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Windows 8 release


Windows 8 release

Was ist neu?

Mit Windows 8 wagt Microsoft einen Schritt in eine neue Richtung. Ziel ist es die verschiedenen Windowswelten (Desktop/Notebook, Tablet und Smartphone) miteinander zu vereinen, bzw. ihnen ein einheitliches Aussehen zu geben. Natürlich gibt es wieder verschiedene Versionen, als da wären:

Windows 8
Dies ist die Basisversion, am ehesten vergleichbar mit den alten „Homeversionen“. Im Gegensatz zur Pro Version fehlen hier lediglich die Bitlocker-Verschlüsselung, EFS-Verschlüsselung, Remote Server, Domänenbeitritt, Gruppenrichtlinien, Hyper-V-Client. Wer diese Features nicht benötigt ist mit der Basisversion gut bedient.

Windows 8 Pro
Diese Version beinhaltet zusätzlich zur Basisversion die bereits oben aufgeführten Features. Darüber hinaus ist die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker und Bitlocker To Go für mobile Datenträger ebenfalls nur bei Windows 8 Pro enthalten. Das Windows Media Center kann kostenpflichtig (9,99 EUR) nachinstalliert werden

Windows RT
Windows RT (RT steht für RunTime) wird nur vorinstalliert auf Tablets und Smartphones ausgeliefert. Diese Version wurde speziell für die sog. „ARM“ Prozessoren die in solchen Geräten weit verbreitet, bzw. üblich sind, entwickelt. Das Installieren und Ausführen von herkömmlichen x86- oder x64-Anwendungen ist ausgeschlossen. Für Windows RT gibt es aber speziell angepasste Versionen von Microsoft Office (Office 2013 RT). Anwender von Makros der Desktop Varianten haben aber hier das Nachsehen, da diese auf RT nicht funktionieren. Die Desktop App der anderen Versionen ist nicht vorhanden.

Windows 8 Enterprise
Windows 8 Enterprise ist die Firmenvariante von Windows 8. Windows 8 Enterprise wird in Form von Volumenlizenzen an Firmenkunden verkauft und bringt einige firmenspezifische Erweiterungen mit, die für den privaten Gebrauch nicht relevant sind, mit einer Ausnahme: Windows-to-go. Mit dieser Funktion lässt sich eine portable Windowsinstallation auf einem USB Stick oder einer externen Festplatte erstellen, ein Windows zum „mitnehmen“. Wie man ein Windows-to-go auch ohne die Enterprise Edition erstellt wird *hier beschrieben.

Eine kurze (nicht vollständige) Übersicht über den Funktionsumfang der verschiedenen Editionen (ohne Enterprise):

Funktion Windows 8 Windows 8 Pro Windows RT
Maximale CPUs 1 2
Maximale CPU-Kerne (32 Bit) 32 32
Maximale CPU-Kerne (64 Bit) 256 256
Maximales RAM (32 Bit) 4 GB 4 GB
Maximales RAM (64 Bit) 128 GB 512 GB
Upgrade von Windows 7 Starter, Home Basic, Home Premium möglich ja ja nein
Upgrade von Windows 7 Professional, Ultimate auf Windows 8 Pro möglich nein ja nein
Upgrade von Windows Vista und Windows XP mit Service Pack 3 möglich ja ja nein
Startbildschirm, Kacheloberfläche ja ja ja
Windows Store ja ja ja
Vorinstallierte Apps (Mail, Kalender, Kontakte, Nachrichten, Fotos, SkyDrive, Musik, Video) ja ja ja
Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint, OneNote) x x ja
Geräteverschlüsselung x x ja
Netzwerk im Standby ja ja ja
Microsoft-Account notwendig ja ja ja
Installation von x86/64-Software möglich ja ja nein
Neuer Windows Explorer ja ja ja
Sprache im Betrieb ändern (Language Packs) ja ja ja
Verbesserter Multi-Monitor-Support ja ja ja
Storage Spaces (Festplattenverwaltung) ja ja x
Windows Media Player ja ja x
Exchange ActiveSync ja ja ja
Dateiversionsverlauf (Backup-Funktion) ja ja ja
Einbinden von ISO / VHD ja ja ja
Unterstützung mobiler Breitband-Netze ja ja ja
Remote Desktop (Client) ja ja ja
VPN-Client ja ja ja
BitLocker und BitLocker To Go nein ja x
Booten von virtueller Festplatte (VHD) x ja x
Client Hyper-V (Virtualisierung) x ja x
Anmeldung an einer Domäne x ja x
Encrypting File System x ja x
Gruppenrichtlinien x ja x
Remotedesktopverbindung mit dem PC x ja x
Windows Media Center nein ja nein
Windows Store ja ja ja
Windows to go nein nein x



Verwirrend ist im ersten Moment der Buchstabe „N“ hinter der Produktbezeichnung auf der Microsoft Website. Dabei handelt es sich um die Europaausführung von Windows 8. Einziger Unterschied zur internationalen Ausführung: Das Windows Media Center ist nicht vorinstalliert. Zu verdanken haben wir das einer EU-Entscheidung aus dem Jahr 2004 in Bezug auf das damalige Windows Media Center. In Europa wird Grundsätzlich nur die „N“ Version vertrieben. Daher bringen Windows 8 und Windows 8 Pro nur den Windows Media Player mit. Dieser spielt allerdings keine Video DVDs und Blu-ray-Filme ab. Dafür benötigt man entweder das Windows Media Center, oder eine dritt Anbieter Software. Das Windows Media Center lässt sich übrigens nur in der Pro Version installieren. Die Bedienung von Windows 8 und Windows 8 Pro erfolgt entweder klassisch mit der Maus, oder – wie man es von Smartphones gewöhnt ist – mit Tipp –und Wischgesten (Touchbedienung). Windows RT ist rein auf Touchbedienung ausgelegt.

Ursprünglich nannte Microsoft die neue Benutzeroberfläche „Metro“. Nachdem die deutsche Metro AG allerdings mit einer Klage – aufgrund einer Verletzung des Markenrechts - gedroht hat, gab Microsoft der Benutzeroberfläche den Namen „Modern UI“ Man sieht Windows 8 sofort an, das es das vordringlichste Ziel von Microsoft ist ein Betriebssystem bereitzustellen, welches primär auf touchbasierten Geräten wie z.B. Tablets zum Einsatz kommt. Dennoch ist es für mobile und stationäre Rechner gleichermaßen geeignet. Wer über einen aktuellen Rechner verfügt, braucht sich i.d.Regel keine Sorgen um irgendwelche Inkompatibilitäten in Bezug auf Hardware zu machen. So manch liebgewonnenes altes Programm hingegen kann Probleme machen. Wer sich im Vorfeld absichern möchte, ob die eingesetzte Hard-oder Software zu Windows 8 kompatibel ist, sollte das Komptbilitätscenter von Microsoft besuchen: http://www.microsoft.com/de-de/windows/compatibility/win8/compatcenter/home Im Suchfenster oben gibt man einfach den Produktnamen ein und erhält, sofern in der Datenbank enthalten, die gewünschte Auskunft. Als Faustregel gilt: Was unter Windows 7 funktioniert, funktioniert auch unter Windows 8. Stellt ein Hersteller keinen Windows 8 Treiber für sein Gerät zur Verfügung, hat man gute Chancen das Gerät mit einem Windows 7 Treiber zum Laufen zu bringen, da sich Windows 7 und Windows 8 unter der Haube nicht zu sehr voneinander unterscheiden.

Wer sich nicht schlüssig ist, ob er Windows 8 kaufen soll, kann es vorab in einer virtuellen Umgebung testen. Mit Hilfe des kostenlosen Tools „Virtual Box“ und der 90 Tage Testversion, welche Microsoft zur Verfügung stellt, kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen. Die Testversionen kann man u.a. aus dem Downloadbereich der Zeitschrift „Chip“ beziehen:

Windows 8 (32bit)
http://www.chip.de/downloads/Windows-8-32-Bit_51661614.html
Windows 8 (64bit)
http://www.chip.de/downloads/Windows-8-64-Bit_43463405.html

Der Hostrechner (auf welchem Virtual Box installiert wird) sollte mindestens 4GB RAM zur Verfügung haben. Mehr ist natürlich besser.

Die Installation verläuft weitestgehend wie unter Windows 7. Am Ende der Installation hat man die Möglichkeit sich mit seinem Microsoft Konto anzumelden, bzw. ein Konto zu erstellen. Wer das nicht möchte kann sich auch lokal am Rechner anmelden. Dienste wie SkyDrive oder Hotmail lassen sich allerdings nur nutzen, wenn man mit einem Microsoft Konto angemeldet ist. Nach der Windows 8 Installation wird man von einem neuen Sperrbildschirm begrüßt, dessen Funktionalität gegenüber dem alten Sperrbildschirm erweitert wurde.

Im neuen Sperrbildschirm finden sich nun nützliche Informationen wie z.B. Datum und Uhrzeit, ob eine Netzwerkverbindung besteht und bei Notebooks eine Akkuladestandanzeige. Des Weiteren lassen sich Miniaturansichten von Apps hinzufügen und deren Status ablesen. Zum entsperren gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei Desktop Rechnern genügt es den Sperrbildschirm anzuklicken, oder mit der Maus nach oben zu schieben. Auch das betätigen einer beliebigen Taste auf der Tastatur lässt den Sperrbildschirm verschwinden. Danach geht es wie gewohnt mit der Kennworteingabe weiter.

Anstelle des von vorherigen Windowsversionen bekannten Desktops wird man von Windows 8 mit einer Kacheloberfläche begrüßt. Den bekannte Start Button sucht man allerdings vergeblich. Dieser wurde von Microsoft entfernt. Eine weitere praktische Funktion werden Windows 7 Umsteiger vielleicht vermissen: Aero Peek. Bewegt man unter Windows 7 den Mauszeiger in die rechte untere Ecke, werden alle geöffneten Fenster minimiert und man sieht die Desktopoberfläche. Aero Peek lässt sich allerdings auch unter Windows 8 aktivieren. Dazu klickt man einfach mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Taskleiste und wählt „Eigenschaften“. Im Tab „Taskleiste“ befindet sich in der Mitte eine Checkbox, mit der man dieses Feature aktivieren kann. Mittlerweile ist der Begriff „die Cloud“ in aller Munde. Damit ist ein Speicherplatz auf einem Server gemeint auf den man per Internet Zugriff hat. Microsoft trägt dem ganzen insofern Rechnung als das dem Windows 8 Anwender mit der Funktion „SkyDrive“ in der Basiskonfiguration 7 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung gestellt wird. SkyDrive ist nicht nur eine ideale Backupmöglichkeit, sondern erlaubt es auch über Freigaben deren Inhalte mit anderen Nutzern zu teilen. Nicht nur der Nutzen, sondern auch die Sicherheit steht bei Microsoft auf dem Programm. Die Daten werden mittels einer SSL Verbindung übertragen und gleichzeitig per AES-256-Bit-Verschlüsselung verschlüsselt. Wem die 7 GB Speicher nicht ausreichen, kann weiteren Speicherplatz dazukaufen. Derzeit (Q2/2013) berechnet Microsoft für weitere 20 GB ca. 8,00 EUR pro Jahr. Weitere 50 GB kosten 20,00 EUR, 100 GB 40,00 EUR pro Jahr. Freigaben von Inhalten sind individuell per E-Mail an ausgesuchte Nutzer, oder aber auch in sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook erstellbar.

Praktisch ist auch der sog. „Embed-Code“. Damit lässt sich ein Code (ähnliche wie bei Youtube Videos) erzeugen, den man z.B. in Blogs oder der eigenen Website einbinden kann. Diese Funktion findet vordringlich bei Bildern oder Videos Anwendung. Smartphone Nutzer werden darüber hinaus auch die SkyDrive Apps für iOS/Mac und Android Geräte zu schätzen wissen. Die „Mail“ App von Windows 8 verwaltet zentral alle E-Mail Konten die das IMAP Protokoll unterstützen. Das veraltete POP3 Protokoll hingegen wird nicht unterstützt. Die „Kontakte“ App ist eine sinnvolle Erweiterung für Nutzer sozialer Netzwerke. Darin lassen sich alle Accounts bündeln und übersichtlich anzeigen.

Überarbeitet hat Microsoft auch den Taskmanager. Dieser präsentiert sich aufgeräumt und übersichtlich. Wer z.B. wissen möchte wie viel Arbeitsspeicher ein Programm beansprucht, oder welche CPU Auslastung es verursacht ist hier richtig. Diese Infos sind auf einen Blick im Tab „Prozesse“ ersichtlich. Wer es etwas genauer möchte findet im Tab Leistung mehr Infos. Äußerst praktisch ist auch der Tab „Autostart“. Hier lassen sich Tools und Programme, die beim Windowsstart (oft unnötiger Weise) mit geladen werden deaktivieren. Das Startverhalten von Windows 8 unterscheidet sich von dem Von Windows 7. Bei Windows 8 werden nur die Apps aus dem Speicher entfernt, der Kern hingegen wird nur in eine Art Ruhezustand versetzt. Anwender von Dualboot Systemen (z.B. Windows 7 und Windows 8 auf einem Rechner) müssen einen kleinen Nachteil in Kauf nehmen, wenn sie den Bootmanager von Windows 8 nutzen. In diesem Fall werden Teile von Windows 8 vorgeladen. Möchte man aber stattdessen per Auswahl Windows 7 starten, wird der Bootvorgang nicht einfach fortgesetzt. Der Bootvorgang fängt „von unten heraus“ erneut an, damit die bereits vorgeladenen Teile von Windows 8 entfernt werden. Man bootet so gewissermaßen zweimal. Umgehen lässt sich das Ganze, in dem man den Bootmanager von Windows 7 nutzt. Dazu gibt man unter Windows 7 (Start-> Suche/Programme) oder 8 (einfach unter der Kacheloberfläche eintippen) msconfig ein. Dort im Reiter „Start“ kann man das Standardbetriebssystem festlegen. Ist es Windows 7, startet der alte Bootmanager. Die Reihenfolge der Betriebssysteme lässt sich mit dem Kommandozeilentool „bcedit“ ändern. Anleitungen hierzu finden sich im Internet. Wird nach einer Windows 7 Installation Windows 8 installiert, erkennt Windows 8 die alte Installation und bindet sie in den Bootmanager ein. Eine Windows XP Installation wird allerdings, so gewollt von Microsoft, nicht erkannt. Ist eine vorhandene Windows XP Installation allerdings schon im Bootmenü von Windows 7 enthalten, wird sie auch von Windows 8 übernommen und angezeigt.

Mancher Anwender ist bereits mit Dateien im „Iso“ Format (Dateiendungen meist .iso oder .img) in Berührung gekommen. Unter Windows 7 musste man um die Dateien öffnen, bzw. einbinden zu können auf Tools wie z.B. Daemon Tools oder Virtual Clone Drive zurückgreifen. Unter Windows 8 ist dies jetzt mit Bordmitteln möglich. Dazu genügt ein Klick mit der rechten Maustaste auf die Datei, welche sich dann per „Windows Explorer“ öffnen lässt. Selbstverständlich kann man aber auch auf die altbewährten Tools zurückgreifen. Verbessert wurde auch das Schutztool Windows Defender. Wird unter Windows 7 lediglich Spyware erkannt, sind in der Windows 8 Version weitere Malware Kategorien enthalten. Dennoch sollte man Windows Defender nur als Basisschutz ansehen, der keinesfalls ein „richtiges“ Antivirenprogramm ersetzt.

Der Startbildschirm von Windows 8

Die Kacheln sind sog. Apps. Das können Windows Standard Apps, aus dem Windows App Store gekaufte, oder Apps selbst installierter Programme (z.B. Word, Excel etc.) sein. Kacheln lassen sich entfernen, neue hinzufügen. In einem gewissen Rahmen ist auch eine individuelle Anordnung der Apps möglich. Die Kacheln können auch (sich aktualisierende) Infos anzeigen. Diese Kacheln nennt man dann Live Kacheln. Sind mehr Kacheln vorhanden als der Bildschirm darstellen kann, wird unten eine Bildlaufleiste eingeblendet. Um auf den gewohnten Desktop umzuschalten klickt man die Kachel „Desktop“ an. Wer sich partout nicht auf das Kacheldesign einlassen will, hat mit dem kostenlosen Tool „Classic Shell“ die Möglichkeit Windows 8 sofort in den Desktop booten zu lassen. Bei Bedarf kann auch ins Kacheldesign umgeswitcht werden. Darüber hinaus steht mit Classic Shell auch der Start Button wieder zur Verfügung. Neu ist auch die „Charm Bar“ auf der rechten Seite des Bildschirms. Sie ist gewissermaßen die Steuerzentrale für die Kacheloberfläche.

Rechts mit rotem Rahmen markiert: Die Charm Bar

Die Charm Bar erscheint, wenn man den Mauszeiger in die rechte untere Ecke des Bildschirms bewegt. Von unten nach oben beinhaltet die Charm Bar folgende Einträge:

Einstellungen.png   - Einstellungen
Geraete.png   - Geräte
Start charm.png   - Start
Teilen.png   - Teilen
Suchen.png   - Suchen



Greift man auf eine der Charms von einer App aus zu (z.B. Kalender, Desktop, etc.) stehen meist noch weitere Optionen zur Verfügung.

Einstellungen:
Hier lassen sich verschiedene Systemeinstellungen vornehmen. Im unteren Bereich finden sich Zugriffsmöglichkeiten auf das Netzwerk, Helligkeit (sofern vom Monitor unterstützt und sofern entsprechende Sensoren vorhanden sind), Benachrichtigungen und Tastaturlayout. Außerdem hat Microsoft hier den Ein/Ausschaltknopf versteckt. Unterhalb dieser Einträge gibt es noch „PC-Einstellungen verändern“ Im oberen Bereich geht es u.a. in die Systemsteuerung und zur Anpassung des Desktops.

Der obere Teil der Einstellungsoptionen
Der untere Teil der Einstellungsoptionen



Geräte:
Hier lassen sich Geräteeinstellungen konfigurieren u.a. kann man einen zweiten Bildschirm einrichten.

Start:
Diese Charm enthält nur den Eintrag „Desktop“. Nach Klick darauf gelangt man zu eben diesem.

Teilen:
Mit diesem Charm hat man die Möglichkeit Inhalte (z.B. Fotos) mit anderen zu teilen.

Suchen:
Diese Charm stellt eine praktische Suchfunktion für alle Inhalte dar. Befindet man sich im Windows Startmenü reicht schon das Tippen eines Suchbegriffs. Windows übernimmt die eingegebenen Begriffe, in dem es automatisch das Suchfenster damit öffnet. Tipp: Schnellen Zugriff auf die Charm Bar erhält man mit der Tastenkombination Windowstaste + C. Die App Suche wird mit Windowstaste + Q gestartet.

Artikel wird bei Bedarf ergänzt.

--Acer5683 02:20, 14. Jun. 2013 (CEST)

Windows 8.1

Unter dem Codenamen „Blue“ entwickelt Microsoft ein erstes größeres Update für Windows 8. Dieses wird als Windows 8.1 kostenlos verfügbar sein. Ein genaues Release Datum steht zum aktuellen Zeitpunkt (13.06.2013) noch nicht fest. Glaubt man aber einem Tweet des Windows-Bloggers Paul Thurrot könnte es bereits am 01.08.2013 so weit sein.

Um aktuelle Informationen zu Windows 8.1 zusammenzufassen, haben wir dafür eine neue Seite erstellt.
Eine Beschreibung zu Windows 8.1 findest du auf dieser Seite.

--Acer5683 02:20, 14. Jun. 2013 (CEST)

Classic Shell

Vielen Anwendern gefällt die Modern UI (Kacheloberfläche) von Windows 8 nicht. Was auf Tablets und Smartphones durchaus Sinn macht, ist im PC Betrieb oft umständlich, oder hinderlich.

Für alle, die sich den klassischen Desktop, den Startbutton und das gewohnte Startmenü zurückwünschen springt das kostenlose Tool „Classic Shell“ in die Bresche.

Die Classic Shell Oberfläche



Classic Shell unterstützt die Betriebssysteme Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012 sowohl in der 32bit, als auch in der 64bit Version. Neue Programmversionen können jeweils über eine vorhandene ältere Version „drüber installiert“ werden.

Classic Shell bietet eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten. Die wohl für die meisten Anwender wichtigsten Features sind:

  • Der Startbutton


  • Das Überspringen der Kacheloberfläche und direktes Booten in den Desktop


  • Das alte Startmenü



Windows 8 Startmenü mit Classic Shell



Von Haus aus ist Englisch die Menüsprache von Classic Shell nach der Installation. Classic Shell beherrscht allerdings ca. 35 Sprachen, dank der unermüdlichen Arbeit vieler Freiwilliger in den betreffenden Ländern. So gehört auch glücklicherweise deutsch dazu.

Classic Shell lässt sich von der folgenden Seite downloaden:

http://www.classicshell.net/

Dort im Bereich „Download“ findet man die jeweils aktuellste Version (z.Z. ist dies die 3.6.7). Die deutsche Übersetzung wiederum findet man im Bereich „Translations“ auf dieser Website. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Versionsnummern von Classic Shell und der Übersetzung übereinstimmen.

Zur Installation wechselt man mittels der Kachel „Desktop“ auf eben diesen. In der Taskleiste befindet sich das klassische Explorer Symbol. Nach einem Klick darauf öffnet sich der Windows Explorer mit der Laufwerks –und Ordnerstruktur. Wie gewohnt kann man sich im Explorer zum Downloadordner durchklicken.

Der Explorer wird über das Symbol in der Taskleiste gestartet



Nach dem man Classic Shell installiert hat, muss man noch die deutsche Sprachdatei hinzufügen. Dies ist recht simpel. Die Sprachdatei mit dem Namen „de-DE.dll“ wird einfach in den Installationsordner von Classic Shell kopiert. Anschließend wird der Rechner neu gestartet, oder alternativ nur Classic Shell beendet (Rechtsklick auf den Startbutton -< Beenden) und neu gestartet.

Die deutsche Sprachdatei im Installationsverzeichnis



Das Windows 8 Startmenü sieht dem von Windows 7 bereits sehr ähnlich. Wem das noch nicht genügt kann mit einem sog. „Skin“ nachrüsten.

Dazu laden wir uns einen Windows 7 Skin von folgender Website herunter:

http://www.windows-8-futter.de/medien/Startmenue/SevenVG-Skin-fuer-Classic-Shell-Start-Menue.zip

Auf der Downloadseite findet sich übrigens auch noch einmal eine übersichtliche Installationsanleitung vom Autor des Skins.

Windows 7 Skin for Classic Shell downloaden
Die heruntergeladene Datei mit dem Namen „SevenVG-Skin-fuer-Classic-Shell-Start-Menue.zip“ enthält diese fünf Dateien:

Settings-Komplett.xml
Settings-reduziert.xml
settings-SvenVG.xml
SevenVG.skin
Start_Button.png

Am besten packt man diese Datei mit einem gängigen Packprogramm wie z.B. 7-zip (kostenlos) aus.

Die Dateien SevenVG.skin und Start_Button.png werden in den Classic Shell Installationsordner und dort in den Ordner „Skins“ kopiert.

Jetzt das Classic Shell Menü aufrufen (Classic Start Menu Settings) und dort auf den Reiter „Skin“ klicken. Im unteren Bereich befindet sich eine Drop Down Liste, vorgewählt ist „Einstellungen sichern“. Direkt rechts daneben auf den kleinen Pfeil klicken und „Von XML-Datei Laden“ anklicken. Im sich nun öffnenden Fenster zur Datei "Settings-Komplett.xml" navigieren anklicken, und bestätigen. Im Dropdownmenü im oberen Bereich (Beschriftung: Skin) noch SevenVG auswählen.

Jetzt den Rechner neu starten, oder alternativ Classic Shell mit Rechtsklick auf den Startbutton und „Beenden“ schließen. Wenn Classic Shell das nächste mal gestartet wird, entspricht die Menüstruktur nach Klick auf den Startbutton jener von Windows 7. Sollten dort noch englische Einträge sein, wie z.B. „Search“ anstelle „Suche“, muss noch einmal kurz Hand angelegt werden Nach dem Aufruf des Classic Shell Menüs einfach auf den Reiter „Startmenü Style“ klicken und dort auf „Windows Vista/Windows7“ klicken.

Die Installation des Skins



Nach dem Classic Shell installiert und angepasst wurde kommen jetzt die Settings.

Vorausgesetzt wird die deutsche Oberfläche, da zur Beschreibung die deutschen Menüeinträge verwendet werden. Die Menüeinträge sind kontextsensitiv, d.h. verweilt man mit dem Mauszeiger über einem Eintrag wird nach kurzer Zeit eine Erklärung zu dieser Funktion neben dem Mauszeiger eingeblendet.

Am schnellsten gelangt man mit einem Rechtsklick auf den Startbutton und dem Anklicken von „Einstellungen“ in die Classic Shell Oberfläche.

Im unteren Bereich der Oberfläche wird die Einstellung „Alle Einstellungen“ markiert, da man bei „Grundeinstellungen“ nur die Reiter „Startmenü Style“, „Grundlegende Einstellungen“ und „Skin“ hat.

Die Einstellungen sind nur Vorschläge. Jeder kann hier nach eigenen Vorstellungen Experimentieren!

Zuerst springen wir in den Reiter „Windows 8 Einstellungen“ und setzen einen Haken in die Checkbox „Überspringe den Metro Bildschirm“. Bei „Deaktiviert die aktiven Ecken“ wählen wir „Startbildschirm“.

Unter dem Reiter „Startschaltfläche“ lässt sich der Startbutton aktivieren oder auch deaktivieren. „Schaltfläche Design“ bietet mehrere Optionen. Per Default ist hier „Benutzerdefinierte Schaltfläche eingestellt. Damit wird der klassische Startbutton erzeugt. Wählt man hingegen z.B. „Aero“ wird daraus ein Muschelförmiger (Shell) Startbutton. „Metro“ wiederum ist dem neuen Windows 8 Design nachempfunden.

In „Startmenü“ anpassen kann das Windows 8 Startmenü den Eigenen Bedürfnissen angepasst werden, in dem man Einträge entfernt, oder hinzufügt. Neben einigen vordefinierten Einträgen gibt es auch Möglichkeiten der Individualisierung.

Anpassen des Windows 8 Startmenüs



Die hier hinterlegten Befehle sind leider Englisch.

Möchte man z.B. einen eigenen Ordner in das Windows 8 Startmenü einhängen geht man wie folgt vor:

In der rechten Fensterhälfte scrollt man ganz nach unten zum Befehl „Custom Command“. Diesen klickt man mit der linken Maustaste an und zieht ihn in das linke Fenster und lässt ihn dort fallen, wo er im Startmenü auftauchen soll, z.B. im „ProgramsMenu“. An dieser Stelle legt Classic Shell einen Ordner Namens „CustomItem“ an. Dieser Ordner kann umbenannt werden (keine Leerzeichen). Ein Doppelklick auf den Eintrag öffnet eine Eingabebox:

Maske des CustomItem



In der zweiten Zeile enthält die Benennung „Verknüpfung“. Am rechten Ende der Zeile ist das Symbol zum Öffnen der Suche [...]. Klickt man darauf öffnet sich ein Explorer Menü mit Zugriff auf alle Festplatten und deren Ordnern. Nun nur noch den gewünschten Ordner aussuchen, fertig.

Bearbeiten des CustomItem



Der Reiter „Generelles Verhalten“ beherbergt viele Geschwindigkeitseinstellungen, so z.B. auch die Verzögerungszeit der Menüs, d.h. also die Zeit wie lange es dauert, bis ein Menü ausgeklappt wird.

Hinweis: Nach der Installation ändert Classic Shell die Belegung der Windowstaste. Standardmäßig springt man durch Druck auf die Windowstaste vom Desktop zur Kacheloberfläche. Jetzt öffnet ein Druck auf die Windowstaste das Startmenü von Windows 8. Wer die alte Funktionalität wieder herstellen möchte, kann dies im Classic Startmenü unter „Steuerung „ vornehmen. Dort unter „Windows-Taste öffnet“ den Punkt „Windows Startbildschirm“ aktivieren. Fortan kommt man mit einem Druck auf die Starttaste wieder zur Kacheloberfläche. Ein weiterer Druck schaltet wieder zum Desktop. Ist eine Kachel aktiv, kann man wie vorgesehen zwischen Kacheloberfläche und zur letzten geöffneten App hin und herspringen.

Verhalten der Starttaste einstellen



Neben Classic Shell gibt es noch eine Reihe anderer Tools die ähnliche Funktionen anbieten:

Programm Info
Start8 Englisch – Free / 4,99$ / 49,99$
Power8 Free, Beta, noch nicht ausgereift. Deutsche Sprachdatei veraltet
Spesoft Free Windows 8 Start Menu Free, mehrsprachig
Start-Button 8 Free
Start Menu 8 Free, mehrsprachig, auch deutsch, Beta, noch nicht ausgereift
ViStart 8 Free, mehrsprachig (Achtung Toolbarinstallation verweigern!)
Smart Switch Free, nur Startbutton und Boot-to-Desktop



Natürlich bringt der Einsatz von Startmenü Tools auch Nachteile mit sich. So wird z.B. das Standard-Kontextmenü von Windows 8 verändert, was zur Folge haben kann, das dies weniger funktional ist. Die Nachbildung des klassischen Startmenüs ist (allein schon aus urheberrechtlichen Gründen) nie ganz vollständig.



--Acer5683 01:32, 20. Jun. 2013 (CEST)

Tipps, Tricks & Infos

Windows 8 ohne Anmeldung starten

Wer vor dem heimischen Computer sitzt, empfindet es oft als lästig, bei jedem Windowsstart das Passwort eingeben zu müssen. Aber es geht auch ohne!

Zuerst wird auf die Desktopansicht umgeswitcht. Anschließend drückt man die Tasten „Windows + R“. Es öffnet sich ein Eingabefeld in das man folgendes einträgt:

netplwiz

Dies bestätigt man anschließend mir „Enter“

Es öffnet sich ein Feld mit der Bezeichnung „Benutzerkonten“ in dem man die selbst und von Windows angelegten Benutzerkonten sieht. Im oberen Bereich ist eine Checkbox mit der Bezeichnung „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“ Das Häkchen in dieser Checkbox muss entfernt werden!

Im nächsten Schritt markiert man per Klick mit der linken Maustaste das Benutzerkonto in welches man ohne Passworteingabe starten möchte. Jetzt mit anklicken des OK Buttons bestätigen.

Im nächsten Feld mit der Bezeichnung „Automatische Anmeldung“ gibt man das aktuelle Passwort des gewählten Benutzerkontos ein und bestätigt wiederum mit einem Klick auf den OK Button.

Ab sofort startet Windows 8 ohne Abfrage des Passworts.

--Acer5683 15:48, 20. Jun. 2013 (CEST)

Einige nützliche Tastenkombinationen

Windows 8 lässt sich, wie auch seine Vorgänger, nicht nur mit der Maus bedienen, sondern auch mit sog. Tastenkombinationen. Dabei drückt man zwei oder mehr Tasten gleichzeitig.

Allgemeine Tastenkürzel

  • Windowstaste + D - minimiert alle geöffneten Fenster in den Tray und zurück.
  • Windowstaste + F - minimiert alle Fenster, die einen Button in der Taskleiste haben zum Tray; Fenster ohne Button in der Taskleiste werden so zugänglich.
  • Windowstaste + L - sperrt den Rechner, die Anwendungen laufen weiter; Zugriff auf die Oberfläche nur nach Eingabe des Windowskennwortes.
  • Alt + Tab – Alt Taste festhalten Tab beliebig oft drücken. Damit bewegt man sich zwischen geöffneten Anwendungen
  • Alt + F4 – Schließt aktives Fenster
  • Alt + Druck – Erzeugt Screenshot des aktiven Fensters
  • Strg + A – Alles markieren
  • Strg + C – Markierten Inhalt in Zwischenablage kopieren
  • Strg + X – Markierten Inhalt in Zwischenablage Ausschneiden
  • Strg – V – Inhalt aus Zwischenablage Einfügen



Windows 8 Tastenkürzel

  • Windowstaste - Wechselt zwischen Startbildschirm und der letzten App
  • Windowstaste + C - Öffnet die Charm-Leiste, welche an der rechten Seite des Desktops eingeblendet wird. Gleichzeitig wird die Uhrzeit und das Datum angezeigt
  • Windowstaste + D - Wechselt zum Desktop
  • Windowstaste + E - Startet den Windows-Explorer
  • Windowstaste + F - Öffnet das Suchfenster für Dateien
  • Windowstaste + H - Öffnet das Teilen-Menü in der Charm-Leiste
  • Windowstaste + I - Öffnet das Einstellungsmenü in der Charm-Leiste - inklusive Systemsteuerung
  • Windowstaste + K - Öffnet das Geräte-Menü in der Charm-Leiste
  • Windowstaste + L - Sperrt das System
  • Windowstaste + P - Öffnet die Optionen für einen zweiten Bildschirm
  • Windowstaste + Q - Öffnet das Suchmenü für Apps
  • Windowstaste + R - Öffnet den Ausführen-Dialog.
  • Windowstaste + U - Öffnet das Center für die erleichterte Bedienung (Bildschirmlupe, Bildschirmtastatur, hoher Kontrast etc.)
  • Windowstaste + X - Öffnet eine Art kleines Startmenü, aus dem man unter anderem zum Geräte-Manager oder zur Datenträgerverwaltung gelangt.
  • Windowstaste + Enter - Startet die Sprachausgabe
  • Bild ab - Verschiebt die Kacheln des Startbildschirms nach links
  • Bild auf - Verschiebt die Kacheln des Startbildschirms nach rechts



--Acer5683 19:05, 20. Jun. 2013 (CEST)

Aufrufen des Task-Managers

Im Laufe der Zeit nisten sich Tools und Software im Autostart von Windows ein verlangsamen den Start und fressen Leistung während des Betriebes. Die meisten dieser Einträge sind überflüssig und können deaktiviert werden. Nur wichtige, wie z.B. den Start des Virenscanners oder wirklich häufig genutzter Software sollte man darin belassen.

Unter vorherigen Windowsversionen konnte man das Systemkonfigurationstool mit dem Befehl „msconfig“, welchen man in das Suchfeld im Startbereich eingegeben hat aufrufen. Dies funktioniert auch heute noch. Allerdings bekommt man im Reiter „Systemstart“ den Hinweis, dass man den Abschnitt "Start" im Taskmanager verwenden soll.

Das "alte" Systemkonfigurationstool



Der neue Taskmanager ist wesentlich komfortabler als der alte und lässt sich sowohl vom Desktop, als auch über die Kacheloberfläche schnell aufrufen.

Desktop:

Rechtsklick auf eine freie Stelle der Taskleiste und im sich öffnenden Kontextmenü den Taskmanager starten

Wenn Classic Shell installiert:

Klick auf den Startbutton und „taskmgr“ ins Suchfeld eintippen

Kacheloberfläche:

Einfach nur „task“ eintippen und Task-Manager in der linken oberen Ecke anklicken.

Desktop + Kacheloberfläche:

Strg + Alt + Entf drücken. Der untere Eintrag ist der Task-Manager.

Eine der Funktionen des Taskmanagers ist – wie oben erwähnt – der Autostart. Software die sich dort eingenistet hat lässt sich bequem deaktivieren, oder auch wieder aktivieren. Dazu wird lediglich der betreffende Eintrag markiert und mit dem Button am rechten unteren Bildschirmrand deaktiviert. Markiert man einen bereits deaktivierten Eintrag wechselt der Button zu „Aktivieren“

Der Autostartbereich im Taskmanager



Dateien kopieren

Kopiervorgänge bremsen meist das System aus, was recht lästig sein kann wenn man gerade etwas Wichtiges zu erledigen hat. Vor allem wenn man mehrere große Dateien auf einmal kopieren möchte wird dies oft zu einer erzwungenen Kaffeepause. Bisher blieb nichts anderes übrig als mit Fremdsoftware (Datei Manager) zu arbeiten, oder den Kopiervorgang abzubrechen.

Mit Windows 8 hat sich das geändert. Jetzt lässt sich der Kopiervorgang komplett oder Dateiweise anhalten. Außerdem spendiert Microsoft im Kopierfenster mehr Informationen zum Kopiervorgang. Neu im Kopierfenster sind die beiden kleinen Schaltflächen im oberen rechten Bereich.

Aktiver Kopiervorgang



Während des Kopierens sind dies ein Pausen –und Abbruchsymbol (Doppelstrich und Kreuz) - im Screenshot rot umrandet. Bei einem angehaltenen Kopiervorgang wird aus dem Pausensymbol ein kleiner Pfeil, beide Symbole im Screenshot wieder rot umrandet.

Angehaltener Kopiervorgang



Der Godmode

Um zu den Systemeinstellungen in Windows zu kommen, sind mitunter wahre Klickorgien nötig. Eine bequemere Methode ist der sog. Godmode. Im Prinzip ein alter Hut, da es sich nur um einen Systemordner (Alle Aufgaben) handelt, den es schon zu NT Zeiten gab. Dieser Systemordner listet übersichtlich alle Systemsteuerungsoption auf. Anleitungen zur Erstellung dieses Ordners gibt es zuhauf im Internet. Dieser Artikel geht allerdings noch auf eine kleine Besonderheit im Zusammenhang mit der Benennung des Ordners ein.

Alle Aufgaben



Es gibt verschiedene Wege diesen Ordner zu öffnen. Die Dauerhafteste ist ein Symbol auf dem Desktop.

Zuvor jedoch sollte man sicherstellen, dass man auch alle Dateien sieht. In der Grundeinstellung blendet Windows Systemdateien aus. Die Einstellungen werden über den Windows Explorer vorgenommen. Der Windows Explorer lässt sich u.a. vom Desktop oder der Kacheloberfläche mit der Tastenkombination „Windows + E“ starten. Im Explorer klickt man auf „Ansicht“ und anschließend ganz rechts auf den kleinen Pfeil unter „Optionen“ und dort auf Ordner - und Suchoptionen ändern.

Der Windows Explorer



Es öffnet sich die Dialogbox „Ordneroptionen“, in deren Menü man „Ansicht“ wählt. Wichtig sind dort eine Checkbox sowie eine Option: „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“, und weiter unten die Option „Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“. Das Häkchen aus der Checkbox „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“ entfernen und den Warnhinweis von Windows wegklicken. Jetzt noch „Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“ auswählen und bestätigen.



Zuerst erstellt man einen neuen Ordner. Hierzu klickt man mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops und wählt aus dem Kontextmenü Neu->Ordner.

Erstellen eines neuen Ordners



Der neue Ordner wird anschließend wie folgt umbenannt: Godmode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

Umbennenen eines neuen Ordners



Nach dem Umbenennen ändert Windows das Symbol des Ordners. Er zeigt nun das Icon eines Systemordners.

Der Ordner Godmode mit Symbolordner Icon



Der Name vor dem Punkt kann beliebig gewählt werden. In diesem Beispiel ist es „Godmode“. Auf manchen Systemen wird der Ordner nur mit dem gewählten Namen angezeigt, auf anderen ist der komplette Code sichtbar. Das ist optisch natürlich wenig ansprechend. Hier kann man sich mit einem Trick behelfen. Nachdem man den Godmode Ordner angelegt hat, erstellt man eine Verknüpfung. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf den Godmode Ordner und wählt aus dem Kontextmenü „Verknüpfung erstellen“. Die Verknüpfung lässt sich nun umbenennen in Godmode.

Erstellen einer Verknüpfung des Godmode Ordners



Den originalen Ordner verschiebt man am besten in einen anderen Ordner (z.B. Dokumente), oder einen beliebigen selbst erstellten Ordner. Jetzt stört allenfalls noch der Verknüpfungspfeil. Auch diesen wird man mit einem Trick los.

Verknüpfungspfeile entfernen

Wie bereits im Beitrag Godmode erwähnt, lassen sich die Verknüpfungspfeile auf den Windowssymbolen mit einem Trick entfernen (Achtung! Das gilt für alle Verknüpfungen!). Dies geschieht mit einem direkten Eingriff in die Registrierungsdatei von Windows. Vor der Bearbeitung der Registrierungsdatei sollte man unbedingt eine Sicherung anlegen! Eine Sicherung erzeugt man mit Aufruf von „Datei->Exportieren“ im Menü des Registrierungseditors. Sollte etwas schiefgehen, lässt sich diese Datei über den Befehl „Importieren“ zurücksichern.

Unter der Kacheloberfläche tippt man einfach „regedit“ (ohne Hochkommas) ein. Oben links klickt man nun auf den Eintrag regedit und bestätigt die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung.

Der Windows Registrierungseditor



Im Registrierungseditor öffnet man den Schlüssel „HKEY_CLASSES_ROOT\ Inkfile“.

IsShortcut im Schlüssel "Inkfile"



Im rechten Fenster klickt man mit der rechten Maustaste auf den Eintrag „IsShortcut“ und wählt Umbenennen aus. Der Eintrag wird umbenannt in „AriochIsShortcut“ (wieder ohne die Hochkommas!). Möchte man die Verknüpfungspfeile doch wieder haben, genügt ein Erneutes umbenennen in „IsShortcut“.

IsShortcut nach dem umbenennen in "AriochIsShortcut"



Der Rechner muss nun neu gestartet werden. Anschließend sind keine Verknüpfungspfeile mehr sichtbar.

Windows-to-go

Das portable Windows 8 ist, wenn es nach Microsoft geht, den Kunden der Windows 8 Enterprise Version vorbehalten. Mit ein wenig Arbeit lässt sich ein solcher Stick allerdings auch ohne Windows 8 Enterprise erstellen. Es spielt keine Rolle, ob die Erstellung des Sticks unter Windows 7, oder Windows 8 erfolgt (Ausnahme: Bootsektor muss unter Windows 8 geschrieben werden). Im Beispiel ist es ein Windows 7 64bit System.

Was wird benötigt:

Ein USB-Stick ab 8 GB Kapazität aufwärts.

Das Windows Automated Installation Kit (WAIK) – Windows 7.

Ein ISO-Image von Windows 8 32bit oder 64bit

Ein Imaging Tool wie z.B. Virtual Clone Drive, Daemon Tools etc.

Das Tool RMPrep

*Download links

Anmerkung zum Thema USB Stick: Es geht auch mit einem Standard USB 2.0 Stick. Aus Performancegründen sollte man aber, wenn möglich, zu einem USB 3.0 Stick greifen, da auch ein „schlechter“ USB 3.0 Stick am USB 2.0 Port des Rechners immer noch schneller ist als ein USB 2.0 Stick. Ganz die Finger lassen sollte man von USB Sticks vom „Grabbeltisch“ der Händler. Dort werden nur die billigsten und langsamsten Sticks verramscht.



Bootfähigkeit herstellen

Nun muss der Stick noch bootfähig gemacht werden. Dies geschieht entweder mit dem Tool RMPrep, oder per Kommandozeile.

RMPrep:

Dies ist die einfachste und daher empfohlene Methode. Nachdem RMPrep installiert und gestartet wurde, müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Die Oberfläche von RMPrep ist in nummerierte Blöcke unterteilt.

Einstellungen:

Oben rechts im Hauptfenster lässt sich die Sprache auf Deutsch umstellen.

1 Größe (MiB) - bleibt auf der Einstellung MAX

2 LW Bezeichnung – Hier trägt man die Bezeichnung ein, unter der der Stick später im Explorer angezeigt werden soll.

3 Bootloader-Optionen – Den Eintrag "WinPE v2/WinPEv3/Vista (...)". aktivieren

4 Dateisystem und Zusatzoptionen – NTFS aktivieren und Häkchen in der Checkbox "Boot as HDD (C:2PTNS)" setzen

5 Kopiere OS-Dateien nach Formatierung – Einstellung unverändert lassen

6 Laufwerk bereitstellen – Anklicken

Der Stick ist nun bereit zur Installation von Windows 8 mittels WAIK.

Mit RMPrep wird der USB-Stick startfähig gemacht. Die im Text beschriebenen Einstellungen sind rot umrandet



Puristen arbeiten womöglich lieber mit der

Kommandozeile:

Vorbereitung
Im Auslieferungszustand befindet sich mitunter noch herstellereigene Software auf dem Stick, die man am besten irgendwo hin als Backup abspeichert. Außerdem sind die Sticks aus Kompatibilitätsgründen meist mit dem FAT32 Dateisystem formatiert. Wir benötigen jedoch das NTFS-Dateisystem.

Zum Umwandeln klickt man den Stick im Windows Explorer mit rechts an und wählt aus dem Kontextmenü den Befehl „Formatieren“ und als Dateisystem NTFS. Je nach Größe und Geschwindigkeit des Sticks dauert das Umformatieren einen kurzen Moment.

Zum Einsatz kommt nun das Kommandozeilentool „diskpart“, welches standardmäßig in Windows enthalten ist.

Im Suchfeld einfach „diskpart“ (ohne Hochkommas) eingeben, anschließend auf den gefundenen Eintrag mit der rechten Maustaste klicken und „Als Administrator ausführen“ wählen. Dies ist nötig, weil einige Einstellungen Adminrechte erfordern.

Das Ergebnis der Suche wird mit der rechten Maustaste angeklickt

Es öffnet sich die Eingabeaufforderung, in der folgende Befehle eingegeben werden:

Anzeige der Laufwerke mit "list volume"
  - Mit „list volume“ werden alle Laufwerke angezeigt, auch der USB-Stick.



Auswählen des Laufwerks mit "select volume"
  - Mit „select volume“ wird der gewünschte Datenträger ausgesucht. Nach dem Befehl muss noch die entsprechende Laufwerksnummer eingegeben werden. Im Beispiel ist es die 10.



Partitionscheck mit "list part"
  - Normalerweise sollte auf dem Stick nur eine Partition vorhanden sein. Zum Check dient der Befehl „list part“.



Die Auswahl geschieht mit "select part"
  - Um die Partition auf dem Stick auszuwählen, geben wir den Befehl „ select part 1“ ein.



Zum aktivieren dient der Befehl "active"
  - Abschließend muss die Partition noch aktiviert werden. Dies übernimmt der Befehl „active“.



Installation auf dem USB-Stick

Nachdem das WAIK installiert ist, kopiert man aus dem Ordner <Pfad zum Installationsordner>\Tools\x86\ die Datei „imagex.exe“ in einen Ordner, der am besten im Hauptfad eines Laufwerks liegt. Im Beispiel: h:\Wtg. In den gleichen Ordner kopiert man die Datei „install.wim“ aus dem Ordner sources der Windows 8 Installations DVD, bzw. des ISO Images. Das Einbinden einer ISO-Datei wird am Beispiel der install.wim Extraktion erklärt:

Um die Datei install.wim aus einem ISO Image zu extrahieren benötigt man ein sog. Imaging Tool wie z.B. Virtual Clone Drive. Mit Virtual Clone Drive können ein oder mehrere virtuelle CD/CVD Laufwerke erzeugt werden. Windows behandelt diese wie physikalisch vorhandene Laufwerke. Die ISO Datei wird einfach nur eingehängt (gemountet) Die Installation von Virtual Clone Drive erfolgt mit Adminrechten (setup.exe mit rechts anklicken und „Als Administrator ausführen“ auswählen). Daraufhin führt ein Assistent durch die Installation, die nach Abschluss einen Neustart des Rechners fordert.


Das Virtual Clone Drive Fenster präsentiert sich schlicht und übersichtlich. Unter „Anzahl der Laufwerke“ kann man einstellen, wie viele Laufwerke benötigt werden. Setzt man in der Checkbox „Virtuelle Schafe“ ein Häkchen, werden die virtuellen Laufwerke zur besseren Unterscheidung mit einem Schäfchen Icon angezeigt. Mit Tray Icon anzeigen, wird ein Icon in der Startleiste unten rechts angelegt, welches sich, falls nicht sichtbar nach Klick auf den kleinen Pfeil (Ausgeblendete Symbole anzeigen) , anklicken lässt.

Zum Einbinden einer ISO Datei wird das Tray Icon mit rechts angeklickt. Bewegt man den Mauszeiger über den Eintrag Laufwerk im Kontextmenü erscheint „Image Datei laden“. Nach Klick darauf öffnet sich ein Explorer Fenster in dem man sich zur gewünschten Datei vorklickt. Wie bei einem echten Datenträger startet Windows jetzt die automatische Wiedergabe. Des Weiteren ist das ISO Image wie eine CD/DVD über den Windows Explorer ansprechbar. Um die Image Datei später wieder zu entladen, wiederholt man den Vorgang. Zusätzlich findet sich im Kontextmenü jetzt der Eintrag „Image Datei entnehmen“.'





Jetzt öffnen wir eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Unter der Modern UI Oberfläche gibt man nur cmd ein und klickt mit der rechten Maustaste auf den oben links erscheinenden Eintrag. Nach dem Rechtsklick erscheint unten ein Menü Band aus dem man "Als Admin ausführen" anklickt. Unter der Desktopoberfläche ist die Eingabeaufforderung im Startmenü zu finden unter "Programme -> Windows-System"

Aufruf der Kommandozeile über das Startmenü



Im Beispiel befinden sich die benötigten Dateien im Ordner Wtg auf Laufwerk „h“. Als Erstes geben wir den Laufwerksbuchstaben des Laufwerks ein, auf dem der Ordner „Wtg“ zu finden ist: „h:“ (Auch hier wieder ohne Hochkommas eingeben). Mit dem Befehl cd wtg wechseln wir in diesen Ordner. Mit dem Befehl „imagex.exe /apply install.wim 1 n:\“ starten wir die Installation auf dem USB-Stick. Der USB-Stick hat im Beispiel den Laufwerksbuchstaben „n“. Dieser ist durch den Laufwerksbuchstaben zu ersetzen, der dem USB-Stick auf dem Rechner zugewiesen ist, mit dem der Windows 8-to-go Stick erstellt wird.

Die Installation kann, je nach Geschwindigkeit des USB-Sticks, etliche Stunden dauern, bei USB 3.0 Sticks sind es i.d.Regel zwischen 30 – 60 min. Daher verweilt auch die Fortschrittsanzeige in der Eingabeaufforderung anfangs einige Zeit auf null.



Nach erfolgreichem Abschluss der Operation erscheint im Kommandozeilenfenster folgende Meldung:

[100%] Applying progress
Successfully applied image.

Erfolgreich verlaufene Installation



Als Letztes muss der USB-Stick noch mit dem Windows 8 Bootloader versehen werden. Dies geschieht entweder in einem regulär installierten Windows 8, oder in einer virtuellen Maschine (VM), wie z.B. Virtual Box. Unter Windows 7 ist dies nicht möglich, da bcdboot dort nicht die speziellen Biosparameter „f all“ kennt. Diese Parameter sorgen dafür, dass vom Stick sowohl an Rechnern mit herkömmlichem, als auch mit dem neuen UEFI Bios gebootet werden kann.

Mit dem Befehl bcdboot /? lässt sich eine Übersicht der möglichen Parameter aufrufen:



In der Modern UI Oberfläche von Windows 8 wird einfach „cmd“ (auch wieder ohne Hochkommas) eingegeben. Den oben links erscheinenden Eintrag mit der rechten Maustaste anklicken und mit Administratorrechten starten. In die Box trägt man folgenden Befehl ein:

bcdboot x:\windows /s x: /f all

Die beiden “x” sind mit dem Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks zu ersetzen!

Der Bootsektor wurde auf den USB-Stick geschrieben



Nach Betätigen der Entertaste dauert es einen Moment, bis der Bootsektor geschrieben wurde. Nicht ungeduldig werden, auch wenn vermeintlich nichts passiert.

Der USB-Stick ist jetzt einsatzbereit.

Download links


Windows Automated Installation Kit (Windows 7)

ISO Image Windows 8 32bit

ISO Image Windows 8 64bit

Virtual Clone Drive Download

RMPrep Download

RMPrep Startseite








--Acer5683 22:03, 20. Jun. 2013 (CEST)

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