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Windows-Probleme


Windows-Probleme

Die unendliche Geschichte der PC-Abstürze, des Hängenbleibens und der schweren Ausnahmefehler.

Der PC lief und lief bis einen neues Programm installiert, Treiber erneuert oder neue Hardware installiert wurde. Dann auf einmal traten die oben genannten Fehler einzeln oder zusammen auf.

Was war passiert? Um das zu verstehen müssen wir uns mit den überlieferten Windows- Konventionen beschäftigen. Sie wurden in den Windows Anfängen erstellt und schienen damals gut und notwendig. Sie besagen, dass alle gemeinsam benutzten Programme (dll, vdx usw.) die gemeinsam benützt werden in das Windowsverzeichnis gehören, währen allezu dem Programm gehörigen Dateien in das Programmverzeichnis gehören. Das war gut gedacht und funktionierte auch die erste Zeit. Dann kam jedoch die erste neue Windows Version, (inzwischen sind mindesten 8 Versionen neu erschienen) bei der auch gleichnamige aber geänderte gemeinsam zu benützende Dateien erstellt wurden.

Das alleine wäre nicht schlimm gewesen. Aber fast jeder Programmierer verwendete eines oder mehrer der gemeinsamen Programme und hatte gute Gründe das gemeinsame Programm mit zu seinem Programm zu packen und bei der Installation es in das Windowsverzeichnis zu kopieren.

Er hatte vielleicht das Programm unter Windows 3.11 programmiert und die abc.dll Version 3.027 hinzugeladen oder zur Ausführung benötigt. Das Programm läuft auf seinem Rechner ohne Fehler. Also stellt er fest: Es ist fertig und packt zur Sicherheit die abc.dll mit zu seinem Programm. Das Installationsprogramm weist er an, die abc.dll in das Windows-Verzeichnis zu kopieren. Inzwischen ist Windows 95 mit einer abc.dll Version 4.001 erschienen. Der Autor testet sein Programm auch unter Windows 95. Dabei wird die abd.dll Version 4.001 durch die Version 3.0027 überschrieben und sein Programm läuft einwandfrei, auch Windows scheint keine Probleme zu haben. Er schreibt voll Stolz in die Readme-Datei: "Geeignet für Windows 95". Der erste Anwender jedoch der nach der Installation des Programms ein anderes Programm startet das die abc.dll Version 4.001 benötigt erlebt die oben genannten Fehler.

Dieser Programmautor war leichtsinnig. Es gibt aber auch Programmautoren, die denken, das von Ihm erstellte Programm, wäre das beste und wichtigste auf der Welt und daher die abc.dll bewusst dazupackt um Problemen mit anderen Versionen zu entgehen.

Sei es wie es sei. Solange Programmautoren nicht alle Dateien in das eigene Programmverzeichnis kopieren, so lange bleibt jede Programminstallation ein Risiko,. das aber auch wenn dieses geschieht nicht vollständig aus der Welt ist, weil durch Einträge in die Registry der gleiche Effekt und Fehler entstehen kann.

Ein ähnliches Problem entsteht, wenn Anwender sehen, dass es für Ihre 3 Jahre alte Grafikkarte nun einen neuen Treiber gibt, den oft englischen Text nicht sorgsam lesen und den Treiber laden und installieren. Dieser Treiber wurde von Hersteller für die neueste Betriebssystem Version optimiert. Vielleicht auch für ein oder zwei vorhergehende Versionen getestet aber bestimmt nicht für den 3 Jahre (in Wirklichkeit 4-5 Jahre alten) Vorgänger getestet. Auch hier treten nun zwangsläufig die oben genannten Fehler auf.

Bei Hardware Installationen können, bei der mit gelieferten Software die gleichen Probleme, wie unter Software geschildert auftreten. Aber auch bei der Hardware selbst können zum Beispiel durch die Busgeschwindigkeit oder dem Zusammenwirken mit andere Hardware diese Probleme entstehen, wenn der Altersunterschied zu groß ist.

Mit dem ersten Absturz geht die Geschichte weiter. Im Speicher sind Programme, die wieder auf die Festplatte gespeichert werden, mit ihrer Adresse gespeichert. Sie werden bei beim Beenden, teilweise mit Änderungen wieder an der alten Stelle durch Überscheiben der alten Datei gespeichert.,

Wird Windows durch Abschalten den Rechners abgebrochen, so gehen diese Änderungen verloren. Das alleine ist jedoch nicht so schlimm. Oft findet Windows noch die Zeit zu versuchen diese Dateien zurückzuspeichern, damit wird jedoch meist die Adresse verändert oder gelöscht, so dass die Datei in der alten Datei an der falschen Stelle oder in einer anderen Datei oder irgendwo auf der Festplatte gespeichert wird. Entweder ist so die eigene Datei oder irgend eine andere Datei unbrauchbar geworden. Bei jedem Abbruch wird Windows etwas schlechter und die oben genannten Fehler entstehen früher oder später und schließlich stürzt Windows ab, weil es abgestürzt ist.

Der schwere Ausnahmefehler

Die Fehlermeldung sieht bei Windows etwa so aus:

"Der schwere Ausnahmefehler 0E ist an Adresse 0028:XXXXXXXX in der VXD-Datei SYMEvent(02)+XXXXXXXX aufgetreten. Die aktuelle Anwendung wird beendet. Drücken Sie eine beliebige Taste, um die Anwendung abzubrechen. Drücken Sie [Strg]+[Alt]+[Entf], um den Computer neu zu starten. Nichtgespeicherte Daten gehen dabei verloren."

In Windows 2000, ME und XP ist die Aussage etwas ausführlicher. In vielen Fällen ist sie bei Win9x noch knapper und bedeutet eigentlich: Ein schwerer Fehler ist aufgetreten bei dem wir nicht wissen warum. Für eine Reihe von Fehlerarten, die durch Angaben wie "OE" und "VXD-Datei SYMEvent(02)" in der abgebildeten Fehlermeldung definiert sind, hat Microsoft in der Deutschen Knowledge Base Lösungen veröffentlicht. Sie finden diese unter: http://support.microsoft.com/kb/150314/de

Die Anwendung wird aufgrund eines ungültigen Vorgangs geschlossen

Diese Fehlermeldung ist auf verschiedene Fehlerarten zurückzuführen.

Speichermangel in drei Variationen

Zuwenig Speicher insbesondere bei zu viel geöffnete Dateien. Die bei den einzelnen Windows Versionen genanten Speicheranforderungen sind Mindestanforderungen, ob wohl viele Fertig PCs so ausgerüstet sind. Die doppelte Speichermenge ist meist gerade ausreichend.
Abhilfe: Programme, die im Vorder- und Hintergrund laufen schießen. Dazu unter Windows\Starmenu\Programme\Autostart, beziehungsweise bei Windows 2000, Dokumente und Einstellungen\"Name"\Startmenu\Autostart einen neues Verzeichnis anlegen "AutoAlt" und alle Verknüpfungen dorthin verschieben. Autostart muss leer sein.
RAM Speicher überprüfen und gegebenen Falls ergänzen. Da Speicher schwer zu prüfen ist und normale Prüfungen nur extrem schwere Fehler anzeigen, ist es am besten, bei mehren Modulen, nur eines zu verwenden, nach Neustart zu durch Anwenden testen und dann das andere so zu prüfen. Generell geht man nur bei echtem "Marken RAM" sicher, wie die Zeitschrift c´t nachgewiesen hat.

Auslagerungsdatei nicht genügend groß. Dies entsteht dadurch, dass die Festplatte oder Partition mit der Auslagerungsdatei zu voll geworden ist oder aber stark fragmentiert ist.
Abhilfe: Defragmentierung, Auslagerungsdatei auf andere Festplatte oder Partition verlegen, Partition erweitern, Platz auf der Festplatte schaffen. Auslagerungsdatei in DOS löschen, sie wird beim nächsten Windows Start neuerstellt.

Nicht genügend Platz für temporäre Dateien. Durch ein zu stakt gefülltes temporäres Verzeichnis kann diese Fehlermeldung auch auftreten.
Abhilfe: Temporäre Dateien löschen. Mindestens 5MB freier Platz sind auf der Windows Festplatte erforderlich, bei Internet-Anwendung mindestens 10 MB oder temporäre Internet-Dateien beim Internet Explorer Start löschen.

Zu neue oder zu alte Programme

Man sollte es nicht annehmen, aber viel öfter als bei zu alten Programmen tritt dieser Fehler bei zu neuen Programmen auf. Man kann als Faustregel sagen, dass bei Programmen die im Jahre X+3 erstellt wurden, die Gefahr groß ist, wenn keine Betriebsystem-Updates erfolgten. X ist das Erscheinungsjahr des Betriebssystems. Bei den zu alten Programmen ist insbesondere die Gruppe der alten DOS Spiele zunennen, die, unsauber programmiert, im günstigsten Fall eine derartige Fehlermeldung erzeugen.
Abhilfe: Betriebssystem Update bzw. neuere Programme.

Es gibt einige Ratschläge, die jedoch kaum Jemand befolgt

Schreibschutz

Man könnte vor der Installation eines jeden Programms alle Dateien unter WINDOWS und WINDOWS\SYSTEM mit Schreibschutz versehen und diesen nach der Installation wieder entfernen. Allerdings tut dies fast Niemand, obwohl es sehr schnell geht im Windows Explorer unter Eigenschaften Häkchen anbringen und entfernen und einige Dateien, wie es vorher war mit Schreibschutz versehen. Zu schnell ist ein Programm geladen und das Setup aufgerufen.

Installationszustand sichern

Ein anderer Vorschlag, der viel für sich hat ist die Sicherung des Installationszustandes des Laufwerkes C:, gepackt oder ungepackt, auf einer anderen Festplatte. Ein neues Programm wird installiert und getestet, ist es O.K. und soll es behalten werden, so wird der neue Zustand gesichert. Bereitet es Probleme und soll nicht behalten werden, so wird die Sicherung zurück gespielt. Eine sehr gute Möglichkeit ist die Erstellung eines Abbildes durch inzwischen verfügbare Programme wie Norton Ghost. Aber diese Variante wird meist nur von professionellen Testern verwendet, die es nach leidvoller Erfahrung gelernt haben, vorsichtig zu sein.

SFC.EXE

Eine weitere nicht so vollkommene Möglichkeit bietet bei allen Windows, die SFC.EXE, die die Systemdateien überprüft und deren Version abspeichert, was über "Einstellungen" konfiguriert werden kann. Wird sie sofort nach der Windows Installation gestartet und der vorhandene Zustand gespeichert, so werden in einem Durchlauf nach Installation eines neuen Programms alle Veränderungen angezeigt und kann dann entschieden werden , ob die Änderung abgespeichert, die Datei durch die gespeicherte Version ersetzt werden soll oder ob nichts geschehen soll, damit die Änderung beim nächsten Durchgang wieder angezeigt wird. Die SFC.EXE kann übrigens auch dazu verwendet werden die Systemdateien auf Beschädigungen zu überprüfen und Dateien von der Windows CD zu expandieren und zu installieren. Ihre Anwendung unter Vista erfordert Administrator-Berechtigung.

Problemlösungen für einige Dateiarten

Dateien mit der Endung .386

Dateien mit diese Endung werden in der System.ini, die sich im Windows-Verzeichnis befindet aufgerufen. Die Datei kann mit jedem Texteditor bearbeitet werden. Die bei der Fehlermeldung genannte Datei suchen und "abschalten" indem ein ; (Semikolon) davor gesetzt wird. Verschwindet nach einem Neustart die Fehlermeldung, so muss gegebenen falls der Treiber neu installiert werden.

Dateien mit der Endung .vdx

Dieser Dateien werden in der Registry verwaltet und zwar unter dem Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINES\SYSTEM\CURRENTCONTROLSET\SERVICE\VDX
die bei einer Fehlermeldung genannte Datei suchen und anklicken, wird dann nicht der Schlüssel "StaticVxD" gezeigt. Ist kein Wert oder " " vorhanden, so sollte der Eintrag gelöscht werden. (Bitte beachten Sie die Hinweise in Win95/98 Ressourcen)

Windows Neu-Installation

Haben die Vorsichtsmaßnahmen nichts geholfen oder wurden sie nicht durchgeführt, so kann unter Umständen eine Windows Neuinstallation aus Windows heraus helfen. Wird mit "Ausführen" von der Windows CD-ROM unter C: oder aus dem WIN9x Verzeichnis die Setup.Exe aufgerufen, so erfolgt eine Neuinstallation bei der alle Einstellungen erhalten werden. Ist die Windows Version so verdorben, dass nur noch im abgesicherten Zustand gestartet werden kann, so funktioniert dies, trotz der Warnhinweise auch bei abgesichertem Start.. Allerdings sollte man nach der Installation im Gerätemanager die Einstellungen überprüfen und, falls erforderlich berichtigen. Hatte man jedoch ein Update oder eine Windows-Ergänzung installiert, so muss deren Installation noch einmal durchgeführt werden. Vor der Neuinstallation sollte man zusätzlich alle Problem-Dateien, die bekannt wurden, löschen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass das Windows Setup konfiguriert werden kann, zum Beispiel so, dass Scandisk nicht gestartet oder die Festplatten nicht geprüft werden. Die Möglichkeiten werden gezeigt, wenn man das Setup Programm mit Setup.Exe /? aufruft. (Da die Möglichkeiten bei den verschiedenen Windows Versionen leicht unterschiedlich sind, werden sie hier nicht aufgeführt .Für Win95/98 stehen sie bei Win95/98 Tipps).

Hat diese Neuinstallation die Fehler nicht beseitigt, so hilft nur noch das Formatieren der Festplatte C:. Dazu startet man den Rechner mit der Startdiskette des Betriebssystems oder Startet von der Installations CD-ROM und wählt Eingabeaufforderung und ruft auf Format C: /S. Danach werden dann Windows und alle anderen Programme neu installiert. Diese Arbeit kann man sich wesentlich erleichtern, wenn man Programme immer auf eine andere Festplatte oder Partition als C: installiert und vor dem Formatierten das Windows-Verzeichnis auf eine andere Festplatte oder Medium sichert. Kopiert man nach der Installation daraus die Verzeichnisse Desktop und Startmenu zurück, so sieht Windows aus wie vorher. Bei Aufrufen der Programme werden diese jedoch teilweise sagen, dass Ihnen eine oder mehrere Dateien fehlen, diese können dann aus dem gesicherten Windows- Verzeichnis zurückkopiert werden. Bei Programm, die wie zum Beispiel Office, die auf Einträge in der Registry angewiesen sind, funktioniert dies allerdings nicht, sie müssen neuinstalliert werden

ACHTUNG: Vor den Formatieren sollten unbedingt alle Einstellungen und Passwörter wie zum Beispiel im DFÜ-Netzwerk notiert werden.

Das Speicherproblem

Die Hardware bedingten Probleme.

Das Speicherproblem Ist Zweiseitig einmal Hardware- und Anwendungsbedingt und zum Anderen Software bedingt. Hardware Bedingt kann eine falsche Speichererweiterung Zu Fehlern führen, die sich sofort äußern oder erst wenn nach einiger Zeit der neu Speicherbereich gefüllt wird. Diesees und andere technische Probleme, lassen sich durch Speicherprüfprogramme, wie Windows 7 eines enthält, herausfinden.

Der Speicherbedarf hat sich mit der Weiterentwicklung von Windows erhöht, aber noch mehr durch die Multimedia- undSpiele-Anforderungen. Zudem Ist zu beachten, dass der Speicher sich in Schnelligkeit und Modul-Größe geändert hat, so das ältere Speicher-Module mit modernen Betriebssystemen, Hauptplatinen und Prozessoren nicht mehr vertragen.

Die Software-Ursache und wie sich dieses Problem äußert

Zu irgend einen Zeitpunkt wird von irgend einem Programm eine Datei in den Speicher gestellt, die bei Beenden des Programms nicht wieder ordnungsgemäß oder vollständig daraus entfernt wird. Da die Adressen mit den diese Datei aufgefunden wird gelöscht wird oder die Datei und nicht die Adresse, entsteht Unordnung im Speicher, was dazuführt, dass oberhalb dieser Datei nicht mehr gelöscht werden kann. Das führt nun zu allen oder einige der folgenden Probleme. Ein Programm, das von dem sich der Rest sich im Speicher befindet, kann nicht mehr gestartet werden. Das Herunterfahren erfolgt nicht oder sehr verzögert,weil der Speicher nicht vollständig gelehrt werden kann. Ein Programm, das seine Dateien, wegen der Unordnung, nicht richtig im Speicher unterbringen kann bricht unvermittelt ab, Daten gehen verloren.

Ein aktuelles Problem

Auf meinem Win2000 Rechner mit Office 2000 sind neben dem Internet Explorer, dem Explorer, Windows Word, Outlook und Frontpage, die meistgebrauchten Programme. Vor einigen Tage habe ich Nortons Firewall installiert, der auch gut funktionierte. Aber plötzlich brach Frontpage nach dem Laden einer 2ten oder 3ten Datei ab. Alles nicht gespeicherte war verloren Der Fehler war reproduzierbar. Der Taskmanager zeigte unter Prozesse Frontpage, obwohl beendet im Speicher und die Datei ließ sich nicht aus dem Speicher entfernen. Frontpage ließ sich nicht mehr starten. Starte ich nun WinWord so brach auch WinWord irgendwann ab, ließ sich jedoch wieder starten. Nach einem Neustart war alles bis zum laden der 2. oder 3.ten Datei in Frontpage wieder Ordnung und ohne jedes Problem. Nun deaktivierte ich den Firewall und das Problem war vollständige verschwunden. Ich hatte nun zwei Möglichkeiten entweder den Firewall zu löschen oder ihn vor jedem Frontpage Aufruf zu deaktivieren und danach wieder zu aktivieren, wozu ich mich entschloss.

Die Lösung

Ist vorstehend schon aufgezeigt. Es gibt eigentlich keine andere Lösung als auf das Programm, das die Probleme verursacht zu verzichten, wenigstens bis mit einer neuen Version die Probleme verschwunden sind. Alle anderen Versuche, Programme zum Speicher frei machen oder was es sonst noch gibt, helfen nichts. Man muss den Verursacher suchen und deinstallieren. Dabei muss man überlegt vorgehen, in meinem Falle hätte ich vermuten können, dass Frontpage die Ursache sei, obwohl es der Firewall war. Also ein nicht so einfach zu entfernender Fehler. (Eine Anmerkung für Fachleute: Ich weiß, das ich ganz unfachmännisch geschrieben habe, ich versuche es vereinfacht und verständlich darzustellen.)

Das Versionsproblem

Wie wäre es so schön, könnte man einmal ein Betriebssystem kaufen und es lange Jahre mit neuen Programmen ergänzen. Leider muss gesagt werden, dass nicht nur neue Betriebssysteme immer bessere Hardware fordern als der Vorgänger sondern dass auch die Programme oft nicht sich mit alten Betriebssystemen vertragen. Um diese zu Verstehen muss man nur zum Beispiel an 16 bit, 32 und 64 bit denken. Was soll ein 16 bit Betriebssystem mit einer 32 bit Software und eine 64 bit Softwaremit einem 32 Bit Betriebssystem anfangen oder wie eine USB Schnittstelle ansprechen die das Betriebssystem nicht kennt. Man muss also sagen, dass man mit Software aus dem Erscheinungsjahr der Software (+/- 1 Jahr) am Besten bedient ist und dass man neue Programme mit alten Betriebssystemen möglichst vermeiden sollte. Hier zur Erinnerung wann die Windows Versionen (deutsch) erschienen sind:
Allerdings hat sich windows XP als äußerst langlebig erwiesen, was dazugeführt hat, dass auch Programme langlebiger wurden.

Windows 1.0 11.1985

Windows 2.0 12. 1987

Windows 3.0 05. 1990

Windows 3.1 04. 1992

Windows NT 3.1 05. 1993

Windows 3.11 11. 1993

Windows NT 3.5 09. 1994

Windows 95 08. 1995

Windows NT 4.0 08. 1995

Windows 98 06. 1998

Windows 2000 02. 2000

Windows ME 09. 2000

Windows XP 10. 2001

Windows Vista 12. 2006

Windows 7 10. 2009

Kernel- Fehlermeldungen

Wenn die Fehlermeldung beim Start von Windows auftritt

ist wahrscheinlich die KERNEL32.DLL beschädigt und sollte von Windows-CD-ROM extrahier werden:

  1. Computer mit „Nur Eingabeaufforderung“ oder über Start-Diskette von Win98 starten.
  2. Die Alte Datei umbenennen: cd \windows\system (Enter) ren kernel32.dll kernel32.alt (Enter)
  3. KERNEL32.DLL von der Windows CD-ROM extrahieren:
    1. extract /a E:\win95_02.cab unidrv.dll /l C:\windows\system (Enter)
    2. Laufwerk C= Festplatte und E= CD-ROM entsprechend verändern) .
  4. Computer neu starten.

Fehlermeldung: „Fehler beim Laden des Kernel. Installieren Sie Windows neu“
Diese Fehlermeldung deutet einen Speicherfehler an. Prüfen Sie bevor Sie der Empfehlung folgen, folgendes: Alle Dateien im temporären Ordner (TEMP) löschen und sicher stellen, dass auf der Festplatte mindesten 5 MB freier Speicher (nicht fragmentiert) vorhanden ist.

Wenn der Fehler während der Arbeit mit der CD-ROM auftritt

Fehlermeldung: “.....Fehler aufgrund/durch einer ungültigen Seite ....kernel32.dll“
Deaktivieren Sie den CD-ROM Cache, Systemsteuerung >> System >> Leistungsmerkmale >> Dateisystem >> CD-ROM >> Zugriff: Keine Leseoptimierung wählen. Bei „Größe des Zusatz-Cache-Speichers“ Regler ganz nach links schieben. >> OK.

Wenn der Fehler während der sonstigen Arbeit auftritt

Fehlermeldung: “....Fehler aufgrund/durch einer ungültigen Seite .....kernel32.dll......“

  1. Sollten Sie zunächst die Auslagerungsdatei neu erstellen.
    1. Computer mit „Nur Eingabeaufforderung“ oder über Start-Diskette von Win98 starten.
    2. Von C: cd \Windows (Enter) del Win386.swp (Enter)
    3. Rechner abschalten und neu starten. Windows erstellt automatisch eine neue Auslagerungsdatei und sendet eine Fehlermeldung wenn dies wegen einer falschen Einstellung unter Systemsteuerung >> System >> Virtueller Speicher nicht möglich ist.
  2. Das nächste wäre kritische Bios-Einstellungen zurück zu setzen beziehungsweise zu deaktivieren und zwar: Shadow-RAM des Arbeitsspeichers und der Grafikkarte, den Internen und ExterneCache.

Tritt der Fehler nur gelegentlich und meist nicht reproduzierbar auf

So gelten die oben genannten Ratschläge und zusätzlich die unter:
Die Anwendung wird aufgrund eines ungültigen Vorgangs geschlossen
stehenden Empfehlungen.
Das in der Fehlermeldung genannte Programm über die Systemsteuerung >> Software deinstallieren und nach einem Neustart neu installieren oder ein Programm anderen Version oder von einem anderen Hersteller installieren.

Wird in der Fehlermeldung von kernel386.exe gesprochen, so befindet sich ein gefährlicher Virus aus dem Rechner. Eine sofortige Virenprüfung mit einem aktuellen Virenscanner ist erforderlich.

Die Entschlüsselung der Windows Fehlernummern

Windows informiert in vielen Fällen mit Fehlernummern und man fragt sich, was diese bedeuten. Hier hilft ein hervorragendes Freeware-Programm, das sie hier laden können: MSWINERR.ZIP Die ZIp Datei enthält eine MSWINERR_Setup.EXE die ein Programm enthält, das nach anklicken der Windows Version, Win95 bis Win Vista und eingeben der Fehlernummer, in deutsch ausgibt, was diese Nummer bedeutet.

Eine Anwendung hängt, nichts geht mehr

in diesen Fall können Sie sich bei allen Windows Versionen selbst helfen. Rufen Sie mit Strg+Alt+Enf. oder CTRL+Alt+Del den Taskmanager auf. In einem Fenster werden alle gestarteten Programme gezeigt. Das hängende Programm trägt einen Vermerk wie " Anwendung reagiert nicht mehr". Markieren sie diese Anwendung und klicken Sie auf "Task beenden" und warten Sie bis zu 30 Sekunden. Das Programm wird beendet und Sie können weiter arbeiten. Sollte das gleiche Programm mehrmals hängen, so sollte es über die Systemsteuerung Software entfernt und neu installiert werden. Tritt das Problem danach erneut auf, so prüfen Sie ob das Programm überhaupt für Ihre Windows Version geeignet ist.

Warum entstehen Software-Probleme?

Eine Betrachtung für Computer-Laien nicht für Profis: Weil die Software sich nicht nicht mit der Hardware, den Treiber oder anderer Software verträgt oder fehlerhaft ist.

Ausführlich: Ein Beispiel

Es wird eine Software installiert, die aber den Rechner zum Absturz oder zum Hängen bringt, weil diese Software zu alt oder zu neu für diesen Rechner ist. Viele Programme sind damit sie funktionieren auf Funktionen des Betriebssystems (Windows) angewiesen. Stammt nun das Programm aus einer Zeit in der es das Betriebssystem nicht gab so kann es sein, das die neuen Funktionen so schnell sind oder so arbeiten, das das Programm abstürzt und ein schwerer Ausnahmefehler oder Rechnerabsturz entsteht. Das gleiche gilt für den Fall, dass das Programm mit den Funktionen eines älteren Betriebssystems nicht zurecht kommt. Wichtig ist daher immer darauf zu achten was der Programmautor zur Verwendbarkeit des Programms sagt.

Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser.

Es ist eigenartig mit welchem Vertrauen die Anwender den Aussagen von Programmen glauben. Dabei sind Programme das Ergebnis der Arbeit eines oder vieler Menschen, die wie wir alle, Fehler machen können. Wenn ein Test-Programm etwas über die Leistung eines Gerätes sagt, so ist das Ergebnis immer zu hinterfragen oder einfach nur als Anhaltswert zu betrachten, denn das Ergebnis ist vom gewählten Messverfahren und von der eingearbeiteten Bewertung des Ergebnisse abhängig. Im Prinzip ist es mit allen Programmfunktionen, das Gleiche. Eine Rechenleitung hängt von den verwendeten Formel ab, eine Rechtschreibekorrektur von der Richtigkeit der Wörter-Dateien und ihrer Verwendung. Man kann sicher sein, dass die Autoren sich Mühe gegeben haben aber mehr nicht.

Was man im Ideal-Fall tut

Im Grunde sollte man den Computer 3-4 Jahre so nutzen wie er ist und ihn dann total erneuern oder einen neuen Computer kaufen. Wenn aber der Computer auch länger das tut, was er soll, so kann er durchaus auch länger gebraucht werden, aber man sollte sich bewusst sein, dass jede Software-Veränderung problematisch sein kann.


Warum entstehen Windows-Probleme?

Die Gründe kurz gefasst: Es gibt zwar eine eingeschränkte Rückwärts-Kompatibilität aber keine Vorwärts-Kompatibilität oder neue Programme können unter Umständen verstehen was vor ihnen war aber niemals das was nach ihnen kommt. Und die große Unsitte der Programmierer vieles was Ihre Programme brauchen in das Windows oder Windows\System Verzeichnis zu kopieren. Schließlich ist auch das unbegreifliche Vertrauen der Anwender in Software ein wichtiger Grund.

Doch schauen wir uns das im Detail an. Analog zur Hardware (Siehe dort) geht auch die Entwicklung der Betriebssysteme (Windows) und der Programme relativ schnell vor sich. Im Grunde kann man sagen seit 1998 jedes Jahr ein neues Windows.

Version Veröffentlichung
Windows 1.0 11.1985
Windows 2.0 12. 1987
Windows 3.0 05. 1990
Windows 3.1 04. 1992
Windows NT 3.1 05. 1993
Windows 3.11 11. 1993
Windows NT 3.5 09. 1994
Windows 95 A (ohne USB) 08. 1995
Windows NT 4.0 08. 1995
Windows 95 B (mit USB) 02. 1996
Windows 98 06. 1998
Windows 98 Zweite Ausgabe (SE) 04. 1999
Windows 2000 02. 2000
Windows ME 09. 2000
Windows XP 10. 2001

Und man muss ganz deutlich sagen, dass ein 1998 erstelltes Programm nicht ohne weiteres mit neuen Programmen zusammenarbeiten kann, die im Jahre 2000 oder später erstellt wurden. Es kann natürlich sein, dass Programmierer die Programme so erstellen, dass sie auch mit älteren Windows Versionen zusammen arbeiten, aber dann ist es fast immer deutlich bei dem Produkt vermerkt. Es ist auch nicht so, dass Windows durch Update an die kommende Version herangeführt wird sonder es werden fast ausschließlich Fehler beseitigt, sonst würde Niemand die neuen Versionen kaufen.. Neue Windows berücksichtigen jedoch auch neue Hardware-Möglichkeiten. Insbesondere Programme, die die Darstellungsmöglichkeiten stark ausnutzen, wie Spiele, gehen oft bis an die Grenze der Windows und Hardware-Möglichkeiten und funktionieren nur, wenn die Hardware- und Windows- Forderungen erfüllt sind.

Treiber ermöglichen die Hardware-Anwendung

Das Gesagte gilt in noch stärkerem Masse für die Treiber. Zunächst kann Hardware nicht mit Windows zusammenarbeiten, wenn keine Treiber hierfür zur Verfügung stehen oder in Windows vorhanden sind. So kommt es, dass ältere Hardware nicht mit einem neuen Windows zusammenarbeitet, weil keine neuen Treiber vorhanden sind. Unter Umständen, und das leider sehr häufig, erstellt der Herstelle für seine alten Geräte keine Treiber für neue Windows. So bleibt dann nichts als die Hardware zu ersetzen, was aber dann dazu führen kann, das Hardware-Probleme entstehen, wenn der Rechner sonst alt ist.

Nicht das Neuste ist das Beste, sondern das Richtige.

Oft findet man auch Anwender, die denken das Neueste ist das Beste. Sie laden und installieren für Ihre Hardware mit älterem Windows neue Treiber , was natürlich auch nicht funktionieren kann. Nur die Treiber für die verwendete Windows Version und das richtige Gerät können funktionieren. Hat ein Hersteller die "alten" Treiber von 1995 und früher gelöscht und findet man diese nicht auf einer Treiber-Webseite, so kann man alte Hardware mit Windows 95 und 3x genau so wenig verwenden wie neuere Hardware unter XP ohne XP Treiber.

Das spezielle Software Problem

Programme müssen oft damit sie funktionieren Windows-System-Dateien aufrufen. Spezielle Programme brauchen ganz spezielle Windows-Funktionen. Um sicher zu gehen, dass die für das Programm benötigten Windows-Dateien vorhanden sind, werden diese zu den Programm-Dateien hinzugepackt und in das Windows-Verzeichnis installiert. So ist wird dann oft die vorhandene Systemdatei durch eine ältere oder neuere Version überschrieben. Während so das Programm funktioniert entstehen Probleme mit ganz anderen Programmen, weil die gleichnamigen Systemdateien unterschiedlicher Windows-Versionen unterschiedlich reagieren. Das wäre zu ändern, wenn Programmiere ausschließlich Programm-Dateien in das Programm-Verzeichnis kopieren würden, aber das bleibt ein schöner Wunschtraum. Also ist jede Programm-Installation mit einer möglichen Gefahr verbunden. der Anwender sollte sich daher mit der Systemwiederherstellung vertraut machen und diese verwenden, während Profis einen Arbeits- und einen Testrechner haben oder zwei Windows-Versionen auf den gleichen Rechner verwenden.. Mehr dazu unter Info Sicherheit >> Datensicherung.

Nicht vertrauen sondern kontrollieren!

Das Vertrauen der Anwender in die Software ist ein weites Feld. Viele glauben einfach was Messprogramme sagen und was vom Rechner angezeigt wird. Der Spruch "Er lügt wie gedruckt" musste umgenannt werden in "Der Computer lügt, wenn er anzeigt". Ein gesundes Misstrauen ist auch bei allen Mess-Ergebnissen die die Computer-Leistung messen (Benchmark) angebracht, die nur im Vergleich mehrerer Rechner, aber nicht untereinander nützlich sind.

Es ist doch Einsehbar, dass von Menschen erstellte Software Unzulänglichkeiten und Fehler enthalten muss und oft aus Geschäftssinn mehr versprochen wird als die Software halten kann. Es kann auch kaum eine Software mit allen der zahllosen Computerkonfigurationen ohne Weiteres zurecht kommen. Ein gesundes Misstrauen in angezeigte Ergebnisse und Automatiken kann daher vor Nachteilen schützen.

Aber wer die benötigten Programme sorgfältig auswählt und sich mit ihnen gut vertraut macht und die Ergebnisse anfangs überprüft, wird sicher nur gute Erfahrungen machen.

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