach aber gewöhnte ich mich daran. Dachte aber, richtig kann das doch nicht sein. Schließlich war der 4 Seiten lange Brief fertig. Das Drucken funktionierte auch, aber wiederum sehr langsam.
Ich griff zum Telefon, um meinen Freund Stefan anzurufen, den großen Computerfachmann, den ich prompt beim Abendessen störte, also rief er etwas später zurück. Ich dachte bei mir, auch Computerprobleme sollten dich nicht dazu bringen, andere zu stören. Nachdem ich Stefan von meinem langsamen Computer erzählt hatte, fragte er nach noch mehr Einzelheiten. Er sagte schließlich: "8MB Arbeitsspeicher sind ein Minimum für Windows 95. Dabei lagert WINDOWS 95 unendlich viel auf die Festplatte aus und wird damit immer langsamer, um so mehr er tun muss. Du solltest mindesten 16MB besser 32 MB Speicher haben." "Ach du je", sagte ich, "noch mehr Geld ausgeben". Stefan sagte, "erstens ist Speicher zur Zeit billig, aber kaufe nicht einfach noch einmal zwei 4 MB SIMM, sondern bitte deinen Händler diese zurückzunehmen und zwei 8MB SIMM einzubauen, wenn du es dir leisten kannst, nimm gleich zwei 16 MB SIMM. Speicher kann man nie genug haben und so kannst du später beliebig erweitern." Ich überdachte meine Finanzen und beschloss, am nächsten Morgen meinen Händler anzurufen. Was ich auch tat, dabei erfuhr ich, dass der Umtausch in 2x 8MB DM 40.--koste und auf 2X 16MB DM 68,-- zuzüglich DM 50.- für den Umbau, wenn ich den Rechner vorbeibringen würde.
Ich beschloss, dass ich mir 32MB leisten könne, packte Fridolin, ohne Monitor, Tastatur usw. in mein Auto und fuhr zu meinem Händler. Dort sagte ich, ich würde gerne zusehen, was mir ausnahmsweise gestattet wurde. Der Techniker entfernte 6 Schrauben an der Rückseite von Fridolin und hob nun die Gehäuseabdeckung nach vorne, oben ab. Fridolin war nackt. Ich sah erstmals seine Eingeweide.
Der Techniker, der meinen erstaunten Blick sah, erklärte kurz: "Dieser Kasten ist das Netzteil, da ist die Festplatte, dort das Diskettenlaufwerk, dieses ist die Hauptplatine, dort darauf der Prozessor, dort die vier weißen Stege, da sitzt der Speicher. Ich löse jetzt mit dem Schraubenzieher die Haltungen und kippe die Speicherbausteine nach hinten", sagte er und zog schon die 2 Speicherbausteine, die er SIMM nannte, heraus. Ein grüner Kunststoffstreifen mit zwei schwarzen Bausteinen, unter viele kupferig aussehende Zungen oder Beinchen. Das war er also der Speicher. Er holte 2 Stück, die genau so aussahen, nur mehr schwarze Bausteine hatten und setzte diese schräg an die Halter an, drückte sie nach vorne, schnapp, schon waren sie drin. Das geht ja einfach, dachte ich, während er einen Monitor und eine Tastatur anschloss und einschaltete.
"Sehen Sie, er zählt bis 32384", sagte er, schaltete wieder aus, setzte die Verkleidung auf, drehte die Schrauben wieder ein, ca. 20 Minuten waren vergangen. Ich bezahlte 108.-- DM und packte Fridolin wieder in mein Auto. Zu Hause angekommen, Monitor und Tastatur angeschlossen, mit Spannung gestartet. Ja, wirklich es war eine reine Freude. Fridolin startete viel schneller, als ich WinWord anklickte, erschien das Programm schnell und Fridolin knurrte kein bisschen.
Also, Stefan angerufen und gesagt: "Danke du hast wirklich recht, mehr Speicher macht unheimlich viel aus". Stefan freute sich mir was erklären zu können. Er sagte:
"Du musst dir das so vorstellen. Windows 95 lädt eine Menge Dateien in den Speicher,um Platz zu sparen, die Dateien oder Dateiteile, die es nicht braucht, in eine Auslagerungsdatei auf der Festplatte. Es behält nur eine Adresse im Speicher. So bald es die Datei benötigt, wird sie von der Festplatte geladen. Das gleiche passiert, wenn du mit großen Dateien arbeitest. Dann werden auch diese oder Teile gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. So herrscht bei 8MB ein reger Datenaustausch zwischen Speicher und Auslagerungsdatei. Da die Festplatte viel langsamer ist, wird der Rechner um so langsamer je mehr in den Speicher muss." Nun wusste ich wenigstens warum ich 108.--DM ausgegeben hatte.
Heute ist Speicher mit 32 MB fast nicht mehr zu bekommen, 256 MB sind Minimum, 512 MB und 1GB, 2 GB fast Standard und das sollte man nicht vergessen, Speicher ist viel preisgünstiger geworden.
So war ich langsam mit Fridolin vertraut geworden. Jeden Tag beschäftigte ich mich 2 bis 3 Stunden mit ihm. Er machte alles was ich wollte, ohne zu klagen oder sich zu sträuben. Vieles fand ich sehr praktisch und war recht zufrieden. Erst als ein Kollege in der Firma mich fragte, welche Soundkarte ich hätte und er, als ich antwortete ich hatte keine, mir von den tollen Möglichkeiten vorschwärmte, wurde ich langsam unzufrieden damit, dass Fridolin nur kurz piepsen kann.
Bei der Installation hatte ich gesehen, dass eine CD-ROM auch nicht schlecht wäre. Darum erkundigte ich mich, was so was kostet. Der Händler bot mir die CD-ROM mit ca. 150.-- DM, die Soundkarte mit ca. 200.-- DM, den Einbau mit ca. DM 100 an. Also zusammen rund 450.-- DM. Er versprach mir aber auch viele Programme zu installieren und mehrere kostenlose CD-ROM mit zu liefern, was er wohl nur sagte, um mir über den Preisschock zu helfen. Ich dachte: "Erst sparen, es gibt ja, außer dem Computer noch andere schöne Dinge, für die ich auch Geld brauche". Es fiel mir schwer, aber ich entschloss mich abwarten.
Fridolin fängt an zu sprechen und zu hören
Ganz gut war es, dass ich nicht dem ersten Impuls nachgegeben hatte, denn nun fing ich erstmals an, Computer Zeitschriften zu lesen, vor allem alles das, was über CD-ROMs und Soundkarten geschrieben wurde. Zugegeben erst war ich mal total verwirrt, es gab CD-ROM von 6x bis 32x für SCSI für IDE. und für Soundkartenanschluss. Auch die Preise waren recht unterschiedlich.
Also wieder meinen Freund Stefan angerufen, der sagte mir: "Eigentlich kannst du ab 8x alles nehmen, besser jedoch 24x, das bezeichnet die Geschwindigkeit, aber eine 8x CD-ROM ist nicht doppelt so schnell wie eine 4x. Wenn du aber Programme von der CD abspielen willst, sollte das CD-ROM Laufwerk so schnell wie möglich sein". Letzteres, dachte ich, brauche ich nicht, also war 8x wohl ausreichend. Stefan hatte noch gesagt: "Windows 95 kennt nur 3 CD-ROM, wenn du nicht SCSI wählst, so suche dir eine aus die WINDOWS 95 kennt, sonst hast du leicht Treiberprobleme".
Ich wusste noch nicht, was ein Treiberproblem war, also dachte ich, besser vermeidest du solche schlimmen Dinge und fragte weiter und was ist mit Anschlüssen? Er sagte. "Wenn du nicht mehr als 2 Festplatten willst, könntest du leicht IDE. nehmen, denn du hast 4 Anschlüsse im Rechner. Aber weil unter Umständen die CD-ROM die Festplatte bremst, rate ich davon ab. Wenn es irgend geht nehme SCSI, ruhig mit einem einfachen, preisgünstigen SCSI Adapter, um SCSI kommst du auf die Dauer doch nicht herum. Aber denke daran, dass die Soundkarte mindestens 16 Bit Anschluss hat, sonst bekommst du leicht Interruptprobleme." Das Telefongespräch hatte lange genug gedauert. Bescheid wusste ich nun, aber was 16 Bit mit den Interrupts zu tun hatte, war mir nicht klar.
Ich studierte Prospekte, fand ich schließlich heraus: 8 Bit sind kurze Karten, die in den ersten Teil der AT-Slots passen und 16 Bit sind lange Karten, die den ersten und zweiten Slotteil belegen. 8 Bit Karten können nur die Interrupt 0-7 belegen 16 Bit Karten dagegen können die Interrupts 0 bis 15 belegen. Da sah ich in einer Zeitung die Anzeige, CREATIX Multimediapaket "Der König der Löwen", 16 Bit Soundkarte mit 8x CD-ROM, Mikrofon und 2 Lautsprecher mit viel Software, Sonderpreis DM 349.-- Was hatte der Händler mir gesagt? Ca. 450.-- da konnte ich doch 100.-- DM sparen und warum nicht bei einem Versand kaufen? Einbauen müsste ich doch selbst können. Froh zweihundert Mark sparen zu können, wurde ich leichtsinnig und beschloss gleich zu bestellen. Die Anzeige lag noch aufgeschlagen da. Ich suchte die Telephonnummer, dachte, siehe da, eine Hotline haben die auch und rief an. Es war ein Ferngespräch, so war es ziemlich teure Musik, die mir auch nicht richtig gefallen konnte, die mir da einige Minuten ins Ohr tönte. Ich wollte schon einhängen, da wurde ich gefragt, was ich wünsche.
Scheinbar hatte mich die Musik etwas verwirrt, es fielen mir viele Wünsche ein, aber da fiel mein Blick auf die Anzeige und ich sagte. "Ich möchte das Angebot Creatix der König der Löwen bestellen". "Einen Moment", klang es zurück, das Telefon knackte und ich hatte Herrn Wunschmann am Telefon. Der sagte, nachdem ich meinen Wunsch wiederholt und er Namen Adresse und Geburtsdatum abgefragt hatte: "Vielen Dank für den Auftrag" und hängte ein. Ich war über die Frage nach meinem Geburtsdatum, so erstaunt gewesen, dass ich ganz vergessen hatte, nach dem Liefertermin zu fragen. Will er mir etwa zum Geburtstag gratulieren oder sind da etwa Sexspiele dabei, dachte ich und rief schnell noch einmal an.
Nach nur einer Musikminute hatte ich wieder einen Kollegen von Herrn Wunschmann an der Leitung, der sagte "Moment, ich schaue im Computer nach", nach einigem Klacken in der Leitung ", Ja, da ist Ihr Auftrag und das Gerät ist am Lager, also wird es in den nächsten Tagen kommen". Schön, dachte ich und fing an zu warten. Eine Woche war vergangen, nichts war gekommen, also noch einmal Herrn Wunschmann angerufen, der nach 2,5 Musikminuten zu sprechen war. Auch er schien, wie es sich klackend anhörte, im Computer zu suchen und dann sagte er: "Es tut mir leid, aber da war der Lagerbestand nicht richtig verbucht. Ihr Auftrag ist im Rückstand."
Während ich darüber nachdachte was wohl ein Auftrag im Rückstand macht, klackte wieder der Computer und Herr Wunschmann sagte, "Die Ware trifft in den nächsten Tagen ein und selbstverständlich wird Ihr Auftrag sofort ausgeliefert." Na ja, dachte ich und fing erneut an zu warten. Nach einer weiteren Woche klingelte UPS bei mir und der UPS-Mann sagte, ich habe eine Nachnahme für 374.-DM. 350.-- DM hatte ich zwar zurückgelegt, aber mein Barbestand war auf 13.-- DM zurückgegangen. "Nicht schlimm", sagte der UPS-Mann, "ich komme Morgen wieder". Das war zwar nett, aber passte mir gar nicht, da ich etwas vor hatte und nun am nächsten Tag warten musste bis UPS vorbei kam. Schließlich hatte ich aber das Paket, aber zum Auspacken kam ich erst am nächsten Tag.
Nun lag es also vor mir das Paket, ich öffnete es, was ich sah waren lauter kleine weiße Kunststoffchips in denen ich wühlte. Schließlich hatte ich eine Rechnung und einen schönen bunten Karton in Händen. Leider war ich etwas unachtsam, die weißen Chips hatten sich überall im Wohnzimmer verteilt. Es dauert fast eine viertel Stunde bis ich diese widerspenstigen Dinger wieder in den Karton verfrachtet hatte. Ich sah mir die Rechnung an und las 25,00 DM Versandpauschale, das ganz kleingedruckte hatte ich in der Anzeige übersehen. Nur noch 75,00 DM gespart, dachte ich, und las was auf dem bunten Karton stand. Die Inhaltsangabe sagte Karte, CD-ROM, Handbücher, Lautsprecher und Kabel aber nichts vom Mikrofon. Sollte da noch etwas im Karton sein? Diesmal vorsichtig gewühlt, fand ich noch einen kleinen Karton mit einem Mikrofon.
Nun ging es an das endgültige Auspacken, alles war kunstvoll in dem Karton verteilt und bald lag eine Menge von Gegenständen auf dem Tisch. Die vielen Innen- und Außenverpackungen hatte ich entfernt und in den Versandkarton getan, der nun nicht mehr zuging. Umweltfreundlich ist das aber nicht, dachte ich, während ich die Verpackungen zusammenfaltete um den Karton schließen zu können, der nun wieder voll in den Abfall kam. 6 Handbücher lagen vor mir, eine Diskette, 5 CD-ROM und natürlich die Geräte. Erfreulicherweise fand ich einen Zettel für die CD-ROM Installation, ein kleines Heft für die Soundblaster Installation und ein etwas dickeres zur Einführung. Mein Entschluss das, alles erst einmal zu lesen, war viel wert, wie es sich herausstellte.
Heute mit mehr Erfahrung, bin ich schlauer geworden und hebe Karton und Verpackung bis zun Ablauf der Garatie auf - das Garantie-Ende-Datum schreibe ich auf den Karton.
Etwas schlauer geworden, mindestens wusste ich wo was steht, fing ich am nächsten Morgen an. Der Rechner wurde auf einen leeren Tisch gestellt, eine Büchse für Schrauben und ein Kreuzschlitz- Schraubenzieher, das war meine Ausstattung. Auf dem Nebentisch lagen die ausgepackten Teile bereit. Das war nun das erste Mal, dass ich Fridolin alleine öffnete und anfing ihn von innen kennen zulernen. Das dies nur der Anfang einer großen Entdeckungsreise werden sollte, war mir nicht bewusst. Aber, dass es ein tolles Erlebnis werden würde ahnte ich. So fing ich mit viel Selbstvertrauen an, zum erstem Mal die Schrauben zu lösen.
Wie man das Gehäuse abnimmt, hatte ich ja beim Händler gesehen. Das war schnell geschafft. Nun sah ich, dass Platz für das CD-ROM Laufwerk vorhanden war. Ich dachte, ganz oben ist am besten aber ich brauchte 30 Minuten bis ich dahintergekommen war, wie man die davor sitzende Kunststoffabdeckung entfernt. Nun schob ich das CD-ROM-Laufwerk ein und befestigte es mit den vier dabei liegenden Schrauben.
Dann suchte ich Platz für die Soundkarte, es waren noch 2 Slots frei, ich entfernte die vor einem liegende Abdeckung. In meinem Tatendrang wollte ich die Soundkarte schon einsetzen, da aber fiel mir ein, dass ein Jumper einzustellen war. Das war der CD-ROM Jumper, er musste auf Mitsumi eingestellt werden. Nun aber Karte rein, mit etwas Wackeln ging das ganz gut, nun wollte ich die Kabel anschließen. Aber meine Finger waren zu dick. Also Karte wieder heraus. CD-ROM-Kabel und Soundkabel eingesteckt, die erfreulicher Weise nur in einer Richtung eingesteckt werden konnten, die Karte wieder mit Mühe eingesteckt und festgeschraubt. Jetzt wollte ich die beiden Kabel mit der CD-ROM verbinden, aber das Kabel war zu kurz. Dann kommt die CD-ROM einfach tiefer. Also abschrauben, herausnehmen und Kunststoffabdeckung wieder anbringen, was gar nicht einfach war. Danach weiter unten Kunststoffabdeckung entfernen. Nun hatte ich schon etwas Übung. Ich schob das Laufwerk ein, um zu sehen, ob die Kabel passen. Dabei stellte ich fest, dass das Anbringen der Kabel gar nicht einfach war. Wo sollte der Strom herkommen, zwei Stromkabel waren zwar frei, aberreichten nicht bis zum CD-ROM Laufwerk.
Beschaffungspause, ich musste daher erst einmal eine Stromkabelverlängerung kaufen und ging in ein Kaufhaus mit Computerabteilung. Dort sah ich rot gelb, schwarze T-Kabel, kaufte eines. Es war nun erst einmal Zeit für ein kleines Mittagessen.
Danach die Stromkabelverlängerung angebracht, das CD-ROM Laufwerk ganz in das Gehäuse geschoben, an das hinten herausragende Ende nun die Kabel anschließen. Das war gar nicht so einfach und ich fummelte ganz schön bis nun alle drei Kabel mit der CD-ROM verbunden waren. Das Hineinschieben und Anschrauben war hingegen fast ein Kinderspiel. Froh, dass dies geschafft war, besah ich mein Werk und dachte 75,00 DM hast Du gespart und 5 Stunden gearbeitet ein schlechter Stundenlohn, aber auch viel Erfahrung gewonnen. Also Rechner zugeschraubt und neu gestartet.
Schon bald sagte WINDOWS 95 "Neue Komponente erkannt" und installierte die Soundblasterkarte. Als es nach einer Diskette verlangte, wurde mir klar, dass ich gar nichts von Windows 95 bekommen hatte. Also meinen Händler angerufen, dem ich natürlich nichts von meinem Fremdgehen sagen wollte. Der sagte, "natürlich eine OEM CD-ROM können sie haben, die habe ich nicht mitgegeben, weil Sie kein CD-ROM Laufwerk haben". Ich sagte: "Ich habe gerne meine Sachen komplett", und holte die CD-ROM ab.
Aber nun hatte ich ein Problem. Offensichtlich brauchte Windows 95 Dateien um die CD-ROM zu lesen, aber die waren auf der CD-ROM, die Windows 95 nicht lesen konnte, weil es keine Dateien dafür hatte. Bei der Soundkarte war auch eine CD-ROM, die WINDOWS 95 nicht lesen konnte. Was tun? Also rief ich meinen Freund Stefan an, der unglücklicher Weise in einer anderen Stadt lebt, aber der einzige PC-Fachmann ist, den ich kenne.
Stefan sagte "Na, Junge,da hast Du aber ganz schöne Probleme. Hast Du keine Diskette bekommen?", "Doch" sagte ich. "Was ist darauf ? ist dort eine Setup.Exe oder Install.Exe ?", ich antwortete "Moment" und nach einer Weile "es ist eine Mitsumi Treiber Diskette 1.51 Reinsehen kann ich nicht", sagte ich, weil ich einfach den Explorer in der Aufregung nicht fand.
"Wahrscheinlich hast Du Glück", sagte er, "und es ist eine Setup.Exe drauf. Drücke beim WINDOWS 95 Start F5 und Starte WINDOWS 95 abgesichert. Rufe die Setup.Exe auf, die wird dann die Treiber in Autoexec.Bat und Config.Sys installieren. Starte danach WINDOWS 95 erneut. Du kannst so auf die CD-ROM zugreifen und die notwendigen Treiber von der WINDOWS 95 CD-ROM installieren. Installiere auch über Software in der Systemsteuerung alle Multimedia-Programme. Danach entferne wieder aus Autoexec.Bat und Config.Sys, das was das Setup hineingeschrieben hat."
Ich war froh, einen so klugen Freund zu haben und dachte, was machen nur Anwender ohne so einen Freund?
Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich tat, wie mir Stefan geraten hatte. Es war fast Mitternacht, als ich die Lautsprecher standen angeschlossen auf dem Tisch, Fridolin die ersten Klänge entlockte. Am nächsten Morgen kam die Feinarbeit, die Lautsprecher links und recht vom Bildschirm anbringen, Kabel verlegen, das Durcheinander beseitigen, und dann sollte es los gehen.
Die Löwen CD eingelegt und gespannt auf mein erstes Multimedia Erlebnis gewartet. Nichts passierte von selbst. Als ich mir die CD-ROM mit dem Explorer ansah, fand ich eine Setup.Exe. Das Programm wollte unbedingt einige Dateien auf meine Festplatte kopieren. Das kann ja schön werden, dachte ich, denn ich wollte mir noch mehr CD-ROM zulegen. Schließlich war es soweit und eine neue Programmgruppe entstanden. Ich klickte auf den Löwen, Musik ertönte das Bild baute sich auf und zitterte.
Es zitterte ganz fürchterlich. Das ging nicht mit rechten Dingen zu. Vor Schreck schaltete ich Fridolin ab. Wartete etwas, startet. Tatü Ta Ta. Das ganze Windows 95 Bild zitterte. Was hast Du wohl falsch gemacht, dachte ich, soll ich Fridolin wieder aufschrauben?
Aber ich rief erst einmal wieder Stefan an. Der fragte, "Was hast Du alles gemacht?". Ich erzählte, als ich bei den Lautsprechern ankam, sagte er, "das wird es sein. Stelle mal die Lautsprecher etwas entfernt auf und teste noch einmal." Ich tat wie Stefan geraten hatte und siehe da, Win95 wackelte nicht mehr. Meine Multimedia Abenteuer konnten beginnen. Was ich alles sah und wie sich das abspielte will ich später erzählen, aber nach vielen CD´s bleibt ein Buch ein Buch und eine Zeitschrift eine Zeitschrift, beide sind nicht durch eine CD-ROM zu ersetzen, aber prima zu ergänzen.
So ist es zum Beispiel hervorragend einen Zeitschriftenjahrgang auf einer CD-ROM zu erhalten und die bis dahin gesammelten Hefte, dann zum Altpapier zu geben. Aber auch da kommt es darauf an, wie die CD-ROM gestaltet wurde und welche Nachschlage- und Suchfunktion sie bietet. CD-ROM-Gestaltung ist ein weites Feld, auf dem viele noch vieles lernen müssen.
Fridolin geht in die Fremde, Das Modem
Wenn ich eine Zeitung aufschlug oder auch im Fernsehen oder Radio, immer hörte oder las ich etwas von der Datenautobahn, was das wohl war? Und was es da alles gab, Provider und Datendienste und, und. Es war Zeit, mal wieder Stefan anzurufen und ihn zu fragen. Er sagte: "Du solltest mit T-Online oder BTX anfangen, Homebanking ist eine feine Sache. Danach würde ich Dir zu AOL oder CompuServe raten, aber fange erst einmal mit einem Modem an, da ist immer Software für alles dabei. Und kaufe Dir ein vernünftiges 33.600 Modem oder 56K Modem damit wir uns per Datenautobahn unterhalten können."
Das nächste war meinen Händler anzurufen, der sagte: "So knapp 200 DM oder etwas mehr kostet es. Wenn Sie was vernünftiges haben wollen, das ELSA Microlink 36.6 TQV für 220.-- kann ich Ihnen empfehlen und gleich liefern". Ob wohl ich am Monatsende ziemlich knapp bei Kasse war, sagte ich: " o.k. das nehme ich" und holte es am Abend ab.
Denken Sie immer daran, dass wir uns im Jahr 1988 befinden, heute kostet ein gutes 56K Modem um 50 € und DSL ist weit verbreitet
Wieder hatte ich einen Karton mit Plastik Innenteil, ein Handbuch, eine CD-ROM zwei Kabel, ein Netzteil und eine kleinen Blechkasten mit einer Lämpchen (Dioden) Reihe an der Vorderseite. Das war das Modem. Das Netzteil kam in eine Steckdose und sein an einem langen Kabel befestigter Stecker in das Modem. Dem Handbuch entnahm ich, dass das Telefonkabel in das Modem und eine TAE - Dose kommt. Da fiel mir ein, dass der Telekomtechniker mir eine Dreifachdose eingebaut hatte, in der das Telefon und der Anrufbeantworter steckten. Ich kroch unter den Schreibtisch, fand in dem Leitungsgewirr die Dose, richtig ein Anschluss war noch frei, das Telefonkabel passte hinein. Das Problem war gelöst.
Das dickere Kabel sollte das Modem mit der seriellen Schnittstelle des Rechners verbinden. Der passende Anschluss am Modem war schnell gefunden, aber wo war er am Rechner? Wohl auf der Rückseite. Ich schaute, fand nur einen der passend war und der war mit COM2 beschriftet, der musste es sein. Der Stecker passte.
So, nun fingen auch am Modem drei Lämpchen an zu blinken. Sie waren mit Power, das war Strom und zu verstehen sowie DSA und CTS beschriftet, was das und die geheimnisvollen Buchstabenkombinationen an den anderen Lämpchen bedeuten sollten, wusste ich nicht. Ich blätterte das Handbuch mehrmals durch, nichts stand darin. Es war sicher von Jemandem geschrieben, der alles wusste, nur hatte er leider vergessen zu sagen, was die Lämpchen bedeuten. Was soll es, dachte ich, das wirst Du noch heraus bekommen. Startete Fridolin wieder, dabei sagte er, er hätte ein neues Gerät erkannt, als er fertig war, hatte er das Elsa - Modem richtig installiert ohne dass ich einen Finger gerührt hatte.
So hatte nun Fridolin ein Modem. Bevor ich mich mit der ELSA-CD-ROM befasste, fiel mir ein: "du hast doch aus einer Zeitschrift eine CD-ROM mit dem T-Online Programm, da kannst du ja gleich probieren".
Fridolin wird Banker, T-Online
Das Setup-Programm installierte ohne Probleme das T-Online- Programm, ich wählte automatisch konfigurieren. Die Schnittstellen wurden geprüft, an COM 2 das Modem richtig erkannt, eine Probeverbindung aufgebaut, geprüft und die Installation war beendet. Soweit so gut, was mich störte, dass die ganze Konfiguration für 28.800 bps erfolgte, mein Modem aber 36,600 bps konnte.
Na, ja, das kannst du später berichtigen, dachte ich. Schaute gleich mal unter Programme nach, dort fand ich unter T-Online 2 Textdateien, "T-Online", "T-Online Gastzugang", "T-Online-Internet-Dialer" und "Sofort - Anmeldung". Das ist sicher das wichtigste um an dein Geld zukommen, dachte ich und las erst einmal die Informationsdateien. Sehr aufschlussreich war das nicht. Aber eine Information über das Ändern auf 36.600 Baud fand ich, auch einen Hinweis, dass WinWord mit einer Fehlermeldung ungültiger Dynalink Aufruf (was ist das???) starten würde und dass ich Ole - Dateien löschen und WinWord neu installieren soll. Das ist ja eine nette Bescherung. Schnell WinWord gestartet, welche Freude, kein Problem. Aber misstrauisch blieb ich doch.
Trotzdem nun T-Online Gastzugang. Das funktionierte und ein umfangreiches Menü wurde mir angeboten. Aber was ich auch von den angezeigten schönen bunten Titelseiten von Bundestag bis Microsoft auswählen wollte, immer erschien "Auswahl nicht unterstützt" Gastzugang war wohl nicht die richtige Bezeichnung. Ich fühlte mich wie ein Gast, der vor der Türe stehen gelassen wurde. Allerdings war ich von dem, was ich durch das Schlüsselloch sehen konnte, war in seiner Vielfalt recht beeindruckt. Also wählte ich nun sofort - Anmeldung und las erfreut, dass ich einen 10 täglichen kostenlosen Zugang und DM 10.-- Benutzergebühr erhalte, wenn ich eine Anmeldung ausfülle. Die monatlichen Gebühren sollten 8.-- DM betragen und eine jederzeitige Kündigung möglich sein. Das kannst Du riskieren, dachte ich, und meldete mich an. Direkt anschließend war ich nun in T-Online konnte meine Entdeckungsreise beginnen.
Ich sah mir verschiedene Anbieter an und stellte fest, dass vieles nicht kostenlos war. Es gab die Möglichkeit für die Programmbenutzung pro Minute oder pro Seite bis DM 9.99 zu bezahlen. Ein Glück, dass mir das gleich aufgefallen war, weil eine Gebührenmeldung bestätigt werden musste. Insbesondere musste ich mich oder besser mein Portemonnaie vor den Sex und Pseudo- Sexangeboten hüten, die recht zahlreich waren.
T-Online hat inzwischen das Inkasso für Anbieter eingestellt. Neben Kreditkarten und Abbuchungen vom Konto gibt es zur Zeit viele Versuche für "Cybergeld".
Gut fand ich die Telefonauskunft, die in der einfachen Ausführung kostenlos war. Das schleppen dicker Telefonbücher kannst du dir sparen, dachte ich. Die Fahrplanauskunft der Bahn war auch eine feine Sache, allerdings mit dem Haken, dass die Minute 30 Pfennige kostete. Die dpa Nachrichten waren auch interessant. Ich konnte, wenigstens zum Teil, schon heute lesen was morgen in der Zeitung stand.
Als ich sah, dass meine Bank auch im T-Online vertreten war, plante ich gleich einen Besuch dort für den nächsten Tag ein.
Bei der Bank sagte mir ein freundlicher Mitarbeiter: "Sie können Ihr Konto vollständig über T-Online führen, das hat für sie folgende Vorteile: Anstelle der täglichen Kontoauszüge empfehle ich monatliche Zusendung. Ihre Überweisungen, die sie Online ausführen kosten nur die Hälfte. Über unser T-Online Programm können Sie auch Sparbeträge oder Festgeld anlegen und uns auch Wertpapier Dispositionen übermitteln, kurz alles erledigen. Sie bekommen eine Geheimwort zum Zugang (PIN) und ein Bogen mit Transaktionsnummern (TAN). Für jede Aktivität mit uns müssen Sie eine Transaktionsnummer eingeben, die danach ungültig wird. Wenn Sie die Geheimnummer und die Transaktionsnummern sicher verwahren, ist auch Ihr T-Online Konto absolut sicher".
Eine feine Sache, dachte ich,die auf jeden Fall Geld spart und änderte mein Konto, was schnell ging "Sie können natürlich auch jeder Zeit alles wie bisher ausführen", sagte der Sachbearbeiter und versprach mir alle Unterlagen in den nächsten Tagen. Klar, dass ich gespannt war. Rechtzeitig zum Wochenende, bekam ich einen dicken Umschlag von der Bank. Darin war die Geheimnummer, ein Bogen mit 5-stelligen Transaktionsnummern und eine Bedienungsanleitung für das T-Online Programm der Bank.
Schon beim Lesen der Anleitung, stellte ich fest, dass ich nun meine Bank zu Hause hatte. Kontoauszüge, tagesaktuell und bis 3 Monate zurück, Überweisungen, Dauerüberweisungen, Standardüberweisungen, Geldanlage, Bestellungen und vieles mehr war möglich. Ich hatte mir zwei Rechnungen aufgehoben und nun begann das Homebanking Abenteuer.
T-Online Starten, die Programmseite (12stellig) eingeben, danach die Kontonummer, dann die Geheimzahl, endlich war ich im Programm. Ich schaute mir meinen Kontoauszug an, der auf dem Bildschirm gut aussah, aber nicht höher war als bisher. Ausdrucken und in Datei speichern funktionierte gut. Das Ausfüllen der Überweisungen war einfach, das Einsetzen der Transaktionsnummer schloss den Vorgang ab. Ich beendete das Programm. Schnupperte noch etwas im T-Online, um dann die Bank erneut anzuwählen.
Siehe da, die beiden Überweisungen standen nun in meinem Kontoauszug, und mein Guthaben war geringer geworden. Eine richtig gute Sache, dachte ich, wenn nur die Anwahl etwas einfacher wäre.
Am Abend rief ich Stefan an und erzählte ihm meine T-Online Erfahrungen, wie immer hatte mein Freund die richtigen Ideen. "Du kannst mir auch über T-Online schreiben", sagte er und nannte seine T-Online Nummer. "Mit der Anwahl hast Du eine Makro Option. Wenn Du dort aufzeichnen wählst, werden alle Deine Maus- und Tastatureingaben so lange aufgezeichnet, bis Du beenden wählst. So entsteht ein Programm, das Du unter irgendeinem Namen speichern kannst. Wenn Du Makro ausführen wählst, kannst Du alles wiederholen.
Aber zwei Tipps: Schaue es Dir an, übe danach mit einem anderen Programm, dann wähle die Bank an und schreibe Dir jeden Schritt auf . Danach erst wiederhole dies mit Makroaufzeichnung. Übrigens schau Dir mal den WDR-Computerclub an. Da kannst Du kostenlos Software laden."
Nun hatte Stefan meinen Ehrgeiz geweckt. Ich schaute mir alles an. Wählte T-Online an, Makro aufzeichnen, dann ging ich zu dpa, las zwei Nachrichten, ging wieder zum Hauptmenü von dort zum WDR-Computerclub, schließlich Makro beenden und speichern als TEST. Dann Makro ausführen "Test.Mkr" wählen, schon wiederholte sich alles automatisch über dpa zum WDR-Computerclub. Nun ging ich mit der Bank so, wie Stefan es empfohlen hatte und gab dort die Kontonummer und die Pin- Zahl ein. Makro- Beenden. Dann Makro ausführen, Es kappte. Ich war richtig stolz. Ich hatte mein erstes Programm erstellt und es funktionierte.
Klar war mir, dass nun jeder der sich auskennt, jetzt in mein Konto schauen könnte, wenn er an Fridolin heran kann.. Aber wer kann schon an Fridolin heran kommen und kennt sich aus um ihn zu bedienen. Aber selbst wenn, bleiben immer noch die Transaktionsnummern um mein Konto zu schützen. Also habe ich keine Bedenken.
Nach dem Abendessen wollte ich Stefan über T-Online schreiben, dass alles geklappt hatte, aber er war schneller. Als ich T-Online startete, stand da "Wartende Mitteilungen", als ich mit der Auswahl 80 zum Mitteilungsempfang ging, erhielt ich folgende Nachricht von ihm:
Hallo lieber Walter, das ist seit langem, T-Online hieß noch BTX, die erste T-Online Mitteilung, die ich schreibe. Obwohl eine Nachricht nur 30 Pfennige kostet und schnell übertragen wird, sind es zwei Gründe. Man kann mindestens mit diesem Telekom - Programm nicht Offline schreiben, darum bin ich nur noch ein bis zweimal in der Woche im T-Online. Du wirst noch lernen, dass es bessere Möglichkeiten gibt. Herzliche Grüße von Deinem Freund Stefan.
Ich schrieb natürlich zurück um mich zu bedanken, was ich, wie Stefan sagte, Online tun musste. Ansonsten mit Homebanking, Telefonauskunft und den vielen anderen Möglichkeiten war T-Online für mich eine große Erweiterung. Fridolin war damit noch enger mit mir und meinem Leben verknüpft.
Computer Zeitschriften, ich lerne Caroline kennen
Ich wollte natürlich mehr über Fridolin wissen. So fing an, mich auf dem Markt der Computerzeitschriften um zu sehen. Mir war früher schon aufgefallen, dass es zu bestimmten Gebieten viele sich ähnelnde Zeitschriften gab. Ich hatte den Eindruck, dass das insbesondere zu Themen wie Herz, Schmerz, Königshäusern und Sex so war. Aber als ich anfing mich nach Computerzeitschriften umzusehen, musste ich feststellen, dass es wohl zu keinem Gebiet so viele gab, wie zu Computern. Um so mehr ich mich dort umsah, um so mehr stellte ich fest, dass unter diesen Zeitschriften viel Gemeinsames besteht. Zunächst einmal konnte man die, sagen wir, Mai Zeitschrift mit den aktuellsten Informationen bereits Anfang bis Mitte April kaufen, es fiel mir auf, dass alle immer, unter anderem ,gleiche oder ähnliche Themen behandeln, die unterschiedlich intensiv dargestellt werden.
Kürzlich hatte ich Caroline Schmiedt kennen gelernt. Sie hatte mir erzählt, dass sie Zeitungswissenschaft in München studiere, ich fand sie nett, aber sie war ziemlich weit entfernt, so hatte ich die Bekanntschaft nicht vertieft. Nun aber rief ich sie an, da sie noch in Berlin war, lud ich sie für den nächsten Abend zum Abendessen ein, was sie auch ohne lange Diskussion annahm.
Da sie mitten in der Stadt wohnte, sagte ich, dass es wohl am einfachsten ist, wenn ich sie abhole. "Gut," sagte sie "um 19 Uhr einfach klingeln, ich komme schnell runter".
Da, je nachdem wie man es sieht, Pünktlichkeit eine meiner guten oder schlechten Eigenschaften ist, war ich bereits 10 Minuten vor 19 Uhr in der Uhlandstraße. musste mir also 12 Minuten, die Straße ansehen, dann noch bei den vielen Namenschildchen für Vorder- Mittel- und Gartenhaus, die richtige Klingel raussuchen, um pünktlich 19.03 zu klingeln.
"Schmiedt, ja bitte",tönte es blechern aus dem Türlautsprecher, ich sagte, "ich möchte Fräulein Caroline abholen". "Ja, sie kommt gleich", tönte es zurück. Das Treppenhauslicht ging an, die Tür auf, da war Caroline und sagte: "Guten Abend, wie komme ich denn zu der Ehre der Einladung". Ich sagte: "Ob es eine Ehre ist, wird sich noch herausstellen, aber nach welchem Essen haben Sie denn Lust deutsch, französisch. Italienisch, spanisch, chinesisch, indisch?", fing ich an aufzuzählen, als sie nicht gleich antwortete. Mit meiner Aufzählung war ich noch nicht am Ende, als sie sagte: "Indisch gegessen habe ich noch nie, das wäre mal interessant".
"Da weiß ich ein gutes Restaurant nicht weit in der Bleibtreustraße. Na dann los" und auf dem Weg sagte ich, "es gibt dort, wie fast überall fast richtig indisch oder deutsch indisch mit Messer und Gabel. In Indien isst man mit den Fingern und mit Fladenbrot, viel Gemüse, weniger Fleisch und alles sehr scharf mit wenig Pfeffer und Salz. Wollen wir richtig indisch essen?" "Ja, das wäre prima", sagte sie und da waren wir schon da.
Wir wurden an einen guten Platz geführt, studierten mit Hilfe des Kellners die lange Speisekarte, bestellten ein indisches Essen und dazu deutschen Wein. Aber über indische Lokale und indisches Essen wollte ich ja nicht schreiben, also weiter mit der Unterhaltung während des langen Essens. Caroline frage, etwas ironisch: "Nun aber noch mal, wie komme ich denn zur der Ehre der Einladung?" "Von wegen Ehre", sagte ich, "natürlich, hatte ich außer dem Gedanken, dass Sie hübsch und interessant sind, auch Ihr Studium im Kopf und Fragen, die mir beim Kennen lernen der Computerzeitschriften gekommen sind."
"Na dann los" sagt Caroline, "das Thema haben wir kürzlich in einem Seminar behandelt, daher kenne ich mich etwas aus." "Prima" sagte ich. "Warum erscheinen denn die Computer Zeitschriften mindestens 2 Monate vorher?"
"Der komische Erscheinungstermin, kommt vom Kiosk Verkauf. Es ist jedoch nicht nur bei den Computerzeitschriften so. Der Nachahmungstrieb spielt natürlich auch eine Rolle. Man denkt, dass die Mai Zeitschrift ab Mitte Mai nicht mehr zu verkaufen ist, und dass es lange dauert bis die Zeitschrift bei allen Kiosken ist. Das war einmal eine richtige Theorie, bei der die Abonnentenauflage der Maiausgabe Ende April ausgeliefert wurde.
Da aber an vielen Kiosken die neue Zeitschrift bereits eine Woche nach Auslieferung also Mitte April zu sehen war, schrieen die Abonnenten und beschwerten sich. So wurde schließlich die Abonnentenauflage mit der Kioskauflage ausgeliefert.
Es gibt eigentlich keinen guten Grund mehr für diese Unsitte, aus der aber keiner heraus kann, weil der Wettbewerb es auch nicht tut.
Die ganze Geschichte wird noch schlimmer, wenn man bedenkt, dass die Zeitschriftenherstellung etwa 6 Wochen für redaktionelle Arbeit, Umbruch und Druck dauert, für Umbruch und Druck alleine etwa 3 Wochen. Die Anfang April ausgelieferte Mai Ausgabe wurde also bereits Mitte März redaktionell abgeschlossen. Die Redaktionen müssen sich viel einfallen lassen, damit die Maiausgabe wirklich aktuell aussieht." Ich staunte, wie viel hinter einer so kleinen Frage steckt. Sah aber auch, dass es Caroline richtig Spaß machte, mir etwas zu erklären, und dass Ihr das indische Essen und der Wein gut schmeckten. Ich sagte Ihr, wie toll ich Ihre Erklärung fände,schon ging es weiter.
"Redaktionen beziehen Ihr Wissen in großem Umfang von den Herstellern, ein weiterer Personenkreis, von dem sie Material erhalten sind Autoren, die Ihre Artikel anbieten, seltener Autoren, die von Redaktionen beauftragt werden, über bestimmte Themen zu schreiben. Schließlich kommen die eigenen Ermittlungen der Redaktion und die von Redakteuren behandelten Themen. Während die eigenen Ermittlungen der Redaktion bei Zeitschriften aus vielen Quellen, auch von Korrespondenten kommen, sind dies bei Computerzeitschriften fast überwiegend eigene oder beauftragte Tests.
Für Computerzeitschriften wie für andere Fachzeitschriften und fast die ganze Presse gilt, dass Redaktionen von den Anzeigenabteilungen unabhängig sind, aber auch indirekt von der Anzeigenabteilung abhängen, denn die Anzahl der Anzeigen bestimmt den Umfang des Heftes sowie den Redaktionsetat mit. Ebenso hängt die Anzeigenabteilung von der Redaktion ab, denn nur wenn die Bedeutung und Auflage der Zeitschrift groß genug ist, bekommt diese genug Anzeigen. Beide sind unabhängig, hängen aber voneinander ab.
Es gibt ein ganz großes Dilemma aller Fachzeitschriften, das auch bei den Computerzeitschriften vorhanden ist. Die besten Fachleute sitzen nun einmal bei den Computerfirmen. Wer könnte zum Beispiel besser über Qualitätsanforderungen an Graphikkarten schreiben, als der Konstrukteur eines deutschen Herstellers von Graphikkarten, der zusätzlich die Unterstützung eines schreibgewandten Mitarbeiters der Marketingabteilung bekommt? So einem Artikel kann, wenn neutral aufgemacht, keine Redaktion widerstehen. Aber der neutralste Artikel basiert mindestens auf der Marketingstrategie der Firma des Verfassers.
So hängen Fachredaktionen weitgehend von den Informationen und Materialien ab, die sie von der Industrie erhalten. Ist die Behandlung des Materials auch unterschiedlich, so brauchen Sie sich daher über weitgehend gleiche Themen nicht zu wundern. Die bessere Presseabteilung erreicht auch mehr Presseberichte."
"Wissen Sie wie viel Computerfachzeitschriften es gibt?", fragte ich und sie sagte: "Knapp 40 mit Auflagen um 200.000 Exemplaren, einige viel weniger und ganz wenige darüber."
Wir waren inzwischen beim Nachtisch mit Mangofrüchten angelangt, über Reden und Essen war es 23 Uhr geworden.
Bei dem abschließenden Kaffee erzählte Caroline weiter. "Da ich ja auch einen Computer habe und Computerzeitschriften lese, kann ich Ihnen auch sagen, warum in den Computerzeitschriften immer die Tests von den neuesten und teuersten Rechnern stehen, so als würden Sie und ich uns immer wieder neue Computer kaufen. Der Grund ist, weil der Vergleich kompletter Computer am einfachsten ist, und die Firmen ihr "Flaggschiff" gerne zur Verfügung stellen, weil sie darauf stolz sind."
Da das gute Abendessen vorüber und mein Wissensdurst gestillt war, besuchten wir noch eine interessante Kneipe in dem Torbogen der S-Bahn Station in der Nähe, plauderten über vieles aber nicht mehr über Computer, dann brachte ich Caroline nach Haus. Wir beide sagten uns, dass dies ein sehr netter Abend gewesen wäre. Da Caroline bald wieder nach München fuhr, meinte sie, sie wolle sich in den nächsten Semesterferien bei mir melden, natürlich notierte ich ihre Münchener Adresse.
Fridolin fängt an umweltfreundlich und sparsam zu werden
Je mehr ich mich an Fridolin gewöhnte, um so öfter schaltete ich ihn an. Aber ich hatte auch gehört, dass dauerndes An- und Ausschalten ungünstig wäre. Also befasste ich mich mit dieser Frage und den Möglichkeiten, Strom zu sparen.
Im Setup hatte ich eine Green-Einstellungsseite gefunden. Obwohl vieles für mich böhmische Dörfer waren, fing ich an zu experimentieren. Ich erreichte auch, dass Fridolin schlafen ging. Der Monitor wurde schwarz, in seinem Inneren war nichts mehr zu hören, Strom sparte das, aber es gelang mir nicht Fridolin wieder aufzuwecken. So sehr ich auch die Maus bewegte, die Tasten drückte oder Tasten auf der Tastatur drückte. Fridolin schlief nicht, er war scheintot. Sehr beruhigt war ich, dass er nach aus und wieder einschalten ohne Probleme funktionierte. Aber nach vielen Versuchen, die 3 Stunden dauerten, traute ich der Greenfunktion nicht mehr. In dem Katalog eines Elektronik Versandes fand ich einen "Power-Manager" für 90.-- DM, den ich mir bestellte. Die Stromzuleitung ging über einen Hauptschalter an 7 Steckdosen, die ihrerseits ein- und ausgeschaltet werden konnten.
Als das Gerät nach wenigen Tagen kam, steckte ich den Rechneranschluss, den Monitoranschluss, die Netzgeräte für Modem und Lautsprecher in je eine Steckdose. So konnte ich nun alles beliebig ein- oder auszuschalten.
Nun machte ich es mir zur Gewohnheit Modem und Lautsprecher nur einzuschalten, wenn ich sie brauchte,. wenn ich Fridolin verließ, den Monitor abzuschalten. Das schien mir genügende Stromersparnis zu bringen. Außerdem konnte ich nun nachts das Tatütata der Soundkarte abstellen. Ich dachte bei mir, einfache Elektrotechnik und etwas basteln ist doch besser als komplizierte Programme. Ich beschloss Green zu vergessen.
Da Windows 95 einige nette Bildschirmschoner beinhaltet, die ich nun leider gar nicht mehr brauchte, wählte ich Marquee und gab ein " Bitte Bildschirm abschalten". So konnte mich Fridolin immer erinnern.
Übrigens gefiel mir das so gut, dass ich mich durch die Eingabe eines neuen Textes auch an anderes erinnern lies.
In die weite Welt der Online-Dienste-CompuServe
Stefan hatte gesagt, halte Dich nicht so lange in T-Online auf, lerne erst einmal die anderen Dienste kennen, entscheide Dich da. nach, was Du weiter tust. Ich hatte im Laufe der Zeit aus PC-Zeitschriften eine CompuServe CD-ROM und auf einer anderen CD-ROM das AOL Programm bekommen. Jedes mit 10 Freistunden als Schnupperzugang. Ich beschloss erst einmal CompuServe zu versuchen. Die Installation des WinCIM Programms von der CD-ROM war einfach, zumal die Anwähldaten für Berlin 030 691 000 enthalten waren. Es freute mich, dass es ein Ostsanschluss war. Die Registrierungsnummer und das Passwort hatte ich auf der CD-ROM-Tasche gefunden.
Nachdem ich das alles eingesetzt hatte, kam der große Augenblick, das Modem wählte, ich war im CompuServe. Als erstes begrüßte mich eine Willkommensseite mit interessanten Informationen, die ich lesen und bestätigen musste, dann musste ich einen Fragebogen nach Name, Adresse, Bankverbindung und Telephonnummer ausfüllen. Danach bekam ich eine neue Benutzernummer und ein neues Passwort mitgeteilt. Da ich diese auf der nächsten Seite einsetzen musste, lernte ich erneut, dass es beim Computer auf jedes Detail ankommt. Erfreulicher Weise konnte man zurückblättern und neu ausfüllen. Aber ich brauchte 4 Versuche bis ich begriff erste Zeile Komma, zweite Zeile Punkt. Nun konnte ich mit dem Besuch der Foren beginnen, die im persönlichen Menü des Hauptmenü vorgegeben waren.
Inzwischen (Ende 2000) wurde CompuServe von AOL übernommen und hat alle Foren geschlossen. Was wohl der Anfang von Ende dieses Dienstes ist. Aber es gibt nun gute Foren im Internet. Zum Beispiel http://www.pchilfe.org Wieder ein Jahr weiter ist AOL Zugangs-Anbieter zu einem Zugangsanbieter - tagsüber billig, nachts teuer - geworden. In 2007 hat sich AOL wieder zu einem Inhalte-Anbieter gewandelt und ist heute wieder überwiegend Zugangsanbieter.
Was mir sofort gefiel, war der einheitliche Aufbau der Foren. Jedes Forum hatte 3 Hauptsektionen, Mitteilungen, Dateien und Gesprächsplätze, innerhalb deren die Foren unterschiedlich in spezielle Sachgebiete unterteilt waren. Meist gab es um die 20 Diskussionsgebiete und um die 20 Dateigruppen. Zunächst hatte ich mir vorgenommen, die deutschen Foren über Computer und Zubehör kennen zulernen. Das waren entweder Foren von Herstellern, Anbietern oder Verlagen sowie einige unabhängige Foren. Durch die gleichbleibende Einteilung konnte man sich leicht einen Überblick verschaffen. So konnte ich schnell herausfinden was mich interessiert.
Die Herstellerforen waren wohl am besten geeignet, um Hilfe bei Problemen mit Produkten des Herstellers zu finden oder Informationen über die Produkte des Herstellers zu erhalten. Die freien und die Verlagsforen waren da wesentlich vielseitiger. Dort gab es neben technischen Fragen "Meine Soundkarte brummt", Themen wie "Frauen und Computer" oder "Mein Urlaub in USA".
So ein Thread (Nachrichtenzweig) sah etwa so aus: Einer hatte sein Problem geschildert oder seine Meinung zu einem Thema gesagt. Er konnte danach ziemlich sicher sein, dass irgend jemand zu seinem Problem oder seiner Meinung Stellung nahm. War es ein ergiebiges Thema, so konnten es auch drei oder vier Antworten sein,. denen wieder geantwortet wurde. So entstand, dies immer weiter fortsetzend, eine richtige Diskussion, die das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtete.
Erschlagen war ich von den großen Angebot an Dateien, nur die Diskussionssektionen, die ich am Morgen, es war 8 Uhr, besuchte waren alle leer. Sicher fand sich erst am Abend dort jemand ein.
Auf den ersten Blick war ich so von CompuServe recht angetan weil ich mich auf Anhieb zurecht fand. Ich hatte ja nun meine 10 Freistunden und meine E-Mail-Adresse (100120,1047), so war das erste nach dem Kennerlernbesuch an Stefan eine Email zu schreiben.
Gelernt hatte ich schon, dass man nichts Online tun soll, was man Offline tun kann. Also startete ich das WinCIM Programm, wählte "Nachrichten schreiben". Nach dem Eingeben von Stefans Adresse und Übernahme ins Adressbuch ging es los:
Betrifft: Ich bin erreichbar.
Hallo lieber Stefan,
wie von Dir empfohlen bin ich nun CompuServe Schnupper Mitglied. Auf den ersten Blick gefällt mir alles sehr gut, Installation und Registrierung waren einfach. Nun freue ich mich auf Deine Antwort. Es ist jetzt 9 Uhr bei schönem Wetter.
Herzliche Grüße Dein Freund Walter.
Versenden, dann das Programm mit Mail Versenden gestartet. Nach 10 Sekunden Verbindung, war die Mail versandt. Ich hatte schon wieder was gelernt. Eine einzelne Mitteilung versenden ist ziemlich unwirtschaftlich. Weder den Telekomtakt, noch den CompuServetakt hatte ich richtig ausgenutzt. Aber auch so waren mit 12 Pfennigen für die Telekom. (CompuServe schnuppern war kostenlos) die Kosten sehr gering. Aber es ist unbedingt besser, Aktivitäten zusammen zu fassen.
Als ich am Nachmittag erneut CompuServe anwählte, hatte Stefan schon geantwortet.
Hallo lieber Walter,
Schön, dass wir uns nun über CIS unterhalten können. Deine Nachricht war um 10 Minuten nach 9 Uhr schon in meinem Briefkasten. Hier nun gleich einige Tipps: Sehe Dich in einigen Foren um, aber wähle Dir eines oder zwei aus und schreibe dort und beantworte dort Fragen. Wenn Du Dich nach einiger Zeit dort "zu Hause" fühlst, fein. Sonst wechsele und tue Gleiches in einem anderen Forum, solange bis Du Deine Heimat findest. Jedes Forum hat unterschiedliche Sysops und Mitglieder, die Dir gefallen oder nicht. Ich fühle mich im CHIP - Forum wohl, dort treffen wir uns sicher, Aber speichere auch andere interessante Foren im persönlichen Menü.
Viel Spaß beim Surfen Dein Freund Stefan.
Was ist ein Sysop, war die Frage, die beim Lesen dieser Nachricht entstand. Aber ich wollte Stefan nicht schon wieder fragen und dachte, das findest Du schon heraus. Ich nahm mir vor am Abend noch einmal ins CompuServe zu gehen und mir das Chipforum anzusehen. 22 Uhr, WinCIM aufgerufen, Anwahl, keine Verbindung, Abgebrochen, das vier Mal. Ich wollte schon aufgeben, da endlich klappte es. Allerdings hatte ich den Eindruck, als ginge alles etwas langsamer. GO CHIP zunächst wurde ich gefragt: Beitreten? Warum nicht. Forumsname? Warum brauche ich den? Offensichtlich wird so die Möglichkeit geboten einen speziellen Namen für das Forum zu wählen. So konnte man anonym bleiben, was ich nicht wollte. Einfach Enter gedrückt, ich war im Forum.
Die Aufteilung war auf den ersten Blick ganz ansprechend, also auf Hinzufügen geklickt um das Forum dem "Persönlichen Menü" hinzu zu fügen. In die Diskussionssektionen geschaut, siehe da jetzt war da Betrieb. Ich wählte zuhören und lauschte oder besser las eine wirre Diskussion.
>>Habe ich mir gedacht< < RS ist denn die Mitsumi Soundkarte wirklich besser ?>>GB Du musst den Eintrag in die Config.Sys machen>> >>AF: Danke.>> >>GB das kommt darauf an welche>> >>DE: Was ist denn hier los?>>
Es ging wohl um Soundkarten und Probleme mit der Config.Sys. Ich beendete WinCIM wieder und begann eine Forumsnachricht zu schreiben
Forum CHIP, Bereich Kommunikation An: Alle Hallo, ich bin neu hier und habe gleich eine Frage: Am Morgen komme ich ohne Probleme in CompuServe, aber jetzt am Abend musste ich x-mal wählen, bis es klappte. Kann mir Jemand sagen warum, oder was ich falsch mache.
Danke und Grüße Walter Scheffel
Trotz der guten Vorsätze versuchte ich gleich, die Nachricht zu versenden. Ich musste jedoch wieder 6x anwählen bevor es klappte.
Am nächsten Morgen gleich: GO Chip: Wartende Nachrichten. Lesen:
Hallo Walter,
Herzlich Willkommen im Chipforum. Du findest hier viele, die Deine Fragen beantworten, ich hoffe Du fühlst Dich hier wohl. Nun zu Deiner Frage: Am Abend sind nicht nur die Europäer im CompuServe, sondern auch die Amerikaner (6 bis 8 Stunden später) beginnen sich dort umzusehen. So wird es überall eng. Es liegt also nicht an Dir.
/schüüüüüß Barbara {SysOp}..
Erfreut las ich die schnelle Antwort, aber dann fiel mir wieder ein "Nicht ONLINE tun, was man OFF-LINIE tun kann. Nachricht speichern, schnell noch einige Nachrichtenzweige anschauen, interessante Diskussionen ankreuzen und laden, WinCIM verlassen.
Jetzt Offline, die Nachricht noch einmal lesen. "Siehe da, eine Frau und die duzt Dich gleich, wie eine liebe Freundin, ob die anbandeln will?",dachte ich.
Las aber danach die anderen gespeicherten Nachrichten da fiel mir sofort auf, alle duzen sich, also einzubilden brauchst du dir nichts, das ist hier so üblich. Aber ungewohnt ist es doch.
Etwas darüber nachdenkend fiel mir ein, woher das wohl kommt. In USA redet man sich generell in der Firma und wohl auch den Datendiensten mit dem Vornamen an. Du und Sie kennt man nicht und so wurde wohl bei uns einfach das Du gewählt, weil dies mit dem Vornamen verknüpft ist. "Warum eigentlich nicht Sie und Vornamen", dachte ich, aber auch "an das Du kannst du dich sicher gewöhnen".
Da Barbara so nett geantwortet hatte schrieb ich gleich Offline einen Brief,. einfach auf Beantworten geklickt und schreiben.
Hallo Barbara,
Danke für Deine nette Antwort und Begrüßung. Ich habe mich gefreut, gleich den Sysop kennen zulernen. Aber kannst Du mir sagen was ein Sysop tut?
Herzliche Grüße Walter Scheffel
Die anderen Nachrichten, die ich gelesen hatte, waren ganz interessant, und einen Tipp für Windows 95 konnte ich gleich verwerten. Aber ungeübt wie ich war, ergab sich keine Antwort.
Also WinCIM gestartet, GO CHIP, schon wieder waren wartende Nachrichten da. Erst einmal die Nachricht an Barbara versenden, danach die wartenden Nachrichten speichern. Das alles hatte knapp eine Minute gedauert, wurde also mit 12 Pfennige Telefongebühren erledigt.
Wieder Offline las ich die neue Nachricht. Bernhard schrieb mir.
Hello Walter,
Zu Deiner Frage ein paar zusätzliche Infos: Wenn Du CompuServe anwählst, wirst Du sofort über Frankfurt am. Main mit einem Rechnernetz in Columbus, Ohio USA verbunden. Alles was Du siehst, befindet sich dort auf einem Rechner bzw. seinen Festplatten. Wenn Du Dich zum Beispiel im Chipforum mit mir unterhältst, geht alles von Berlin über Frankfurt nach USA und von dort über Frankfurt zurück zu mir nach Hamburg und umgekehrt.
Daher verringert ein starker Besucherzugang in USA auch hier in Deutschland die Leistung.
Viel Spaß im CompuServe Bernhard
Toll, dachte ich, ohne dass ich ihn gefragt habe, informiert er mich. Also schnell geantwortet:
Hallo Bernhard,
danke für Deine Informationen, riesig nett, dass Du mir geschrieben hast. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mit CompuServe in USA befinde. Toll, wie das alles geht. Gleich noch eine Frage. Was muss ich tun um eine bestimmte Datei zu finden?
Freundliche Grüße Walter Scheffel
Jetzt begriff ich langsam, was den Reiz des aktiven Online sein ausmacht. Plötzlich konnte ich überall hin Kontakte und Gesprächspartner finden.
Mit ganz anderen Augen sah ich nun Fridolin an, der mir solche Kontakte vermittelte.
Trotz aller guten Vorsätze wählte ich am Abend erneut CompuServe an. Dieses Mal klappte es nach dem fünften Mal anwählen. Die Nachricht an Bernhard versandt und schnell geschaut, wer alles im Forum ist. Sieh da. Da ist Barbara, schnell mal angefragt, ob sie mit mir sprechen möchte, keine Antwort, noch mal, keine Antwort und schwups, war sie weg. Schade, dachte ich, verließ CompuServe und schrieb Offline an Barbara.
Hallo Barbara, Ich war eben 21.30 im Chip und habe gesehen, dass Du auch da warst. Aber Du wolltest nicht mit mir sprechen. Habe ich etwas falsch gemacht? Herzliche Grüße Walter Scheffel
Als ich am nächsten Morgen Online ging, was ohne jedes Problem schnell geschah, hatte ich drei Antworten, die ich in Ruhe Offline las.
Hallo Walter, ein Sysop, ist ein Mitarbeiter des Forumsbetreibers, der für alles im Forum verantwortlich ist. Ihm helfen die As.Sysops, wie der Name sagt Assistenten, ferner Sektion Leader die eine bestimmte Sektion betreuen und Helper (Helfer). Aber denke nicht, dass das alles Angestellte im üblichen Sinne sind. Alle, auch ich, machen die Arbeit ehrenamtlich. Meist erhalten sie jedoch den kostenlosen Zugang zu den Foren. Wir tun die Arbeit, weil sie uns Spaß macht.
/schüüüüüß Barbara {SysOp}
Hallo Walter,
tut mir leid, dass wir nicht miteinander sprechen konnten. Ich war mit einem OLR unterwegs. Ich denke gerade, dass Du gar nicht weißt was ein OLR ist. Ein Offline Reader, ist ein Programm, dem Du Offline alles sagen kannst, was es im CIS tun soll. So zum Beispiel gehe in das Forum x , lese dort alle Überschriften der neuen Nachrichten aus den festgelegten Sektionen, lade die Beschreibungen der neuen Dateien oder lade eine bestimmte Datei. Das alles natürlich auch für mehrere Foren mit unterschiedlichen Aufgaben. Das Programm geht in CompuServe, , während Du Kaffee trinkst, führt es alle Arbeiten alleine aus, das spart natürlich viel Zeit und Geld. Aber ansprechen kannst Du mich dabei natürlich nicht. Wir verwenden NAVCIS, das Du Dir in einer Testversion auch hier laden kannst.
/schüüüüüß Barbara {SysOp}
Hallo Walter,
in CompuServe kommst Du mit GO FILEFIND zu einem Programm mit dem Du unter verschiedenen Suchbegriffen im gesamten CompuServe Dateien finden und auch gleich laden kannst. Eine sehr praktische Einrichtung.
Grüße Bernhard.
Natürlich beantwortete ich diese Nachrichten. Langsam begann mich in CompuServe einzugewöhnen. Ich plante für den Morgen und den Abend je eine Stunde ein, um Nachrichten zu empfangen, zu beantworten und um mich etwas weiter umzusehen.
Dabei wollte ich auch versuchen mal in das viel gerühmte Internet zu gehen, wozu man Winsock Verbindung anklicken musste, aber das brachte gleich einen Winsock-Fehler ein. So beschloss ich, das Internet auf später zu verschieben.
Am nächsten Tag, ich lernte CompuServe immer besser kennen, sah ich, dass mit GO Bahn eine Fahrplanauskunft zu erreichen war, die nichts extra kostete. Sie war, wie ich fand, auch einfacher zu bedienen als das Bahnprogramm in T-Online.
<br<
Die Welt war für mich ein Stückchen weiter geworden, Fridolin hatte mir dazu verholfen. Also schrieb ich, natürlich per E-Mail, an Stefan:
Hallo lieber Stefan,
Der Tipp mit CompuServe und Chip war goldrichtig. Ich habe schon nette Kontakte und gute Erfahrungen. Ich werde wohl in CompuServe bleiben. Schaue mir aber in den nächsten Tage AOL und eine Mailbox an.
Herzliche Grüße von Deinem Freund Walter.
Da mir der Gedankenaustausch mit E-Mail so viel Spaß machte, dachte ich an Caroline in München. Da ich nur Ihre Postadresse hatte schrieb ich einen Brief, schilderte etwas meine Erlebnisse, fragte ob sie eine E-Mail Möglichkeit hätte, sagte, wie gut mir der Abend mit ihr gefallen hätte. Natürlich teilte ich ihr auch mit, sie erreichen mich unter 100120.1047@compuserve.com
Jetzt ist meine E-Mail-Adresse: walter.scheffel@email.de
Das "schwache" Geschlecht im Netz
Als ich heute in CompuServe ging war eine E-Mail von Caroline in meinem Briefkasten.
Hallo
ja ich bin auch zu erreichen unter CarolineSchmiedt@aol.com. Habe leider wenig Zeit.
Herzliche Grüße Caroline.
Erst dachte ich, na, eine kurze Nachricht, aber dann hatte ich das Problem erkannt. Wir waren beide noch per Sie, nun aber plötzlich Online per Du, das wollte sie sicher umgehen, dabei kam so etwas Gequältes heraus. Also schrieb ich.
Guten Tag Caroline,
ich denke noch gerne an den gemeinsamen Abend, wenn wir Gelegenheit gehabt hätten uns noch mal zu treffen, hätte ich bestimmt gefragt ob wir uns nicht duzen wollen. Also sage ich jetzt, bitte, bitte lass uns zu Du Online und Offline übergehen.
(Alles Folgende in Sie umwandeln, wenn Sie nicht einverstanden sind.)
Liebe Caroline, ich würde mich sehr freuen wenn wir unseren Gedankenaustausch hier, in Berlin oder München fortsetzen könnten. Ich habe den Abend mit Dir sehr genossen. Ich freue mich auf eine Fortsetzung. Was macht Dein Studium?
Herzliche Grüße Walter
Bereits am nächsten Tag hatte Caroline geantwortet.
Lieber Walter,
ich finde es toll wie Du mein Problem erkannt hast, natürlich akzeptiere ich gerne das Du und freue mich auf unseren weiteren Kontakt. Da ich das Glück gehabt habe neben dem Studium in einem Verlag arbeiten zu können, ist meine Zeit wirklich etwas knapp. Aber zu einigen Zeilen reicht die Zeit immer. Das wollte ich Dir schnell sagen, aber ich melde mich bald ausführlicher. Dir wünsche ich einen schönen Tag. Hier erst einmal Online, was Du Offline auch noch bekommst, :*.Herzliche Grüße Caroline
Das war eine richtig schöne E-Mail, die ich - auch wegen des Versprechens - ausdruckte und neben Fridolin aufhängte.
In den nächsten Tagen schaute ich mich mal etwas bewusster in den Netzen um. Dabei konnte ich feststellen, dass es erstaunliche Unterschiede gab. Zunächst sind weibliche Teilnehmer viel seltener als männliche.
Stellt ein weiblicher Surfer eine Frage so, kann sie sicher sein mindestes 50% mehr Antworten zu erhalten, als ein männlicher Surfer auf die gleiche Frage erhalten hätte. Fast alle haben schon schlechte Erfahrungen (anbaggern usw.) gemacht. Das erzählte auch Caroline in der nächsten Mail.
Lieber Walter,
so vor einem Jahr bin ich erstmals Online gegangen. Teilweise habe ich mich recht lange dort umgesehen. Das machte mir richtig Spaß, bis ich mich an mehreren Diskussionen beteiligte. Ich war recht unvoreingenommen und schwatzte wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aber was ich fast immer zu hören bekam war, entweder der direkte Versuch anzubandeln oder sogar zotiges. So habe ich nach und nach die Lust verloren. Ich bin immer seltener Online gegangen.
Jetzt ist es aber schön, jemanden zu haben, den man kennt. Sagmal, wie sind denn Deine Online Erfahrungen?
Herzliche Grüße Caroline
Natürlich antwortete ich gleich:
Liebe Caroline,
ich habe - bis auf wenige Ausnahmen - gute Erfahrungen gemacht. Dabei habe auch Frauen kennen gelernt (nur Online), die als Sysop oder Surfer souverän im Netz sind. Dabei übersehen sie, wie ich glaube, mit genügend Selbstvertrauen manches.
Natürlich ist das auch eine Mentalitätsfrage. Wenn ein Mann hinter einer Frau herpfeift, kann diese denken: Schön, dass Jemand mich bewundert, oder Unverschämtheit. Wenn Sie ohne sich umzusehen weitergeht, wird nichts weiter passieren. Aber sie ist im ersten Fall fröhlich im zweiten verärgert. Was man übrigens in südlichen Ländern gut lernen kann.
Es ist leider so, dass sich auch im Netz alle Arten von Menschen herumtreiben, dabei erleichtert die mögliche Anonymität manches .
Flirten im Netz ist auch so eine Sache. Ich finde es schön, während ich an Dich schreibe, denke ich an Dich. Da ich eher ein schüchterner Typ bin, fällt es mir leichter etwas zu sagen. Dazu ist die E-Mail - warum eigentlich? - spontaner als der Postbrief.
Also sage ich, dass es unendlich schön wäre Dich wiederzusehen aber, dass es auch schön ist an Dich zu schreiben.
Herzliche Grüße und :* zurück. Von Walter
So hatte ich nun zwei ständige Online Begleiter. Caroline und Stefan. Damit wurde meine Verbindung zu Fridolin auch immer enger. Ich konnte mir kaum noch vorstellen, was ich in der Zeit, bevor Fridolin da war, gemacht hatte.
Multimedia und CD-ROM
Über das "Online" sein, war es mir ganz aus dem Sinn gekommen mich mit den CD-ROM Möglichkeiten näher zu befassen. Fridolin beanspruchte einfach meine Zeit. Aber ich hatte neben ihm ja auch noch vieles andere, das ich erledigen wollte und musste..
Bei der Installation der Programme hatte ich die Möglichkeiten der CD-ROM schätzen gelernt. Vieles ging einfacher und schneller. Ab und zuwaren auch Töne zu hören gewesen, aber ich war viel zu beschäftigt um darauf zu achten.
Nun sagte ich mir, du musst nun diesen Bereich in den Griff bekommen.
Das erste war, über die Systemsteuerung, den Ereignissen Klänge zuzuordnen. Das war leichter gesagt als getan, denn da waren viele Ereignisse unter denen ich mir nichts vorstellen konnte, dazu gab es viel *.WAV Dateien mit Klängen, die ich nicht kannte. Mit Test konnte ich die Klänge probieren. Das mit den Ereignissen musste ich ausprobieren. Ich lernte dabei, dass man leicht des Guten zuvieltun kann.
Schließlich hatte ich allen Ereignissen Klänge zugeordnet. Fridolin begleitete nun fastalles, was er tat mit einem mehr oder weniger guten Klang.Auf der einen Seite nervte das, hatte aber auch seine Vorteile, so sagte mir die Fanfare bei Datei öffnen, dass Win95 selbst, wenn ich nichts an Fridolin tue, irgend welche Dateien öffnet. Eine Sache, die ich später untersuchen wollte. Schließlich hatte ich ja auch die Möglichkeit mit den Lautsprechern den Ton einfach abzustellen. Später entdeckte ich, dass ein einfacher Klick auf den Lautsprecher, rechts in der Startleiste, eine Lautstärkeeinstellung mit Ausschalter hervorbrachte. Ein Doppelklick erzeugte ein ganzes Menü mit allen Einzeleinstellungen.
Nach dem das getan war, kamen die CD-ROMs an die Reihe, die mit geliefert wurden, sowie zwei CD-ROM, die ich zwischenzeitlich, weil sie interessant und billig waren, gekauft hatte. Dabei hatte ich gleich etwas gelernt. In Büchern kann man blättern, quer lesen, in CD-ROM nicht, da muss man der Werbung glauben. Man stellt erst fest, ob sie was taugen, wenn man sie gekauft hat und sie danach verwendet. Überall wo CD-ROMs verkauft werden, sollten ausreichend Rechner zum Ausprobieren vorhanden sein. Ich hatte so nun 9 CD-ROM seit 3 Wochen da liegen. Durch meine Online Abenteuer hatte ich noch nichts damit gemacht, außer mir mal die Löwen CD-ROM kurz angesehen. Nun sollte es also los gehen.
Die LexiRom
Eine Wissensbibliothek mit Meyers Lexikon, den Dudenbänden Rechtschreibung, Fremdwörter, sinnverwandte Wörter, sowie Langenscheidt Deutsch - Englisch, Englisch - Deutsch. Der Inhalt hatte mich gereizt. So hatte ich die CD-ROM, die nicht ganz billig war erworben. Die Installation war einfach, wenn man davon absieht, dass 2 MB Dateien auf die Festplatte kopiert wurden. Dafür war eine kleine Knopfleiste zu sehen, von der man die Bücher einzeln oder alle aufrufen konnte.
Zuvor wurde mir jedoch die CD-ROM und ihre Bedienung in Text, Sprache und Bild erklärt.
Es war schon beeindruckend, wenn man unter "in allen Büchern suchen" die Stichworte aus allen Büchern schnell fand und sich diese nach Anklicken ansehen konnte. In einzelnen Fällen wurde auch eine Tonwiedergabe geboten, so bei Lerche und Nachtigall aber nicht bei allen Tieren und bei vielen englischen Wörtern, aber auch nicht bei allen.
So gut die Wortinformationen waren, so enttäuscht war ich über die wenigen Ton-, Bild- und Videoinformationen. Die wenige Bildinformationen zeigten durch die Vergrößerungsmöglichkeit die Vorteile der Computerauswertung. Gegenüber Büchern mit Nachschlagefunktion ist die CD-ROM wohl überlegen. Besonders gefiel mir, dass man die Nachschlagewerke bei Unklarheiten schnell aus der Textverarbeitung ausrufen konnte. Gut war auch, dass es so schnell möglich war, die Rechtschreibung, Wortbedeutung und die sinnverwandten Wörter nachzusehen.
Tele-Info
In den Zeitschriften hatte ich den Wettbewerb zwischen D-Info und Tele-Info verfolgt. D-Info von einem privaten Herausgeber, der - nach seinen Aussagen - nun die Telefonbücher in China abschreiben ließ und Tele-Info von der Telekom lizenziert. Die Telekom versuchte jede neue D-Info Ausgabe durch die Gerichte zu stoppen. Das gelang jedoch nicht, weil bei der einstweiligen Verfügung schon alles ausgeliefert war. Das Gute an diesem Kampf war, dass nun die Tele-Info CD, die zunächst mehrere 100 Mark kostete, nun auch für 40.-- bis 50.-- DM angeboten wurde.
Ich hatte die Tele-Info CD mit 33 Millionen deutschen Telefonteilnehmern. Auf dieser kleinen CD-ROM waren alle deutschen Telefonbücher. Man konnte nach Postleitzahl, Ort, Vorwahl, Namen, Ort, und Straße mit Hausnummer suchen.
Was ich zunächst einmal feststellte war, wie viel Teilnehmer es mit meinem Namen in Berlin und Deutschland gab - viel zu viele. Danach stellte ich mir eine Liste aller Telephonnummern in unserem Haus zusammen. Danach suchte ich einzelne Telephonnummern, was mit Namen und Postleitzahl oder Namen und Stadt oder Stadt und Straße sehr einfach war und schnell ging.
Wenn man sich vorstellt, diese kleine CD-ROM gegen das Wälzen dicker Telefonbücher, so werden die Vorteile der CD-ROM offensichtlich.
D-Info bietet zusätzlich, das hatte ich bei einem Bekannten gesehen, die Suche nach Telephonnummern. Hat man die Telephonnummer, so kann man dazu Name und Adresse feststellen.
Die deutsche Telekom bietet nun - wenigstens in Berlin, doch ich denke überall - die örtlichen Telefonbücher kostenlos auf CD-ROM an, ebenso die Brachenbücher für DM 10.--. Das wäre ein sehr guter Weg die Anzahl der gedruckten Telefonbücher entscheidend zu reduzieren und so zum Umweltschutz beizutragen. Er müsste nur etwas konsequenter beschritten werden. Aber das kommt sicher in der Zukunft.
So hatte ich nun schon zwei CD-ROM, die in einem Caddy neben Fridolin lagen, damit ich sie,wenn ich sie brauche, einfach schnell in das Laufwerk stecken kann.
Spiele
Das ist natürlich ein sehr weites Feld. Bisher herrschten die Spiele für DOS vor, die man nicht so ganz einfach unter Windows 95 zum Laufen zu bringen kann. Microsoft unternimmt große Anstrengungen um Spiele für Windows 95 entstehen zu lassen. Die Erfolge stellen sich langsam ein. Ich war gar kein so großer Spiele Narr und beschränkte mich auf Windows Spiele, die von der Installation her keine großen Probleme machten. Gut dass ich eine neue große Festplatte hatte, denn jedes Spiel kopierte mindestens 2 MB manches mal 20 MB oder mehr auf die Festplatte.
Danach tauchte ich aber in die Multimediawelt ein, wie bei keiner anderen Software. Jedes Programm wollte die anderen in der Graphikdarstellung und der Soundwiedergabe übertreffen. Wirkliche Kreativität tobt sich da aus, natürlich gab es auch die Unterstützung durch Filmsequenzen. Einfach ein Erlebnis, fast für jeden Geschmack gab es etwas, aber auch dort musste man die Spreu vom Weizen trennen.
Da war der Erfahrungsaustausch in den CompuServe Foren eine große Hilfe. Allerdings, der große Spiele-Fan, der nächte-, tagelang damit fasziniert zubringt, wurde ich nicht, wohl auch weil ich mit der Zeit zu sehr geizte. Aber ein Erlebnis war fast jedes Spiel, das ich mir ansah.
Es gäbe natürlich noch viel mehr zu berichten, die CD-ROM Auswahl ist schon unübersehbar groß. Vielen Computerzeitschriften liegen CD-ROM bei. Ein Problem für mich ist noch die Archivierung und vor allem, die Spreu vom Weizen zu trennen. In CompuServe las ich interessante Vorschläge, wie zum Beispiel die Verwendung unbrauchbarer oder schlechter CD-ROM als Getränkeuntersetzer oder Wandschmuck. Es wurde sogar darauf hingewiesen, dass durch das Reinigen der "Untersetzer" in der Spülmaschine, dar Aufdruck beschädigt würde. Das sei nicht schlimm meinte ein anderer, weil bei einer schlechten CD-ROM auch der Aufdruck nicht aufhebenswert sei.
Bunt und unterhaltsam AOL, Caroline kommt mich besuchen
Auch hier hatte ich eine CD-ROM, die ich Fridolin zum lesen gab aber nichts rührte sich. Beim Ansehen mit dem Explorer sah ich eine AOLSTART.EXE. Nach dem ich diese aufgerufen hatte, wurden mit Sound eine Menge bunte Bilder gezeigt, das Modem gesucht, gefunden und die Installation begann. Nach kurzer Zeit stand auf dem Bildschirm " Sie können AOL nun starten".
Ich war richtig gespannt.
Einstellungen: Berlin gewählt,Verbinden, und danach ging ein langer Online Prozess los, der obwohl ich ihn so kurz wie möglich halten wollte, über 15 Minuten dauerte. Hättest du dies doch am frühen Morgen gemacht, dachte ich. Zuerst die Registriernummer und das Passwort von der CD-ROM eingeben, dann Hinweise lesen, einverstanden, Adresse und Telephonnummer eingeben, Hinweise lesen, einverstanden, Bankverbindung eingeben, Hinweis lesen, einverstanden, neuen Benutzernamen und Passwort eingeben, beinahe hätte ich vergessen, diese zu notieren. Danach war ich in AOL, das Programm fing an Dateien zu laden, als es fertig war, verließ ich es schnell wieder, um die Telefonkosten nicht zu hoch werden zu lassen.
Der erste gute Eindruck von der Installation war durch die lange Online-Prozedur getrübt, aber das will ja nichts sagen. So konnte ich den Abend kaum erwarten.
Am Abend anwählen, der neue Benutzername war vorgegeben, das Passwort musste ich eingeben,ein Glück, dass ich es notiert hatte. Die graphische Anzeige des Anwählens war nett anzusehen. Ich bin in AOL und habe wartende Post. Der Geschäftsführer Herr Büttner begrüßt mich sehr nett. Er empfiehlt, mit String+ K, Safari anzuwählen. Neben dieser netten Begrüßung leider auch die erste Enttäuschung, zunächst keine Möglichkeit die Post zu speichern und Offline zu lesen. Nur Drucken war möglich, aber ich wollte die Papierberge nicht noch vergrößern. Später lernte ich die Kurierdienste kennen. Also Strg+K, Kennworteingabe. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass ich Safari eingeben musste.
Es scheint, als ob ich AOL kritischer gegenüberstehe als CompuServe. Das ist auch wohl richtig. CompuServe begegnete ich unbefangen und nun bin ich Online erfahrener.
Also, Safari eingegeben, durch die Informationen geblättert. Ich kam mir dabei wie ein alter Hase vor, nett anzuschauen, gut gemacht, aber nicht viel gelernt.
Beenden angeklickt, Sie wollen sich abmelden Ja, nein, AOL beenden. Ja, angeklickt Ende. Das ging schnell und gut.
Erneut angewählt. Schon wieder Post. Diesmal war es Andreas Paul, von der Mitgliederbetreuung, der auch allgemeine Hinweise gab. Aber durch die mehrfache Begrüßung fühlte ich mich angesprochen, obwohl es Standardtexte waren.
Inzwischen hatte ich einen Weg gefunden die Nachrichten Offline zu lesen. Datei, Speichern, Name eingeben, o.k. Zwar umständlich, aber wirksam. Nun klickte ich auf Computer, dann auf Windows 95. Die Diskussionsebene scheint das Pinboard zu sein, also mal anschauen.
Da war ich aber enttäuscht, wenige Fragen, noch weniger Antworten, alles kurz und knapp, keine persönliche Note. Antworten nur Online. Das war wohl der Grund. Nein, das war nichts für mich.
Das Angebot von Dateien und Informationen zum Download dagegen reichhaltig. Das wollte ich mir das nächste Mal näher ansehen.
Mein Problem waren die Telefonkosten. Ich hatte Schreckliches darüber gelesen. Telefonrechnung 500 Mark durch Online Dienste und Schlimmeres. Es war ja auch verführerisch, immer Neues zu entdecken, worüber man die Zeit vergisst.
Darum hatte ich mir einfach eine Eselsbrücke gebaut und einen Kurzzeitwecker neben Fridolin gestellt. Sobald ich Online ging, stellte ich ihn auf 5 oder 10 Minuten. Wenn er klingelte, verließ ich das Programm, schnell war ich wieder Offline, so war es leicht die Übersicht zu behalten. Gespannt auf die nächste Telefonrechnung war ich trotzdem.
Der zweite Besuch: zunächst, sagte ich mir, vergleiche Gleiches mit Gleichem, also besuchte ich das AOL Chip-Forum. Zunächst die Nachrichten, wieder wenige, mit wenigen knappen Antworten.
Der Downloadbereich war gut und wesentlich bedienungsfreundlicher ausgestattet. Das Download selbst, schnell und einfach.
Alle ausgewählten Dateien wurden in einem Archiv-Manager gespeichert, dort konnte man Offline oder Online die Kurzbeschreibung lesen, bereits herunter geladene Dateien ansehen oder Dateien zum Download wieder löschen. Die Download-Bedingungen konnten man einstellen, so zum Beispiel, dass geladene gepackte Dateien, nach dem Programm beenden automatisch entpackt und die Archivdateien gelöscht werden. Natürlich konnte man auch mit dem Download beginnen. Eine gute, runde Sache.
Da es so einladend war, ging ich schnell einmal ins Internet, das war unproblematisch und einfach. Aber schnell verließ ich das Internet wieder, um mich nicht zu verzetteln. Ich wollte nicht gleichzeitig auf vielen Hochzeiten tanzen, sondern eines nach dem anderen kennen lernen. Mein Eindruck von AOL war schon positiver.
Zwischen den AOL-Besuchen, war ich natürlich morgens und abends im CompuServe und hatte meistens Post.
Mein Mailwechsel mit Caroline war intensiver geworden wir tauschten mindesten alle 2 Tage unsere Gedanken und Erlebnisse aus. Weil wir uns dabei immer näher kamen, war auch die Lust zu schreiben immer größer, aber auch der Wunsch uns wieder zu sehen. Am Wochenende hatten wir telefoniert, Caroline in der Telefonzelle. Das war natürlich ein ganz anderes Erlebnis, obwohl wir erst etwas Probleme hatten, auf das Sprechen umzuschalten, wurde es ein langes Gespräch, das wir bei 5 DM auf der Anzeige in der Telefonzelle beendeten.
Am nächsten Tag schrieb Caroline:
Lieber Walter, es war eine gute Idee, dass wir Telefonieren verabredet hatten. Besonders schön war es, dass wir uns auch am Telefon so gut verstanden haben.
Schön ist es, wenn man sich so verabredet. Ich wusste Du wartest schon und ich freute mich beim Wählen schon auf Dich. So ist es auch mit E-Mail, die kann ich speichern und lesen, wenn ich möchte und Zeit für Dich habe.
Zu Hause hasse ich es, wenn das Telefon mich aus irgend etwas heraus reißt und ich gezwungen werde mich auf etwas ganz anderes einzustellen. Natürlich würde ich mich aber auch zu Hause freuen, wenn Du mich anrufst, auch wenn ich schlafe oder intensiv lerne, aber so ist es viel schöner.
Ja, auch ich gewinne Dich immer mehr lieb. Hätte ich nicht gedacht, dass das aus der Ferne geht.
Übrigens, Du hast gar nicht gefragt, warum ich mit dem Computer ins Netz kann, aber kein Telefon habe. Das ist leicht erklärt. In meinem Zimmer brauche ich kein Telefon und schließe daher den Rechner an das Telefon des Vermieters an. Da muss ich immer eine lange Strippe ziehen bis ins Wohnzimmer des Vermieters. Ich bezahle die Mehrkosten gegenüber der durchschnittlichen Rechnung, das sind 30-60 DM pro Monat. Meine Vermieter sind nette Leute, aber telefonieren mit Dir ist besser von der Telefonzelle aus. Deine Caroline.
Ich dachte darüber nach, nach München zu fahren, um Caroline zu besuchen, aber die nächsten Tage war das leider nicht möglich, also schrieb ich.
Hallo liebe, liebe Caroline. Ich denke darüber nach, schnell mal nach München zu fahren, weil einfach, nach unserem Telefongespräch, der Wunsch Dich wiederzusehen und in meinen Armen zu halten sehr groß geworden ist. Ich muss sehen, wann es geht, hoffentlich bald. Ich teste übrigens zur Zeit AOL und habe schon einige Male geschaut ob Du im Netz bist. Die globale Suche finde ich gut. Bis bald Dein Walter
Also weiter mit Fridolin und dem AOL kennen lernen. Ich wollte jetzt mal E- Mail versuchen und sendete von CompuServe aus eine E- Mail an INTERNET: W_Scheffel@aol.com.
Beim nächsten Anwählen war meine Post da, ich konnte sie speichern sowie bequem Offline beantworten. Alles war gut und bedienungsfreundlich eingerichtet.
Ich war nun hin und her gerissen, zu mal Caroline AOL- Mitglied war, aber schließlich entschied ich mich doch für CompuServe, war es aus Gewohnheit? Ich denke, die hatte eine großen Anteil aber schließlich gaben wohl die Forumsdiskussionen den Ausschlag. Also schrieb ich AOL eine kurze Kündigung und löschte das Programm.
Als ich wie zur Rechtfertigung ins CompuServe ging, hatte ich neue Post von Caroline.
Hallo liebe Walter, da wir nächste Woche einen Feiertag haben, habe ich mich entschlossen, am Freitag nach Berlin zu kommen. Ich komme mit dem IC um 18.04 am Bahnhof Zoo an.
Nach unserem Telefongespräch ging es mir wie Dir, ich wollte Dich gerne wieder sehen und ... bis bald. Deine Caroline.
Ich schrieb sofort noch Online zurück.
Liebste Caroline, Ich freue mich sehr und hole Dich selbstverständlich ab. Hoffentlich geht die Zeit bis Freitag schnell herum. Dein Walter
Danach sagte ich zu mir und Fridolin, nun aber Staub wischen, Staubsaugen und alles auf Vordermann bringen. Habe ich eigentlich erzählt, wie ich wohne ? Nein, dann aber schnell.
Als ich vor 10 Jahren nach Berlin zog, halfen mir meine Eltern eine kleine 2-Zimmer Eigentumswohnung in Charlottenburg zu kaufen. In einem Gartenhaus (Hinterhaus) 2 Zimmer mit kleiner Küche und kleinem Badezimmer. So was kostete damals 50.000.--DM. Alles hatte ich im Laufe der Jahre renoviert und eingerichtet. Ich hatte ein Wohn- und ein Arbeitszimmer mit Fridolin und in beiden Zimmer einen Bettschrank.
Also hatte ich etwas zu tun, um alles vorzeigefähig zu machen, danach ging ich auf Verdacht etwas einkaufen.
Dann war Freitag, aber der Tag wollte nicht zu Ende gehen. Endlich war es 17.00 Uhr. Ich ging -viel zu früh - zur U-Bahn, die mich in 4 Minuten zum Bahnhof Zoo brachte. Beim Blumenhändler an der Ecke Joachimstalerstraße.kaufte ich eine rote Rose, so war ich eine halbe Stunde zu früh auf dem Bahnsteig. Das waren lange Minuten, bis dann der ICE fast pünktlich kam.
Ich sah den Bahnsteig entlang,suchte unter den vielen Menschen, da war Caroline. Wir sahen uns wohl gleichzeitig, sahen uns an, gingen aufeinander zu, plötzlich liefen wir und hielten uns in den Armen. Caroline hatte den Koffer mehr fallen lassen denn abgestellt, und meine Rose wurde etwas zerknittert.
Wir gingen Arm in Arm, hatten uns viel zu erzählen. Schnell waren wir in der Uhlandstraße, da sagte Caroline, "Ich gehe schnell den Eltern guten Tag sagen, hältst Du solange meinen Koffer und die Rose? Kann aber etwas dauern."
Wir hatten gar nicht darüber gesprochen, aber nun freute ich mich, Caroline wird bei mir wohnen.
Schon kam Caroline wieder, die Zeit war wie im Fluge vergangen. Als wir nach einem kurzen Weg, bei mir angekommen waren und ich ihr alles gezeigt hatte, sagte ich, "Wenn du dich bei Fridolin einrichtest, wird er sich sicher so wie ich freuen." Der Arme wurde in den nächsten Tagen recht stiefmütterlich behandelt, denn natürlich ließ ich nicht Caroline mit ihm alleine und angeschaltet wurde er nur einmal, damit ich Caroline CompuServe zeigen konnte
Treffen mit Caroline im WorldsAway
Die Tage mit Caroline waren viel zu schnell vergangen, auf dem Weg zum Bahnhof, sagte ich zu ihr: "Ich weiß gar nicht wie ich die nächste Zeit ohne Dich überstehe", sie sagte, "Lass es uns abwarten, etwas Abstand gewinnen und weiter sehen".
Während wir zusammen waren hatte ich Caroline auch WorldsAway gezeigt und wie man als Avatar sich einen Körper und Kopf verschafft, sie fand das ganz toll. So hatte ich ihr die CD-ROM mit CompuServe und den Zusatzprogrammen mit WorldsAway mitgegeben.
Als ich wieder zu Hause war, stellte ich gleich Fridolin an und schrieb.
Liebste Caroline, noch einmal Danke, dass Du nach Berlin gekommen bist, Danke für die viel zu kurzen, wunderschönen Tage. Eines weiß ich nun sicher: Ich liebe Dich.
Aber Du hast sicher recht,etwas vernünftig sein kann nicht schaden. Natürlich sollst und musst Du Dein Studium zu Ende bringen. Nur etwas Zeit für uns solltest Du dabei einplanen. Ich werde es natürlich auch tun. Uns bleiben ja E- Mail und Telefon. Dein Walter
Mein Liebster, mir ist es auch schwer gefallen, wieder mit dem Studium weiterzumachen, als wäre nichts gewesen, denn tatsächlich hat sich unheimlich viel verändert. Du hast es gut, Du musst arbeiten, aber ich muss mich selbst bestimmen. Aber es ist schön, dass es Dich gibt, und ich weiß, dass Du auf mich wartest.
Lass uns sehen, was wir daraus machen, aber mach es mir nicht zu schwer, weil ich auf jeden Fall das Studium zu Ende bringen will, das kann ich gut nur hier in München.
Ich will morgen CompuServe installieren und mich etwas umsehen. Ich bin um 21 Uhr im CHIP Forum. Wenn es bei dir passt, versuchen wir uns mal dort zu treffen. Deine, Dich sehr liebende Caroline
Natürlich schalte ich am nächsten Tag, sowie ich zu Hause war, Fridolin an und war um 21 Uhr im Chip. Auf den "Einladen" Knopf in WinCIM gedrückt, da war Caroline, das Kästchen mit Ihrem Namen angeklickt, Einladen.
>>Hallo liebe Caroline, da bin ich<< >> Hallo Walter, ich wollte in WorldsAway habe es aber nicht geschafft.<< >>Ganz einfach, verkleinere WinCIM zum Symbol und starte WorldsAway, Du kannst natürlich WorldsAway auch direkt ausrufen, aber das gibt leicht Probleme. Danach gehst Du als AVATAR3xxx in die Eingangshalle links neben dem Kakadu ist ein Raum mit einer blauen Box, nimm Dir was da drin ist, dann nach rechts in den Eingangsraum, suche Dir einem Körper, einem Kopf aus und einen Namen.<< >> Toll Liebster, wie das miteinander sprechen (schreiben)klappt.<< >>Wähle bitte einen Namen mit Caroline, meiner ist Walter_S. Damit wir uns finden, einen zweiten, spaßigeren Namen können, wir uns später geben.<< >> Ja mache ich, wie finden wir uns?<< >> verlasse die Promenade durch die Flügeltüren, da werde ich auf Dich warten, sagen wir um 22 Uhr, wenn Du früher fertig bist, kannst Du schon durch gehen und um 22 Uhr WorldsAway erneut laden, Du bist als Geist an der selben Stelle,<< >> Und was mache ich als Geist?<< >>Einfach auf den Boden klicken und Avatar wählen schon Du bist wieder real.<<
Um 22 Uhr wartete ich, klickte jeden Hereinkommenden an, endlich kam ein blondes weibliches Wesen, das war Caroline.
>>Hallo Caroline,schön dass Du da bist. Bitte klicke nun auf mich und auf "Folgen" dann suchen wir ein schönes Plätzchen für uns.>>
Caroline war so mit mir verbunden und musste mir folgen. Es dauerte etwas, wir blieben am zentralen Brunnen (Fountain). Plauderten, ab und zu kam jemand vorbei mit dem wir dann sprachen. Die meisten sprachen Englisch, aber ein Avatar mit Fuchskopf sprach Deutsch.
Danach folgte ich Caroline, und wir gingen auf Entdeckungsreise.
Als wir uns Gute Nacht sagten, WorldsAways und CompuServe verließen war es nach 23 Uhr. Die Zeit war wie im Flug vergangen. Das freut die Telekom und CompuServe, dachte ich. Freute mich aber auf die Verabredung mit Caroline am nächsten Tag.
Da man automatisch wieder dort ankommt, wo man WorldsAways verlassen hat, trafen wir uns am nächsten Tag mit nur einer Minute unterschied Ountside Nuyo.
>>Guten Abend Liebste, ich hoffe Du hattest einen guten Tag. Ich hatte viel zu tun nun freue ich mich Dich virtuell zu sehen >>
Ich war der erste, daher hatte ich genügend Zeit, meinen ersten Satz vorzuschreiben.
>> Schön Dich zu sehen, toll wie pünktlich Du bist<<. >> Was machen wir denn heute?<< >> Ich denke wir haben noch viel zu sehen, darf ich mich an Dich binden?<< >> Aber ja, es ist schön, wenn Du an mich gebunden bist.<<
So streiften wir eine halbe Stunde durch WorldsAway, trafen viele andere, auch mit Fuchsköpfen und wurden in ein Apartment eingeladen. Die Zeit verging wieder wie im Flug, nur mussten wir auch an die Kosten denken. Irgendwann sagte Caroline:
>>Ist ja furchtbar interessant, aber ich würde Dich nun lieber anrufen, lass unsaufhören und ich rufe in einer halben Stunde an<< <<Ganz toller Vorschlag, ich bin fast schon weg und freue mich.<< Eine halbe Stunde später klingelte das Telefon. Wir beide hatten uns viel zu sagen, vor allem, dass wir uns lieben.
Wir sprachen auch über WorldsAway. Ich sagte dabei, ich wolle mal versuchen dort zu sein, während ich Dateien lade. Das funktionierte auch, aber ohne Caroline machte es nicht den richtigen Spaß. So blieb es bei unserer Wochenendverabredung.
Am nächsten Tag schnupperte ich mit GO AWAY etwas im Community Forum dort fand ich einiges Interessante und schrieb an Caroline:
Hallo Liebste, ich habe etwas im WorldsAway Community Forum gestöbert. Dort in Lib.3 habe ich den Traumboten gefunden, eine deutsche Online Zeitschrift über WorldsAway. Du solltest Dir mal einige der Textdateien laden (geht sehr schnell) und lesen. Es gibt dort viele Anregungen, Verlobungen und Hochzeiten hat es auch gegeben. Wirklich interessant. Ein Artikel handelt davon, ob man von Online zu Offline übergehen soll, mit dem großen Risiko enttäusch zu werden
Da haben wir es doch gut, uns On- und Offline zu kennen und zu lieben.Dein Walter
Hallo geliebter Walter, natürlich bin ich Deiner Anregung gleich gefolgt. Übrigens ein auch für mich sehr interessantes Thema, Online Publikationen, die im Englischen schon recht stark vertreten sind.
Ich habe gleich alle geladen und ausgedruckt. Nun schmökere ich und habe schon vieles entdeckt. Dort gibt es eine ganze Fan-Gemeinde, die offensichtlich viel Zeit dort verbringt. Hast Du gelesen, dass es jetzt eine neue Traumwelt "Pride Univers" für Lesben und Schwule gibt. Diese Traumwelt ist wie ein Weltraumkreuzer gestaltet. Wenn man nicht soviel Software downloaden müsste (über eine Stunde), wäre das sicher auch mal einen Besuch wert.
In Traumbote 20 habe ich " Eine Zwickmühle namens Online Liebe" gelesen" das war wohl der Artikel, den Du gemeint hast. Schnell einen Kuss. Schön, dass es Dich gibt.
Wenn man die Traumboten liest, bekommt man richtig Lust mehr dort zu machen. Am Wochenende sollten wir dort versuchen mehr Token zu bekommen und uns ein Apartment zu mieten. Toll, was ich durch Dich alles kennen lerne.
Deine Caroline.
Was es nicht alles gibt, das Internet
Caroline und ich hatten beschlossen WorldsAway nur am Wochenende zu besuchen und in der Woche E-Mail zu wechseln.
Ich hatte nun auf dem Programm: das Internet zu erkunden. Das ging einfach und schnell über AOL, aber das hatte ich gekündigt, so versuchte es nun über CompuServe. Aber als ich Winsock Verbindung angekreuzt hatte, kam es zu einem WINSOCK Problem.
Es gab 32Bit und 16Bit Winsocks und diese noch in unterschiedlicher Ausführung. Ich hatte wohl bei der Installation etwas verkehrt gemacht. Jedenfalls war im Win95-Verzeichnis eine Winsock.old und eine Winsock.dll, die wohl verkehrt war. Natürlich hatte ich Stefan gefragt, der mir geraten hatte die Winsock.dll zu löschen, die Winsock.old wieder in Winsock.dll umzubenennen und die Winsock.dll von der WinCIM CD-ROM unter das Verzeichnis Cserve und Cserve/Cid zu kopieren.
Nach dem ich das alles getan, hatte konnte ich nun mit WinCIM und mit T-Online ins Internet.
Was mir dort im WWW auffiel, war zunächst, dass durch den Graphikaufbau alles sehr langsam war. Dauernd wurde etwas geladen. Sehr schnell lernte ich, dass es auch im Internet sehr darauf ankommt, wann man ins Internet geht. Der frühe Morgen war auch hier gut. Das nächste war, dass ich von der Vielfalt geradezu erschlagen wurde.
Das Internet kam mir vor, wie ein dickes Telefonbuch, mit allerdings ewig langen Telephonnummern, irgendeine Seite anzuwählen, war wie im Telefonbuch auf eine Nummer. zu tippen und diese dann zu wählen. Man wusste fast nie, was einen erwartet. Das wohl Wichtigste war, sich ein eigenes Verzeichnis von guten Internetseiten zu erstellen.
Erfreulicherweise gab es Suchmaschinen, die teilweise auch nach Themen gliedert sind, andere führen Bewertungen durch. So fand ich nach und nach meine Internet-Adressen.
Sowohl CompuServe als auch T-Online boten kostenlosen Platz für eine Homepage an. Ich wählte CompuServe und musste dazu zu der Adressen-Nummer (100120,1047) durch einen andern Namen ersetzen. Ich hätte einen Fantasie-Namen, wählen können, wählte aber W_Scheffel und hatte so auch eine E-Mail Adresse.
Das Erstellen einer Homepage war gar nicht so einfach. Aber ich fand mit dem Microsoft Publisher einen einfachen Weg eine Webseite zu erstellen, aber ich erfuhr dabei auch, dass ich unbedingt HTML lernen müsste. Diese einfache Webseite war nicht mehr als eine grafisch gestaltet ausführliche Visitenkarte. Das Aufladen war mit dem von CompuServe bereitgestellten Programm recht einfach. So teilte ich dann allen meine Bekannten die Adresse meiner Homepage und die neue E-Mail Adresse mit und bat möglichst nur diese zu benutzen.
Als ich später wieder zu CompuServe ging hatte ich Post.
Hallo liebster Walter, natürlich bin ich gleich zu Deiner Seite gegangen, die aber noch sehr mager ist, aber so auch ruckzuck aufgebaut wurde. Nun habe ich eine Möglichkeit mehr an Dich zu schreiben.
Über das Internet wird auch auf der Uni viel diskutiert. Generell sieht man darin ein neues, freies Publikationsmedium. Allerdings ist das Geldverdienen im Internet noch problematisch. Eine Tendenz geht dahin die Internetseite als Werbeträger zu verwenden, sie also so attraktiv wie möglich zu machen um viele Zugriffe zu erreichen. Die andere Tendenz ist das Internet Geld, sobald es da ist, werden viele für Dienstleitungen etwas zu verlangen. Bei uns denkt man, dass durch die weltweite Beteiligung die versammelte Intelligenz bald Lösungen gefunden werden.
Jedenfalls eine spannende Entwicklung. Ich finde es toll sie mit Dir zu erleben. Bis bald - mein Liebster - es küsst Dich innig Deine Caroline.
Guten Tag geliebte Caroline, danke für Deine lieben Internet-Zeilen. Es ging mir gerade durch den Kopf, dass ich ein richtiger Glückspilz bin, eine so hübsche, nette und intelligente Frau nicht nur zu kennen, sondern vor allem von ihr geliebt zu werden. Mit dem Internet und den Tendenzen hast Du sicher Recht. Es wird sicher immer umfangreicher aber auch besser. Allerdings liegen in dem Wachstum auch zwei Gefahren. Einmal eine verstopfte Datenautobahn und zum anderen die Begehrlichkeit der Politik, die Einfluss nehmen möchte.
Wir zwei können die Entwicklung sicher interessiert verfolgen, solange nicht einer von uns an einer Schaltstelle sitzt. Ich wünsche mir nur, dass wir das gemeinsam tun können. Sei lange wieder geküsst von Deinem Walter.
Bei meinen weiteren Internetbesuchen stellte ich fest, dass fast die gesamte Computerindustrie dort vertreten ist, allerdings in sehr unterschiedlicher Qualität.
Ein ganz großes Feld, auf dem ich mich gerne umsah waren die Homepages auf denen viel Kreativität zu finden war.
So waren Caroline und ich richtige Online Experten geworden und hatten viel Stoff für Diskussionen. Fridolin wurde so immer unentbehrlicher und wichtiger. Obwohl ich nicht viel daran dachte, da er mir klaglos alle Online Aktivitäten erlaubte.
Mailboxen und das Fidonet
Es blieb nun noch das Kennen lernen von Mailboxen. Da musste ich ebenfalls ein Programm installieren. Ich wählte dazu Teldix, das auch auf der Elsa Microlink CD-ROM enthalten war. Die Installation war schnell und einfach. Mit der Ausnahme, dass ich den kleinen gelben Zettel mit der Registriernummer nicht gleich fand den ich verzweifelt suchte. Ich hatte ihn in das Handbuch gelegt.
Ich startete das Programm. Auch die Konfiguration war einfach. Aus CompuServe hatte ich mir eine Datei mit Berliner Mailbox Nummern geladen, drei davon trug ich nun in das Adressenverzeichnis ein.
Bei der Anwahl war bei der ersten gleich kein Anschluss. Ich lernte bald, dass Mailboxen kommen und gehen, auch die Telephonnummern wechseln relativ häufig. Das trifft natürlich nicht auf die größeren, überregionalen Boxen zu, die ich als nächstes anwählte.
Ohne viel in das Detail zu gehen, möchte ich aber lieber an dieser Stelle meine generellen Erfahrungen zusammen fassen.
Um eine Mailbox zu besuchen braucht man einen PC mit Festplatte, ein Modem und ein Mailbox-Programm. Da es nur wenige dieser Mailbox-Programme gibt, sehen sich alle Mailboxen sehr ähnlich. Beim Einlogen bekommt man ein Eingangsmenü gezeigt, in dem man seinen Namen und das Passwort eingeben muss. Meist kann man mit dem Passwort "GAST" ohne Probleme zum erstenmal einloggen (eintreten) und eine beschränkte Anzahl von Verzeichnissen lesen. Im Prinzip ist jede Mailbox wie eine Festplatte eingebaut. Man hat über ein Menü Gelegenheit das Verzeichnis zu wechseln, die Dateien anzusehen und Dateien downzuladen.
Im Nachrichtenbereich kann man Nachrichtendateien lesen und Nachrichten schreiben. Ferner besteht eine Möglichkeit Mitteilungen innerhalb des Fidonet zu versenden und zu empfangen.
Das Fidonet wurde zu einer Zeit gegründet, als das Internet auf Regierung und Universitäten beschränkt war. Es wurde eine private Alternative gesucht. Das so entstandene Fidonet war und ist ein Netz der Amateure und Individualisten, was umschreibt wie schwierig es ist es zusammenzuhalten.
Dazu kommt die nun übermächtig gewordene Konkurrenz des Internet und der kommerziellen Datendienste wie CompuServe, T-Online und AOL.
Bei der Registrierung werden in Mailboxen Gebühren von 0 DM bis 25.-- DM pro Monat fällig,
So haben Mailboxen heute 3 hauptsächliche Anwendungsgebiete: Eine meist preisgünstige, regionale Alternative für Individualisten und Sondergruppen. Eine preisgünstige Möglichkeit für Firmen Treiber und Informationen ihren Kunden zur Verfügung zu stellen. Eine Alternative zu kommerziellen Datendiensten durch Mailbox-Verbundsysteme.
Das weiterhin bestehende Fidonet, dagegen wird wohl an Bedeutung verlieren. Da die größeren Mailboxen Internet-Mail anbieten, wird aber auch die Zukunft gesichert sein.
Für mich behielt die zweite Anwendung Ihre Bedeutung, weil natürlich in den Firmen-Mailboxen Informationen und Treiber meist eher und vollständiger zu finden waren als im Internet oder bei den Datendienste. Aber es blieb auch interessant, mich in einer der vielen Hobby-Mailboxen umzusehen.
Des Surfers Freud und Leid
Ich hatte nun eine breite Auswahl von Möglichkeiten, viel Erfahrung gewonnen. Meine Entscheidung war T-Online, CompuServe, Internet und gelegentlich eine Mailbox. Immer mehr wurde ich dort heimisch. Aber mit dem stärkeren Gebrauch und mit mehr Erfahrung lernte ich auch ganz neue Probleme kennen.
Die Datenautobahn kennt alle Probleme der Autobahn. Dort konnte man vor Jahren auf 2 Spuren herrlich frei fahren bis immer mehr sich die Freiheit leisten konnten. Heute reichten vier und sechs Spuren nicht mehr aus. Der Stau wurde zum ständigen Begleiter. Das ist auf der Datenautobahn gleich, nein, noch viel schlimmer. Während man im Auto Stunden fahren kann bis man durch den Stau gebremst wird, wird die große Geschwindigkeit der Datenautobahn zum Verhängnis. Will man von Berlin nach München fahren und bei Würzburg ist eine Baustelle, so fährt man bis Würzburg mit 130 und dann mit 20 km/h. Bei der Datenautobahn hat man den Eindruck man führe schon mit 20 km/h von Berlin ab.
Jeder Engpass wirkt sich sofort auf das gesamte System aus. Man kann an jeder Stelle nicht schneller sein als an der langsamsten Stelle. Im Internet funktioniert jedoch die Umleitung recht gut, so dass man dort sagen kann, das System ist nicht schneller als die langsamste Stelle in der schnellsten Umleitung.
Immer bleibt das Problem, dass der Benutzerzuwachs viel schneller ist, als der Ausbau von Straßen für Autos und Rechner und Leitungen für den Surfer.
So lernte ich schnell, dass nicht ich mit meinen Wünschen bestimme, wann ich ins Netz gehe, sondern der Tarif und Benutzungsfrequenz. So schön es wäre am Abend in Ruhe durch das Netz zu gehen, so viel besser und schneller ist es am frühen Morgen.
Morgens um 6 Uhr, wenn die Amerikaner (um Mitternacht) zu Bett gehen und die Europäer noch nicht aktiv sind, kann man sich in den Weiten des Netzes richtig austoben. Meine Welt hat sich so verändert. Am Morgen kommt erst das Netz und danach das Frühstück.
So habe ich gelernt, endlos lange Ladezeiten, quälend langsamen Bildaufbau und fast alle Anwahlprobleme zu vermeiden. Gelegentlicher Ärger am Abend gegen 21 Uhr, das ist meine zweite Surfzeit, ist natürlich nicht ausgeschlossen. Wenn alles zu langsam wird, hört man besser auf und fängt auf einer besseren Umleitung neu an.
Ja und die Bilder. Ich kann ja verstehen, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, aber warum muss das Kunstwerk langsamer geladen werden als 1000 Worte? Wie viele der Kunstwerke sagen höchstens 10 Worte?. Ich denke, schön wäre ein gesundes Mittelmaß.
Leider gibt es im Netz nicht nur nette Leute. Das hängt mit der Anonymität zusammen. Ich möchte nicht von den Nazis und Sittenstrolchen reden, die Kontakt mit ihres Gleichen suchen. Das ist im freien Internet einfach nicht zu vermeiden. Darüber sollte man einfach schweigen. Der "normale" Surfer findet in der Weite des Netzes diese Adressen kaum. Jedes Reden und Schreiben darüber bringt die Publizität, die diese Menschen sich wünschen.
Es gibt aber zwei Ärgernisse, die ebenfalls durch die Anonymität bedingt sind. Die Möglichkeit einen "Forumsnamen" zu wählen, gibt jedem die Möglichkeit, sich zu verstecken. Leider wird dies nicht nur als Narrenkappe, sondern auch als Tarnkappe verstanden und das führt dazu, dass unter diesem Schutz "geschweinigelt" wird.
Neulich schrieb mir eines der erfreulicher Weise immer öfters im Netz anzutreffenden weiblichen Wesen "ich traue mich gar nicht irgend ein Thema anzusprechen, dass irgend wie mit Sex zu tun hat, sofort hängen sich Leute rein, die ihren Frust los werden wollen und man muss sich ärgern oder besser den Thread nicht mehr anfassen". Das war noch sehr freundlich gesagt. Wenn ich mir solche Diskussionen angesehen habe, war jeder der Schreiber anonym. Manchen hätte ich, wenn ich könnte, gerne auf den Mond geschossen.
Ich frage mich, warum muss es diese Möglichkeit geben? Ich stehe gerne für alles, was ich sage mit meinem Namen ein und kann mir gar nicht denken, warum ich die Anonymität wählen sollte. In der Diskussion von kritischen Themen wähle ich nicht die Anonymität sonder den guten Grundsatz: Schreiben und eine Nacht darüber schlafen, bevor die Mitteilung nach einmal gelesen und abgesandt wird.
Eine Steigerung sind die "Schnupperstrategen". Fast alle Online-Dienste bieten die Möglichkeit eines Schnupperzuganges für 4 Wochen. Vorher muss man allerdings seine Anmeldung ausfüllen. So wird aus dem kostenlosen Zugang nach 4 Wochen ein zu bezahlender Zugang. So weit, so gut. Die Anbieter prüfen aber die Daten der Anmeldung erst nach den 4 Wochen. So gibt es eine Menschensorte (juristisch: Betrüger), die einfach einen falschen Namen, Adresse und Telephonnummer angeben.
So können sie sich für 4 Wochen austoben. Sie hangeln sich so 4 Wochenweise durch die Netze. Ich wäre da gar nicht darauf gekommen. Aber als in einem CompuServe Forum kürzlich ein Emil Gartenbaum so richtig durch zotige Ausdrucksweise auffiel, schrieb der Sysop an seine CompuServe Adresse, er würde aus dem Forum ausgeschlossen. Dieser Emil Gartenbaum schrieb zurück.
Wenn Du Sch..... Sysop, mich aus Deinem Forums-Saustall, ausschließen willst, mach das doch. Es gibt viele Foren und meine kostenlosen 4 Wochen nutze ich aus. Doofe P............ Emil Gartenbaum der F........
Ich denke, die Anbieter sollten ganz schnell Ihre Taktik ändern, bei einem Schnupperzugang einfach die Telephonnummer überprüfen und danach erst den Zugang freigeben. Die geringen Kosten würden durch den Wegfall des Einnahmeausfalls weit übertroffen. Denn auch im Netz gibt es wie überall sonne und solche Menschen.
Aber die Probleme sind nur ein kleiner Teil der Welt, die mir Fridolin erschlossen hat. Aus aller Welt Menschen zu treffen, mit ihnen zu sprechen, zu fast jedem Thema um Rat fragen zu können ist eine Erlebniswelt, die niemand missen möchte, der sie kennen gelernt hat.
Einige Dinge, die ich erlebt habe. Es wurde die Frage beantwortet: Wie die Kirche heißt in der und der Gegend, in der man getauft wurde, Wie man Ravioli kocht, Wie das Wetter in San Francisco ist. Wie man eine bestimmte Kakteen pflegt Wo man in Stuttgart abends hingehen kann 1000 mal was mache ich, wenn mit meinem PC das und das passiert und Verwandte, die sich durch Hilfe Dritter im Internet gefunden haben und vieles mehr.
Aber noch erlebnisreicher waren die vielen Diskussionen um fast alle Themen, die ich mit Interesse las und einen Gedanken hinzufügte, der von anderen aufgegriffen wurde.
Ein ganz interessantes Gebiet, auf dem man nie auslernt, sind die Möglichkeiten, Gefühle auszudrücken. Eine Bereicherung des "Briefe Schreibens", die zu einer ganz neuen Ausdrucksart geführt hat. Ich war ganz schön erstaunt über die ersten Mitteilungen, die ich so sah. Ich fand erst langsam meinen eigenen Stil.
Ein Beispiel:
Irgend jemand hat mir geschrieben: Deine Informationen haben mir geholfen. Danke.
Alte Form der Antwort: Schön, dass es wieder geht.
E-Mail Standardform mit Wiederholung: > Deine Informationen haben mir geholfen> Schön dass es wieder geht.
E-Mail mit Symbol: > Deine Informationen haben mir geholfen< Schön, dass es wieder geht.. L (Lächeln)
E-Mail mit Smiley: > Deine Informationen haben mir geholfen< Schön, dass es wieder geht. :-) (Lächeln)
E-Mail mit Kurzzeichen: > Deine Informationen haben mir geholfen> Schön, dass es wieder geht <Bg.>( big grins, Strahlendes Lachen)
E-Mail mit Gefühlsbeschreibung: > Deine Informationen haben mir geholfen> Schön dass es wieder geht. (Walterfreutsichwennerhelfenkann)
Da es eine ganze Galerie von Smiley´s und Kurzzeichen gibt und die Anzahl der Gefühlsausdrücke unbegrenzt ist, eröffnen sich ganz neu Kommunikationsarten.
Updaten oder nicht? Der Teufelskreis von Hard- und Software
Mit Fridolin war ich sehr zufrieden. Alles lief wie geschmiert.
Aber dauernd flatterten mir Prospekte oder Online-Informationen auf den Schreibtisch, die mich aufforderten, die neuen tollen Möglichkeiten der neuen Programmversionen zu nutzen.
In der ersten Zeit hatte ich dem nachgegeben und kritiklos die neuen Programmversionen gekauft. Fridolin hatte sie meist klaglos geschluckt. Eines hatte ich dabei beobachtet, die neuen Versionen brauchten immer mehr Platz auf der Festplatte, obwohl ich von den neuen tollen Eigenschaften nur wenige brauchte.
Dazu kam, dass ich mir öfters mal aus CompuServe eine Datei holte, die mir interessant erschien oder ein anstehendes Problem löste. Alles dies machte die Festplatte voller und voller.
Als ich nun gerade wieder ein Programm Update aufgespielt hatte, fing Fridolin an zu streiken. WinWord sollte geladen werden, tat es aber nicht, sondern sagte, "Nicht genügend Speicher!".
Was sagte ich zu mir, wieso nicht genügend Speicher, bisher hat der doch gereicht. Anstatt lange zu rätseln, rief ich Stefan an. Der sagte: "Speicher kann viel bedeuten, auch nicht genügend Platz um temporäre Dateien zu speichern."
So schaute ich meine Festplatte an. Das Bild unter Eigenschaften zeigte mir eine volle Festplatte. Nur noch 10 MB frei. Nach Löschen aller *.Tmp und *.Bak Dateien und eines Programms wurde WinWord wieder geladen. Am Abende schrieb ich an Caroline und Stefan.
Meine liebste Caroline, ich hoffe Du hattest einen guten Tag. Ich habe, wie immer viel an Dich gedacht und Sehnsucht.......Heute hat mir Fridolin ein Problem bereitet. Da die Festplatte fast voll war, wollte er WinWord nicht laden. Ich denke, dass die Softwareindustrie und die Hardwareindustrie Hand in Hand zusammenarbeiten. Zuerst werden die Programme mächtiger, dann braucht man neue Hardware, die neue Möglichkeiten für Programme bietet. Und so werden wir am Kaufen gehalten. Was meint meine kluge Caroline dazu ? Fragt mit einem dicken Kuss Dein Walter.
Hallo Stefan, wie immer war Deine Hilfe die Lösung. Ein Programm und die *.Tmp und *.Back Dateien gelöscht, und alles läuft wieder. Dann kopierte ich einfach den Absatz "Ich denke...." in die Mitteilung und schrieb weiter: Du hast viel mehr Erfahrung und länger einen Computer, was denkst Du darüber. Dein Freund Walter.
Zuerst antwortete natürlich meine Caroline.
Liebster, ich habe die Erfahrung noch nicht gemacht, aber ich denke Du hast Recht, obwohl das sicher keine Absicht ist, sondern sich einfach so ergibt. Aber da im Schnitt ein PC nach 3 Jahren veraltet ist, müsste man sich alle 3 Jahre einen neuen kaufen, was ich nicht tue, so lange meiner alles tut, was ich brauche.
Vielleicht können wir mal unsere Computer zusammenfügen und so Geld sparen. Du siehst, ich denke immer an Dich, Deine Caroline
Hallo Walter, Deine Vermutung trifft zu, weil Soft- und Hardware sich ergänzen und voneinander abhängig sind. Eine "böse" Absicht unterstelle ich aber nicht. Für mich kam bisher ein neuer Computer nicht in Frage. Aber ich habe vom 286 auf 386 und auf 486 durch wechseln der Hauptplatine upgedatet und natürlich auch viele Karten ausgewechselt. Nun aber mit PCI und Pentium, brauche ich einen neuen Rechner. Da Du einen Pentium Rechner mit PCI Bus hast, hast Du sicher etwa 2 Jahre Zeit oder auch, das hängt von Dir ab, mehr. Aber eine neue große Festplatte solltest Du unbedingt einbauen. Zumal die heute sehr preisgünstig sind. Dein Freund Stefan.
Meine Freunde meinen also, dass einfach eine Verknüpfung von Folgen besteht und sich das so einfach ergibt. Das ist wohl richtig. Es sind einfach Wettbewerb und Gewinnstreben, die zu dieser Entwicklung führen.
Das Wichtigste wird wohl sein, ich denke wie Caroline. Nicht was es gibt ist wichtig, ich muss meine Neugier zügeln und mehr darüber nachdenken, was ich wirklich brauche.
Fridolin muss zunehmen, eine weitere Festplatte einbauen, Caroline hat Verständnis
Dass ich eine neue Festplatte brauche, ist mir klar. Also schrieb ich an Stefan.
"Ich habe nun eine 750MB EIDE Festplatte, was soll ich dazutun?." Er sagte: "Nehme eine 2 GB* Platte, die ist am preiswertesten und zwar eine möglichst schnelle (Preisfrage) EIDE -Platte."
Also rief ich meinen Händler an der mir anbot: Seagate 2.1 GB 10 Ms DM 245.-- Quantum 2,5 GB 15 Ms DM 268.-- Fast 300.—DM, da müsste ich meine Reise nach München streichen, nein verschieben. O.k., das ging. Ich holte mir die Festplatte.
Die Entwicklung der Festplatten geht schnell voran, man kann davon ausgehen, dass sich alle 12 Monate die Speicherkapazität bei fast gleichen Preisen verdoppelt hat. 2003 ist eine Standard Festplatte 20 bis 40 Gigabyte groß und über 100 Gigabyte sind möglich. 2007 sind 100-300 GB Standard und über 1.000 GB (1TB) möglich.
Hallo liebste Caroline, ich habe eben eine ganz schwere Entscheidung getroffen und mich ganz schweren Herzens entschlossen, erst in 2-3 Wochen, wenn mein neues Gehalt da ist, zu Dir nach München zu kommen. Fridolin braucht unbedingt eine neue Festplatte, und die will ich morgen einbauen. Dafür musste ich 300.-- DM ausgeben. Wenn alles klappt melde ich mich morgen danach wieder. Ganz schweren Herzens, herzlich Dein Walter.
Am Abend noch mal in CompuServe geschaut, da hatte Caroline schon geantwortet.
Mein Liebster, Du solltest Dein Herz nicht schwer machen, 300.-- DM reichen nicht für München, denn leider kannst Du nicht bei mir wohnen und mit Hotel, das für uns beide sein sollte, kommt das ganz schön teuer. Weißt Du, meine Vermieter sind sehr nette ältere Leute, die mich wie Ihre Tochter ansehen. Ich könnte Dich leichter zu meinen Eltern mitnehmen als zu meinen Vermietern. Warum streichst Du die München Reise nicht?. Ich komme so bald es geht nach Berlin. Willst Du auch mal meine Eltern kennen lernen? Nicht denken, ich möchte nicht, dass Du kommst, ich würde mich sehr freuen, aber etwas vernünftig sein, kann doch nicht schaden. Ich liebe Dich sehr, Deine Caroline.
Natürlich antwortete ich gleich
Meine geliebte Caroline, Weißt Du da sind zwei Seiten, die unveränderliche, dass ich mit Dir Zusammensein möchte, und die zweite, dass Du anrufst, Du nach Berlin kommst. Was tue ich? Irgendwo denke ich, dass ich zuwenig einbringe und vielleicht denke ich auch an Gleichberechtigung oder besser gleiche Pflichten und Rechte. Also irgendwas fehlt mir, wenn ich zuviel von Deiner und zuwenig von meiner Seite kommt. Aber ich bin auch sehr froh, dass Du so vernünftig bist. Das ist was ich an Dir so liebem, auf der einen Seite viel Gefühl und auf der anderen viel Verstand und Vernunft. Und natürlich gehen wir das nächste Mal zu Deinen Eltern. Ich nehme Dich ganz fest in meine Arme, schön, dass es Dich gibt. Dein Walter.
An Stefan schrieb ich:
Hallo Stefan, mein Händler bietet mir eine Seagate mit 2,1 Gigabyte, 10 Ms, EIDE für 265.-- DM an. Soll ich die nehmen und was muss ich beachten.? Dein Freund Walter
Stefan antwortete sofort:
Lieber Walter, der Preis stimmt, wenn es eine 32161A ist, mit 256 KB Cache. Aber leider passen nicht alle Festplatten aller Hersteller zusammen, sieh erst mal nach was Du im Computer hast, wenn es auch Seagate ist, wohl keine Problem. Während Du nachsiehst schreibe ich nachher ein paar Tipps. In Eile Dein Freund Stefan.
Das war leicht gesagt, aber schwer getan. Fridolin öffnen, das konnte ich leicht, aber dann brauchte ich eine Taschenlampe und einen kleinen Spiegel und viele Verrenkungen, um auf dem Kopf stehend zu lesen "Seagate".>Br>
Das war wohl kein Problem. Also ging ich zu dem Händler und kaufte die Festplatte. Er sagte mir, Sie brauchen bestimmt einen Rahmen (DM 48.--) und ein paar Schrauben gebe ich ihnen auch mit. Niemals die normalen, längeren Schrauben verwenden, die können die Festplatte beschädigen.
Ich hatte Fridolin offengelassen und wählte nun in Gedanken den Platz für die Festplatte aus, wartete aber was Stefan schrieb.
Hallo Walter, ich sende Dir eine Datei FESTPLA.ZIP, in der alles Wissenswerte steht. Viel Glück und Spaß und schreibe, wenn die neue Festplatte läuft. Dein Freund Stefan.
Natürlich finden Sie alle Informationen über den Festplatten-Einbau im Pchilfe-Wiki auf http://www.pchilfe.org.
Die Datei auspacken und drucken war einfach und nun hielt ich mich an die Anleitung. Alles in Allem brauchte ich 3 Stunden bis Fridolin eine neue Festplatte hatte: 2.118.615.040 Byte frei.
Also schrieb ich an Stefan:
Hallo Stefan, vielen Dank für die Datei, die hat mir ganz toll geholfen, fast ohne jedes Problem, die Festplatte ist eingebaut. Ich habe nun 2.1 GB frei. Kann ich nun von C: auf D: kopieren? Dein Freund Walter
Hallo Walter, Zunächst solltest Du mit FDISK die Festplatte in Partition einteilen. Einzelheiten dazu in der Datei Festplatten verwalten. Du musst mit dem Kopieren von C: nach D: aufpassen. Programme sind in der Registry vermerkt. Wenn Du sie einfach verschiebst, kann es zu Problemen kommen. Sicher ist es, wenn Du Programme erst deinstallierst und dann neu installierst.
Was Du ohne Probleme verschieben kannst, sind Daten. Also kannst Du zum Beispiel alle WinWord Verzeichnisse mit Daten auf die neue Festplatte bringen und WinWord über Extras, Option, Dateiablage mitteilen, wo es die Daten findet. Also viel Spaß beim Verschieben Dein Freund Stefan.
Ich tat, wie Stefan mir geraten hatte und schließlich waren die Festplatten C: D: E: F: und die CD-ROM G: vorhanden. Auf E: hatte ich alle WinWord Dateien. So war auf C: auch wieder Platz. Nun konnten Fridolin und ich der Zukunft und vielen Programmen entgegen sehen.
Auch alle Informationen über den Festplatten-Verwaltung stehen Hier im Pchilfe -Wiki.
Liebste Caroline,
nun hat Fridolin eine neue Festplatte, ohne die Hilfe von Stefan hätte ich es nicht so einfach geschafft. Du musst Stefan unbedingt mal kennen lernen. Neulich hast Du was von Computer zusammenlegen gesagt. Ohne, dass ich darauf eingegangen bin. Computer zusammenlegen, heißt auch Caroline und Walter zusammenlegen. Das wäre das Schönste, was ich mir vorstellen kann. Also lass uns daran arbeiten. Dein Walter
Fridolin ist krank, Caroline besucht mich kurz
Am Morgen hatte ich einige Dateien aus dem Internet geladen, auch von Diskette ein Programm installiert und machte danach Fridolin aus.
Am Abend, nach einem langen Tag, schaltete ich Fridolin an. Ich wollte im CompuServe nach dem Posteingang sehen, sicher hatte Caroline geschrieben,
Ich holte mir einen Apfel aus der Küche und sah wieder nach Fridolin, es stand da: Sie können den Computer ausschalten.
Was ist das?, fragte ich mich.
Neustart, das gleiche. Kurz entschlossen rief ich Stefan an, der sagte: "Hast Du eine Bootdiskette?" "Ja von Win 95", er fragte: "Hast Du eine Diskette mit einem Virenprüfprogramm ?" "Nein" musste ich sagen, ein Virenprüfprogramm wollte ich schon immer laden, habe es aber nicht gemacht.
"Ja mein Lieber, Du solltest immer alle Dateien, die Du lädst und alle Disketten, die Du bekommst, auf Viren prüfen. Schalte Deinen Computer aus, ich schicke dir gleich, ich muss sowieso noch mal weg, eine Diskette. Starte den Computer mit der Bootdiskette, lege danach die neue Diskette ein und rufe auf: SCAN C: / CLEAN, aber keinesfalls Fridolin vorher einschalten.
Wenn Du Glück hast, ist alles damit o.k. Lade Dir ein Virenprüfprogramm und verwende es. Wenn nein, rufe wieder an."
Ach Stefan, wenn ich Dich nicht hätte, vielen Dank, dachte ich.
Fridolin abgeschaltet und in der Nacht von grauslichen, kleinen Viren geträumt, die ganz langsam Fridolin auffraßen.
Am nächsten Tag, war tatsächlich die Diskette da. Ich startete Fridolin, änderte im Setup die Bootreihenfolge auf A:C:. Fridolin startete von der Bootdiskette.
Danach legte ich die Diskette von Stefan ein und startete das Programm mit SCAN C: /CLEAN. Das Programm piepte nach kurzer Zeit . Es zeigte an, es habe das Parity-B Virus gefunden. Nach einer Weile meldete es: "Habe das Virus entfernt", prüfte weiter die Festplatte. Mit einer Zusammenfassung seiner Aktivitäten war dann die Virensuche beendet.
Ich nahm die Diskette heraus, starte erwartungsvoll Fridolin, der ohne Probleme bootete. Ich war richtig froh, nun konnte ich wieder in CompuServe gehen. Caroline und Stefan hatten geschrieben.
Mein Liebster, meine Mutter hat am Samstag Geburtstag. Ich komme am Samstag mit dem ersten ICE, muss aber am Sonntag mit dem letzten IC zurück. Holst Du mich ab? Schlafen muss ich wohl bei den Eltern. Allzu viel Zeit für einander werden wir nicht haben. Aber ich bin trotzdem froh Dich wieder zusehen. Deine Caroline.
Ich dachte nach, heute ist Donnerstag, also schnell schreiben. Aber zunächst Stefans Mitteilung lesen.
Hallo Walter, Wenn Du dies liest, weiß ich, Dein Computer ist wieder gestartet. Bitte nimm das mit den Viren nicht zu leicht. Nur wenn Du konsequent alles, was in Deinen Computer kommt prüfst, auch die CD-ROMs, kannst Du sicher sein. Denke daran spätestens alle 4 Wochen müssen bei Virenprüfprogrammen die Datendateien erneuert werden oder eine neue Version installiert werden. Ich ziehe MACAFFE vor, dafür bekommst Du alles im CompuServe. Was macht Du mit Datensicherung.? Herzliche Grüße, Dein Freund Stefan.
Nun schnell CIS verlassen und an beide Offline schreiben.
Liebste Caroline, schön, dass Du kommst aber nicht so schön, dass Du nur wenig Zeit hast. Was hältst Du davon: Du kommst am Freitag mit dem letzten ICE. Ich hole Dich ab und bringe Dich am Morgen zu Deinen Eltern. Vielleicht kann ich am Samstag, den Besuch bei Deinen Eltern machen. Danach sehen wir weiter. Ich habe auch eine kleine Überraschung für Dich. Sag bitte, bitte Ja, Dein Walter.
Hallo Stefan, immer wieder frage ich mich, was tun armer Anwender ohne so einen Freund. Vielen, vielen Dank. Es war übrigens das Parity-B Virus. Über Sicherung melde ich mich ausführlich, bin in Eile, weil eine Nachricht an Caroline weg muss. Nochmals Danke Dein Freund Walter.
Schnell CompuServe angewählt, um die Nachrichten zu verschicken.
Zwei Stunden später klingelte das Telefon, es war Caroline: "Schnell ein Ja, ich komme morgen um 22.15 an. Bis dann". Weg war sie schon wieder. Sie hatte sicher bei ihren Wirtsleuten telefoniert.
Ich hatte nun ja auch wieder etwas aufzuräumen, zu überlegen was ich nach der Arbeit einkaufe, und mich zu freuen.
Freitag Abend holte ich Caroline ab, die ohne Gepäck kam, da sie ja bei den Eltern alles hatte.
Wieder konnten wir auf dem Bahnsteig kaum erwarten uns in den Armen zu halten, dann gingen wir Arm in Arm. Ich sagte "Du, wir waren noch nie zusammen in der Disco. Nicht weit von hier ist eine, hast Du Lust?". "Ja" antwortete sie und so fuhren wir mit der U-Bahn 2 zwei Stationen und waren zusammen das erste Mal in einer Disco. Das Zusammentanzen machte uns Spaß. Als ein Rock and Roll gespielt wurde, dauerte es nicht lange, bis wir uns zusammen gefunden hatten. Nur das über die Schulter werfen, probierten wir natürlich nicht. Das zusammen tanzen machte so viel Freude, dass wir den zweiten gleich hinterher tanzten.
Wir wollten erschöpft aufhören, da kam etwas Schmusiges, das wir natürlich nicht ausließen. Aber danach schlenderten wir die 15 Minuten bis zu mir. Wir hatten nur noch den Wunsch, zusammenzusein.
Ich war am Morgen früher wach, stand leise auf, versah schnell Zahnputzglas, Zahnbürste und Kamm, die ich gestern gekauft hatte mit einer rosa Schleife und brachte alles ins Bad. Danach machte ich Frühstück, als es fertig war, weckte ich Caroline,. die schlang ihre Arme um mich. Wir mussten uns sehr zusammenreißen, um wirklich aufzustehen. Caroline ging ins Bad, sie kam schnell zurück, küsste mich und sagte "Danke, jetzt ist auch etwas von mir bei Dir."
Um 8 Uhr brachte ich sie zu Ihren Eltern . "Ich komme um 11 Uhr", erinnerte ich sie bei Abschied. . Zu Hause hatte ich so ein komisches Gefühl, so wie vor einer Prüfungsarbeit, so stellte ich um mich abzulenken, Fridolin an.
In CompuServe lud ich ein Antiviren Programm für WIN95 und installierte es.
Stefan hatte geschrieben:
Hallo Walter ich habe unter WIN95 mit dem Parity-B bei einem Bekannten auch schlimme Erfahrungen gemacht. Nach einem Absturz, wurde Windows gar nicht mehr geladen. Nach jedem Startversuch kam nach kurzer Zeit - Sie können Ihren Rechner jetzt ausschalten -. Selbst überinstallieren und später Neuinstallation haben nix. gebracht. Der Effekt war immer der gleiche. Einzige Hilfe war eine Win95 Bootdiskette, die sauber ist. Nach dem Start mit FDISK /MBR aufrufen und die FAT wird neu geschrieben. Danach alles neu installieren. Das war ekelhaft und hat viele, viele Stunden gekostet. Also vorsichtig ! Da es verschiedene Generationen des Parity-B gibt, muss das nicht die Regel sein. Es gibt sogar einen Parity-B aus der ersten Generation, der das System zwar verseucht, aber unter WIN95 passiert nichts. Außer das weiterhin Disketten verseucht werden. Auf einem DOS System wiederum ist der Virus wieder lebhaft dabei. Aber bei Dir scheint SCAN den Virus entfernt zu haben. Du hattest also Glück. Aber prüfe auch ALLE Disketten, die Du in den letzten Tagen verwendet hast. Dein Freund Stefan
Eine Weile später zischte Fridolin so komisch, es roch etwas brenzlig. Fridolin brach zusammen, nichts rührte sich mehr. Ich dachte ob das mit dem Virus zusammenhängt? Aber dass Viren Kurzschlüsse erzeugen, so roch es, konnte ich mir nicht denken. Das ist wohl die Tücke der Technik ein Problem kommt selten alleine. Aber was tun?
Fridolin will nicht mehr. Ich lerne Carolines Eltern kennen
Da stand er nun. Ich wollte ihn wieder anschalten, nichts tat sich, aber auch gar nichts. Fridolin war wie tot. 10 Uhr. Ausschalten. Ich musste ihn so stehen lassen.
Hilfe bei Computer Problemen, wie diesem finden Sie in der Datei Computer-Notfall im pchilfe-Wiki hier auf http://www.pchilfe.org.
Ich ging Blumen kaufen und klingelte um 11 Uhr bei Schmiedt.
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Caroline machte auf, ich schaute sie fragend an, ich traute mich nicht sie in den Arm zu nehmen, nur zu einem schnellen Kuss reichte es, dann in das Wohnzimmer. Caroline sagte, "das ist mein Freund Walter Scheffel". Ich macht so was wie einen Diener und begrüßte Herr und Frau Schmiedt, gratulierte zum Geburtstag und überreichte die ausgepackten Blumen. Eine Pause, etwas Verlegenheit, Caroline sagte: "Walter und ich unterhalten uns viel über den Computer". Frau Schmiedt, "da kann ich mir aber kaum was darunter vorstellen". Herr Schmiedt nickte zustimmend, so hatten ein Thema.
Langsam brach das Eis. Nun fingen auch Carolines Eltern vorsichtig an immer mal etwas zu erfragen. Sie wollten doch wissen, mit wem die Tochter offensichtlich ein engeres Verhältnis hat. Da die Sonne schien. Da das schöne Wetter anhalten sollte, fragte ich, ob Schmiedt´s Pläne für den Sonntag hätten, was diese verneinten.>br>
Also fragte ich, ob Sie die 10 Seen Dampferfahrt ab Schloss Charlottenburg kennen, die ginge um 10.10 los und wäre gegen 18 Uhr zu Ende. Schmiedt´s sagten: "Das ist eine gute Idee". Ich erwiderte, "ich hole Sie um Neun ab. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, können wir in einer halben Stunde dahin laufen".
Danach verabschiedete ich mich, um zu Fridolin zu eilen. Der rührte sich natürlich immer noch nicht. Soll ich Stefan anrufen, nein ich probiere es selbst, sagte ich mir. Also fing ich an Fridolin aufzuschrauben.>br>
In seinem Inneren vermeinte ich einen leichten Elektro-Schmor-Geruch zu bemerken, das konnte aber auch eine Täuschung sein. Einschalten, es schien als ob der Ventilator kurz ruckte, aber dann war Ende.>br>
Als ich erneut anschaltete tat sich gar nichts. Was ist nun ? Ich überlegte, dann erneut angeschaltet, der Ventilator ruckte wieder kurz. Da ist irgend wo ein Zeitschalter, dachte ich und das sieht wie ein Kurzschluss aus. Am besten schalte ich mal ein Bauteil nach dem anderen ab. Also zunächst das Stromkabel vom Diskettenlaufwerk und die Stromkabel von den Festplatten entfernt. Starten, der Ventilator lief. Ausschalten, Diskettenkabel wieder dran, Starten, der Ventilator lief, ausschalten, 1 Festplatte anschließen, Starten der Ventilator läuft, ausschalten.>br>
Jetzt dachte ich, das muss die neue zweite Festplatte sein. Wenn ich die noch mal anschließe kann es zu schlimmeren Problemen kommen, also diese ganz abtrennen. Hoffentlich hat der Kontroller nichts abbekommen. Inzwischen war es 18 Uhr. Es war Samstag, also zu spät für alles. Also ganz langsam weiter.
Fridolin starten, gleich ging ich in das Setup, die zweite Festplatte entfernen. Weiter, Fridolin startet. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Aber ich dachte auch, was ist auf der Festplatte: Alle WinWord-Dateien, verflucht, die wollte ich regelmäßig auf Diskette sichern. Habe es aber wohl vor 14 Tagen zum letzten Mal gemacht. Alles was ich seitdem geschrieben hatte war nicht so wichtig. Noch einmal davon gekommen.
Aber für die Datensicherung musst Du etwas tun. Also schrieb ich Stefan ausführlich meine Erlebnisse und fragte was er meint.
Die Festplatte baute ich aus und sagte mir, Du hast ja Garantie. Vielleicht kann der Händler die Daten retten. Also gleich Montag. Nun aber kam erst einmal ein ereignisreicher Sonntag.
Die Dampferfahrt, Fridolin ruht
Pünktlich um 9.00 holte ich die Familie Schmiedt ab. Caroline und ich hatten den Mut uns richtig zu umarmen und zu küssen. Da gerade ein Bus kam, Frau Schmiedt und ich eine Umweltkarte hatten, fuhren wir zwei Stationen bis zur Wilmersdorfer Straße. Gingen durch die Krumme Straße, erst lag links die Deutsche Oper später wieder links das Rathaus Charlottenburg, noch ein Stückchen auf der linken Seite eine prächtige Stadtvilla und ich flüsterte Caroline zu "das ist unser Standesamt". Mit unser, meinte ich das der Charlottenburger, aber man konnte es auch anders verstehen.
Weiter ging der Weg zur Spree, dann an der Spree entlang bis zu unserem Dampfer. Da lag weiß und ansehnlich die Hanseatik mit 450 Innenplätzen und 250 Plätzen auf dem Sonnenoberdeck.
Wir suchten uns Plätze auf dem Oberdeck. Erwartungsvoll sahen wir dem Beginn der Fahrt entgegen, die über Spandau, die Havel, Wannsee, durch die Glieniker Brücke nach Potsdam und von dort über 8 Seen und zurück führte.
Bei dem herrliche Wetter, strahlend blauem Himmel, in der Sonne auf dem Oberdeck zu sitzen, die Landschaft, Boote allerart auf den Seen, vorbeigleiten zu sehen, war einfach schön.
Zwischendurch fanden wir unten leicht Plätze um etwas zu essen oder zu trinken und uns zu unterhalten. Natürlich fanden Caroline und ich auch ein Plätzchen für uns alleine, aber meistens waren wir doch mit den Eltern zusammen. Mein Kontakt zu Ihnen wurde zunehmend besser. Carolines Mutter war eine hübsche, lebhafte Frau, die es nicht lassen konnte uns etwas zu bemuttern, was aber keinesfalls unangenehm war, so dass ich es mir gerne gefallen ließ. Mit dem Vater hatte ich ein langes Gespräch über die Wirtschafts- und Berlinsituation, bei dem wir in vielem übereinstimmten. So war alles rundherum ein schöner, friedlicher und harmonischer Tag, den, glaube ich, alle genossen.
Um 18 Uhr legte der Dampfer wieder an, wir nahmen einen Bus zum Ernst-Reuter-Platz und waren schnell bei Schmiedts, ich verabschiedete mich. Da Carolines Zug um 21 Uhr fuhr, sagte ich zu Caroline, dass ich sie um 20 Uhr abholen würde.
Um 20 Uhr war ich wieder da, Caroline wartete schon und wir zwei hatte noch etwas Zeit für uns. An der nächsten Ecke nahm mich Caroline in Ihre Arme, küsste mich innig und sagte: "Du hast einen tollen Eindruck bei meinen Eltern gemacht, Danke."
"Na. Ja", sagte ich, "ich habe mich auch angestrengt und an einem schönen Tag in schöner Umgebung ist das auch nicht so schwer."
"Hauptsache", sagte Caroline, "ich brauche ich auch kein so schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich Dich besuche und das möchte ich sehr gerne."
Erst einmal ging es aber ans Abschied nehmen, mit einem langen Kuss.
Danach zu Hause schaute ich mir meine Festplatte noch einmal an. Sagte zu Fridolin er solle schön brav sein . Nach einem ereignisreichen Tag schlief ich bald ein.
Am Montagvormittag brachte ich die Festplatte zu meinem Händler, der nach einer kurzen Untersuchung sagte, dass in der Elektronik ein Teil defekt gewesen sei, das einen Kurzschluss erzeugt hätte. Ich bekäme sofort eine neue Festplatte. Was ich gut fand. Wenn der Händler auch etwas teurer ist, dachte ich, bin ich besser dran, wenn ich bei ihm bleibe.
Als ich nach einer Datenrettung fragte, sagte er:" Die Möglichkeit besteht bei Firmen in Deutschland, England, Finnland und den Vereinigten Staaten. Aber das geht kaum unter 1.000.-- DM und rentiert sich nur bei wirklich wichtigen Daten. Wichtig ist, dass man keine langen Versuche macht. Bei ihrer Platte, wäre es sogar möglich, die Elektronik auszuwechseln, was eventuell sogar billiger kommt". "Danke" sagte ich, "ich werde die paar Dateien einfach neu schreiben".
Da ich ja schon Erfahrung hatte, war es nicht schwer die Festplatte einzubauen und einzurichten.
Nach ca. einer Stunde war Fridolin wie vorher. Aber mir war das eine Lehre. Datensicherung ist unbedingt notwendig. Ich nahm mir fest vor, sie nie mehr zu vergessen.
Natürlich schaute ich in CompuServe, nachdem ich einige Zeilen an Caroline geschrieben hatte. Es war Post von Stefan da.
Hallo Walter, für eine Datensicherung solltest Du Dir einen QiC 80 Streamer zulegen, der mit dem Disketten-Kontroller verbunden werden kann, das ist ganz unproblematisch. Du kannst später eine spezielle Kontrollerkarte hinzunehmen, die die Leistung erhöht. Aktuell sind die Streamer von Iomega, Dito ca. 199.-- DM, Ditto Max ca. 399.-- DM auf beigefügter Windows 95 Software solltest Du achten.
Kaufe gleich mindestens 5 Bänder mit, wir sprechen dann über die Sicherungsstrategie. Dein Freund Stefan
Datensicherung
Also stand mir wieder ein Besuch beim Händler und ein Einschnitt in meine Finanzen bevor. Er empfahl mir den Colorado T1000 für DM 298.—dazu ein 3M Travan Set mit 6 Bändern und Archivbox für 320.-- DM. Software wäre für Windows 95 dabei, sagte er, ebenso alle benötigten Einbauteile.
Was sein muss, muss sein. Ich kaufte alles. Nun hatte ich wieder Arbeit, neue Erfahrungen vor mir und 600.--DM weniger.
Zu dem Einbau wurde anstelle des Diskettenkabels das mitgelieferte Kabel verwendet in welches das Diskettenkabel gesteckt wurde. Das Ende des Kabels wurde mit dem Streamer verbunden. Danach wurde die Stromverbindung hergestellt und fertig eingebaut. Alles Notwendige war wirklich dabei.
Auch die Installation der Software war einfach. Das Programm erkannte den Streamer, führte nach dem Einlegen eines Bandes eine Sicherung durch, verglich anschließend die gesicherten Daten. Danach erzählte es mir, ich könne nun mit maximaler Geschwindigkeit sichern, aber ich dürfe, während der Sicherung keinesfalls das Disketten Laufwerk benutzen.
Windows neu starten. Neue Geräte wurden installiert. Beim Start hörte ich, wie das Band hin und her spulte, dann war Windows 95 bereit. Ich hatte ein neues Bildchen "Volles System Backup" zusätzlich hatte ich unter Programme die Möglichkeit das Backup aufzurufen und einzustellen.
Ich beschloss aber zunächst das vollständige Backup zu wählen. Das Programm startete sofort zum Symbol verkleinert. Es erzählte mir, dass es Kopien der Systemdateien anfertige. Das war wohl notwendig, weil es sonst diese in Benutzung befindlichen Dateien nicht sichern konnte. Schließlich fing die eigentliche Sicherung an, als ich auf das am unteren Rand befindliche Feld "Backup" klickte, zeigte mir das Programm die Anzahl der zu sichernden Dateien und die gesamt Größe des Backup. Ganz schön viel dachte ich.
Unter den Programmen, wenn ich Colorado Backup über Start>> Programme aufrief, befand sich auch ein Planer, mit dem man die automatische Sicherung ganz oder nur der neuen Dateien beliebig einstellen konnte. Also zum Beispiel Montag 18 Uhr ergänzend, Mittwoch 18 Uhr ergänzend, Freitag 23 Uhr vollständig.
Dies konnte ich mir alles ansehen, während die Sicherung lief. Es schien mir zwar als wäre Fridolin etwas langsamer, aber das ist wohl verständlich, wenn man zwei Dinge gleichzeitig tut.
Eine schöne runde Sache die Streamer-Sicherung dachte ich, warum habe ich das nicht gleich gemacht. Nur aus Schaden wird man klug.
Ich überlegte, wie ich mir die Sicherung einrichten solle. Für meine bescheidene Anwendung, dachte ich, reicht 1x eine vollständige Sicherung auf Band 1+2, jeden Abend automatisch eine Sicherung aller neuen Dateien auf Band 3. Wenn damit ein Band voll ist, eine erneute vollständige Sicherung auf 4 und 5. Die neuen Dateien auf 6 sichern und dann wieder von vorne, wobei die alten Bänder zunächst gelöscht werden.
"So", dachte ich, "hast Du alles, was du brauchst. Aber vielleicht solltest du ein spezielles Band nehmen und alles, was Du löscht, vorher auf dieses sichern, so kann Dir gar nichts passieren".
Ich schrieb an Stefan, was ich mir ausgedacht hatte .Er meinte ich sei damit absolut sicher. Wenn ich über den Papierkorb löschen würde, meinte er, so können ich den Papierkorb Inhalt vor dem Löschen sichern, das wäre einfacher.
Also programmierte ich den Planer entsprechen und fühlte mich sicher.
Ausführliche Informationen über Datensicherung finden Sie hier im pchilfe-WikiH auf: http://www.pchilfe.org.
Liebste Caroline. Ich habe nun mit einem Streamer meine Datensicherung organisiert, das sieht alles gut und einfach aus. Aber sicher gibt es irgendwann doch noch ein Problemchen, das ich noch nicht kenne. Das spannende an einem Computer ist, man lernt nie aus.
Aber ich wollte Dir vor allen Dingen raten, denke unbedingt an die Datensicherung und wenn Du nur Deine wichtigen Dateien auf Festplatte oder Diskette speicherst. Denke Dir mal, Du hättest Deine Doktorarbeit ¾ fertig, und es ginge die Festplatte kaputt.
Ich habe leicht klug reden, ich bin auch erst durch Schaden klug geworden. Also meine Liebste, denke daran und egoistisch, wie ich bin auch daran, dass ein nochmal schreiben, von der Zeit abginge in der wir Zusammensein können. <Bg.> Dein Dich sehr liebender Walter.
Das DFÜ-Netzwerk
Gerade habe ich aus CompuServe einige Dateien geladen und sofort auf Viren untersucht. Durch die Erfahrung mit Fridolins Erkrankung – er hatte den Parity-B Virus – bin ich vorsichtig geworden. Einige Texte, die ich auch geladen hatte, erzählten Erfahrungen mit dem DFÜ-Programm von Windows 98. Das brachte mich auf eine Idee und so schrieb ich eine E-Mail an Caroline.
Liebste Caroline,
Wir haben über Computer zusammenlegen gesprochen und darüber, dass das bedeutet, dass auch wir uns „zusammenlegen". Du weißt, wie gern ich das hätte.
Aber nun bin ich auf die Idee gekommen, dass wir erst einmal unsere Rechner aus der Ferne verknüpfen können. Dazu gibt’s es in Win95 das DFÜ–Netzwerk. Mir würde es viel Spaß machen, so direkt mir dir Kontakt aufzunehmen. Das tolle wäre, dass ich so dich (deinen Rechner) anrufen kann usw.
Viel Erfahrung habe ich noch nicht aber wir beide werden das sicher hin bekommen. Nur Zeit wird es kosten, aber vor allem abends. Also hoffe ich, dass du zustimmst.
Sonst gibt es nicht viel zu berichten. Ich habe gestern als ich dort vorbei ging daran gedacht einfach mal deine Eltern zu besuchen. Dann aber, dass es besser sei dich erst einmal zu fragen. Was ich hiermit tue.
Noch einen schönen Abend und sein innig geküsst von
Deinem Walter
Als ich gegen 22 Uhr noch mal ins CompuServe ging war schon die Antwort da.
Mein Geliebter,
Ich glaube wir beide sind schon so eng miteinander verbunden, dass wir mitempfinden was der Andere denkt. Gedankenübertragung, gibt es das?
Gestern saßen wir in der Uni zusammen und haben über Datenkommunikation und Windows 98 gesprochen. Es scheint da viele Probleme zu geben, und Unklarheiten, DFÜ-Netzwerk, Protokolle, Winsock usw. mir schwirrt der Kopf, zumal keiner richtig Bescheid wusste. Am Abend dachte ich, es wäre schön, wenn mir Walter helfen könnte und dann kam deine Mail.
Natürlich wäre es ganz toll, das alles mit dir kennen und verstehen zu lernen und Zeit am Abend, soviel du willst.
Und was soll die "dumme" Frage mein Liebster, wenn dir so ist kannst du gerne meine Eltern besuchen. Würde mich freuen, wenn du es tust. Also, du hast die Oberleitung und musst sagen wie es weitergeht mit der Computerverbindung.
Deine dich sehr liebende Caroline
CompuServe beenden, sofort beantworten, CompuServe wieder laden und versenden, danach etwas in Foren schnuppern um den vollen Telefon-Zeittakt auszunutzen.
Geliebte Caroline,
Ich antworte gleich, weil ich Sehnsucht nach dir habe. -------
>> Also, du hast die Oberleitung und musst sagen wie es weitergeht mit der Computerverbindung. >>
Ich sammele erst einmal ein paar mehr Informationen, sende dir eine Zusammenfassung und dann fangen wir an. Mal sehen, was ich in CompuServe und im Internet finden. Wir brauchen ja das Rad nicht neu zu erfinden.
NEUES THEMA:
Ich habe eben etwas nachgedacht. Natürlich hatte ich vor dir Freundinnen. Aber es war niemals eine so enge Verbindung wie zu dir. Niemals habe ich an einen Menschen mit soviel Sehnsucht gedacht wie an dich.
Aber wir sind auch in einer ganz anderen Situation. Wir sind über E-Mail und Telefon in engem Kontakt und sehen uns aber leider relativ selten. Ob das und welchen Anteil daran hat? Ist es einfach die Sehnsucht nach dem körperlichen Kontakt und dir in die Augen zusehen? Ist es die große Vertrautheit durch den intensiven Gedankenaustausch oder "nur" einfach die große Liebe?
Aber ich finde es unendlich schön, so wie es ist und wenn es möglich ist, liebe ich dich immer ein kleines bisschen mehr.
>> Gedankenübertragung, gibt es das? <<
Ich habe das mit dir auch schon mal so empfunden. Früher dachte ich es sei Quatsch oder (im Varieté) ein Trick, nun empfinde ich auch, es könnte so etwas geben. Aber ich habe zu allem "Übernatürlichen" eine gehörige Portion Skepsis. Also will ich es gar nicht so schnell wahr haben.
Zum Varieté: In meiner Jugend hatte mich einmal ein Hund sehr begeistert, der einfach alle Rechenaufgaben löste, mit Vorliebe 3*4 = 12 x bellen. Alle zählten begeistert mit, ich musste 4 oder 5 mal die Vorstellung besuchen um die Lösung zu finden.
Der Hund hatte 2 Tricks gelernt. Bei Zahlen bis 8 – denke ich- Achtete er auf eine Fingerbewegung seines Meisters und hörte dann auf zu bellen, bei längeren Zahlen, stand der Meister so, dass der Hund ihn nicht sehen konnte. Jedoch, irgend wann, klatschte Jemand und hörte verlegen wieder auf. Der Hund bellte noch 4 mal und das richtige Ergebnis war erreicht.
Durch den Wechsel der beiden Tricks, war es ganz schwer hinter den Trick zu kommen. Aber ich bin , wie gesagt, hartnäckig und ging mehrere Mal in das Varieté. Am 4. Abend das Ergebnis war 14, ich klatschte nach 9x bellen und der Hund hörte bei 13 auf, der Meister redete auf ihn ein und er bellte noch einmal. Das war zwar gemein von mir ,aber ein ungeheures Erfolgserlebnis.
Nun gehe ich Sammeln und sende diese Mail ab.
Da es schon spät ist, denke ich du schläfst schon, leider ohne mich. Schlaf schön meine Liebste und wenn du dies liest wünsche ich dir einen schönen Tag Dein Walter.
Am nächsten Abend druckte ich alles was ich über das DFÜ-Netzwerk gefunden hatte, ging dann ins Internet, wo ich auch weitere Informationen fand. Dann ins CompuServe. Mail von Caroline und in einigen Foren nach DFÜ-Netzwerk gesucht und auch dort fündig geworden.
Liebster Walter,
>>Ich habe eben etwas nachgedacht. <<
Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht. Mir geht es wie dir und es war schön zu höre wie du fühlst. Auch ich habe ein so intensives Gefühl, solch ein Hingezogen sein, so eine Sehnsucht, aber auch soviel Freude und Glück noch nie empfunden.
Einfach schön, dass es dich gibt und du mich liebst.
Aber sicher beeinflusst unser getrennt sein auch unsere Situation. Wir sehen uns immer nur von der Schokoladenseite und unser Zusammen sein ist von der Sehnsucht nach Nähe bestimmt.
Das wäre sicher nicht ganz so, wenn wir ständig zusammen wären. Aber ich denke auch, dass deine nicht Schokoladenseiten auch so schokoladig sind, dass keiner Enttäuschung aufkommt.
Und ich kann mir auch nicht denken, dass ich zu viel Nähe bekommen würde. Aber ich weis auch, dass ich nicht perfekt bin.
Vielleicht sollten wir die größere Nähe in Schritten versuchen zu reduzieren und, da fällt mir ein, dass wir einen gemeinsamen Urlaub in den Semesterferien planen sollten und danach ein Zusammensein bei dir. Die Semesterferien sind ja ziemlich lange. Über Urlaub haben wir noch gar nicht gesprochen. Ich mag Sonne, See und Berge, aber keinen total faulen Urlaub, mit am Stand gegrillt werden. Was magst du? Vielleicht schlägst du was vor?
Und natürlich Danke für die nette Hunde-Geschichte Das mit dem Erfolgserlebnis kann ich gut nachempfinden Aber vielleicht hätte ich nicht den Mut gehabt.
Deine Caroline, die dich sehr liebt.
Nun las ich, was ich im Internet und CompuServe gefunden hatte. Es handelte natürlich alles vom Internetzugang. An die Verbindung zweier PCs über das DFÜ-Netzwerk hatte wohl keiner gedacht. Aber da konnte kein so großer Unterschied sein. Also schrieb ich als Zusammenfassung einen Text als Installationsanweisung . Nach einem Test war zunächst alles In Ordnung, das Modem wählte als ich das DFÜ-Script angeklickt hatte.
Schnell brach ich ab, den erst musste ich ja mit Caroline etwas vereinbaren um endgültig testen zu können. So konnte ich gleich wieder an Caroline schreiben.
Hallo liebste Caroline,
Bevor ich deine liebe Mail beantworte, etwas über die Computerverbindung.
Wie schon erzählt habe ich im Internet und CompuServe alles geladen, was ich über das DFÜ-Netzwerk gefunden habe. Leider war das alles über den Internetzugang. Also habe ich einen eigenen Text verfasst, der natürlich das erworbene Wissen verwendet. Diesen schicke ich mit. Bei mir scheint alles zu klappen, wenn du danach deinen Rechner als Server einrichtest und mir sagst wann und wo ich anrufen soll, kann der Test losgehen. Aber da alles für mich neu ist und ich nicht weiß wie es funktioniert ein Vorschlag, richte doch bei Dir ein Verzeichnis "Walter" ein und speichere dort eine Word-Datei "Walter.doc" wenn sonst nichts geht lade ich die mit Word und schreibe etwas und wir testen mal wie eine gemeinsame Bearbeitung geht,
>>Gemeinsamen Urlaub in den Semesterferien planen <<
Das wäre ganz toll. Und noch toller ist, auch ich liebe Berge, See und Sonne. Also denke ich, da du lange Semesterferien hast, können wir - sparsam sollten wir auch sein- alles miteinander verbinden. Berge: ich mag Nauders in Tirol, 1400m am Rechenpass, nahe der italienischen Grenze. Im Sommer gibt es günstige Busreisen in Pensionen die Woche ca. 340.--- DM, weiter Woche ca. DM 200.--. Ich weis natürlich nicht ob dir das liegt. Ich mag Ferien ohne Auto und kleine private Pensionen mit "Familienanschluss" Aber wir könnten auch mit dem Auto auf Entdeckungsreise gehen. Nach 8 bis 14 Tagen in den Bergen, könnten wir eine Woche Berlin dazwischen schieben und dann 8 bis 14 Tage Helgoland. Doch darüber mehr, wenn ich weis ob du meiner abwegigen Planung zustimmen kannst.
Es ist ja gar nicht mehr lange bis dahin und ich sollte bald etwas buchen.
Mein Liebling, während ich dies schreibe fange ich schon an mich zu freuen. Das werden ganz schöne Monate mit dir. Sei ganz herzlich geküsst Von deinem Walter
Am nächsten Tag, es war ein Samstag, ging ich gegen 11 Uhr zu Schmiedts, klingelte, Frau Schmiedt öffnete, kuckte erstaunt und begrüßte mich herzlich. "Schön, dass Sie uns besuchen.". "Ich dachte, wenn wir schon so nahe beieinander wohnen, sollten wir etwas Kontakt halten, wenn es Ihnen recht ist. Caroline habe ich gefragt, sie sagt das wäre schön. Aber ich habe auch einen Anlass. Caroline hat ja im Juni Geburtstag und ich zerbreche mir den Kopf, was ich ihr schenken soll. Wir kennen vieles voneinander, aber vieles auch nicht" antwortete ich. Nun ging das gemeinsame überlegen los.
Schließlich sagte Frau Schmiedt: "ich weis, dass Caroline eine Tasche sucht, sie soll aussehen wie eine Handtasche und praktisch sein wie eine Aktentasche und aus gutem Leder soll sie sein und A4. muss hineingehen. Ich habe mich schon umgesehen und nichts richtiges gefunden." "Dann gehe ich mal auf die Suche, danke für den Tipp." sagte ich. Frau Schmiedt, sagte nach dem wir noch etwas geplaudert hatte, "kommen Sie ruhig vorbei, wenn Sie Zeit und Lust haben, ich freue mich und mein Mann sicher auch."
Am Abend schrieb ich an Caroline.
Hallo Liebste,
Ich vergaß zu sagen, dass du am besten zunächst im DFÜ-Netzwerk die Direktwahl einrichtest und einfach testest ob dein Modem wählt. Tut es das, dann ist wohl alles O.k. und du kannst es dann als Server einrichten und mir Bescheid geben.
Das wär's schon, heute war ich kurz mal bei deiner Mutter und soll dich grüßen.
Einen innigen Kuss von deinem Walter
CompuServe Punkt 21 Uhr anwählen, die Post versenden und da war auch Post von Caroline. Erst noch einen Besuch im Internet und einige Dateien geladen. Jedes Mal ärgerte ich mich über die langen Ladezeiten durch die viele Grafik. Meine Vorstellung vom Internet ist nicht Schönheit, sondern Information. Kreativität kann sich auch im Inhalt, nicht nur im Aussehen zeigen. Aber, hoffentlich noch, stehe ich mit meiner Meinung ziemlich alleine.
Hallo geliebter Walter
>>gemeinsamen Urlaub in den Semesterferien planen <<
Das was du vorschlägst klingt prima und könnte von mir nicht besser kommen. Helgoland wollte ich schon immer mal kennen lernen und höre da gerne mehr von dir und Nauders solltest du gleich für 14 Tage buchen. Natürlich mit getrennten Kassen aber sonst gemeinsam. Ich habe zwar noch nie Urlaub ohne Auto gemacht, aber auch das könnte eine gute neue Erfahrung sein.
Für mich muss es schön und sauber sein, Komfort brauche ich nicht, obwohl der manches Mal auch ganz nett ist.
Ich denke du machst das schon und ich lasse mich überraschen.
Übrigens DFÜ-Einrichten, mache ich Morgen, da habe ich viel Zeit.
Schön wäre es jetzt bei dir zu sein. Ich habe dich sehr lieb. Deine Caroline.
Ich antworte gleich, weil es mir auch so war. So auf die Entfernung zu lieben, ist ganz schön schwer, dachte ich.
Liebste Caroline,
Nun muss ich etwas schwärmen. Helgoland ist eine Insel mitten in der Nordsee, sie besteht praktisch aus 2 Inseln dem eigentlichen Helgoland Felsen und der vorgelagerten Düne.
Man kann in vielen Hotels, Pensionen oder Apartmenthäusern leben und fährt dann jeden Tag zum Baden mit dem Boot auf die Düne. Ich habe aber was ganz anderes im Sinn. Auf der Düne gibt es kleine Bungalows, mit zwei Räumen und kleiner Küche. Allerdings ohne Wasser, aber mit Strom. Es gibt Dusch- und Toilettenräume. Wenn dir das nicht zu primitiv ist, stelle ich es mir herrlich vor, morgens über die Düne in das Meer, dann in Ruhe in der- hoffentlich- Sonne frühstücken. Aber wir können natürlich auch auf der Insel wohnen. Das ganz tolle an Helgoland, da mitten in der Nordsee, fast glasklares Wasser und ganz gesunde Luft. So sieht du zum Beispiel in der Nacht mindestens doppelt so viele Sterne, wie hier.
Noch mal zu Nauders, was ich noch nicht gesagt habe, sollte das Wetter mal schlecht sein, dann fährt man einfach mit dem Bus nach Meran und hat wieder Sonne oder in einen der Orte dazwischen und kann von dort herrliche Wanderungen machen.
Ich kann es gar nicht abwarten, wann fangen die Semesterferien an?
Dein Walter, der dich sehr liebt und leider ganz alleine ist.
Am nächsten Tag war natürlich, wie fast jeden Tag, Post von Caroline in meinem E-Mail Briefkasten. Ich hatte wieder in meiner 12 Pfennig Kurzaktivität den Brief von Caroline und einige Informationen aus dem neuen CompuServe Treiber-Forum geladen.
Liebster Walter,
Ich bin auch alleine und habe Sehnsucht, aber bald haben wir viel Zeit für uns. Die Semesterferien fangen Ende Juni an, sodass wir den Juli und August verplanen können. Alles was du geschrieben hast klingt ganz toll. Es wäre schön beides mal kennen zu lernen. Darf ich dir überlassen zu planen und zu reservieren. Natürlich bekommst du die Hälfte von dem, was du ausgibst von mir wieder.
DFÜ.
Habe ich eingerichtet ich werde heute Abend auf deinen Anruf warten, vielleicht können wir auch so plaudern. Wie du es geschrieben hast, habe ich mich als Server eingerichtet und ab 20 Uhr das Modem angeschlossen. Was passiert, wenn dann ein "normaler" Telefonanruf kommt? Kommt aber um die Zeit sicher nicht. Ich bin richtig gespannt.
Bis dann ein Bussi von deiner Caroline.
Als der Abend gekommen war, prüfte ich noch einmal meine DFÜ-Einstellung und um 20 Uhr wählte ich Caroline in München an. Was nicht gleich klappte aber dann funktionierte, ich war in Carolines Rechner drin, aber wusste nicht wie ich mich melden sollte. Ich lud einfach Winword und bei Caroline die Walter.doc und schrieb einige Zeilen, die ich dann bei ihr speicherte und hoffte Sie hätte etwas gemerkt. Nach einigen Minuten lud ich das Dokument neu, las Kopie das das Dokument verwendet wird und wartetet etwas bis ich das Dokument mit ihrem zusätzlichen Text lesen konnte, den ich wiederum ergänzte. Wir beendeten das bald und tauschten unsere Erfahrungen aus, Schön wäre es gewesen, wenn es möglich gewesen wäre gleichzeitig zu Telefonieren.
Liebster Walter, Die DFÜ - Verbindung, war eine ganz neue Erfahrung, jedenfalls habe ich viel gelernt , aber unsere E-Mail und Avator- Aktivitäten sind mir lieber und da keine Ferngebühren sicher auch billiger. Da wir beide in Großstädten wohnen, haben wir da richtig Glück. Das ist sicher ungerecht. In der Großstand haben wir viele Möglichkeiten und billigeren Internet und CompuServe oder AOL Zugang, auf dem Land gibt es viel weniger Möglichkeiten und dazu sind für die Online Dienste (außer T-Online) die Kosten höher.
Aber falls ich mal Probleme mit dem Rechner habe, kannst du mir sicher so besser helfen. Für die Fernwartung soll es aber auch spezielle Programme geben. Weist du etwas davon?
Helgoland und Nauders
Alles was du dazu geschrieben hast klingt ganz toll und bestimmt zusammen mit dir eine ganz neue Erfahrung auf die ich mich sehr freue. Bestelle doch einfach alles so, wie du denkst.
Ich lasse mich überraschen und werde ganz, ganz bestimmt nicht unzufrieden , sonder glücklich mit dir sein. Deine dich sehr liebende Caroline.
Ich fand, ähnlich wie Caroline unsere E-Mail Aktivitäten und die Chat-Möglichkeiten am Wochenende besser, aber auch ich hatte so viel über die DFÜ-Verbindung gelernt. Es ist halt schön einen Partner zu haben mit dem man etwas testen kann.
Liebste Caroline,
Recht hast du wie immer, und schön dass dir meine Urlaubsvorschläge gefallen. Ich möchte auch, natürlich mit dir, einen Wochenendbesuch bei meinen Eltern einplanen. Ich habe sie immer im Urlaub besucht und hoffe, dass du sie auch kennen lernen möchtest. Willst du?
Fernwartung.
Ja es gibt dafür gute Programme.Ich kenne pvAnywhere und LabLink, die allerdings auch so rund 500.-- DM kosten.
Es hat viele zusätzliche Funktionen wie Rückruf. Um sicherzustellen, dass keine Fremden in den Rechner eindringen, weist das Programm Anrufer ab, aber verbindet dann, wenn ihm der Anrufe bekannt ist mit dem Anrufer. Ist man verbunden kann man den Fremdrechner bedienen, wie seine eigenen. Das ist insbesondere für eine Fernwartung hervorragend.
Ich denke wir können darüber im Urlaub sprechen. Das Ganze ist ein interessantes Thema zu dem noch mehr gehört, Netzwerk und Computer über Netzwerk und Internet verbinden, etwas was gerade aufkommt.
Aber es gibt ja nicht nur Computer sonder auch vieles Andere Scönes, wie an Dich zu schreiben und zu denken,
Dein Walter
Das neue Office
Ich hatte mich gerade mit WinWord 7.0 gut eingearbeitet und wollte nun mit Excel und PowerPoint nach und nach anfangen, da las ich ,dass es nun Office 98 gibt und das Update 439 DM kostet, laut dem Angebot meines Händlers. Mit einem Update bei Besitz nur eines Programms, konnte ich zugleich alle Programme erhalten, währen der geplante Kauf von Excel alleine über DM 600.-- gekostet hätte. Verstehe einer die Preispolitik.
Also Update oder nicht? Es war eigentlich klar, günstige konnte ich nicht an Excel kommen.
Als ich noch zauderte, sagte der Händler:. Ich kann Ihnen eine CD-ROM leihweise überlassen. Nach 14 Tagen müssen Sie aber die Programme wieder löschen oder aber das Update bezahlen. Ich empfehle Ihnen Office Pro mit Access mit Mini Lexi-ROM für 575.--DM.
Da ich noch genug Platz auf der Festplatte hatte, und in Anbetracht der bereits fast gefülltem Urlaubssparkasse, nahm ich das Angebot an. Die Installation war ohne Probleme. Aber nach dem Programmstart war ich doch überrascht, das Aussehen von WinWord hatte sich sehr verändert. Auf der anderen Seite schien ein großer Vorteil zu sein, dass nun alle Programme sehr ähnlich aussahen und viele Unterprogramme, wie die Rechtschreibung gemeinsam verwendeten. Die neue Rechtschreibung war nicht integriert.
Das Öffnen einer WinWord-Datei ging ohne Probleme, aber nach dem ich diese abgespeichert hatte konnte WinWord 7.0 diese nicht mehr lesen. Ich fand aber die Option "Als Word 6.0/95" speichern, die das reparierte. Aber aufpassen musste ich beim speichern. Solange ich WinWord 7.0 noch verwendete. Dann stellte ich fest. Dass WinWord bei der Auswahl . Word 6/95 die Datei als RTF-Datei gespeichert hatte.
Praktisch war, dass man Versionen einer Datei festlegen und speichern konnte und , dass die verschiedenen Versionen in der Datei erhalten blieben. So konnte man zum Beispiel verschiedene Versionen eines Briefes abgestimmt auf unterschiedliche Empfängergruppen erstellen und nach dem Laden der Datei festlegen, welche Version man ausdrucken wollte.
Gut fand ich die Möglichkeit Tabellen durch Zeichnen zu entwerfen und zu gestalten und dass nun die Möglichkeiten Bilder zu integrieren bessert waren, weil das Umfließen mit Text viel besser gelöst war.
Zugleich fand ich, dass doch eine Menge zu Lernen und etwas Umstellung notwendig war. Ich verstand dass man in der Firma jedoch einem Update gegenüber nicht so aufgeschlossen war. Nicht viele würden sich zu hause vorbereiten und damit konnten erhebliche Umstellungskosten entstehen.
Liebe, Erotik, Sex
Mein Liebster,
es ist eigenartig noch immer habe ich eine Scheu über Sex zu reden und obwohl wir uns schon sehr vertraut sind, ist es auch so mit dir. Denke aber nun nicht ich wäre unzufrieden, höchstens darüber, dass du nicht da bist. Bei uns war alles von ersten Augenblick an so selbstverständlich, du wolltest, was ich auch wollte und es gab keine Notwendigkeit darüber zu sprechen. Ich denke aber, dass wir auch über diese Thema sprechen sollten und zunächst darüber zu schreiben , ist sicher gut und einfacher. Willst du?
Und um zu probieren schreibe ich anschließend eine weitere E-Mail an dich.
Zu deinen Eltern komme ich natürlich mit – mit etwas Herzklopfen, aber warum soll es mir besser gehen als Dir -
Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich die Tage bis zu den Semesterferien zähle, so sehnsüchtig habe ich die Ferien noch nie erwartet und das tolle ist erstmals brauche ich nichts zu planen, einfach Ferien und abwarten was schönes geschieht.
Es liebt dich sehr deine Caroline.
Liebster Walter,
ich glaube ich war 15 , meine Eltern und ich sahen fern und es kam eine Anti Aids Werbung, Mutter war gerade herausgegangen. Ich nahm meinen Mut zusammen und fragte Vater „wie geht das eigentlich?:" Mein Vater dachte etwas nach und sagte dann „Caroline, da sollten wir Morgenabend in Ruhe darüber sprechen und Mutter soll natürlich dabei sein". Mutter, die gerade herein kam fragte „wo soll ich dabei sein? Vater antwortete. „Unsere Tochter möchte aufgeklärt werden."
Eigentlich wollte ich noch sagen, dass ich schon eine Menge weiß, aber ich dachte auch besser nicht und so war dann für diesen Tag das Thema beendet.
Am nächsten Abend sagte nach dem Abendessen nun Carolinchen willst du noch aufgeklärt werden und als ich nickte, fing er an.
„Du hast sicher davon gehört, dass es Aids aber auch andere Geschlechtskrankheiten gibt , die durch den Intimkontakt übertragen werden.".„ Ja" sagte ich „ich wollte eigentlich nur wissen, wie das mit den Präservativen in der Praxis geht."
Vater sagte ," es scheint ganz einfach zu sein. Hier habe ich welche mitgebracht. Wichtig ist, dass man oben etwas zwei Daumenbreiten mit zwei Fingern zusammenpresse und ihn dann einfach herunter rollt". Während er das sagte, hielt ihm Mutter eine Banane hin und Vater rollte nun das Präservativ darüber. Bilde ich mir das ein, oder wurde Mutter etwas rot im Gesicht, während Vater das demonstrierte.
„So", sagte Vater, „aber die Technik ist nicht das Problem. Ich hoffe doch Caroline, dass dein erster ernsthafte Freund nicht ein ganz erfahrener junger Mann ist und du dessen 35. Freundin bist, sondern, dass es ein Junge ist, der wie du unerfahren und furchtbar aufgeregt ist. Dann wird es nämlich sehr kompliziert und ob dann die Technik funktioniert, da bin ich sehr skeptisch.
Also mein Vorschlag, wäre, dass du uns sagst, wenn du denkst es könnte jetzt so weit sein und du dann mit deiner Mutter zum Frauenarzt gehst und dir die Pille verschreiben lässt. Irgendwann, wenn du sicherer bist, solltest du die Pille wieder absetzen. Aber denke immer daran, das Präservativ ist der einzige Schutz vor Aids und schützt natürlich auch vor ungewollter Schwangerschaft, aber nur, wenn es keine Betriebsunfälle gibt.. „ Aber Sonja, was denkst du darüber?"
Mutter stand auf, gab meinem Vater einen Kuss und sagte," das hätte ich nicht besser sagen können." Aber Caroline, was sagst du dazu?
„Ich glaube Vaters Vorschlag ist sicher gut und ich kann euch versprechen, dass ich euch sage, wenn ich denke, dass es so weit kommen könnte. Aber was macht ihr? Braucht ihr immer diese Dinger?".
„Auch Caroline", sagte Mutter," für uns war zunächst einmal Aids kein Problem, weil wir uns schon lange kannten bevor es Aids gab und dass die Pille, wenn man sie dauernd nimmt Probleme bereiten kann, das wurde erst bekannt, als du schon ein paar Jahre alt warst. Damals haben Vater und ich uns lange unterhalten ob wir noch ein Kind wollen und als klar war, dass nicht, lies Vater sich sterilisieren."
„Sterilisieren ?„ fragte ich ? „Ja", sagte Vater" beim Mann ist das ganz einfach, kleine örtliche Betäubung, Samenleiter durchtrennen, nach 2 Stunden war ich wieder zu Hause und nach einer Nachuntersuchung war dann alles in Ordnung."
Mutter fiel ihm etwas ins Wort." So einfach wie Vater erzählt war das für ihn nicht. Als wir die Möglichkeiten durchdiskutiert hatte und er einfach sagte, dann lasse ich mich sterilisieren, da wusste ich ganz sicher, dass dein Vater mich sehr liebt."
„Das war ein schöner Abschluss. "sagte ich, „bestimmt ist es jetzt für mich etwas leichter mit euch über diese Dinge zu spreche.",.
Mit meinen 15 Jahren war ich ganz toll davon beeindruckt, wie meine Eltern mich als einen vollwertigen Partner betrachteten und ich denke, dass das auch meine Anschauung von den Dingen stark beeinflusst hat.
So nun weiß Du, mein Liebster etwas von mir als ich 15 war und vielleicht fällt dir dazu auch etwas ein.
Es küsst dich innig deine Caroline
Liebste Caroline,
Eine ganz lange E-Mail und ich habe eine Menge über deine Eltern erfahren, deren Reaktion ich einfach prima finde, zu mal ich nie mit meine Eltern über dieses Thema gesprochen habe. Daher kommt sicher auch meine Scheu über dieses Thema zusprechen obwohl ich mich ziemlich intensiv damit beschäftigt habe.
Als ich an fing Erfahrungen zu machen, fielen mir verschiedenes Widersprüchliche auf.
- Gleichberechtigung auf der einen Seite, auf der anderen Seite immer noch das Rollenspiel vom Eroberer und der Abwehrenden.
- Die enorme Größe des Sexgeschäftes mit Zeitschriften, Filmen, Video, Internet, Porno Publikationen, die ganz überwiegend die Frau als Gespielin des Mannes zeigen.
- Der Wirtschaftsfaktor Prostitution, niemand geht hin, aber der Umsatz ist gewaltig. >br>
- Dann die Männerwelt in der „Erfolg" bei Frauen ein Qualitätskriterium ist. >br>
Um zu sagen, was ich meine. Eine meiner früheren Firmen stellte jedes Jahr auf der Messe Hannover aus und auf unseren Stand und den Nachbarständen waren ausgesuchte, hübsche Hostessen aus Hannover und Umgebung. Nun fing ein großer Wettbewerb an und wer sich nicht beteiligte wurde etwas schief angesehen. Ich fand den Wettbewerb ziemlich doof, wollte aber auch nicht zurückstehen.
Ab der zweiten Messe, hatte ich dann meine Patentlösung. Ich suchte mir die hübscheste am ersten Tag aus und lud sie zum Abendessen ein. Was auch meist klappte. Im Laufe des Abends erzählte ich ihr dann etwas von dem Wettbewerb, meistens meinte sie lachend, dass sie das kenne.
Ich sagte dann, dass sie jederzeit, wenn sie keine Einladungen oder anderes Vorhabe mir es gerne sagen könnte, ich würde sie gerne noch einmal einladen, sie müsse mir aber auch versprechen mit niemand über den Abend zu reden und mir erlauben sie Morgen früh abzuholen.
Dann hatten wir meist einen sehr netten Abend und am Morgen als wir gemeinsam auf den Messestand kamen, erntete ich bewundernde Blicke.. So war mein Ruf und mein Messefrieden gerettet. Manches mal ergab es sich, dass ich mit dieser Hostess noch zwei, dreimal ausging und wir auch etwas miteinander flirteten, ohne dass sich jedoch je etwas ernstes entwickelte.
Ich fing einfach an mich selbst etwas genauer zu beobachten.
So lernte ich, dass ein Flirt nur bis zu einer gewissen Stufe gehen kann, bis er sich ändert und kein Flirt mehr ist. Wo diese Stufe liegt ist ganz schwer zu definieren, ich merke es an dem starken Wunsch weiterzugehen. Wen ich da nicht abbreche, liegt es nicht mehr ganz unter meiner Kontrolle, wie weit es geht. Ich denke daher auch, dass es keine intensive platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau gibt, es sei den einer ist der verzichtende Teil, währen der Andere das dankbar hinnimmt oder ausnutzt .
Ich fing an einige Sexualkunde –Standard Werke zu lesen und deren Erkenntnisse infrage zustellen, weil offensichtlich der Lebenslauf der Autoren nicht dem entsprach, was sie propagierten. Etwas ketzerisch möchte ich sagen, wer sexuale Probleme hat wird Sexualwissenschaftler, wer Eheprobleme hat, Eheberater usw. was auch durchaus denkbar ist weil, wer Probleme hat, darüber nachdenkt..
Meines Studium letzter Schluss war, dass meiner Meinung nach vieles auf einem totalen Missverständnis beruht. Sex ist das Ergebnis von körperlichen und geistigen Vorgängen. Wer glaubt und das ist, wenn man die Welt betrachtet, wohl die überwiegende Meinung, das Sex etwas mit Technik, Hilfsmittel und Zaubertränken zu tun hat, der übersieht, das diese Hilfsmittel gar nichts bewirken, wenn man diese nicht geistig akzeptiert.
Sex ist doch nichts anderes als die Erzeugung eines Glücksgefühles das in Zusammenhang mit einer körperlichen Reaktion entsteht. Dabei müsste klar sein, dass nicht die Beeinflussung des körperlichen Geschehen, sonder der geistigen Bereitschaft den wesentlichen Anteil hat.
Das heißt auch, dass Sex ohne Liebe ein einfacher körperlicher Vorgang ist, der allenfalls durch den Reiz des Verbotenen und durch optische Reize oder auch körperliche Einflüsse etwas aufgepeppt wird.
Da rennen viele dem tollen Sexerlebnis nach und wissen gar nicht, dass sie es nie finden, weil es in Ihnen liegt. Aber es gibt vieles im Kopf der Menschen verborgene, das zu schlimmen Entgleisungen führt . Ein Buch wie Lolita von Nabuvko hat mir geholfen etwas zu verstehen, was ich niemals billigen werde. Aber das ist ein ganz weites Feld, das nur etwas mit unserem Thema zu tun hat.
Eine großen Schaden hat meines Erachten die heftig verfochtene Theorie des gemeinsamen Höhepunktes angerichtet. Weil er Millionen von Menschen auf einen falschen Weg gelockt hat. Ein gemeinsamer Höhepunkt heißt doch, dass jeder nur seinen Höhepunkt erlebt und das Schöne das Erleben der gemeinsamen Ermattung ist. Ist es nicht viel schöner mit seinem Partner dessen Höhepunkt zu erleben und später der Partner meinen Höhepunkt mit mir. Wobei es völlig gleich ist, ob Mann oder Frau der erste ist, obwohl wahrscheinlich öfter der Mann der Erste ist. Wenn jeder so sein kann, wie er möchte, ohne den Anderen zu vergessen und eigentlich mehr auf den Höhepunkt des Partners aus ist, als auf seinen eigenen Höhepunkt, kann es kaum schief gehen.
So liebe Caroline, nun habe ich einiges von dem geschrieben was ich denke und auch erlebt habe. Ich erinnere mich noch genau an meine erste, zweite und dritte Liebe, wobei es erst bei der dritten zu zusammen „schlafen" kam. Aber darüber ein andermal mehr.
Aber wenn wir zusammen sind, brauche ich keine Theorie, weil einfach alles stimmt und ich dich sehr liebe
Dein Walter.
Mein Liebster,
da hast du viele Dinge geschrieben über die ich noch nie so richtig nachgedacht habe. In vielem bin ich deiner Meinung über manches denke ich, sollten wir weiter sprechen. Ich erzählen mal etwas von mir. Aber zuerst einmal hat das Schreiben für mich zwei ganz gute Nebeneffekte. Du kommst mir näher und näher und sicher haben wir kein Problem mehr über dieses Thema zu reden und zum Anderen man wir sich selbst über vieles klarer.
Ich hatte, ich war gerade 16, einen Jungen, Peter kennen gelernt. Er ging in die gleiche Schule, 2 Klassen über mir. Eines Tages fingen zwei gleichaltrige Jungen einen Streit an, in den ich mit hineingezogen wurde und es wurde handgreiflich.
Eigentlich nicht etwas unbedingt schlimmes. Aber Peter trennte die Streithähne und sage. „ihr sollt euch schämen Mädchen zu schlagen." Er fragte mich fürsorglich ob mir etwas weh täte und strich mir zärtlich über die Haare.
Was ich als sehr angenehm empfand und ich schaute neugierig den großen, blonden Jungen an. Es klingelte. Die nächste Stunde, begann. Ich glaube ich schaute auf dem Heimweg, ob ich ihn nicht sehe.
Am nächsten Tag in großen Pause, schaute ich nach ihm, fand ihn und ging zweimal an ihm vorbei ohne, dass er mich bemerkte. Am nächsten Tag ging ich in der großen Pause auf ihn zu und sagte. „Nochmals vielen Dank für deine Hilfe". Er sagte „Habe ich gerne getan, wie heißt du eigentlich". „Caroline und du?", „Peter". „Ein schöner Name und du gefällst mir", sagte er. Ich wurde wohl rot und es klingelte.
Am nächsten Tag gingen wir bei Beginn der Pause aufeinander zu und sprachen über vieles. Er wohnte nicht weit von uns und so gingen wir am nächsten Tag gemeinsam zur Schule.
Ich will ,das nun nicht alles im Detail aufschreiben. Es war in mir eine langsam wachsende Sehnsucht ihn zu sehen, an den Händen hatten wir uns gehalten und 2 oder 3 Wochen später, bat ich meine Mutter, mit mir zum Frauenarzt zu gehen. „Schon?", fragte Mutter und ich sagte, „ich weis es nicht, aber ich denke ich habe mich verliebt."
Eine Weile später hatten wir uns zu einem Ausflug verabredet, fuhren mit den Fahrrädern und S-Bahn zum Choriner See in der Bernauer Heide, rasteten am Ufer, gingen zusammen schwimmen und lagen dann eng beieinander in der Sonne, er streichelte mich und ich wollte, aber wollte auch nicht. Ich hatte schlimmes über die Entjungferung gehört und in meiner Fantasie flossen Berge von Blut und große Schmerzen erwarten mich.
Also sagte ich, „Bitte, noch nicht, aber sicher haben wir bald eine bessere Gelegenheit." Er küsste mich sanfter und bald machte wir uns auf den Heimweg
Die nächste Gelegenheit ergab sich zwei Wochen später. Wir waren mit den Fahrrädern und der S-Bahn in einen anderen Teil Brandenburgs gefahren, es war wieder ein herrlicher Tag, wir badeten in einer Kleine Buch des Kleinen Müggelsees . Niemand weit und breit und als wir uns küssten und streichelten, viel hatte wir sowie so nichts an, fragte er nimmst du die Pille, ich log und sagte nein. Worauf er in seiner Hose kramte und etwas heraus holte. Diese Pause, war nicht schlimm, aber dann als er mich immer mehr streichelte, meine Brüste küsste, war die Pause in der er sich das Ding überstreifte etwas ernüchternder.
Aber nun nein, sagen das geht nicht und so geschah was ich mit Angst und Sehnsucht erwartete. Es war nicht so schön wie ich gehofft hatte, aber auch nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte.
So, Caroline nun bist du einen Schritt weiter zur Frau, dachte ich. Während wir aneinander geschmiegt ruhten. Als er wieder beginnen wollte, sprang ich auf und lief ins Wasser, fang mich , rief ich und so tobten wir etwas im Wasser und das zueinander drängen hörte auf. Wir konnten nun zurück fahren. Da die nächsten Tage Regenwetter angesagt war, konnte ich mit mir in Reine kommen, obwohl wir uns oft sahen und knutschten.
So ging ein halbes Jahr hin, indem wir uns ab- und zu einmal, wenn die Gelegenheit günstig war, uns liebten. Sicher suchten wir auch die Gelegenheit. Peters Abitur brachte knappe Zeit und dann verließ er Berlin um in Heidelberg zu studieren und wir verloren uns aus den Augen.
Es war eine schöne Zeit, aber mehr geprägt von der Neugierde, von der Unsicherheit und der Frage, was ist eigentlich Liebe?
Deine Caroline weis das jetzt, aber genau zu sagen was Liebe ist und was die große Liebe ist, die ich zu dir fühle, vermag ich nicht zu sagen aber zu fühlen.
Deine Caroline
Meine Liebste,
Du hast so nett von vorne angefangen zu erzählen, während ich in die Mitte hinein gesprungen bin und so will ich es auch beibehalten.
Irgendwann wurde das Thema Prostitution für mich akut. Ich glaube es war ein Artikel in dem stand, dass Hausfrauen sich damit ihr Taschengeld verdienen. Etwas was ich mir gar nicht vorstellen konnte und irgendwie übte das Ganze auf mich einen Reiz aus.
Es war in Frankfurt am Main während eines Kongresses im Interkontinental. Einer der Big Bosse, Spencer, aus USA fragte mich eines Abends wo man was erleben könne. Ich fragte den Portier, der mir eine Tanzbar auf der Kaiserstraße empfahl. Als ging ich mit ihm dahin. Bei Hereinkommen, konnte man an den einzelnen Damen, die an den Tischen sehen, was dort los war. Der Kellner führte und an einen Tisch und fragte ob wir Damengesellschaft wünschen. Ich sagte ja aber eine müsse auf jeden Fall englisch sprechen. Bald saßen 2 recht attraktive „Damen" an unserem Tisch. Spencer war freigiebig und bestellte Champagner zu sündhaft teuren Preisen.
Während ich Spencer etwas im Auge behielt, weil ich mich für ihn verantwortlich fühlte, sprach ich mit meiner Evi, das heißt ich fragte sie mehr aus und erfuhr, dass sie in einen Pension in der Nähe gingen, dass es 300.—DM kosten würde Sie wäre froh, diese Möglichkeit hier zu habe, weil man etwas Kontakt mit den Freiern hätte und zu unsympathische so ablehnen könne. Ein Problem wäre nicht zu viel zu trinken, aber da gäbe es auch Tricks, die notwendig wären, weil die Barinhaber darauf sehen würden, dass sie animierten. Sie bekämen natürlich Prozente, aber viel wichtiger sein, dass man nur bei genügend Umsatz seine Platz hier behielte.
Spencer sagte plötzlich zu mir , „meine will mit mir in eine Pension gehen." . Worauf ich, sagte das kannst du unbesorgt tun, ich warte hier auf dich. „ Kommt gar nicht infrage, natürlich bezahle ich für deine auch, aber mitkommen musst du. Also gingen wir in eine Nebenstraße und dort in eine sehr ordentlich aussehende Pension. Spencer bezahlte für zwei Zimmer, die nebeneinander lagen und dann war ich Evi alleine, die anfing sich auszuziehen. Mir war aber gar nicht danach, wohl auch wegen meines auf Spencer aufpassen müssen’s Gefühles und unserer sachlichen Unterhaltung, obwohl das Ganze auch irgendwie erregend war. Aber ich sagte zu Evi," du bist zwar sehr attraktiv, aber ich einfach nicht in der Stimmung, lass uns noch etwas plaudern". Evi sagte:" ich kann gerne dafür sorgen, dass du in Stimmung kommst, aber es soll mir auch so recht sein".
Also fragte ich sie, wie geht denn das, auf der einen Seite treibst du es mit Freiern und dann hast du noch einen Freund. Kann man das denn trennen? Ja. Sagte sie, gar kein Problem. Hier ist das reine Routine, ohne jedes Gefühle aber mit der professionellen Vorstellung eines Höhepunktes und der Vermittlung, dass der jeweilige Freier der größte sen. Was er auch immer darunter versteht. Du kannst mir glauben, das auch das gelernt sein will.
Dann gibst es Unterschiede. Geküsst wird nicht, unter keinen Umständen und mein Gefühl für Zärtlichkeit ist abgeschaltet. Das alles ist bei meinem Freund anders und ich empfinde vielleicht mehr dabei als eine „ehrbare" Frau.
Das alles war kein Monolog, sonder ein recht angeregtes Gespräch in dem ich allerdings mehr fragte als sagte. Da klopfte es an die Tür Spencers Gespielin schaute herein. „ach ihr seit fertig, wir warten, schon eine Weile draußen."
Also gingen wir und die Mädchen verabschiedeten sich auf der Straße. Wir gingen die wenigen Schritte zurück zum Hotel und Spencer sagte. „ Das war eine sehr guter Erlebnis und beeindruckt hat mich, wie sauber und ordentlich alles war."
Im Hotelbett liegend, dachte ich darüber nach warum Spencer mich eingeladen hat. Nur alleine weil er freigiebig war oder weil er sicher gehen wollte, dass ich den Mund halte. Sicher beides, dachte ich und schlief ein.
So meine liebe Caroline, ich denke wir sprechen darüber im Urlaub weiter und inzwischen auch mal wieder über ein anderes Thema.
Nicht das es langweilig wäre. Aber ich ertappe mich beim Lesen deiner Zeilen bei leichten Eifersuchtsanwandlungen und denke, dass die ganz schnell vergingen, wenn ich dich in meinen Armen halten könnte.
Das und mehr wünscht sich dein Walter.
Der Geburtstag - Wie lernen Programme anzuwenden?
Da waren einige Tage über unseren E-Mail Wechsel vergangen in denen ich im Reiserbüro alle Reisen gebucht hatten. Am bequemsten und preisgünstig war die Busreise. Freizeitreisen boten an: Bus 1.30 ab Berlin nach Büsum und von dort mit dem Dampfer nach Helgoland, und eine Busfahrt nach Nauders ab 6.00 Uhr und gegen 17.00 in Nauders. Fahrt mit einer Woche in Privat Pension mit Frühstück für DM 360.— Eine Bungalow (30.- DM pro Tag) hatte ich über die Kurverwaltung Helgoland gebucht und die Busfahrten gebucht. Der Urlaub war geplant. Aber es war noch über 2 Monate bis dahin.
Die Tage waren schnell vergangen, draußen in der Natur brachte der Frühling die Natur zu erwachen, und auch das Wetter war schön, Fridolin tat was er sollte und war brav obwohl das Einarbeiten mit Excel nicht so klappte wie ich mir das vorstellte. Aber das konnte ich wohl nicht Fridolin vorwerfen Das mit dem Programm gelieferte Handbuch reichte gerade für die Installation, die Hilfe war etwas zum Nachschlagen, aber nichts zum Lernen. Ich ging in eine große Buchhandlung und sah mir die Excel-Bücher an. Ich verbrachte dort fast 3 Stunden, blätterte in vielen Büchern und fand schließlich eines, das Kursartig einführte. Das kaufte ich und dachte diese Ausgabe muss man eigentlich zum Preis der Software hinzurechnen. Mit dem Buch klappte dann das Lernen prima, ich brauchte aber fast zwei Wochen, jeden Abend 2-3 Stunden, bis ich mit Excel wirklich umgehen konnte.
Caroline und ich hatten fast jeden 2 Tag eine E-Mail gewechselt und unsere Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht und wir hatten uns auch geschrieben, dass die Sehnsucht immer größer wurde. Mitte Mai schrieb Caroline.
Mein Liebster, als ich heute bei strahlendem Sonnenschein durch englische Garten nach Hause ging, war es einfach richtig schwer ohne Dich zu sein. Wenn ich Schönes wie die erwachende Natur sehe, möchte ich das einfach mir Dir teilen und Du fehlst mir sehr. Ich habe zu hause gleich den Kalender gewälzt und da mein Geburtstag auf einen Freitag fällt. mich entschlossen für ein langes Wochenende nach Hause zu Dir zu kommen. Ich denke es mir so, dass ich am Donnerstag Abend ankomme und vielleicht, dass wir Freitag Mittag und Abend bei meinen Eltern verbringen und den Rest zusammen. Nach dem ich den Entschluss gefasst hatte, konnte ich es kaum mehr erwarten bis es so weit ist. In Gedanken drücke ich Dich ganz fest an mich und Küsse Dich gang lange Deine Caroline.
Liebste Caroline, Ich freue mich ganz riesig, weil es mir so geht wie Dir und ich auch daran gedacht habe kurz entschlossen nach München zu kommen. Ich hole Dich natürlich ab. und und kann es kaum abwarten. Aber nun da ich weiß, dass Du kommst wird alles viel leichter und schöner. Ich den 4.Juni dick auf dem Kalender angekreuzt und warte auf Dich. Ich gebe Dir den langen Kuss zurück und fühle ganz stark, dass ich Dich sehr liebe. Dein Walter
Gleich am nächsten Tag machte ich mich auf das Geburtstagsgeschenk für Caroline zu kaufen in der Kantstrasse war ein Geschäft Sack und Pack in dem ich der Verkäuferin meine Wünsche erzählte, Sie sagte ja, da haben wir etwas, aber nicht ganz billig und brachte eine große Umhängtasche aus schwarzem weichem Leder, die innen wie eine Aktentasche eingerichtet war, selbst ein Fach für Bleistifte und Kugelschreiber fehlte nicht. Für das, was in sie rein ging sah die Tasche richtig klein und schick aus und gefiel mir gleich. Allerdings der Preis von 385.-- DM gefiel mir nicht so gut. Aber ich dachte auch, dass sie vergleichsweise preiswert sei und sagte, meine Barschaft überschlagend, kann ich sie anzahlen und später abholen. Natürlich sagte die Verkäuferin. Ich ging dann zur Bank überzog erstmals mein Konto um 200 DM und holte dann die Tasche ab.
Zwei Tage später rief Frau Schmied an an sagte, Karoline kommt zu Ihrem Geburtstag, können wir besprechen was wir tun. Ja. gerne sagte ich, darf ich Sie Morgen besuchen? Da freue ich mich sagte, Frau Schmied können Sie gegen 17 Uhr?. Ja, das wird sicher klappen, wenn ich pünktlich aus dem Büro komme, sind Sie bitte nicht böse, wenn etwas später wird.
Am nächsten Tag war ich gegen 17:30 bei Schmieds und wurde herzlich empfangen. Ich fragte "wissen Sie schon, dass Caroline zu ihrem Geburtstag kommt?" Frau Schmiedt, sagte: " Ja, sie hat gestern angerufen und hat gesagt sie wolle die meiste Zeit mit Ihnen verbringen". "Deswegen bin ich da, sagte ich, weil ich dann auch ein etwas schlechtes Gewissen Ihnen gegenüber habe. Ich habe mir gedacht, wird stimmen uns etwas ab und möchte vorschlagen, dass wir ihren Geburtstag, der ja auf einen Samstag fällt, bei Ihnen verbringen und uns zum Mittagessen bei Ihnen einladen und den Rest des Tages gemeinsam verbringen. Wenn Caroline möchte kann sie ja vor dem Essen mit Ihnen alleine sein und ich komme dann zum Essen. Frau Schmiedt sagte: ich finde es einfach nett, dass Sie sich darum Gedanken machen. Ich finde und sicher auch mein Mann, der bestimmt gleich kommt, das ganz toll und bin wirklich voll einverstanden. Wir habe doch Verständnis dafür, dass Carolinchen und Sie die meiste Zeit zusammen verbringen wollen. Kurz darauf kam Herr Schmiedt, der auch sagte, dass ihm das alles gut gefiele und wir begannen dann ein Gespräch über Wirtschaftslage und Aktien. Ich wollte mich schon verabschieden als Frau Schmied sagte, Sie bleiben doch bitte zum Abendessen und so war es dann schon recht spät als ich nach einem wirklich netten Abend nach Hause kam. Natürlich starte ich gleich den Computer und schaute nach E-Mails es waren insgesamt 7 und eine von Caroline.
Mein geliebter Walter, ich habe schon mal meinen Eltern Bescheid gesagt, die haben keine Einwände und ich komme am Donnerstag um 21:33 mit dem ICE aus München an. Mein Fahrkarte habe ich schon besorgt und sitze im Wagen 6. Ich freue mich wahnsinnig und wünschte ich wäre schon da. Deine Caroline.
Die anderen waren mehr oder weniger Reklame, nur mein Freund Stephan hatte sich gemeldet und sich entschuldigt, dass er sich lange nicht gemeldet hat. Er schieb " ich habe angefangen eine eigene Webseite zu erstellen und da gibt es unheimlich viel zu lernen. Ein ganz neues Gebiet und mit ganz vielen Problemen."
Unter der Reklame war auch ein Kursangebot von einer Computerschule. Das und die E-Mail von Stephan führten dazu, dass ich über das Lernen nachdachte und wie automatisch anfing zu schreiben und natürlich an Caroline. Aber ich kam mit meine Gedanken und dem Thema nicht ganz klar, also speicherte ich diese E-Mail und begann eine Neue.
Meine liebe Caroline, ich freue mich unbändig und warte auf Dich und natürlich stehe ich auf dem Bahnsteig. Ich war gestern bei Deinen Eltern, die sehr freundlich waren, und habe besprochen, dass wir an Deinem Geburtstag zu Ihnen gehen. Ich habe uns dort zum Mittagessen eingeladen, was Deine Mutter gut fand und natürlich, denke ich kannst Du am Vormittag alleine zu Ihnen gehen und ich komme dann zum Mittagessen nach. Gerade habe ich darüber nachgedacht - eine E-Mail von Stephan war der Anlass -, wie man am besten die Anwendung von Computerprogrammen lernt. Da ich immer, wenn ich mir über etwas klar werden will, anfange zu schreiben oder auch zu lesen, habe ich wie automatisch eine E-Mail angefangen, die aber noch in den Tiefen meines Computers ruht, weil ich noch nicht mit allem einig war. Aber etwas ist mir dabei durch den Kopf gegangen, wie toll es doch ist einen Menschen, wie Dich, zu haben, mit dem man so vertraut ist, dass man ihm einfach seine Gedanken sagen oder schreiben kann und weiß, das er mich versteht und, dass es schön ist mit ihm zu diskutieren . Oder einfach gesagt ich habe gefühlt, dass ich Dich sehr liebe. Und natürlich unbändig freue Dich bald in meinen Armen zu halten. Dein Walter
Lieber Stephan, ich fasse mich etwas kurz, da Morgen Carolinie kommt. und ich noch etwas rein Schiff machen will und einkaufen muss. Toll dass Du mit einer Webseite angefangen hast. Ich denke auch daran. Sicher kann ich dann viel von Dir lernen. Ich denke gerade darüber nach, wie man am Besten die Bedienung neuer Programme lernt. Du hast sicher große Erfahrung mit den Benutzern und es wäre toll zu hören was Du darüber denkst. Ich melde mich mit meinen Gedanken dazu Mitte bis Ende nächster Woche. Inzwischen herzliche Grüße von Deinem Freud Walter
Am Donnerstag wollte der Tag nicht so richtig rum gehen. Ohne Probleme konnte ich meine vielen Überstunden zum Teil mit einem freien Samstag verrechnen und währen meist die Tage in der Firma recht stressig sind und wie im Fluge vergehen, war es heute ein langweiliger Tag, der nicht verging. Um 18 Uhr war ich zu Hause, alles auch ein Strauß schöner Rosen hatte ich gestern besorg, gesaugt und etwas aufgeräumt, frische Bettwäsche - alles war getan, so stieg ich gegen 21 Uhr in die U1 und war 6 Minuten später am Bahnhof Zoo. Bahnsteig nachsehen, Wagenstandsanzeiger nach Wagen 6 absuchen und zum Bahnsteig gehen dauerte auch nicht mehr als 5 Minuten aber endlich kam pünktlich der ICE:. Caroline sah ich am Fester und war so schnell an der richtigen Tür als endlich Caroline kam. Wir nach einigen Schritten weg von der Tür und dem Gedränge uns lange küssten, was nicht so ganz richtig war, weil jeder zusätzlich etwas in der Hand hatte, da wir Koffer und Tasche nicht einladend auf dem Bahnsteig stehen lassen wollten.
Wir sagen gar nicht viel auf dem Weg zur U-Bahn und der kurzen Fahrt zu meiner Wohnung und konnten dort angekommen nicht genug voneinander bekommen, so dass wir uns bald im Bett wiederfanden und es Mitternacht wurde, als wir außer Zärtlichkeiten auch anfingen uns zu unterhalten.
"Mein Liebster, ich muss mich noch bei Dir bedanken, dass Du Dich mit meinen Eltern abgestimmt hast. Mutter war ganz begeistert und hat gleich bei mir angerufen, dass ihr alles Recht sei und ich wusste erst gar nicht was" Ach du jeh, das hab ich ganz vergessen zu schreiben," " Macht doch nichts war doch alles so, wie ich es selbst gemacht hätte.". Wir hatten uns noch viel zu erzählen und schliefen schließlich eng umschlugen ein.
Am Morgen, ich hatte mir vorgenommen früh aufzustehen,wachte ich um 1/2 5 Uhr auf, währen der Nacht waren wir etwas auseinander gerückt, so dass ich unbemerkt aufstehen und einen Geburtstagtisch mit der Tasche, Blumen, die ich noch besorgt hatte und etwas Süßigkeiten aufbaute, die Kaffeemaschine anstellte und mich dann wieder zu Caroline kuschelte, die das merkte und langsam wach wurde," schön ",sagte Sie, mit Dir aufzuwachen. und nach dem eine Weile vergangen war, "was ist den das? aufstand Ihren Geburtstagstisch ansah, die Tasche näher betrachtet und schnell wieder zu mir ins Bett kam, mich in den Arm nahm und und sagte "Danke, ich freue mich sehr, genau das habe ich mir schon lange gewünscht. Wie hast Du das erraten?" "Das war nach einer Diskussion mit Deiner Mutter gar nicht so schwer, nur suchen musste ich etwas." "Das ist der schönste Geburttagsmorgen, den ich erlebt habe." Na, dann will ich schnell aufstehen und dafür sorgen, dass er weiter schön bleibt,", sagte ich, ging ins Badezimmer zog mich an und sagte Karoline mit einem langen Kuss , dass sie nun aufstehen könnte. Inzwischen sauste ich schnell zum Bäcker im Nebenhaus und holte Brötchen, deckte den Kaffeetisch und als Caroline aus dem Bad kam, war alles fertig.
Wir frühstückten in Ruhe und dann nahm Caroline ihre neue Taschen und wir gingen zu Ihren Eltern, wo wir bis zu späten Nachmittag blieben, als ich sagte ich wollen kurz etwas erledigen und zum Mittag wiederkommen hatten alle protestiert, also hatten wir einen gemütlich Familientag.
Als wir am Abend schon wie selbstverständlich zur mir nach hause gingen, hatten wir beide das Bedürfnis zusammen zu sein und uns in die Arme zu nehmen, so gingen wir gleich ins Bett und Fridolin stand alleine in seiner Ecke, auch am Morgen war es schon später, als wir aufgestanden waren und da die Sonne schien, eine Spaziergang die Spree entlang zum Schlosspark Charlottenburg machten. Da waren wir zwar nicht alleine, da viele die gleiche Idee hatten, aber doch unter uns. Hielten uns an den Händen und immer wieder einmal umschlugen und gaben uns dem Sehe und Fühlen hin, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Ich frage Caroline, was sie nun möchte, Essen gehen oder nach hause? Nach hause ,sagte Sie und es wurde ein herrlicher, gemütlicher Nachmittag in dem wir uns liebten, eine Pizza bestellten und über alles und nichts plauderten. Um 17 Uhr fragte ich Carolie ob sie Luft hätte in die Oper zu gehen Zauberflöte gäbe es und dann ging ich schell zur Deutschen Oper um zu sehen ob es noch Karten gäbe, ich hatte Glück und bekam 2 Karten, so dass der Tag einen schönen Abschluss hatte. Denn Früh am Montag Morgen musste ich Caroline zu Zug bringen.
Danach hatte ich etwas Zeit und stelle Friedolin an. Keine E-Mail wartete auf mich, so beantworte ich in CompuServe im Chip Forum einige Fragen las andere und die Antworten. So lernte ich viel aus den Problemen Anderer. Aber nicht lange, denn Caroline fehlte mir sehr und ich fing an die E-Mail an sie weiterzuschreiben in dem ich erst einmal einen neuen Anfang schrieb.
Geliebte Caroline, Du bist erst wenige Minuten auf dem Weg nach München und ich habe Fridolin angeschaltet, aber das stöbern in CompuServe half auch nicht viel. Ich vermisse Dich sehr und da ist es das Beste an Dich zu schreiben. Da ich gleich ins Büro muss, wird die E-Mail erst heute Abend auf dem Weg zu Dir sein und Dir sagen, dass es für mich 2 wunderschöne Tage waren. Doch nun zu dem angefangenen Thema "Programme lernen". Ich denke, dass es mit neuen Programmen so ist, wie eigentlich überall beim Computer. Das wichtigste ist Anfangen. Es hat überhaupt keinen Zweck Handbücher oder Fachbücher zu dem Programm vollständig zu lesen. Zuerst liest man was dort unter Installation steht und dann installiert man das Programm. Dann sollte man die Bücher mal durchblättern um zu wissen was in etwa wo steht, aber dann sollte man anfangen mit dem Programm das zu tun, was es tun sollte. Bei den meisten Programmen ist es so, dass von den fast unendlich vielen Möglichkeiten des Programms der durchschnittliche Anwender nur 10 bis 20% der Funktionen anwendet. Allerdings sind das aber für fast jeden Anwender andere. Diesem Problem entgehen Bücher und Schulungen in dem sie 80 bis 90% der möglichen Funktionen behandeln. Aber warum soll ich das alles lernen, wenn ich nur einen kleinen Teil davon brauche? Also beginne ich mit der Arbeit und um ein Bespiel zu haben mit der Textverarbeitung und schreibe einen Brief. Wenn ich mir die Menüs ansehe und sie aufklappe, kann ich bereits das Meiste finden, was ich brauche und ausprobieren. Die Schriftart auswählen, die Schriftgröße und Stärke, schreiben und die Rechtschreibekorrektur anwenden, schließlich ist Drucken auch kein Problem. Habe ich so meinen ersten Brief geschrieben, so wäre es sicher gut, falls vorhanden, ein Kapitel "Briefe schreiben" zu lesen und zu sehen ob ich irgendwie meine Arbeit verbessern kann. Ich probiere das aus und ganz schnell ist Briefe schreiben eine Routine. Wenn ich nun eines Tages ein Bild in einen Brief einfügen will, schaue ich wieder in das Buch um zu sehen, was es dazu sagt, tue es dann und habe meine Anwendung erweitert. So lerne ich beim Arbeiten Stück für Stück die Fähigkeiten des Programms kennen, die ich brauche.
Wenn Du meinst, ja für eine Textverarbeitung ist das kein Problem, so meine ich, dass dies für alle Programme gilt. Eine Möglichkeit haben sich zu informiere und anfangen ist wirklich eine Patentlösung . Es mag ja gut sein eine Schulung zu besuchen, aber man wird dort ebenfalls soviel hören, dass man Einzelheiten vergisst, aber man bekommt einen Überblick und Anregungen, die man dann so schnell wie möglich wieder anwenden sollte. So meine Liebste, jetzt ist es Abend und ich sende Dir viele liebe Grüße und Küsse und sage schnell das ich Dich sehr liebe. Dein Walter
Wie es weiter geht.
So hatten Fridolin und ich viel zusammen erlebt, aber das war noch nicht das Ende. Ich bin dabei weiter zuschreiben Es folgt nun nach dem Geburtstag der Urlaub und Windows 98SE Installation, die Erstellung meiner Webseite und vieles mehr
Ich hoffe, die Erlebnisse haben Ihnen bis hierhin Spaß gemacht und ich hoffe sogar, dass Sie etwas lernen konnten. Wenn Sie Lust haben so schreiben Sie mir einmal unter
ANHANG
In diesem Anhang finden Sie Einzeltexte zu häufig auftretenden Fragen und Problemen der PC-Anwendung. Zu vielen in Hauptteil angesprochenen Punkten finden Sie hier ergänzende Informationen.
Der Weg des Anhanges wurde gewählt um den Text von zu vielen Details zu entlasten, aber auch um der schnellen Entwicklung auf dem PC-Sektor Rechnung zu tragen. Man kann davon ausgehen, dass ein Buch, dass sich mit technischen Details des PC-Marktes befasst in 6 bis 10 Monaten überholt ist und die neuesten Entwicklungen nicht mehr umfasst.
Man könnte dies zwar durch eine vorausschauende Betrachtung ergänzen, dies unterläge jedoch dem Problem, dass die mögliche technische Entwicklung zwar vorausgesehen werden kann, nicht jedoch die Marktakzeptanz.
Ich habe daher den Weg gewählt, diese Themen in den Anhang zu verlagern, biete Ihnen jedoch die Möglichkeit im Internet auf meiner Homepage, diese einzelnen Texte herunterzuladen. Die im Internet gespeicherten Texte werden regelmäßig aktualisiert. So haben Sie die Gelegenheit sich bei Bedarf die ganz aktuellen Texte zu laden . Auf http://www.pchilfe.org können Sie die Texte finden.
So hoffe ich, unabhängig von Neuauflagen, eine lange Aktualität des Buches für Sie sicherzustellen.
Ein klein wenig Stolz bin ich auch, denn, soviel ich weiß, halten Sie so das erste Buch mit Internet Update in Händen.
In der Online Ausgabe sind natürlich diese Texte nicht enthalten. Bitte laden Sie sich die neueste Ausführung der Texte.
OnlineGefühle
Graphisch ausgedrückt. (aus Windings)
J ich freue mich
K das ist mir egal
L ich bin traurig
Die wichtigsten Emoticons. (mit der Tastatur hergestellt)
:-] Dickkopf
:-o Jemand singt, ist überrascht, schockiert
:-O Schrei
:-( Enttäuschter, trauernder Benutzer
:-C Enttäuschung
:-< Abgrundtiefe Enttäuschung
8-O Entsetzen
:-e Wut (zeigt Zähne)
>:-< Vor Wut verrückt, Haare stehen zu Berg
:-) Jemand lacht oder freut sich
:-)) Besonders fröhlicher Benutzer
ö-) Hin, hin!
ö-D Ha, ha! ;-) Zwinkern
,-ü oder :-7 Verlegen
:-\ Schiefes Grinsen
:-s sehr schiefes Grinsen, Verdruss
:-/ Gute Miene zum bösen Spiel machen
:-p Zunge rausstrecken
:-9 Sich die Lippen lecken
:-* Kuss
-<-{(@ Eine Rose
:-x Ich schweige eisern
:-I Hmm.
%*) Betrunken
*:-( Verkatert
Die Kurzausdrücke. (Entweder Abkürzung englischer Ausdrücke oder Lautmalerei.)
<BCNU> Be Seein´ you, Sehe Dich bald wieder;
<bg.> big grins, Großes Grinsen;
<bis>Back in a second, Bin gleich wieder da;
<BRB> Be right back, Bin gleich wieder da;
<BTW> By the way.;übrigens,
<CU> See you, Auf Wiedersehen!
<Eg> Evil grins, Boshaftes Grinsen;
<FYI> for your Information, Zu Deiner Info;
<G> Grin, Grinsen;
<Ga> Go ahead, Fahre fort; mach weiter;
<Gr.&d> Grinning, running, and ducking Grinsen,weglaufen und ducken;
<IMHO> In My humble Opinion, Nach meiner bescheidenen Meinung;
<ImoIn> My Opinion, Nach meiner Meinung;
<IOW> in other words, Mit anderen Worten
<LOL> Lots of laughs, Laughing out loud, Starkes Gelächter;
<NBD> Nobig deal, Keine große Sache;
<OIC> Oh, I See, Oh, ich verstehe;
<OTOH> On the other Hand, Auf der anderen Seite;
<PITA> Pain in the As, Bei Sachen »Mist«, Personen »Nervensäge«.(oder stärker)
<PMJI> Pardon me for jumpingin, Entschuldige mein einmischen;
<ROF> <ROFL> Rolling on the Flor, laughing, Ich liege vor Lachen unter dem Tisch;
<RSN> Real soon now, Sehr bald;
<RTFM> Read the fuckin´ Manual! Lies das verdammte Handbuch, bevor Du dämliche Fragen stellst!
<Thx> Thanks, Danke;
<TIA> Thanks in advance, Vielen Dank im voraus.
Für verschiedene Programmarten gibt es, aus dem amerikanischen kommende, Bezeichnungen, die nachfolgend erklärt werden.
Eine besondere Vertriebsform für Programme, die weitverbreitet ist. Der Autor stellte die Programme zum Ausprobieren zur Verfügung und erwartet, dass der Anwender nach einer etwa 4 wöchentlichen Erprobung das Programm entweder löscht oder es bezahlt (Registrierung).
Nach der in USA einflussreichen AST (Association of Software Professionals) muss Shareware alle Funktionen enthalten und darf nicht zeitlich beschränkt sein. Hinweise zur Registrierung sind möglich.
Noch der ursprünglichen und innerhalb der ASP noch heute gültigen Auslegungen dürfen die unveränderten Shareware-Dateien beliebig weitergegeben werden und in Mailboxen eingestellt werden. Die Aufnahme in CD-ROM Sammlungen bedarf jedoch einer Zustimmung der Autoren.
Diese Handhabung wird jedoch immer mehr abgeändert in dem die Autoren, die private Weitergabe meist nicht limitieren, jedoch das Einstellen in Datendienste und Mailboxen limitieren. Es wird daher empfohlen die in den Dateien enthaltenen Texte mit Copyright Informationen zu beachten.
Freeware oder Public Domain
Das sind Programme, die von den Autoren zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung gestellt werden.
Cardware
Das ist Freeware bei der, der Autor eine Anwendungsbestätigung per Postkarte erwartet. Ehrensache ist eine schöne regionale Karte auszusuchen und ein paar nette Zeilen zu schreiben.
Demo Ware
Programme, die nicht über alle Funktionen verfügen, zum Beispiel ist Drucken nicht möglich oder die Eingabe ist beschränkt oder aber Programme mit zeitlicher Beschränkung.
Über die Registrierung
Shareware, Free- und Cardware bieten die Möglichkeit Programme kostenlos zu testen und zu verwenden. Man braucht also nicht die "Katze im Sack" zu kaufen. Dieses bewährte Prinzip kann aber nur funktionieren, wenn die Rechte der Programmautoren beachtet und akzeptiert werden. Das heißt vor allem, dass nach einer angemessenen Erprobungszeit, von bei Shareware meist 4 Wochen, die Registriergebühren bezahlt werden oder die entsprechenden wüsche der Autoren, bei Cardware eine Ansichtskarte zu senden, erfüllt werden. Das Bezahlen der Registrierungsgebühr ist meist mit zusätzlichen Vorteilen verknüpft und wird oft erleichtert. So zum Beispiel durch die Registrierung über das Internet und Bezahlung mit "CyberCash" , Abbuchung und Kreditkarte.
Open Source
Wurde mit der positiven Linux-Entwicklung bekannt ausführliche Informationen darüber finden sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source
Wird zur Zeit bearbeitet : --Walterscheffel 14:58, 30. Sep. 2010 (UTC)
Die Fortsetzung ist auch in Arbeit.