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Netzwerk


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Wozu braucht man eigentlich ein Netzwerk? Wer heute einen neuen PC kauft, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit schon vorher einen anderen Rechner genutzt. Bereits beim "Umzug" von der alten zur neuen Maschine stellt sich dann die Frage, wie man die vorhandenen Daten schnell und komfortabel zwischen den Rechnern übertragen kann. Dies ist aber nur ein Beispiel, über ein Netzwerk kann mit mehreren Spielern gespielt werden, man kann immer wieder auf Daten des anderen Rechners zugreifen usw. Die Lösung für solche und ähnliche Aufgabenstellungen: Vernetzung der Computer miteinander. Netzwerke sind nicht länger nur ein Thema für Firmen und Geschäftsanwender. Auch Privatleute können davon profitieren. Auch wenn zum Beispiel ein Notebook von der Arbeit mit nach Hause gebracht wird, bietet das heimische Netzwerk viele Vorteile: Große Datenmengen können zwischen dem Notebook und dem stationären PC ausgetauscht werden, vom Netzwerk aus können Daten gedruckt werden oder es kann eine Internetverbindung gemeinsam genutzt werden. Allerdings hat das Verkabeln und Einrichten von Netzwerken den Ruf, sehr kompliziert zu sein. Mit den richtigen Hintergrundinformationen ist an Netzwerken aber nichts Geheimnisvolles.


Aufbau eines Netzwerks

Bei vielen heute aktuellen Rechnern ist eine Netzwerk-Buchse zum Anschluss bereits auf dem Mainboard eingebaut. Der verbreitete Standard für Netzwerkverbindungen heißt Ethernet. Der Ethernet Standard definiert die Signale und Protokolle für die Übertragung von Netzwerk-Daten, allerdings kann die Übertragung über unterschiedliche Arten von Kabeln erfolgen. Es gibt eine alte BNC-Variante, die über ein Koaxialkabel vernetzt wird, mit der wir uns jedoch nicht näher beschäftigen wollen, da diese eher veraltet ist und nicht dem modernen Standard entspricht. Die moderne Variante heißt "Twisted Pair". Typisch für die Kabel sind ihre achtpoligen Stecker, welche ähnlich aussehen, wie Stecker von Modem- und Telefonkabeln, welche jedoch nicht in die gleiche Buchse passen und somit eine Verwechslung der jeweiligen Kabel ausgeschlossen ist. Durchaus verwechseln kann man jedoch Netzwerk und ISDN-Kabel. Wegen der unterschiedlichen Signalbelegungen können diese Kabel aber nicht an der jeweils anderen Geräteart eingesetzt werden.


Nachrüsten von Netzwerk-Anschlüssen

Sollte einer oder auch mehrere der beteiligten Rechner keinen Netzwerkanschluss besitzen, ist das kein Grund auf die Einrichtung eines Heimnetzwerkes zu verzichten. In stationären PCs lassen sich Netzwerkkarten ebenso nachrüsten, wie auf mobilen Rechnern- es gibt Steckkarten, die den Anschluss, sowie die Übertragung, gewährleisten. Auch in Notebooks kann, wie bereits erwähnt, ein fehlender Netzwerkanschluss nachgerüstet werden.In der Regel besitzt der tragbare Rechner einen PC-Card Steckplatz (auch PCMCIA-Slot genannt), sodass sich eine kompatible Karte im Scheckkartenformat anschließen lässt und so den Netzwerkzugang schafft. In aller Regel ist zu empfehlen bei PCs einen freien PCI Steckplatz zu verwenden und eine entsprechende Netzwerkkarte zu erwerben, aufgrund des höheren Datendurchsatzes und der Preis-Leistung.


Netzwerk-Verkabelungsvarianten

Wenn man nur zwei PCs miteinander vernetzen möchte, bedarf dieses keiner großen Planung. Vorausgesetzt, die beiden Rechner verfügen über die nötigen Anschlüsse, verlegt man einfach ein geeignetes Netzwerkkabel zwischen beiden Geräten- fertig. Wenn ein Twisted-Pair-Kabel zwischen zwei Computern verlegt werden soll, handelt es sich meistens um ein so genanntes Crossover-Kabel. Etwas aufwendiger wird die Verkabelung, wenn mehr als zwei PCs oder Geräte im Netzwerk miteinander verbunden werden sollen.Für die Vernetzung mehrerer Computer ist ein weiteres Gerät erforderlich, ein sogenannter"Hub". Das Grundprinzip bei Twisted-Pair-Netzwerken ist, dass von jedem am Netzwerk angeschlossenen Gerät ein eigenes Netzwerkkabel zu einem zentralen Punkt -einem Konzentrator oder Hub- verläuft. Man spricht deshalb auch von einer Stern- Struktur. Das englische Wort Hub bedeutet übersetzt Radnabe, Mittelpunkt, Umschlagplatz. Und genau so einen Umschlagplatz für den Datenverkehr stellt der Hub im Netzwerk auch dar. Er nimmt Datenpakete von den Netzwerkkabeln in Empfang und leitet sie an andere Geräte im Netzwerk weiter. Je mehr Netzwerkports vorhanden sind, desto teurer werden Hubs. Dennoch sollte man sich zur Sicherheit immer ein oder zwei Ports in Reserve halten. Weiterführende Infos und hilfreiche Abbildungen auch unter: http://www.multi-online.com/netzwerk/vernetzen.php


Netzwerktechnik

Der Hub sollte möglichst zentral, also in der Mitte aller beteiligten Geräte stehen, damit keine so langen Kabel gebraucht werden.Der Ethernet Standard sieht vor, dass ein einzelnes Twisted-Pair-Anschlusskabel maximal 100 Meter lang sein darf. Der maximale Abstand zwischen zwei Geräten im Netzwerk kann also 200 Meter betragen. Im privaten Bereich dürften dadurch jedoch kaum Probleme auftreten. Die Lämpchen auf der Vorderseite des Hubs zeigen den Datenverkehr auf der jeweiligen Netzwerkbuchse an. Wann immer ein Datenpaket über die jeweilige Netzwerkbuchse empfangen oder versendet wird, blinkt das Lämpchen kurz auf. Bei umfangreichem Datenverkehr können diese Lämpchen folglich zum Teil auch über längere Zeiten durchgehend leuchten. Gibt es zusätzlich für die einzelnen Ports eine Leuchtdiode mit der Bezeichnung "Link", so zeigt dieses Lämpchen an, dass auf dem betreffenden Port eine Verbindung zu einem angeschlossenen Netzwerk-Rechner hergestellt wurde. Wenn in der Folge ein "Link"-Lämpchen für einen Port, an dem ein Netzwerkgerät angeschlossen wurde, nicht leuchtet, so liegt ein Problem in der Verkabelung vor. Eventuell handelt es sich dann um ein falsches verwendetes Kabel oder das Kabel wurde an einem nicht geeigneten Port angeschlossen. Sollte mit der Zeit ein einzelner Hub im Netzwerk nicht mehr ausreichen, so ist es auch möglich mehrere Hubs in einem Netzwerk unterzubringen. Werden mehrere Hubs miteinander verbunden, so müssen die Geräte hierarchisch verkabelt werden. Man spricht auch davon, dass Hubs kaskadiert werden. Bei einer solchen Kaskadierung ergeben sich mehrere Ebenen. Ein Hub steht an der Spitze- manchmal auch als "Root-Hub" bezeichnet. An seinen Netzwerkbuchsen können entweder ganz normale Netzwerkgeräte oder ihm untergeordnete Hubs angeschlossen sein.


Netzwerkkonfiguration

Wenn das Netzwerk verkabelt wurde und die Netzwerk-Adapter in allen beteiligten Rechnern betriebsbereit installiert sind, besteht der nächste Schritt darin, die notwendigen Einstellungen im Betriebssystem vorzunehmen. Windows (komfortabel ab XP) unterstützt die Einrichtung eines Netzwerks mit einem Assistenten. Diesen Netzwerkinstallations-Assistenten findet man im Start-Menü unter Programme/Zubehör/Kommunikation. Nach dem Willkommensfenster und den allgemeinen Anmerkungen folgt eine Prüfliste. Sie bietet in Form einer Checkliste zusätzliche Hilfestellung und Hintergrundinformationen. Die Checkliste ist für die Einrichtung nicht erforderlich, diese kann geschlossen werden und man kehrt zum Netzwerkinstallations-Assistenten zurück, in dem man mit "Weiter" zum nächsten Schritt gelangt. Hier fragt der Assistent, wie der Computer ins Internet gelangen soll- Windows geht davon aus, dass dies die vorangingen Gründe für die Einrichtung eines Heimnetzwerks sind, da mehrere Rechner dann im Netzwerk auf eine Internetverbindung zurückgreifen können. In der Netzwerkterminologie bezeichnet man den Verbindungsteilenden Rechner auch als "Server". Gibt es für den PC bereits eine Internetverbindung, so sollte man sich in der Regel für die obere angebotene Variante in der Auswahl entscheiden. Mit einem Klick auf "Weiter" gelangt man nun wieder zum nächsten Schritt. Hier braucht man nur die gewünschte verfügbare Internetverbindung auszuwählen. Bei Bedarf kann später eine gemeinsame Internetverbindung nachträglich eingerichtet werden. Falls der Assistent auf dem Computer mehrere Netzwerkverbindungen feststellt, fragt er nun noch nach, welche davon für die Anbindung ans Netzwerk verwendet werden soll. Am besten folgt man der Empfehlung und wählt die zutreffende Verbindung automatisch. Als nächstes muss der Computername festgelegt werden, mit welchem der Computer später im Netzwerk erscheint. Nachdem der Name eingegeben und mit "Weiter" bestätigt wurde, fordert der Assistent im nächsten Schritt dazu auf, dem Netzwerk einen Namen zu geben ("Arbeitsgruppenname"). Achtung: Wichtig ist hier, dass in jedem Fall für alle Rechner, die im Heimnetzwerk miteinander verbunden werden sollen, der gleiche Arbeitsgruppenname vergeben wird. Im nächsten Schritt zeigt der Netzwerkinstallations-Assistent nun alle getroffenen Einstellungen noch einmal zur Kontrolle in einer Zusammenfassung an. Sollte in der Zusammenfassung eine falsche Einstellung oder Angabe zu finden sein, kann man über die Schaltfläche "Zurück" zu den vorherigen Konfigurationsschritten zurückkehren und den Fehler dort korrigieren. Nach Abschluss dieser Installationsarbeiten informiert der Netzwerkinstallations-Assistent, dass er seine Arbeit fast abgeschlossen hat. Man hat jetzt noch die Möglichkeit eine Netzwerkinstallations-Diskette zu erstellen. Diese Diskette enthält ein Setup-Programm und die vom Nutzer getroffenen Einstellungen. Mit Hilfe einer solchen Diskette können die erstellten Netzwerkkonfigurationen schnell auf anderen Computern im Netzwerk eingerichtet werden. (Sollte im PC oder Notebook kein Diskettenlaufwerk mehr vorhanden sein, so kann die Netzwerkkonfigurationssicherung auch auf einem anderen Datenträger wie z.B. Speicherkarten oder USB-Sticks erstellt werden.) Weiterführende Informationen zur Netzwerkeinrichtung auch unter: http://www.pcwelt.de/start/computer/netzwerk_server/praxis/198931/netzwerk_einrichten_und_optimieren/

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